Baby mit Down-Syndrom

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von connychi 17.05.10 - 22:38 Uhr

Hallo zusammen,
meine Krabbelfreundin hat einen Sohn mit Down-Syndrom geboren.
Der Krümel musste per Kaiserschnitt vor 4 Wochen geholt werden und ist seitdem auf der Intensivstation. Die Eltern haben ihr Kind zwei mal am Tag besucht.
Nun erzählte mir die Mami, dass Ihr Sohn wahrscheinlich diese Woche nach Hause kommt und die Familie dann endlich beisammen ist.
Jetzt stell ich mir die Frage, WIE verhält sich ein Baby mit Down-Syndrom verglichen mit einem Baby, welches keine Behinderung hat?
So richtig "schwierig" wird es doch wahrscheinlich erst, wenn die Kinder grösser sind, oder? Ich mein, jedes Baby weint, isst und macht in die Windel...
Ich frage das, weil diese Krabbelfreundin schon eine Tochter hat (jetzt 19 Monate), welche absolut "anstrengend" ist. Die Kleine war von Anfang an nur bei Mama auf dem Arm und weinte, sobald die Mama mal aufs Klo gegangen ist.
Nun braucht ja das Behinderte Kind "mehr" Aufmerksamkeit.
Ich würde halt gerne meine Hilfe anbieten, weiss aber nicht wie...
Danke für Eure Meinungen.
Gruss
Connychi #blume

Beitrag von kati543 18.05.10 - 00:28 Uhr

Da es nicht DAS Baby mit Down Syndrom gibt, kann dir das hier niemand beantworten. Manche Kinder haben noch nicht einmal die "Begleiterscheinungen", die bei Down sonst üblich sind. Mehr Aufmerksamkeit braucht ein Baby generell, aber nicht unbedingt ein Down-Kind im Vergleich zu einem gesunden Kind.
Down kann alles und nichts bedeuten. Ich kenne einen Kleinen mit Down S. der ist ständig krank und extrem schwerhörig. Ansonsten hat er nichts, was durch das Syndrom kommt. Manche Downies kommen mit Herzfehlern zur Welt,...andere haben noch nicht einmal die weit auseinander stehenden Augen.

Beitrag von arwen1979 18.05.10 - 09:24 Uhr

Hallo!
Es gibt Babys mit und ohne Trisumie 21 die anstregent sind, ich würde da kein unterschiedmachen zwischen. Ich denke einfach das es da auch nicht den so großen unterschied gibt. es gibt ja jetzt sogar einen mit trisumie 21 der sein studium in spanien oder portugal angefangen hat. es gibt bei dem behinderungsbild die unterschiedlichsten wariationen von eigentlich einem ganz normalen leben bis hin zu mehrfach schwerste behindert. darum wird dir woll auch keiner diese frage beantworten konnen.

Beitrag von skbochum 18.05.10 - 11:34 Uhr

Hallo,

ich persönlich würde die gleiche Hilfe anbieten, die du auch anbieten würdest, wenn das Kind keine Trisomie hätte.

Ansonsten würde das warscheinlich den bitteren Beigeschmack von Mitleid haben und das soll es ja warscheinlich nicht sein, oder #herzlich

GrussGruss

Beitrag von fruehchenomi 18.05.10 - 13:20 Uhr

Es ist noch überhaupt nicht gesagt, wann und ob das behinderte Kind mehr Aufmerksamkeit braucht. Das kommt auf die eventuellen Krankheitsbilder an, die behandlungsbedürftig sein könnten.
Und dann würde ich auch nur unterscheiden zwischen eben einem kranken Kind und einem gesunden........wie bei einem anderen Baby auch.
Behandle bitte dieses Baby genauso wie jedes andere.
Alles andere ergibt sich. Nichts schlimmer, wie jemand, der das Kind auf den Arm nähme mit "ach du armes Würmchen"..... - alles schon erlebt :-[
Und die Mutter ist vielleicht froh, wenn Du einfach NORMAL bist. Was Du helfen kannst, wird die Zukunft zeigen.
LG Moni

Beitrag von manavgat 18.05.10 - 13:45 Uhr

Die Behinderung findet hauptsächlich im Kopf der anderen statt.


Wie man sich verhält? Nett, lieb, freundlich. Wie bei jedem Baby.

Gruß

Manavgat

Beitrag von dunklerort 18.05.10 - 19:44 Uhr

Meine Rede#pro

Beitrag von teaandfruit 19.05.10 - 08:20 Uhr

Wie recht du hast!!

Beitrag von connychi 18.05.10 - 19:46 Uhr

Danke für Eure Meinungen.
Klar hatte ich nicht vor, irgendwie einen auf Mitleid zu machen. Warum auch? Ist doch ein ganz normaler Mensch!
Ich hatte mich halt im Netz informiert, dass ein Mensch mit Down Syndrom (je nach Ausprägung) sein Leben lang Betreuung braucht und vieles einfach nicht lernen kann...
Und da hat mich interessiert, ab wann man diese Beeinträchtigungen merkt, weil die Mama halt bereits ein ganz sehr anstrengendes Kind hat und ich mir ein bisschen Sorgen mache, daß die Kleine noch eifersüchtiger auf ihren kleinen Bruder ist, weil er vielleicht mehr Betreuung braucht. Ich hoffe, Ihr versteht was ich meine.

Gruss
Connychi

Beitrag von minkabilly 19.05.10 - 08:15 Uhr

Ich denke, daß die Mama schon voher wußte, daß sie ein anstrengendes Kind hat und trotzdem hat sie sich für ein 2. entschieden.
Da ist es doch egal, ob es nun leicht oder schwer betroffen ist...die Probleme im Alltag sind die gleichen.
Die Beeinträchtigungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, daher muß man einfach abwarten. Die Zeit wird es zeigen...

Beitrag von tanilein03 19.05.10 - 12:38 Uhr

Hallo,
ich habe auch ein Kind mit DS und ich kann dir sagen den größten fehler denn man machen kann ist es die kleinen wie rohe eier zubehandeln.Die Kinder können alles lernen es dauert nur etwas länger als bei gesunden Kids.Meine Tochter ist jetzt 12jahre kommt grade in die Pupertät und das ist genau so anstrengend wie bei mein normalen großen.;-)
Aber die unterschiede kann man ab den 1-2 lebendsjahr merken wenn die anderen mit 1jahr anfangen zu laufen können die Downis das meistens noch nicht meine fing damals zwei wochen vor ihrn 2geburtstag an.Aber ich finde gut das du deine Freundin unterstüzen willst ich glaube sie braucht bestimmt mal seelischen beistand hab ich damals auch gebraucht.
LG Tanja