OP trotz Blutgerinnungsstörung?

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von nicola_noah 17.05.10 - 15:57 Uhr

Hallo,

Max hat in seinen 2 Lebensjahren inzwischen 10 Mandelentzündungen gehabt#schock
Die Mandeln sind so groß das sie im Rachen schon "aneinanderstoßen".
Er röchelt immer vor sich hin,auch wenn die Mandeln nicht enzündet sind.
Unser Kinderarzt legt uns die ganze Zeit schon nahe ihm die Mandeln entfernen zu lassen.(Macht man sonst ab dem 4.Lebensjahr,aber er bekommt ja super schlecht Luft).
Nun kommt aber das eigentliche Problem: Kein Arzt traut sich da heran#schock
Max hatte in seiner ersten Lebenswoche mehr als 20 Thrombosen im Körper (Dadurch auch die Schlaganfälle etc.).
Seitdem bekommt er auch Blutverdünner gepritzt.
Wenn er Operiert werden soll müsste der Blutverdünner vorher abgesetzt werden.
Das will aber kein Arzt verantworten....
Selbst wenn wir bis zum 4. Lebensjahr warten würden, das Problem mit der Gerinnung bleibt ja weiterhin bestehen.

Was nun?#gruebel

Beitrag von scrollan01 17.05.10 - 16:41 Uhr

Au weia!

Seid ihr bei Spezialisten in Behandlung?

Ich würde mich weiter umschauen und zur Not weiter weg fahren, nur damit nichts geschieht!
Wenn die das Medikament absetzen und operieren würden - wie schnell würde denn das Blut verdicken?

Ich nheme stark an, dass das Risiko zu hoch ist für die Ärzte - ganz ehrlich - wenn die sich schon nicht heran trauen!

Ich hoffe sehr, dass ihr eine Lösung findet und dann auch alles gut läuft!

LG Scrollan

Beitrag von megapapa 17.05.10 - 18:37 Uhr

luca ist herzkrank und hatte 3 ops ,bei ihm wurden immer die blutverdünner abgesetzt und nach der op wieder eingestellt,war nie ein problem

alles liebe und gute

glg sonja

Beitrag von fruehchenomi 17.05.10 - 19:35 Uhr

Max gehört in die Hände einer Uniklinderklinik, die mit sowas Erfahrung hat und keinesfalls in ein kleineres KrHaus.
Mein Mann ist Marcumarpatient auch aufgrund einer Thrombose mit Schlaganfall, aber ihm mussten z.B. auch schon Zähne gezogen werden, die Augen operiert usw.
Marcumar wurde kontrolliert heruntergefahren bis auf einen bestimmten Wert, den der operierende Arzt haben will - und danach eben wieder hochgefahren. Hat gut geklappt, auch wenn ich auch besorgt war.
Machbar ist es sicher, aber wie gesagt, geh zu Profis !
LG Moni

Beitrag von maybelle 17.05.10 - 20:32 Uhr

Hallo!

Ich würde mich da an einen Gerinnungsspezialisten wenden, meist in Unikliniken Fachabteilung Hämatologie/Onkologie zu finden. Zumindest in Dresden gibt es da eine spezielle Abteilung. Wer hat denn den Blutverdünner angesetzt? Und welchen bekommt Max?
Hat er einen Gendefekt, wodurch die Thrombosen verursacht wurden oder gibt es da andere Ursachen? Unser Max hatte auch viele Thrombosen durch eine Faktor 5 Leiden Mutation. Und er müßte nach OPs großzügig mit Gerinnungshemmern behandelt werden. Sonst braucht er keine mehr. Habe ihn aber auch ein halbes Jahr lang Clexane gespritzt.
Aber letzlich muss es da einen Lösung geben, da es ja auch so mal zu NotOPs kommen könnte.
Im Altersheim werden die Leute mit Gerinnungshemmern ASS oder Falithrom vor OPs immer auf Clexane umgestellt. Aber das scheint dann bei Kindern nicht so zu sein.

Alles Gute für den Kleinen!

LG Yvonne

Beitrag von dream22 18.05.10 - 19:11 Uhr

Hallo,

also ich nehme Marcumar (wegen Blutgerinnungsstörung). MIr wurde gesagt, dass man vor OP´s, grösseren Zahnbehandlungen ect. auf Heparin umsteigen kann und muss. Würde mich in Eurem Fall auch an eine größere Uniklinik wenden. Vielleicht kann Euer KiA oder Hämatologe einen Kontakt vermitteln. Alles Gute für Euch#klee.

GLG

Simone

Beitrag von canette 21.05.10 - 22:19 Uhr

Habt Ihr euch schon mal wegen eine Laser-Op erkundigt?

Ich bin mir nicht ganz sicher ob das bei eurem Fall hilfreich ist aber bei Laser soll die Wunde weniger bluten und somit die Wunde weniger verkrusten. Die meisten Versicherungen bezahlen aber diesen Eingriff nicht und wenn dann nur einen kleinen bescheidenen teil. Wir haben uns letztes Jahr bei der AOK erkundigt weil mein Mann (Krebspatient in der Heilbewährungsphase) unter Wundheilungsstörung leidet.

Ich hoffe ich konnte ein kleines bisschen weiterhelfen.

LG Anni