Panikattacken

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von dn-pebels 17.05.10 - 16:23 Uhr

Hallo,

ich leide schon mehrere Jahre unter Panikattacken.
Habe Angst umzukippen, die Kontrolle zu verlieren.
Ich bekomme dann immer Stiche im Brustkorb und tierische Angst.
Je nach dem wie ich mich fühle traue ich mich noch nicht mal in den Supermarkt. Ich weiß das hört sich komisch und unlogisch an, ich kann es mir auch nicht erklären. Wenn mein Mann zu Hause ist habe ich es besser unter Kontrolle. Mich macht das so fertig, dass ich fast jeden Tag heule.
Ich war auch schon mehrmals beim Arzt, Psychologen usw. aber gebracht hat alles nichts. Habe 2 Jahre Antidep genommen....Habe sie abgesetzt seitdem ich meinen Mann kenne. Er sagt das sei alles nur Kofsache. Ich denke auch das er Recht hat, zumindest bestätigt es sich sehr oft.
Aber Trotzdem, ich kann meinen Kopf und mein standiges Angstgefühl einfach nicht aussschalten. Ich werde demnächst nochmal zum Arzt gehen und mich durchchecken lassen.....
Hat jemand auch solche Probleme. Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

Beitrag von angelblue 17.05.10 - 16:58 Uhr

mh, geh evtl wieder zu deinem Psychologen.
Und man sollte NIE solche Medis einfach so absetzen.

Der Satz: Mich macht das so fertig, dass ich fast jeden Tag heule,
zeigt das Du Hilfe brauchst, Du schaffst es nicht alleine aus dieser Krise.
Die auch wohl schon mit eine Depression sein kann.

Dein Mann unterstützt Dich ja nicht, sonst würde er sowas nicht sagen.
Bitte suche Dir wieder Hilfe, egal was dein Mann sagt.

alles gute

Beitrag von litalia 17.05.10 - 17:29 Uhr

wieso unterstützt sie ihr mann nicht?

er hat doch vollkommen recht, wenn er sagt es ist eine "kopfsache". das hat er schon gut erkannt und als "laie" drückt man sich oft so aus.

immerhin macht er ihre krankheit seit 2 jahren mit und lebt damit, das zeigt meiner meinung nach schon das er zu ihr hällt, für angehörige ist es nämlich auch nicht immer so einfach.

und wie soll er sie richtig unterstützen wenn er keine "ahnung" von der kranheit hat? was man ihm nicht zum vorwurf machen kann.

Beitrag von koerci 17.05.10 - 17:23 Uhr

Hallo!

Meine Schwester hatte solche Panikattacken auch, und es war wirklich furchtbar. Oft haben wir anfangs mit ihr geschimpft und gesagt, sie soll sich nicht so dranstellen...aber irgendwann war uns klar, dass sie tatsächlich PANIK hatte.
Sie ging in kein Geschäft, fuhr als sie 18 wurde nicht alleine mit dem Auto irgendwohin, fuhr/flog immer mit meinen Eltern in Urlaub, weil sie ohne unsere Mum nicht zuhause bleiben konnte usw.

Ihr hat eine Hypnose sehr, sehr geholfen. Dabei wurde erstmal festgestellt, woher diese Panikattacken und Angstzustände überhaupt kommen.

Mitlerweile fährt sie wieder alleine Auto, wenn auch nicht überall hin und geht in Geschäfte. Nur Fahrstuhl fahren klappt immernoch nicht.

Ich wünsche dir alles, alles Gute und hoffe, dass du das schnell in den Griff bekommst.

Ganz "bekämpfen" kann man es nicht, aber man kann lernen damit umzugehen und zu leben, sodass es nicht mehr so schlimm ist.

