Nochmal spontan nach sowas??

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von red-rabbit 18.05.10 - 09:33 Uhr

Hallo ihr Urbianerinnen!

Ich stehe vor einem Dilemma und hoffe, ihr könnt mir etwas helfen.
Ich hatte vor 3 Jahren eine nicht so tolle Geburt.
Mein Sohn blieb stecken und wurde rauskristellert, dabei ist natürlich alles gerissen, was reissen kann. Erst wurde so versucht zu nähen
(45 min wurde an mir rumgewurstelt- jeder durfte mal seine Hand reinstecken um zu schauen ,ob er/sie an die Stellen die zu nähen waren drankommt) dann ging das wohl nicht wegen zuviel Blut und zu hohen Rissen- ich wurde also letzendlich unter Vollnarkose im OP genäht.
Das war alles nicht so schlimm- viel schlimmer waren die Schmerzen noch Wochen und Monate danach. Bei jedem Spaziergang dachte ich ,daß ich meine Eingeweide verliere....jeder Schritt war eine Qual.
Länger stehen im Supermarkt war der absolute Alptraum....
Sowas will ich eigentlich nicht nochmal durchmachen müssen.....
Im September kommt jetzt unser 2ter Sohn und ich habe ein wenig Bammel vor der 2ten Geburt.
Nicht vor der Geburt selber sondern vor den Folgen....
Meine Frauenärztin sagte mir gestern , daß sie bei einer so traumatischen Geburt zu einem Wunschkaiserschnitt rät.
Was meint ihr? Wer hat sowas auch durchgemacht und kann mir berichten?? Ist die 2te Geburt wirklich meistens einfacher??

Bin um alle Antworten dankbar!
Viele Grüße
Red-rabbit

Beitrag von nisivogel2604 18.05.10 - 09:52 Uhr

Ja, die zweite Geburt ist einfacher, da ja schonmal ein Kind durch dein Becken gegangen ist.

Ich würde IMMER die spontane Entbdindung vorziehen. Und zwar zu Hause mit tauglicher Hebamme.

Oft wird das stecken bleiben durch die Klinik provoziert (die Frau liegt, anstatt in aufrehter Position zu sein, Medikamente wirken mit ein etc)

Mein Sohn kam in der Klinik nicht vernünftig ins becken. Geburtsstillstand. power pressen bei 8,5cm Muttermund. Zum Glück mit Erfolg.

Das dritte (war aber erst die zweite spontane geburt) kam dann zu hause, im Vierfüßlerstand ohne jegliche Komplikationen zur Welt.

Du solltest dir auf jeden Fall eine Hebamme suchen, mit der du deine Ängste, Sorgen, Wünsche und Bedenken besprechen kannst.

lg

Beitrag von lea9 18.05.10 - 11:30 Uhr

Ich stimme dir vollkommen zu, möchte aber nur ergänzen, dass mein Sohn auch stecken geblieben ist obwohl zu Hause und in dem tollen Pool (den du auch hattest ;)) und dann mit 2 Hebammen und diversen Übungen und Tricks. Und leider musste ich dann auch in die Klinik und mit Glocke Powerpressen, aber so kam er dann. Na wenigstens kein Kaiserschnitt und nächstes Mal passts besser :).

Beitrag von nisivogel2604 18.05.10 - 11:34 Uhr

natürlich kann sowas auch zu Hause passieren, aber die Warscheinlichkeit ist geringer. Und vor allem denk ich das dein Gefühl zu Hause trotzdem besser war oder?

Beitrag von lea9 18.05.10 - 11:40 Uhr

Na wie gesagt, erstmal hab ich versichert bekommen, dass es im KH ein Kaiserschnitt gewesen wäre (oder kennst du jemanden, der sich 6h Presswehen anschaut) und außerdem ist er nur wegen der Übungen mit den Hebammen überhaupt ins Becken gerutscht. Also ich war nur 1h im Kreißsaal und das hat mir gereicht, auch wenn die da SEHR nett waren :). Wirklich.

Für mich kommt auch nur eine weitere HG in Frage.

