"Erinnerung" an Vorsorgeuntersuchung

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von yvonnechen72 18.05.10 - 10:25 Uhr

Hallo,

ich(bzw. mein Mann und ich) haben gerade ein Schreiben vom Nierdersächsischem Landesamt für Soziales, Jugend und Familie bekommen. Es handelt sich dabei um eine "Einladung" zu den U-Untersuchungen, mit dem Hinweis, dass bei unserer Tochter bis Abfang November die U 7a anstünde. Bis hierhin finde ich dieses Schreiben völlig in Ordnung. Allerdings lag eine Karte dabei, die vom Kinderarzt abgestempel werden muss und mit dem Termin der Untersuchung zurück geschickt werden soll. Sollte diese Karte nicht zurückkommen, wird man nochmals daran erinnert und sollte sie dann trotzdem nicht zurückkommen, wird das JA informiert!
Ich fühle mich etwas bevormundet. Die Untersuchungen sin freiwillig! Ich meine, ich kann das schon irgendwie verstehen, wo immer wieder Berichtekommen über verhungerte, mißhandelte Kinder. Das ist schon ein zweischneidiges Schwert. ICH mag mir nicht sagen lassen, dass ich mit meinem Kind zu einer freiwilligen Untersuchung gehen MUSS! Das Landesamt schickt eine "Einladung". Eine Einladung MUSS ich nicht annehmen. Natürliche werde ich zur U 7a gehen. Genauso wie ich bei der U 1,2,3,4,5,6 und 7 war, aber ich ärgere mich einfach, so bevormundet zu werden.
Kann das einer nachvollziehen?

LG Yvonne

Beitrag von altehippe 18.05.10 - 10:32 Uhr

wir haben das auch bekommen und erst hab ich mich auch gewundert, was ich "falsch" gemacht hab.
allerdings finde ich das mitlerweile SUPER, wenn drauf geachtet wird.
es gibt immer wieder schlimme beispiele in den nachrichten.

Beitrag von machtans 18.05.10 - 10:34 Uhr

Ich finde die benachrichtigung toll. Vor allem da ja teilweise dann doch 2 Jahre zwischen liegen. Ich denk da auch nit immer drann.

Mit der Karte find ich allerdings schon komisch. Gerade weil die U7a ja nicht von jeder Kasse getragen wird, da man sich nicht eindeutig einig ist ob sie sinnvoll ist.

Beitrag von miau2 18.05.10 - 10:41 Uhr

Hi,
die U7a wird inzwischen von allen gesetzlichen Kassen bezahlt, und sie ist (zumindest in Hessen) genau so Pflicht wie alle anderen "Us".

Sinnvoll ist sie, sie wurde ja gerade deshalb eingeführt, weil der Abstand zwischen 2 und 4 Jahren zu lang war und es mehr als sinnvoll ist, Kinder vor dem "üblichen" KiGa-Beginn untersuchen zu lassen.

Dass der Sinn jemals umstritten war ist mir neu - wobei ich natürlich nachvollziehen kann, dass die eine oder andere Kasse sich gerne um die Bezahlung gedrückt hätte angesichts der klammen Kassenlage.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von emmy06 18.05.10 - 10:38 Uhr

Das klingt doch noch sehr freundlich.... ;-)

Hessen ist da wesentlich rigider und die Briefe die von der Zentralstelle in Gießen versendet werden, DIE lesen sich unverschämt und sehr frech...
Wir waren damals schon längst zur U-Untersuchung gewesen, unsere KIÄ hatte aber vergessen die Daten an die Zentralstelle zu melden, daraufhin kam dann der überaus *nette* Brief.
Eine telefonische Klärung war aussichtslos, man bestand auf einen schriftlichen Nachweis des Kinderarztes oder einer Kopie des U-Heftes.

Auch der Neugeborenenhörtest, der bei unserem Sohn mehrfach scheiterte wurde mit Penetranz eingefordert. Ich habe mich aber geweigert unser Minibaby sedieren zu lassen und bin damit irgendwann durchgekommen, wurde aber wochenlang mit Telefonanrufen und Anschreiben bombadiert.

