Vasektomie (Sterilisation des Mannes), hat jemand Erfahrungen?

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von machen!? 17.05.10 - 22:19 Uhr

Hallo,

wir wollen demnächst den Schritt tun und haben uns für eine Vasektomoe entschieden.

Hat jemand von Euch Erfahrungen damit?

Danke!

Beitrag von fruehchenomi 17.05.10 - 22:44 Uhr

Kenne mehrere Männer in meinem Bekanntenkreis, die es machen ließen - verlief meines Wissens nach bei allen unproblematisch. Sie fanden nur die Nachuntersuchungen nervig :-p , aber die müssen halt sein.

Wenn es Dein Partner machen lassen will, dann bleib dran, ich kenne nämlich auch 2 in meiner Familie, die es zuerst versprachen, dann aber kniffen, als es ernst wurde#schwitz
Alles Gute !
LG Moni

Beitrag von monaeaush 17.05.10 - 23:00 Uhr

Ja, mein Mann hat diesen Eingriff vornehmen lassen. Die OP selbst war wohl sehr unangenehm, da die Haut in diesem Bereich nicht wirklich beträubt werden kann #schwitz Auch nimmt wohl jeder Mann die Schmerzen in den darauf folgenden Tagen anders wahr. Mein Mann hat echt gelitten #verliebt

Kostenpunkt waren bei uns etwa 500€ inkl. der ganzen Untersuchungen vor- und nachher.


LG Mona

Beitrag von Ichweißbescheid 17.05.10 - 23:18 Uhr

Hallo,

ich bin Arzthelferin und arbeite in einer Urologischen Praxis.
Wir machen diesen Eingriff fast täglich und in 20 - 30 minuten ist alles vorbei.

Die Schnittstelle wird natürlich betäubt, so das der Mann schmerzfrei ist.
Das einzigste was er merken wir, ist wenn der Dr. den Samenstrag entwas rauszieht um in abbinden und abschneiden zu können.
Dann zieht das etwas in der Blasen gegend.

Also es ist wirklich ein klacks.

Lg

Beitrag von monaeaush 17.05.10 - 23:37 Uhr

Meinem Mann wurde erklärt, daß dort lediglich das Gewebe aber nicht die Haut betäubt werden kann. Er hat beide Schnitte voll gespürt. #kratz

Beitrag von Ichweißbescheid 18.05.10 - 21:40 Uhr

Bei uns merken die Männer nichts.
Finde ich schon etwas komisch wie in dieser Praxis gearbeitet wird.

Zuerst wird die Haut betäubt, dann das Gewebe und dann der Samenstrang.

Beitrag von mausileinn100 18.05.10 - 06:02 Uhr

mein ex man n hat das gemacht, er hat aber die fäden nicht vertragen es kam zu einer entzündung und der eine hoden musste amputiert werden, ich würde jedem mann raten es nicht zu tún

Beitrag von abenteuerer 18.05.10 - 07:31 Uhr

Habe ich auch vor vielen Jahren machen lassen. Ist unproblematisch. Ca. eine Woche bis zehn Tage nach der Op noch Schmerzen, aber verkraftbare. Hatte nur zunächst das Gefühl, dass sich die Konsistenz des Sperma SICHTBAR verändert hätte, war aber ein reines psychologisches Problem am Anfang. Der Eingriff hatte keinerlei negative Auswirkung. Auch sexuell gab es keine negativen Veränderungen. Ganz im Gegenteil. Das Sexualleben ist auch für die Frau entspannter, wenn sie weiss, das nichts passieren kann. Man(n) muss sich nur darüber im Klaren sein das eine Vasektomie irreversibel ist und Mann nie wieder Kinder zeugen kann. Wenn man sich aber ganz sicher ist, keine Kinder mehr haben zu wollen, ein empfehlenswerter Schritt. Ansonsten kann man anstatt der Durchtrennung der Samenleiter mit anschließender Verödung (Vasektomie) diese auch verknoten lassen. Das kann man dann wieder rückgängig machen, ist aber im Gegensatz zur Vasektomie nicht zu 100Prozent sicher! Am besten Mal beim Urologen beraten lassen...

Beitrag von Ichweißbescheid 18.05.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

ich arbeite seit 9 Jahren in einer Urologischen Praxis und solche wahrscheinlich sehr seltenen Nebenwirkungen eines nicht vertragens vom Faden habe ihc noch nie gehört.

Beitrag von papa007 18.05.10 - 07:23 Uhr

Sicherlich gibt es wie bei jedem chirurgischen Eingriff auch hier Risiken.

