Kind weint - wie lange dauert Gewöhnung an den KiGa ??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lavendel68 18.05.10 - 09:45 Uhr

Hallo zusammen !

Ein ähnlicher Beitrag steht schon weiter unten, nur mit dem Unterschied, dass für uns der KiGa neu ist.

Mein Sohn (2,8 J) ist seit 2 Monaten (1 Monat Eingewöhnung und seit 1 Monat Vollzeit dort) im KiGa. Zuvor war er 1,5 J in der Krippe. Der Vorschlag kam von der KiGa-Leitung selber, da wir in 2 Monaten Zuwachs erwarten und dann die Umstellung zu viel für ihn würde.

Im Gegensatz zur Krippe geht er nicht gerne hin, sodass ich ihn sooft es geht schon Mittags abhole. Da ich schwanger bin, verkürzte Arbeitszeiten habe und im nächsten Monat sowieso in Mutterschutz gehe, ist mir das zum Glück auch öfter möglich.

Heute morgen war aber garnichts mehr zu machen. Er weinte nur noch, zog sich wieder die Schuhe aus wiederholte immer wieder unter Tränen, dass er noch müde sei und nicht in den KiGa wolle. Er legte sich sogar freiwillig ins Bett und liegt dort nun schon seit 2 Stunden wach ohne sich zu mucken !!! Wenn ich ihn anspreche, ob er nicht aufstehen und in den KiGa gehen wolle, sagt er, dass er müde sei und schlafen wolle.

Kann es sein, dass er noch keinen Anschluss hat und deshalb nicht gerne hingeht ? Dass er sich mit der Umstellung auf den KiGa überfordert fühlt ? Die meisten Kinder sind ja auch größer als er. Die Erzieherinnen drängen sehr auf seine Sauberkeit (hatte deswegen schon mal gepostet), aber die anfängliche Begeisterung für die Toilette ist weg und er weigert sich vehement, auf den Topf oder die Toilette zu gehen. Das ist selbst den Erzieherinnen aufgefallen. Ich denke, Anpassung an den KiGa und auch noch Sauber werden ist einfach zu viel auf einmal für ihn, kann das sein ?

Sollte ich mit den Erzieherinnen mal sprechen ? Mein Mann meint, wenn ich das einreißen ließe, dass er zu Hause bleiben darf, hätte ich bald jeden Tag das Theater. Und schliesslich muss ich ja auch hin und wieder auf die Arbeit gehen.

Wie soll ich mich nun verhalten ?


Danke, Lavendel

Beitrag von robbiew 18.05.10 - 10:23 Uhr

hallo lavendel,

anna geht seit anfang mai in den kindergaten (wird morgen 3). ich muss sie auch noch fast jeden morgen mit engelszungen bequatschen. kurz vorm kindergarten sagt sie auch jedes mal "ich will aber nicht dahin". wenn wir dann da sind, sie ihre pantoffeln anhatt und ich tschüss sagen will kommt sie meist weinend hinter mir hergelaufen.

die kindergärtnerinnen machen das dann aber immer so toll, das ich ohne schlechtes gewissen gehen kann. auch hat anna gestern ihr großes geschäftschen in die hose gemacht. das ist aber überhaupt kein problem, denn darauf sind sie in dem kiga eingestellt. ich kann auch garnicht verstehen warum bei euch so drauf gedrängt wird - find ich unmöglich!!

da hätt ich an deinem sohn seiner stelle auch keine lust drauf auf komando sauber zu werden.

gebt dem jungen die zeit die er braucht, auch zur eingwöhnung.
dann wird das schon. ich bin bei anna auch sehr optimistisch das sie eines tages gerne in den kiga geht.


gruß
die bibbi

Beitrag von lavendel68 19.05.10 - 10:15 Uhr

Danke für deine Antwort.
Das mit der Sauberkeit geht hauptsächlich von einer Mitarbeiterin aus. Es ist gut, wenn sich der Kleine verweigert wenn es ihm zu viel wird.
Ich habe weiter unten in meinem Posting für alle geantwortet.
Gruß, Lavendel.

Beitrag von shakira0619 18.05.10 - 10:48 Uhr

Hallo!

Ich persönlich finde 2 Ereignisse zur gleichen Zeit zuviel.

Also Kindergarten-Eingewöhnung UND Trockenwerden. Dein Sohn wird erst 3, Du kannst mit dem Toilettengang noch einige Monate warten. Das überfordert ihn scheinbar.

Und wegen der Sache, daß er nicht im Kiga bleiben möchte, musst Du natürlich mit den Erzieherinnen sprechen.

Vielleicht ist etwas vorgefallen, vielleicht hat ihn jemand geschubst oder so. Das kann man ja klären.

LG

Beitrag von lavendel68 19.05.10 - 10:16 Uhr

Finde ich auch !

Ich habe weiter unten im meinem Posting für alle geantwortet.

Danke für deinen Beitrag !

Beitrag von cori0815 18.05.10 - 10:59 Uhr

hi Lavendel!
Schwierige Sache, denke ich.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es dein Sohn im KiGa als vielleicht Kleinster nicht gerade leicht hat. Darum solltest du unbedingt das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen, vor allem auch wg. des evtl. zu großen Drucks mit dem Sauberwerden.

Wie wäre es denn, wenn du auch gleich mal fragst, mit wem er überhaupt im Kiga mal spielt und mit den entsprechenden Eltern Kontakt aufnimmst? Vielleicht können die Kinder auch am Nachmittag mal gemeinsam spielen. Das würde deinem Sohn sicher Selbstvertrauen geben, das er dann auch mit in den KiGa nimmt. Meinem Sohn hat es sehr gut getan, die Kinder auch nachmittags zu treffen und er hat viel Sicherheit daraus gewonnen. Ich habe das Gefühl, dass er danach noch viel lieber in den KiGa geht und das Gefühl hat, "richtige" Freunde gefunden zu haben.

