Unterhalt? Muss der Vater was bezahlen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von utziputzi 17.05.10 - 17:09 Uhr

Hallo bald werdende Mamis oder es schon sind,

wie ist es, wenn man eine Vaterschaftanerkennung macht, aber mit dem Vater nicht zusammenlebt. Der Vater bezieht zur Zeit das Arbeitslosengeld, wird er von irgendeinem Amt zu etwas verplichtet zu zahlen? Ich habe bis jetzt immer gearbeitet und werde auch nach meiner Elternzeit wieder auf 25 Std. arbeiten gehen und mit dem Kind beaufsichtigen wäre auch geklärt. Es ist nur eine Frage was das Zahlen von dem Vater angeht, bitte keine böshfaten Antworten.


LG im Voraus

Beitrag von manavgat 17.05.10 - 17:18 Uhr

Ein KV muss immer Unterhalt zahlen. Ist er nicht zahlungsfähig, so kannst Du UVG beantragen, was allerdings längstens 6 Jahre gezahlt wird. Deshalb macht es Sinn, den Unterhalt beizutreiben. Ebenso die KM kann ein Recht auf Unterhalt haben.

Arbeitslosengeld sagt über die Höhe des Bezuges ja noch nix aus. Möglich, dass trotzdem voller Unterhalt zu zahlen ist, da bei Kindesunterhalt ein geringerer Selbstbehalt (glaube 900 Euro oder so) gilt.

Ich gehe auch davon aus, dass der KV nicht bis an sein Lebensende zahlungsunfähig ist.

Mein Rat: beantrage auf jeden Fall! ALG2. Wichtig ist das Datum der Antragstellung, beides gibt es nicht rückwirkend. Keinesfalls solltest Du erst Deine Rücklagen aufbrauchen oder drauf warten, dass der KV zahlt! Du hast beim Vermögen Freibeträge.

Gruß

Manavgat

Beitrag von danymaus70 17.05.10 - 17:20 Uhr

Hi,

natürlich muß er Unterhalt bezahlen. Je nachdem wie hoch das Arbeitslosengeld ist......die Unterhaltshöhe ist einkommensabhängig.

LG Dany

Beitrag von hedda.gabler 17.05.10 - 18:37 Uhr

Hallo.

Wenn der Vater Deines Kindes Alg I erhält, ist er durchaus verpflichtet Unterhalt zu zahlen, da dann der Selbstbehalt nur bei 770 Euro liegt (darin inbegriffen ist ein Betrag von 360,- Warmmiete). Würde er arbeiten läge der Selbstbehalt bei 900 Euro.

Bekommt er Alg II (Hartz IV) sieht es schlecht aus, da das schon das Existenzminimum ist und er somit nicht leistungsfähig wäre.

Und ja, er würde vom Jugendamt zur Zahlung verdonnert werden, da Du erst Unterhaltsvorschuß bekommst, wenn er nicht zahlen kann.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von cliffi 18.05.10 - 09:44 Uhr

Kann es sein das du noch mit dem Vater deines Kindes zusammen bist? Die Sache kommt mir nämlich bekannt vor, so dachte ich damals auch noch.
Ich habe mir dann irgendwann eins vor Augen gehalten:
es ist NICHT dein Geld, es ist das Geld deines Kindes. Dein Kind ist sicher nur noch zu klein um seine Rechte selber durchzusetzen, deshalb musst du das für dein Kind tun. Wenn du meinst du kannst auf das Geld verzichten, deinem Kind fehlt es an nichts, dann leg das Kind auf einem Sparbuch an (bringt zwar nicht viel Zinsen aber ist bestimmt sicherer als alles andere momentan), aber verzichte bitte nicht drauf, sofern festgestellt wurde das der KV zahlungsfähig ist.

Ob der KV zahlungsfähig ist kann das Jugendamt feststellen. Geh hin und benatrage einen Titel, die besorgen sich dann seine Unterlagen und schicken dir die Berechnung dann zu, und dann muss er zahlen, oder eben nicht, je nach Einkommen. Sollte er nicht zahlen können, beantrage Unterhaltsvorschuß. Niemand von uns hat heutzutage Geld zu verschenken. Denk immer dran, es ist nicht dein Geld sondern das deines Kindes!

LG Julia