Ich bin schon seit einigen Jahren sterilisiert und habe diesen Schritt nie bereut. OP dauerte ca 30-40min und gespürt hab ich bis auf die Spritzen gar nichts. Ein frohes Farbenspiel für die nächsten Tage gab es gratis dazu..fast schon "Kunst am Körper" ;-)

Unser Liebesleben ist sorglos und unbeschwert. Ich würde mich bestimmt wieder dafür entscheiden. #pro

Für alle Krieger, die noch unschlüssig sind:
NUR MUT! ....und das mit der heißen Luft ...ist ein Mythos.

:-)

Beitrag von rhenus11 18.05.10 - 07:53 Uhr

Hallo Warumauchimmerinschwarzschreibende,

ich habe den Eingriff vor zwei Jahren vornehmen lassen und bin -gelinde gesagt - fassungslos, ob der möglichen Komplikationen, die mir erspart blieben, bzw. ob des Bockmistes, den ich hier lesen muss.

Wie auch immer, der Eingriff ist schmerzfrei gewesen, selbst die Betäubung wurde schmerzfrei hergestellt, da der Doc die Injektionsnadeln verwendete, wie sie auch der Kinderarzt hernimmt, wenn er Säuglinge impft. Der Leidensfähigkeit eines Mannes wird also Rechnung getragen. Es waren lediglich zwei Injektionen knapp unterhalb des vorderen Hodensackansatzes, also links und rechts vom Zipfel. Dann wurde ein ~ 1cm langer, feiner Schnitt beidseits vorgenommen. Mit einem schlanken Wundhaken wurden die Samenleiter etwas aus ihrer Verpackung gezogen und mit zwei Klemmen abgeklemmt. Zwischen diesen wurde ungefähr ein Zentimeter Samenleiter entfernt, die beiden Enden wurden umgeklappt und vernäht, mit der ggü. liegenden Seite wurde genauso verfahren. Danach wurden die Schnitte sanft gereinigt und mit jeweils zwei Stichen fein vernäht. Betapflaster drauf und das war's gewesen.

Unangenehm war - von der Tatsache abgesehen, dass mich ein Mann im Schritt angefasst hat - , dass ich die drei, auf den Eingriff folgenden Tage, ein leichtes Druckgefühl an, in und um die Hoden hatte. Für Männer: Als habe man vor ~ fünf Minuten einen Fußball mit dem Schritt angenommen. Für Frauen ist dieser Zustand nicht zu erklären, schlimmer als Monatsschmerz dürfte dieser Zustand aber auch nicht gewesen sein. Ich glaube, das Unangenehmste ist schlichtweg, sich und seine Weichteile ungeschützt einem Mediziner auszuliefern, etwas was Frauen vermutlich bei jedem Besuch bei ihrem Gynni erleben, ohne Aufhebens darum zu machen.
Ach ja, die letzten Stufen der heimatlichen Treppe (abwärts) im Sprung zu bewältigen, verbittet sich nach der OP gleichfalls, habe ich erfahren müssen. Ansonsten gibt es nichts Schreckliches zu dem Thema zu berichten. Ach doch ja, da sind noch die Erfolgskontrollen. Man (n) muss zweimal Ejakulat abgegeben. Die gut aussehende, zum Quietschen nette Arzthelferin drückt einem zu diesem Zwecke einen Plastikbecher in die Hand und verlässt dann - ein Grinsen unterdrückend - den Raum. Mehr tut sie nicht! Allerdings, sucht sie auch nicht den Augenkontakt, wenn man ihr den Becher wieder bringt und ermöglicht dem unangenehm und peinlich berührten Spießer-Ex-Männchen ein rasches Verlassen der Praxis.

Kurz: Sauber und frisch rasiert beim Doc auflaufen, das Duschverbot der ersten Tage unbedingt einhalten, sonst kann es tatsächlich zu Infektionen kommen und halt zweimal täglich das Salbenpflaster wechseln. Nach dem dritten postoperativen Tag nur noch Pflaster kleben, diese aber unbedingt, sonst können die Enden des Nahtmaterials an der Leibwäsche scheuern, was dann im weiteren Verlauf zu Aussagen führen kann wie, "er hat das Nahtmaterial nicht vertragen!"

Noch kürzer: Jede Füllung beim Zahnarzt ist vermutlich unangenehmer und, für die, die's mögen, man(n) wird hinterher von Männern beneidet und von Frauen als progressiv und verantwortungsbewußt über den grünen Klee gelobt.