Alles Liebe#herzlich
koerCi

Beitrag von moni66 17.05.10 - 19:52 Uhr

Hallo
lass dich erstmal #liebdrueck
Ich würde an deiner Stelle mir unbedingt HIlfe holen. Auch wenn du dich jetzt auch gründlich untersuchen lässt ist man meist für den Moment beruhigt. Aber wenn es tiefer steckt, dann kommt die Angst irgendwann leider wieder.
Ich würde daher eine Therapie machen unbedingt, damit du lernst mit der Angst zu leben. Wenn du Antidepressiva brauchst, dann würde ich es nehmen, und nicht einfach absetzen, es hilft dir dann erstmal besser damit klar zu kommen.
Und dann finde ich auch, dein Mann sollte dich mehr unterstützen, leider ist es alleine mit dem Satz es ist eine Kopfsache nicht getan. Leider kann man nicht immer aus sich raus. Vielleicht sollte er mal ein Buch darüber lesen umes besser zu verstehen.
Alles gute
Moni

Beitrag von wullywutz 17.05.10 - 23:38 Uhr

Hallo,
ich habe genau das gleiche wie du. Ich habe es seit November letzten Jahres.
Bei mir hat es damit angefangen das ich Herzrythmusstörungen bekam und auf Grund dessen habe ich Angst-und Panikattaken bekommen.

Ich hatte panische Angst davor einfach umzufallen, die Kontrolle zu verlieren und zu Sterben. Seitdem hatte ich mehrere Untersuchungen, MRT vom Kopf, mehrere Langzeit EKGs, Belastung EKG, Allergietest, ich lag sogar auf der Neurologie. Nichts, aber auch garnichts hat was ergeben, worüber ich auch sehr froh war. Aber woher kam dann dieses stolpern und stechen in der Brust. Da kam dann wieder die Angst. Ich habe dann einen Therapeuten aufgesucht und dieser kann mir auch ganz gut helfen, aber so wie du habe ich unheimliche Angst alleine zu sein. Nachts ist es für mich immer noch unmöglich.
Für mein Umfeld war es auch nicht einfach, da ich nur noch darüber Sprach, aber auch genau das ist wichtig. Einkaufen war für mich die Hölle und seit März bin ich Krankgeschrieben. Aussenstehende können sich nicht vorstellen welche Hölle man gerade durchgeht.

Vor kurzem dann endlich ein Lichtblick, mein Physiotherapeut stellte fest das etwas mit meinen Brustwirbeln nicht simmt und diese zu 90% mein Herzstolpern und auch stechen in der Brust auslöst.

Wenn ich wieder solche Angstzustände bekomme beruhigt es mich zu Wissen woher es kommt, aber es kommt auch noch oft zu Übelkeit, Schwitzen, Schwindel, Kurzatmigkeit, Zittern und Druck auf den Ohren. Aber das ist das Adrinalin das der Körper produziert, ich fang dann an zu laufen um dieses Abzubauen. Schüssler Salze helfen mir auch ganz gut .

Ich drücke Dir die Daumen das du aus diesem Teufelskreis rauskommst, denn ich kann genau nachvollziehen was du durchmachst. Bei mir hat sich echt viel verbessert und du wirst es auch schaffen, zwar mit kleinen Schritten aber großen Erfolgen.

LG

Beitrag von rosen37 18.05.10 - 12:21 Uhr

Hallo,

also ich würde eine Verhaltenstherapie empfehlen.
Da kannst Du mit Deiner Panik/ Angst lernen umzugehen. Z.b. Bauchatmungsübungen usw.
DAnn versuche immer so Kleinigkeiten, die Dir auch Angst machen selbst zu überwinden. Es muß nicht direkt alleine stundenlang Auto Fahren sein, aber vielleicht mal in einen kleinen Supermarkt usw.
Das gibt einen wieder bisschen Selbstsicherheit.
Medis würden dann nicht unbedingt helfen. Nur dann wenn Du Dich wirklich gar nicht mehr raustraust.

Viel Glück

Beitrag von sparrow1967 18.05.10 - 20:09 Uhr

Darf ich mal fragen, wie Du verhütest?

sparrow