Kürzung Pflegestunden durch MDK

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von sabsi1010 17.05.10 - 21:31 Uhr

Hallo...

Wir haben ein Problem mit dem MDK. Vielleicht kann mir jemand von euch helfen und hat ähnliches erlebt!

Erst mal vorweg: Jamie ist tracheotomiert, wird komplett über PEG ernährt, ist extrem entwicklungsverzögert! Seit sie Januar 2009 aus der Klinik entlassen wurde, bekoment wir 10 Stunden täglich Hilfe durch einen Pflegedienst. Diese Stunden haben wir auch immer benötigt. Ohne diese Hilfe läuft hier gar nichts: ich kann nicht einkaufen, nichts im Haushalt machen, nicht zu Therapien fahren, nicht mal mit ihr spazieren gehen- den Luxus, dass wir keine Freunde besuchen können, jetzt mal außer Acht gelassen!

Jetzt war der MDK bei uns und hat mal spontan entschieden, dass 2 Stunden täglich reichen! Wie beschrieben, kann ich jetzt überhaupt nichts mehr machen; am schlimmsten ist natürlich die Tatsache, dass wir nicht mal problemlos zu ihren Terminen können!
Nach einem Widerspruch hat man uns jetzt wenigstens 5 Stunden zugesprochen, wenn wir Termine außer Haus haben!
Was soll ich aber machen, wenn sie oder ich plötzlich krank werden, dann kommen wir hier nicht weg! Man sollte dabei sagen, dass ich auch schwanger bin ( morgen 29. SSW) und entsprechend viele eigene geplante Termine habe...

Wie seid ihr vorgegangen? Hat euer Widerspruch was genützt? Oder habt ihr das Thema direkt in die Hände eines RA gegeben?

Ich bin wirklich sehr fertig und würde mich über eure Empfehlungen freuen!
Vielen Dank für eure Hilfe

LG,
Sabrina


PS Gerne auch als PN!

Beitrag von kati543 18.05.10 - 00:30 Uhr

Laß dich mal (kostenlos) beim e.v. Lebenshilfe oder bei dem Sozialmitarbeiter des SPZ beraten. Die kennen sich mit sowas aus. Ich kenne nicht wenige Fälle, bei denen nach dem Widerspruch noch mehr als zuvor gegeben wurde.

Beitrag von barbarelle 18.05.10 - 07:52 Uhr

Hallo Sabrina,

ganz wichtig (falls ihr das nicht schon ohnehin tut) ist ein Pflegetagebuch zu führen. Dies ist hilfreich beim Widerspruch und später evtl. Klage vor dem Sozialgericht.

Du kannst zum VDK gehen oder andere Organisationen die dich dabei unterstützen. Keine Sorge, die Klage kostet dich nichts aber ganz wichtig ist es Fakten zu sammeln über den tatsächlichen Pflegebedarf. Weil nur diese Zählen.

Viele Grüße
Barbarelle