Generell finde ich das System aber nicht schlecht, lediglich die Verwendung dieser Standardbriefe und deren Ton sollten überdacht werden....



LG

Beitrag von miau2 18.05.10 - 10:44 Uhr

Hi,
der Brief, den ich (aus Frankfurt, wir wohnen auch in Hessen) am Samstag bekommen habe - Systemfehler, wir haben den Termin schon vor Wochen wahrgenommen - war in absolut neutralem Tonfall. Weder unfreundlich noch sonst irgend etwas. Natürlich wurde deutlich gemacht, dass der Termin Pflicht ist, aber wenn ich mir hier die Beiträge so durchlese scheint das ja bei einigen noch gar nicht bekannt zu sein ;-).

Ärgerlich, dass es überhaupt passiert (wir hatten jetzt schon das zweite mal eine Erinnerung Wochen nach dem fristgerecht wahrgenommenem Termin), unser KiA wird die Meldung halt noch einmal abschicken (hat einen Telefonanruf gekostet) und das wars. Ich muss gar nichts weiter tun.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von emmy06 18.05.10 - 10:51 Uhr

Das war bei uns auch schon in 2008 ;-) vielleicht hat der Brief sich ja geändert ;-) Ich hab damals auch gesagt, das ich den Brief, trotz das ich Alles ordnungsgemäß durchgeführt habe, sehr persönlich und arg unverschämt empfunden habe...

Hier in NRW kräht dagegen kein Hahn danach, ich wünschte mir hier auch die Verpflichtung zu den Untersuchungen.



LG

Beitrag von yvonnechen72 18.05.10 - 10:38 Uhr

Es geht mir gar nicht um diese Benachrichtigung. Ich finde es ja gar nicht schlecht, dass man an diesen Termin erinnert wird. Aber die Androhung, das JA zu schicken, wenn die Karte nicht zurück kommt, das empfinde ich als Bevormundung. Und daran stoße ich mich!

Yvonne

Beitrag von blume82 18.05.10 - 10:47 Uhr

Hallo,

in Niedersachen ist sie seit dem 1.4 oder so auch "Pflicht". Dich kann zwar keiner zur Untersuchung zwingen, aber dann darf das JA Maßnahmen wie eine Amtsärztliche Untersuchung machen.

LG

Beitrag von miau2 18.05.10 - 10:39 Uhr

Hi,
die Untersuchungen sind eben nicht mehr freiwillig, sondern Vorschrift. Zumindest in Hessen, wie in vielen anderen Bundesländern auch (ich meine auch in Niedersachsen). Das gilt mittlerweile auch für die zwischengeschobene U7a.

Bevormundung?

Zweischneidig...selbst wenn man mal die schrecklichen Misshandlungsfälle außer Acht lässt, die m. M. nach auch dadurch nicht hätten verhindert werden können: ein großer Teil aller Kinder hat heute schon im KiGa, spätestens in der Grundschule Essprobleme. Ein großer Teil hat Sprachprobleme. Viele sind motorisch bei weitem nicht altersgerecht entwickelt. Usw. usw.

Da es keine KiGa-Pflicht gibt gab es tatsächlich einige Kinder, wo von Geburt bis Einschulung niemand mal geguckt hat, ob das Kind altersgerecht entwickelt ist, gesund ist usw..

Die Folgen sah man dann in der ersten Klasse. Ziemlich spät, um z.B. bei ernsten Sprachproblemen zu helfen.

Mag ja sein, dass es für Eltern, die alles tun, um ihren Kindern die bestmögliche Entwicklung zu ermöglichen (wozu das gelegentliche Untersuchen durch jemanden, der sich auskennt nun mal dazugehört) wie eine Bevormundung erscheint - aber es gibt halt auch andere Eltern. Oder solche, die meinen, es besser zu wissen.

Und da es eben absolut unmöglich ist, irgendwie zu unterscheiden, wer zu welcher Gruppe gehört sind die Untersuchungen halt für alle Pflicht. Da diese für uns absolut selbstverständlich sind habe ich auch kein Problem damit, dass es über die erfolgte Untersuchung (nicht über die Ergebnisse) eine Meldung an die entsprechende Stelle gibt. Bei uns erfolgt die automatisch vom KiA, auch wenn das System noch nicht ganz reibungslos funktioniert - ich habe am Samstag eine Erinnerung für die U8 vom Großen bekommen. Die Untersuchung wurde schon vor einigen Wochen durchgeführt...