Beitrag von nisivogel2604 18.05.10 - 11:48 Uhr

Dann sind wir ja absolut auf einem Nenner.

Nö, ich kenn niemanden der sich 6h Presswehen anschaut. Meine Hebamme hat sich 6h Geburtsstillstand angeschaut. Kommentarlos. Bis es dann plötzlich fluppte. Ich wär im Kh genau so dran gewesen wie du.

LG

Beitrag von qrupa 18.05.10 - 10:10 Uhr

Hallo

mein Rat wäre auch such dir eine gute (Beleg) Hebamme, mit der du zum einen die erste Geburt aufarbeiten kannst und die dich bei der nächsten geburt begleitet. das was du erlebt hast wünscht man sich sicher nicht ein zweites mal, aber leider ist es wirklich oft so, dass solche Geburtsverläufe nicht zuletzt an den ungünstigen Umständen in der Klinik liegen, wo eine Geburt bestimmten regeln zu folgen hat und wenn etwas nicht ganz so verläuft wie es diese Regeln vorscheiben wird mit mehr oder weniger unsinnigen Methoden versucht nachzuhelfen, die dann alles nur noch schlimmer machen. Das muß selbstverständlich nicht so laufen, aber es kommt eben leider doch immer wieder vor.

ich würde versuchen mit einer vertrauen Hebamme so selbestbestimmt und natürlich wie nur möglich zu gebären (wenn du es dir zu hause oder im Geburtshaus nicht zutraust dann mit guter Beleghebamme in eienr guten Klinik).

LG
qrupa

PS: Meine KS Narbe hat mir wochenlang schmerzen und schlaflose Nächte bereitet, auch das ist nicht unbedingt ein Spaß

Beitrag von mutschki 18.05.10 - 10:32 Uhr

hi

ohje,das war sicherlich nicht toll. kann ich verstehn das du da angst hast.
die geburt meines ersten kindes war auch schlimm für mich,da es von alleine bei mir nicht weiter ging,wurde die fb gesprengt und ich kam an den wehentropf,bekam gleich hammer wehen von 0 auf 100...#schwitz
lag über 2 std in den presswehen,immer wenn ich gefragt und gejammert hab,warum er nicht raus kommt,wurde ich vertröstet,gleich da,grosses kind etc...bis endlich mal mein fa gerufen wurde,dann musste alles ganz schnell gehn,hatte geburtsstillstand und wehenschwäche,beine festgeschnallt,fa geschnitten (ohne wehen,auaaa) hebi und ärztin auf dem bauch gelegen und der kleine wurde mit der zange geholt.
danach hatte ich auch lange schmerzen,sitzen ging gar nicht für gute 2 wochen..meine lunge war geprellt,konnte kaum atmen...ich wollte bestimmt 2 jahre lang danach keine kinder mehr...
vor 3,5 wochen habe ich unseren 3ten sohn zur welt gebraucht,die geburt war super,genau wie die 2te,alles spontan ,ohne riss oder schnitt,tolle wannengeburten!


lg carolin

Beitrag von red-rabbit 18.05.10 - 11:02 Uhr

Hallo-erstmal 'danke' für Deine Antwort!

Es macht mir Mut, daß andere auch sowas erlebt haben und die nachfolgenden Geburten nicht so schlimm waren.

Eine Wassergeburt ist hier im Krankenhaus auch möglich
- nur ob die Wanne frei ist kann nicht garantiert werden.....

Das mit dem Wehentropf hatte ich auch- warum quälen die uns so?
Als das nicht wirkte wurde mir ein Katheder gelegt und ich mußte ständig meine Position wechseln, was aber auch nichts brachte...
Zwischendrin mußte ich mich ständig übergeben weil der Wehentropf wohl zu stark war....
Ich hatte dann auch ewig Presswehen und nichts passierte.....bis dann der Arzt kam und er den berühmten Ledergürtel anlegte...
Da war ich aber mitlerweile froh drum, denn ich wollte nur noch, daß
es endet.....ich habe mich sogar noch bei ihm bedankt :-[

