seit 3 Jahren und 7 Monaten nicht einmal durchgeschlafen....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von malibu69 18.05.10 - 00:42 Uhr

Guten Abend,

ich bin momentan etwas verzeifelt. Magnus ist jetzt 3 Jahre und 7 Monate alt und hat seit seiner Geburt nicht ein einziges Mal durchgeschlafen und mittlerweile wird das für mich zum Problem , da ich so massive Schlafstörungen entwickelt habe und nachts auch zunehmend aggressiv reagiere, wenn ich (endlich mal wieder eungeschlafen) zum x-ten Mal geweckt werde.
Ich weiss mittlerweile nicht mehr, was man noch tuen könnte, wir haben schon alles durch, auch dass wir seine Matte neben unsere Betten gelegt haben und er sich somit ja schon im Schlafzimer befindet.
In der Regel spielt e sich so ab, dass Magnus in seinem Bett einschläft und zwischen 23.00 und 1.00 Uhr zu uns rübergewandert kommt - hat zur Folge, dass er sich bei uns im Bett breit macht und so an vernünftigen Schlaf nicht mehr zu denken ist. Danach wird man gerne noch mindestens ein bis zwei Male wach und möchte etwas zu trinken oder möchte kuscheln oder, oder , oder...mittlerweile ist es so, dass ich nach dem ersten Wecken kaum mehr einschlafen kann(siehe gerade!!!) da ich weiss, dass das zweite Wecken ja doch vorprogrammiert ist und ich so überhaupt nicht zur Ruhe komme. Trägt dann natürlich nicht unbedingt dazu bei, dass ich nachts noch freundlich bin, wenn es dann schon wieder so weit ist.
Auf der anderen Seite weiss ich noch von mir selber, dass ich als Kind gerne zu meinen Eltern rüberkam, wenn ich -wirklich - einen schlechten Traum hatte und möchte meinem Kind eigentlich nicht vermitteln, dass ich nciht für ihn da bin, nur macht mich der Schlafmangel echt fertig.

Habt ihr irgendwelche Tipps??

Müde Grüsse, Nicole

Beitrag von witch71 18.05.10 - 01:12 Uhr

Was genau habt Ihr alles durch?

Trinken ans Bett stellen, im auslaufsicheren Gefäß, ihm tagsüber deutlich erklären, dass er sich dann selbst bedienen kann. Du kannst ihm ruhig sagen, dass es Dich ärgert, wenn er Dich deswegen weckt. Er ist ja schon ein grosser Junge, der nicht die Mama braucht, um einen Schluck zu trinken, wenn da eben was bereit steht.
Dabei ruhig auch Nachts hart bleiben und ihn nicht mehr bedienen. Er kann das, ganz bestimmt!

Kuscheln ist etwas für tagsüber oder wenn man ausgeschlafen hat. Nachts um zwei ist keine Kuschelzeit, auch das deutlich vermitteln. Weckt er Dich nächstesmal dann zum Schmusen, ihm das wieder sagen und dann nicht mehr reagieren. Auch wenn Du dann erstmal nicht schlafen kannst, einfach so tun.

Bei Bekannten hat ein grosses, sehr schickes Bett geholfen. Wenn nun der Kleine kam um Nachts Rabatz zu machen, ist die Mutter einfach in sein Zimmer gegangen und hat sich in sein Bett gelegt. Als er das bemeutert hat, weil es ja *sein* Bettchen sei, hat sie ihm gesagt: "Irgendwo muss ich ja schlafen, mein Bett ist ja besetzt von Dir!"
Das wirkte, er fand auf einmal sein Bett zu interessant, als es abzugeben. Futterneid wirkt also wohl auch auf die Schlafstätte..

Beitrag von jayda2009 18.05.10 - 08:12 Uhr

hallo

alsoooooo

mit 3 jahren und sieben monaten verstehen die kleinen ja schon einiges. ich würde es mal so versuchen.

stelle ihm trinken ans bett für nachts, dann wäre das schon einmal geklärt (evtl. trinklernbecher o.ä. was nicht auslaufen kann)

dann würde ich eine sternchenliste machen (schön mit pappe verzieren usw)

d.h. für jede geschlafene nacht in SEINEM bett bekommt er einen stern, bei meinet wegen 5 sternen (erstmal klein anfangen) gibt es eine überraschung was er halt gerne mag. klingt nach bestechung, aber die kinder sind wenn sie es schaffen sehr stolz auf sich. (hat bei meinem kleinen immer wunderbar geklappt)

ihn natürlich ohne ende loben, wenn er nachts in seinem bett bleibt. erkläre ihm, dass du gaaaanz müde bist, wenn er jede nacht zu euch kommt und dann den tag auch nicht viel mit ihm machen kannst, da du dich nicht richtig ausruhen kannst. sage ihm, dass wenn er wirklich schlecht träumt o.ä. er immer rufen kann oder kommen kann, aber ansonsten in seinem bettchen bleiben soll. stell ihn ein nachtlicht auf usw.