Sicher hat dein Mann nicht ganz Unrecht, wenn er sagt, dass so ein Verweigern der täglichen "Kindergartenpflichten" schnell einreißt und als Druckmittel gegen Eltern eingesetzt werden kann. Wenn er merkt, dass er zuhause bleiben kann, wenn er seine Müdigkeit "vorschiebt", wird er das sicher öfter versuchen, vor allem dann, wenn das Baby da ist und er eifersüchtig es nicht mit dir allein lassen will.

Aber gerade darum ist es ja umso wichtiger, dass er Gefallen am Kindergarten findet und gern hingeht.

Ich wünsche dir viel Erfolg und eine schöne Restschwangerschaft.
LG
cori

Beitrag von lavendel68 19.05.10 - 10:17 Uhr

Super Vorschlag, danke dir ! Ich habe weiter unten im meinem Posting für alle geantwortet.

Beitrag von blackcat9 18.05.10 - 12:01 Uhr

Hallo Lavendel,

Dein Mann hat schon Recht: Wenn Du ihn immer wieder früher holst, wird er wissen, dass er das immer machen kann und Ihr habt gar keine Möglichkeit mehr, ihm die KiTa "schmackhaft" zu machen. Ein Gespräch mit den Erziehern ist wohl echt nötig. Vielleicht haben sie noch Ideen, wie man die KiTa für ihn schöner machen kann, so dass er sich wohl fühlt. Vielleicht ist ihnen auch was aufgefallen, dass etwas vorgefallen ist, was Deinen Sohn dazu bringt, nicht gern in die KiTa zu gehen.

Das mit dem eher abholen, kann wirklich sehr heftig werden. Mein Stiefsohn (5) geht in die Kita, seitdem er 3 Jahre alt ist. Anfangs ging es, aber dann wurde es immer schlimmer. Seine Mama ist wegen Babyjahr noch zu Hause. Und sie holt ihn auch immer wieder eher aus der KiTa. Das Resultat ist, dass er, wenn sie ihn in die KiTa bringt, er so einen Aufstand macht, dass die KiTa-Leitung teilweise nach einer Stunde bei der Mama anruft, um ihn wieder abzuholen. Nur er kommt nächstes Jahr in die Schule. Und da geht das mit Abholen nicht mehr.

Was das Töpfchentraining angeht, finde ich die Einstellung der Erzieher auch hart und unnötig. Das Kind muss mit vielen Veränderungen klar kommen: KiTa statt Krippe, Nachwuchs etc. Da kann anfängliche Töpfchenbegeisterung auch mal schwinden. Ist doch logisch. Mit 3 Jahren muss er ja nicht zwangsweise trocken sein. Vor allem, wenn er soviel durchmacht. Sie sollen da etwas mehr auf ihn einwirken.

Colin hat sich Gott sei Dank von Anfang an sehr wohl in seiner KiTa gefühlt, er hat in den letzten 11 Monaten viele Freunde gefunden und lernt viele Dinge. Gaaaaanz selten weint er mal, wenn ich ihn hinbringe. Aber ist eher die Ausnahme. Andersrum soll ich ab und an auch mal weggehen, wenn ich ihn abholen will, weil er noch bleiben will. ;-) Aber meistens kommt er brav mit. *grins*

LG
Franzi mit Colin und den Stiefkids Niklas und Justin

Beitrag von lavendel68 19.05.10 - 10:24 Uhr

Danke für deine Antwort.

Du hast Recht. Er sollte regelmäßig einige Stunden hingehen, aber vielleicht doch nicht so lange (d.h. den ganzen Tag) wenn es nicht sein muss. Mit früher abholen meinte ich nicht auf Abruf, sondern ich sage ihm morgens beim Hinbringen, dass ich ihn nach dem Mittagessen abholen werde und er mittags zu Hause schlafen kann. Dann ist er immerhin fast 5 Stunden in der Kita gewesen.

Ich habe weiter unten in meinem Posting für alle geantwortet.

Gruß, Lavendel

Beitrag von lavendel68 19.05.10 - 10:09 Uhr

Hallo ihr Lieben !

Danke für eure Antworten, da waren super Vorschläge dabei. Ich habe aufgrund dessen nun folgendes gemacht:

Gestern blieb der Kleine zu Hause. Als er Mittags aufgestanden ist, hat er gesagt, er wolle nicht in den KiGa, da ihm dort Aua gemacht werde. Das hat er zwei Mal wiederholt.

Heute habe ich mit den Erzieherinnen gesprochen, ob sie beobachten könnten, ob er vielleicht von anderen gehauen oder geschubst wird. Zum anderen fragte ich, ob sie mal schauen könnten, mit welchem Kind er gerne spielt, damit ich mit der entsprechenden Mutter in Kontakt treten könnte, um mich auch ausserhalb vom KiGa mit ihr zu Treffen.

Weiterhin werde ich ihn Mittags (nach dem Essen) abholen sooft es mir möglich ist. Den ganzen Tag in der Kita überfordert ihn warscheinlich, zumal er dort auch nicht so viel schlafen kann wie er es eigentlich bräuchte. So ist er täglich immerhin fast 5 Stunden in der Kita, das ist ja auch schon lange! Bald sind ja Ferien und in meiner Elternzeit wird er sowieso ein Halbtagskind und schläft mittags zu Hause.

Ich danke euch vielmals. Ihr habt mir sehr geholfen.

Gruß, Lavendel