So, viele Grüße und danke fürs Mutmachen

Red-Rabbit

Beitrag von qrupa 18.05.10 - 11:20 Uhr

Hallo

du solltest dir für die nächste Geburt vielleicht einen Geburtsplan machen. Du hast das Recht jede Maßname, die du nicht willst abzulehnen. Ohne deine Zustimmung geht da gar nichts. Und das was du beschreibst ist leider oft eine Folge vom Wehentropf (ich bin auch in den "Genuß" gekommen, mit ziemlich genau den gleichen folgen, nur dass es bei mir dann auf einen KS hinaus lief). Warum die Ärzte einen so quälen? Krankenhäuser sind Wirtschaftsbetriebe und egal wie lang die Geburt dauert, sie bekommen das gleiche Geld. Je länger die Geburt, um so kleiner der Gewinn. Also wird nachgeholfen, wenn es nicht schnell genug geht oder befunden wird die Wehen seien nicht effektiv genug. ich für meinen teil hätte lieber 2,3 Stunden länger die Wehen gehabt, die ich vor dem Tropf hatte als das was mit dem Tropf kam.

LG
qrupa

Beitrag von red-rabbit 18.05.10 - 11:31 Uhr

Hallo und danke für Deine Antwort!

Diesesmal wird (falls ich spontan entbinde) einiges anders laufen.
Bei der Besprechung der Geburt werde ich einiges festlegen.
(Weißt Du wo man ein Formular für sowas finden kann?)
Beim ersten Mal ist man ja noch total gutgläubig und macht alles was einem gesagt wird ,weil man denkt, daß alle ja nur das Beste für einen wollen....
Die Hebamme sagte nur ' wir beschleunigen das jetzt mal' als sie den Wehentropf anschloß- was das Folgen hat wußte ich ja nicht.....
Hätte ich das gewußt hätte ich sie erwürgt- in dem Moment dachte ich
'Okay - desto schneller ist das Baby da'!
Meine eigenen Wehen waren ein Witz dagegen!
Genau wie die Sache mit dem Katheder 'das machen wir damit das Baby mehr Platz hat'- ich wäre auch aufs Klo gegangen.....
Aber wie Du schon sagst ,muß es schnell gehen oder man muß für den nächsten Platz machen(ich denke, daß es bei mir so war, weil einige in wartestellung waren).
Das Krankenhaus hier ist übrigens top und ich wurde sehr lieb betreut nach der Geburt- da kann ich mich nicht beschweren.
Viele liebe Grüße

Red-rabbit

Beitrag von qrupa 18.05.10 - 15:46 Uhr

Hallo

ja, leider geht man in die erste Geburt meist mit einem "die wissen schon was sie tun und wollen nur mein bestes" Vertrauen rein. Super wenn das gerechtfertigt ist, aber ich würde mich NIE wieder blind daruf verlassen.

Ein Beispiel für einen geburtsplan findest du z.B. hier
http://www.still-blog.de/schwangerschaft/mein-geburtsplan/

man muß selbstverständlich nicht alles übernehmen, aber der beinhaltet wirklich sehr viele Punkte zu allen möglichen Situationen (dass sich in einem wirklich echten Notfall niemand daran hält, ist dann ja egal). Ich finde einfach, die Dinge, die in der eigenen Hand liegen sollte man planen bzw Wünsche äußern und auch den Mut haben die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen.

LG
qrupa

Beitrag von red-rabbit 18.05.10 - 16:31 Uhr

Hallo- danke für den Geburtsplan- genausowas habe ich gesucht!!!!

An viele Punkte habe ich überhaupt nicht mehr gedacht- die ständigen Untersuchungen von (gefühlten) 20 versch. Leuten....die Kopfsonde bei meinem Baby usw.
Bei der Geburtsbesprechung im Krankenhaus wird sowas natürlich nicht gefragt.........

Diesesmal wird es (hoffentlich) komplett anders laufen- wie Du schon geschrieben hast, ist man bei der ersten Geburt total ausgeliefert weil man überhaupt nicht weiß, was auf einen zukommt und denkt, daß alles so passieren muß (die werden es schon wissen)....dabei kann man selber entscheiden.Man wird nur meistens nicht gefragt bzw. es werden einem keine anderen Möglichkeiten gelassen.