man muss das nur konsequent durchziehen dann klappt es auch.

viel glück!

lg jayda

Beitrag von sina236 18.05.10 - 09:05 Uhr

so wie du es schreibst, stimmt es aber nicht ganz. das mag bei vielen kindern klappen, bei einigen aber eben auch nicht. und zum thema konsequenz, auch das hilft bei einem echten schlafproblem nicht. seltsamerweise haben zb bei kindern, die noch mit 4 eine windel anhaben immer alle soooooo viel zeit und geduld und "gib ihm noch zeit". beim thema schlafen aber soll es dann konsequenz sein? ich bin ja auch dafür, wenn es angemessen ist udn wenn zb ein kind nur aus masche immer nachts trinken will. das merkt man ja. bei unserem kind ist das aber zb anders. sie will nicht nachts trinken, auch nicth spielen oder aufstehen. sie wird dann einfach wach und sitzt im bett und ist völlig verwirrt und ruft dann. nacht für nacht. ein sternchenkalender interessiert sie da auch nicht, der ist ihr völlig wurscht. auch das haben wir natuerlich versucht. denn im grunde geht es mir schlaftechnisch wie der ausgangsposterin. allerdings ist schlafen eben genauso wie sauber werden ein reifeprozess, der von verschiednen vorgängen im gehirn und im stoffwechsel gesteuert wird. bei einigen klappts gleich, bei anderen später, bei dritten erst im schulalter. unsere ist 4,5 und es ist schon besser geworden, durchschlafen tut sie aber immer noch nicht.

sina

Beitrag von jayda2009 18.05.10 - 10:20 Uhr

hallo erstmal,

also mein sohn hat selber bis er drei jahre alt war, KEINE nacht durchgeschlafen. dann haben wir mit leibenvoller konsequenz das ganze langsam durchgezogen. wenn er weint oder schlecht träumt gehe ich auch zu ihm, aber geschlafen wird in seinem bett. vorallem wenn die mutter dadruch jeden tag so gerädert ist, dass geht einfach nicht. manchen macht das nichts aus, aberi ch musste täglich 10 h arbeiten und da kann ich nicht noch nachts 2 h wach sein.

mein post war ja auch speziell an die ausgangsposterin gerichtet und da scheint es nun mal so, als wäre es pure gewohnheit und wenn mama das natürlich brav mitmacht, warum sollte junior daran etwas ändern?!

ich habe nie druck bei meinem kind ausgeübt sondern alles nach und nach es hat gut geklappt. nachts wird geschlafen, nicht gespielt, gekuschelt, kassette gehört oder sonstiges und das können die kleinen denke ich ganz gut verstehen. wenn mein kind nacht für nacht wach wird und nach mama schreit bzw. verwirrt scheint, würde ich mir gedanken machen, ob vlt. der altag zu stressig ist o.ä... mal kommt das sicher vor, aber jede nacht finde ich nicht normal?! vorallem nicht mit 4,5, oder 6 jahren.

mfg jayda

Beitrag von schwarzbaer 18.05.10 - 09:42 Uhr

meine Anna (3 1/4 J.) kommt in 3 von 7 Nächten (geschätzt) nachts zu uns gewandert.
Da ich Sie nicht aussperren will, haben wir uns überlegt, wir wir uns allen das Leben maximal leicht machen können, folgendes ist dabei herausgekommen (vielleicht ist ja was für Dich dabei):
- ein neues Bett (2 m breit)
- im Bett liegt permanent ein drittes Kissen in der Besucherritze
- eine bezogene Zweitbettdecke für Anna liegt am Fußende
- wir haben mit Anna geredet, daß sie leise zu uns ins Bett schleichen soll, und daß sie sich das Kissen und die Decke alleine nehmen soll - hat ein paar Tage gedauert, klappt jetzt aber (wach werde ich natürlich trotzdem, ich tue aber so, als ob ich schlafen würde und genieße es, von meiner Kleinen noch mal gestreichelt zu werden)
- trinken ist bei uns kein Problem, aber Taschentücher etc. liegen so auf dem Nachttisch, daß sie sich auch bedienen kann

Ich sag mal so: da ich morgens um 6 aufstehen muss, ist so ein unterbrochener Schlaf nicht schön, aber ich habe mich daran gewöhnt. Es gibt aber trotzdem Tage, wo ich morgens Streichhölzer brauche, um die Augen offenzuhalten - das Problem ist dann aber üblicherweise, das Anna quer im Bett gelegen hat und dann ist selbst bei 2 m breite kein Platz mehr für mich :-(

Beitrag von schwarzbaer 18.05.10 - 09:45 Uhr

BTW: ich halte an der Stelle nicht viel von Konsequenz und Kinder zurück in ihr Bett schicken. Anna kommt wenn sie nachts wach wird - weil sie alleine Angst hat in ihrem Zimmer. Wenn sie sich im Urlaub mit ihrer schwester ein Zimmer teilt, kommt sie nämlich nicht.

Das wird schon irgendwann von alleine aufhören.