That's it!

Rhenus

Beitrag von fruehchenomi 18.05.10 - 13:02 Uhr

KLASSE geschrieben #pro
Nicht ganz so detailliert, aber so wurde es mir auch von unseren Bekannten beschrieben (einer davon war immerhin mein Chef :-p)

Ich sehe das auch so, wenn man sich an die Anweisungen des Arztes genau hält, ist am schnellsten alles ausgestanden. Von einer "Hoden-Amputation" hab ich NOCH NIE gehört, und ich bin nicht mehr die Jüngste, arbeite in einem reinen Männerbetrieb mit Tausenden von Männern und hab schon vieles gehört.
Entweder Schauermärchen oder es gab ein total anderes Problem.

KOMPLIMENT auch für Deinen Hinweis, dass viele Männer ein Mordsgedöns drum machen, dass ihnen ein Arzt EINMAL an den Weichteilen herumfingert - und von Frauen wird das selbstverständlich erwartet, obwohl das auch nicht wirklich prickelnd ist, sich regelmäßig auf diesem Stuhl breitbeinig zu präsentieren.

Gruß Moni

Beitrag von joshmom 18.05.10 - 16:53 Uhr

At Rhenus,

das hast du perfekt geschildert!

Genauso lief es bei meinem Mann auch ab!
Woher ich das weiss? ich war dabei und habe zu gesehen!


LG Joshmom

Beitrag von tauchmaus01 18.05.10 - 17:33 Uhr

Also wenn ich jetzt ein Mann wäre, dann möchte ich mich sofort auch dieser OP unterziehen...;-)

Beitrag von Ichweißbescheid 18.05.10 - 21:47 Uhr

Super beschrieben, so ähnlich wird es bei uns auch gemacht, leichte abweichungen gibt es immer.

Schwarz schreiben deswegen, weil ich schon mal wem im Forum medizinisch weitergeholfen habe und danach wochen lang mit mails überflutet wurde.

LG
Die schwarzschreiberin

Beitrag von bettibox 18.05.10 - 08:26 Uhr

Guten Morgen,

mein Mann hat sich vor 4 Jahren sterilisieren lassen nach der "No Needle" Methode. Das ganze hat 15 Minuten gedauert, keine Probleme er würde es jederzeit wieder machen lassen.

LG

Beitrag von ***punkt*** 18.05.10 - 08:44 Uhr

Hallo

Mein Mann hat sich das vor zwei Jahren auch machen lassen.
Allerdings unter Vollnarkose, da er nicht mitbekommen wollte, wie an ihm rumgestochen und rumgeschnippelt wird.
War alles ok; nach nicht ganz einer Woche hatten wir auch wieder Sex.

Auch in schwarz, weil es meine Bekannte einen Dreck angeht, was mein Mann hat machen lassen und wann wir Sex hatten.

Beitrag von dunjab 18.05.10 - 19:03 Uhr

Hallo, mein Mann hat es vor 5 Monaten machen lassen.
Nach einer halben Stunde konnte ich ihn holen. Er hatte keine Schmerzen,
bekam 2 Tage Schmerzmittel die er gar nicht brauchte. Nach einer Woche Stand er seinen Mann. Nach 12 Wochen wurde eine Spermaprobe genommen oh ich meine abgegeben. Er war steril. Denn der Doc sagte je mehr mir es machen näturlich mit Verhütung umso schneller wird das Lager leer. Das Fazit ist mein Mann bereut es es nicht eher gemacht zu haben.
Ich ließ die Pille weg und wir haben den besten Sex überhaupt.
Er empfindet es als befreiend das nichts mehr passieren kann.
Wir bezahlten 300 Euro und in ein paar Wochen nochmal eine Probe abgeben, damit auch nichts mehr zusammenwachsen kann.
Ausser 2 winzige Löcher an den Hoden gibt es nur Vorteile.
Und mein Mann ist sehr sehr empfindlich und wehleidig.
Dachte nicht das er es auch mancen lässt aber Hut ab.
P.s. Mein Mann hatte seinen MP3 Player dabei,
Gruß #winke

Beitrag von cracker 18.05.10 - 23:01 Uhr

Hi. Ja habs vor ein paar Jahren machen lassen. Kann es nur empfehlen. Eingriff unkompliziert, keine Komplikationen oder dergleichen und sehr schnell wieder auf dem Damm gewesen. ¨¨

Entscheidend ist sicher auch, dass es ein Profi macht, der entsprechende Erfahrung nachweisen kann.

Greets