Ich denke ich werde versuchen spontan zu entbinden und nur falls es absehbar ist, daß wieder sowas passiert ,mich zu einem Kaiserschnitt entscheiden. Aber bis dahin ist ja (gottseidank) noch etwas Zeit!

Viele Grüße

Red- Rabbit

Beitrag von mutschki 18.05.10 - 11:24 Uhr

ja ich hatte auch angst das diesmal die wanne vielleicht grade besetzt ist..hab schon zu meinem mann gesagt,wenn da grade eine drin ist,petzte ich die beine zusammen, bis ich da rein kann #rofl
da meine ersten beiden früher kamen,und der 3te sich zeit ließ bis zum et (besser gesagt,1 std und 22 min nach et ;-) ) hatte ich schon angst,das er gar nicht von alleine kommt und ich evtl wieder an den tropf muss,eingeleitet werden muss etc..#schwitz
ohje,das dud ich acuh noch übergeben musstest schwächt ja noch mehr,stell ich mir echt schlimm vor...da ist man sicher froh wenns endlich rum ist,egal wie ;-)
ich fand das nähen damals auch soooo schlimm,nach jedem stich hab ich gefragt ob er jetzt fertig ist #schwitz
als er davor erst mal mit seiner faudt in meinen bauch rumgedrückt hat wegen der nachgeburt und evtuellen resten,hab ich seine hand gepackt und gebettelt das es jetzt mal gut ist und mirs reicht :-p#schein
mein mann ist nach der geburt weinend seiner mutter um den hals und meinte,er kriegt niemals mehr ein kind..lach..jaja ..ER sowieso nicht ;-)

ich drücke dir die daumen!!
wünsche dir das deine 2te geburt genauso super und flott geht wie bei mir! das wird schon #klee#pro#liebdrueck

Beitrag von lea9 18.05.10 - 11:32 Uhr

Was denn für nen Ledergürtel?

Beitrag von mutschki 18.05.10 - 11:53 Uhr

ich glaube,das bewirkt das gleiche wie wenn die hebi sich auf den bacuh legt und runter drückt.der gurt wird eben auch um den bauch gelegt und nach unten gezogen,zum rausdrücken eben.....

Beitrag von lea9 18.05.10 - 12:11 Uhr

Klingt ja total abartig.

Die KH Hebamme hat zwar dann auch leicht mitgeschoben, aber das war total sanft und gekonnt, hab nix gemerkt davon.

Beitrag von minnie85 18.05.10 - 12:08 Uhr

Hallo,

also da die zweite Geburt immer leichter ist, würde ich dir definitiv dazu raten es zu versuchen...seh es mal so:schlimmer geht es nicht!

Und ich würde dir auch zu einer Beleghebamme raten: mit der kannst du vorher planen, was du willst, was nicht etc.

Und aufrecht entbinden, da ist die Chance, dass du dein Kind nicht selbst rauspressen kannst, sehr gering.

LIebe Grüße und alles Gute!

Beitrag von tragemama 18.05.10 - 13:00 Uhr

Ich tanze mal aus der Reihe und sage, ich würde klar einen KS bevorzugen. Zum einen ist Dein Kind "festgesteckt", also kann sein, dass Du ein abnormes Becken hast. Zum anderen hast Du untenrum eine Menge Narbengewebe, welches sich bei weitem nicht so gut dehnt wie gesundes Gewebe. Ich hatte zwei KS und war nach beiden sehr schnell wieder fit - deutlich schneller als der Großteil meiner Bekannten mit vaginalen Entbindungen.

Andrea

Beitrag von widowwadman 18.05.10 - 15:33 Uhr

Ich seh das genauso

Beitrag von minnie85 19.05.10 - 18:57 Uhr

Beckenanomalien können per MR ausgeschlossen werden.
Laut meiner FA macht es nix, ob unten schonmal was gerissen ist, da sich dort ja gar kein Narbengewebe bildet, da Schleimhaut nicht vernarbt!