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von criseldis2006 18.05.10 - 10:50 Uhr

Hallo,

bei uns im Saarland sind die Untersuchungen Pflicht.

Ich bekomme jedesmal von der Uniklinik, vom Gesundheitsamt und von der Krankenkasse solche schreiben.

Einmal hat sich das Jugendamt mit Gesundheitsamt angekündigt, weil der Arzt keinen rechtzeitigen Termin mehr hatte. Wartezeit für Termine bei U-Untersuchungen liegt bei 12 Wochen.

LG Heike

Beitrag von yvonnechen72 18.05.10 - 10:55 Uhr

Ähm, hab ich da was verpasst?#hicks Sind die Untersuchungen Pflicht? Ups, das wusste ich nicht!#hicks

Yvonne

Beitrag von criseldis2006 18.05.10 - 11:17 Uhr

Wenn du im Saarland wohnst - ja.

Wie es in anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht.

Aber im Saarland sind sie Pflicht.

LG Heike

Beitrag von miau2 18.05.10 - 13:11 Uhr

Hi,
in vielen Bundesländern ja.

Z.B. auch in Hessen, m.W. nach eben auch in Niedersachsen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von frierschaf 18.05.10 - 11:36 Uhr

Hallo,

das scheint jetzt in allen Bundesländern so zu sein. Hier bei mir in Brandenburg wird das ab der U6 so gemacht. Meine KiÄ hat mir gesagt, dass es damit zusammen hängt, dass ab der U6 die meisten Eltern nicht mehr mit ihren Kindern zu den Untersuchungen gehen - und oft gerade die, wo es nötig wäre. Deshalb sind die Untersuchungen jetzt eigentlich nicht mehr freiwillig. Denn schließlich gibt es nach jedem Misshandlungsfall den großen Aufschrei, warum nicht wegen der Untersuchungen aufgepasst wurde. Und irgendeine allgemeine Regelung muss es ja geben dafür. Ich nehme das ganze als freundlichen Hinweis - und freue mich, dass ich die Untersuchungen auf diese Weise nicht vergessen kann, v.a. die späteren, denn schließlich werden hier die Abstände immer größer

LG
frierschaf

Beitrag von klimperklumperelfe 18.05.10 - 13:08 Uhr

Wenn du sowieso hingehst, dann kannste doch auch den Zettel ausfüllen lassen. Verstehe die Aufregung nicht.

Beitrag von gingerbun 18.05.10 - 13:17 Uhr

Hallo,
ja ich weiss was Du meinst. Ich war bei der U7 und bekam Wochen später auch einen etwas unverschämten Brief. Eine Kopie des U-Heftes reichte auch nicht aus also rief ich dann bei unserem Kinderarzt an. Die meinten sie schicken es nochmal hin, das käme wohl sehr häufig vor dass der Nachweis über die erfolgte U bei dieser Stelle einfach verloren geht.
Gruß!
Britta

Beitrag von mari30 18.05.10 - 19:24 Uhr

hi

spät aber besser als nie. also mal zur Aufklärung: in Niedersachsen sind die U´s keine pflicht! Dennoch wird man, wie in meinem fall (komme aus der weiteren nähe von hannover) von der KK freundlich erinnert, was ich völlig ok finde...das wars dann aber auch. irgendwelche karten/Nachweise musste ich noch nie schicken. Ich hab aber schon vorher immer bereits nen termin gehabt.
Grunds. finde ich das "Überwachen" gut, aber ich würde es auch nicht mögen, das man mich quasi "bevormundet"...lg

kathrin

Beitrag von yvonnechen72 18.05.10 - 20:14 Uhr

Genau das meine ich!
Aber ich glaube seit dem 1.4. sind die Früherkennungsuntersuchungen auch in Niedersachsen Pflicht. Ich hab aber noch nichts Konkretes gefunden.

LG Yvonne