Beitrag von jessi273 19.05.10 - 20:44 Uhr

hey,

das mit dem becken kann man vorher ja checken lassen. und was das narbengewebe angeht, wobei ich mich wundere, woher du weißt, wie sie untenrum ausschaut#kratz;-), das verhindert mit sicherheit nicht, dass das baby sich durch den geburtskanal schiebt#schein das ist eine urgewalt, die das baby da durchschiebt, da stoppen so ein paar narben nicht#rofl

*lg*

Beitrag von jessi273 18.05.10 - 13:27 Uhr

hey,

weiß man denn warum er stecken blieb? neulich habe ich von einer mama gelesen, die einen knochenvorsprung am becken hat, an dem niemals ein kind vorbei kommen wird. sie wird wohl jedes mal per ks ihre kinder bekommen müssen.
sollte es nur sein, weil er sich nicht richtig gedreht hat, dann würde ich definitv zur spontanen geburt raten und zwar mit einer beleghebamme.
mein großer kam auch nur mit der saugglocke durch den geburtskanal nach 20h wehen#schwitz
mein kleiner kam dann 2 jahre später mit beleghebamme innerhalb von 2,5h auf die welt, ohne jegliche verletzung. ich wechselte während der austreibungsphase mehrmals die position. letztlich war es kniend am kopfteil des bettes. er hatte die gleichen maße wie sein bruder. es lag wohl wirklich an der geburtsposition, dass es beim ersten mal nicht so gut klappte.
niemals würde ich mir einen ks machen lassen.
rede mit einer hebi über dein erlebtes und versuche es erstmal spontan. die 2. kommen schneller und so würdest du auch schnell merken, dass es wieder schwierig wird und einen ks machen lassen. aber nicht von vornherein#zitter
was dein narbengewebe betrifft, das ist quatsch, dass das stören würde. ich weiß wovon ich spreche;-) bei mir hat´s auch nicht gestört und da sitzt nach dem ersten mal auch nicht gerade wieder ein stein auf dem anderen:-p

*lg*

Beitrag von sacht736 18.05.10 - 16:56 Uhr

Hallo ,

ich hatte bei meinen 1. Kind auch SOHN genau das gleiche wie bei dir .. hatte sogar noch 1,5 Jahre das Gefühl mir würde da unten alles raus fallen ect.

Ich habe mich nach meinen Sohn für einen KS entschieden aber auch aus gesundheitlichen Gründen.

Sprich am besten noch mit einer Hebamme !

Liebe Grüße

Beitrag von design.for.life 18.05.10 - 19:44 Uhr

Hallo,

meine erste Geburt war eine Zangengeburt.

Ich durfte wegen mittelstarker Kurzsichtigkeit nur einige Male pressen. Ergebnis: vier (!!!!!) Stunden Presswehen ohne großartige Fortschritte, Kopf kam nur bis Beckenmitte. Dann wurde die Zange eingesetzt. Damit sie überhaupt dorthin kam, wo sie hinmusste, wurde ich geschnitten und bin noch zusätzlich 2 mal gerissen. Bis das verheilt war, hatte ich ca. 3 Wochen große Probleme beim Laufen, Gehen, Sitzen.

Der Grund für den Geburtsstillstand war aber nicht ein zu enges Becken, sondern die Wassereinlagerungen, die nicht nur äußerlich zu sehen sind, sondern auch innen das Gewebe aufschwemmen. Und vielleicht auch die Hebamme, die mich nur die wenigen Male mitpressen ließ in Rückenlage.

Mein zweites Kind kam ohne Probleme spontan.

Andere Hebamme, ich lag seitlich, durfte pressen bzw. verhecheln (die Kurzsichtigkeit war ja immer noch Thema), nach nur 20 Minuten Presswehen war mein Kind geboren und ich hatte nur einen winzigen Riss.

Mir hat beim zweiten Kind niemand zum Kaiserschnitt geraten. Für mich war es auch kein Thema. Ich hatte nur Schiss, dass es wieder eine Zangengeburt wird, denn DAS war wirklich eine extreme Erfahrung#schwitz

Alles Gute.