Beikostverweigerer - Eisenmangel, Frage an LZS-Mamas

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mokli 18.05.10 - 11:51 Uhr

Hallo!

Muttermilch macht bei meinem Sohn nach wie vor 95% des Nahrungsanteils aus. Er probiert bei den Mahlzeiten zwar so ziemlich alles von unserem Essen, zum satt werden reicht das aber noch lange nicht.
Jetzt wurde bei ihm ein ausgeprägter Eisenmangel festgestellt, er muss auf jeden Fall die nächsten drei Monate ein Eisenpräparat bekommen.

Die Kinderärztin drängt jetzt darauf dass er weniger gestillt wird um mehr "richtiges" essen zu sich zu nehmen - Sohnemann will aber nicht.
Ich möchte ihm ungerne die Brust verweigern, ich hatte bisher gehofft er wird schon von alleine auf den Geschmack kommen.

Jetzt bin ich aber verunsichert, er bekommt ja nun definitiv nicht mehr alles was er braucht durch die Milch.
Hat jemand Tipps für mich wie ich den Stilljunkie ein wenig mehr zum essen bekomme?

LG, Monika

Beitrag von schullek 18.05.10 - 12:45 Uhr

hallo,

wenn er ein eisenpräparat bekommt, ist doch erstmal was gegen den mangel getan. dann hast du jetzt die nöchsten wochen monate in ruhe zeit. und die würede ich ihm lassen. und eben nicht zwingen. in 3 monaten kann sich in dem alter so ziemlich alles ändern.

lg

Beitrag von mokli 18.05.10 - 13:01 Uhr

Zwingen kann ich ihn ja eh nicht -will ich auch gar nicht!

Na gut, dann versuch ich mal locker zu bleiben und abzuwarten.
#danke

Beitrag von schullek 18.05.10 - 13:02 Uhr

was du aber tun kannst: versuch mal rauszufinden, wie es zu so einem starken eisenmangel kommen konnte. ich meine, normal ist es nicht udn irgendeinen grund muss es ja dafür geben. wie siehts denn bei dir aus?

lg

Beitrag von mokli 18.05.10 - 13:33 Uhr

Die Kinderärztin sagte dass über die Muttermilch einfach nicht ausreichend Eisen aufgenommen wird. Das hörte sich so an als wäre das völlig normal.

Kann das mit meinem Eisenwert zusammen hängen? Dann würde ich den nämlich schleunigst mal überprüfen lassen!

Beitrag von miriamama 18.05.10 - 13:45 Uhr

Ich gebe hier mal eben meinen Senf zu.

Leider erzählen KiÄ immer wieder, dass der Eisenbedarf in der MuMu ab dem 6ten Monat nicht mehr ausreicht. Normalerweise stimmt das aber nicht. Charlotte wurd 11 1/2 Monate von mir vollgestillt und hatte keinen Eisenmangel. Also NORMAL ist es nicht umbedingt.

Beitrag von jumarie1982 18.05.10 - 13:49 Uhr

Hallo!

Wie wurde der Eisenmangel denn festgestellt?
Normalerweise hat Muttermilch zwar relativ wenig Eisen, ABER es wird so gut vom Körper aufgenommen und verwertet, wie aus keinem anderen Lebensmittel.
Auch dieser Quark mit der 6-Monats-Grenze ist ein Ammenmärchen.

Lass mal deinen Eisenwert testen und versorge gegebenenfalls DICH erstmal mit Zusatzpräparaten.

LG
Jumarie *LZS*

Beitrag von mokli 18.05.10 - 14:10 Uhr

Es wurde ein großes Blutbild gemacht weil der kleine Mann so arg blass ist und oft bläuliche Lippen hat.

Dann werd ich mal meinen Eisenwert überprüfen lassen, vielleicht liegt es ja tatsächlich daran.

#danke

Beitrag von schullek 18.05.10 - 14:07 Uhr

also tief steck ich nicht in der materie drin. es ist so, dass leider die meisten kia wenig ahnung vom stillen haben udn deshalb mumi mit flaschenmilch gleichsetzen. bei kindern, die die flasche bekommen, muss man irgendwann mit beikost anfangen, da sie tatsächlich sonst schneller einen eisenmangel bekommen würden. in der mumi ist zwar generell weniger eissen drin ABER! das eisen au der mumi ist sehr viel schneller und besser verwertbar als eisen aus flaschennahrung oder der nahrung. deshalb ist es auch eher ungewöhnlich wenn ein stillkind an eisenmangel leidet.
es kann u.u. mit deinem eisenhaushalt zusammenhängen, weshalb oft geraten wird, dass du das eisenpräparat nimmst. vielelicht solltest du das mal bei deiner kia anfragen. wenn ich aber so lese, was sie dir sagt, dann habe ich wenig hoffnung, auf kompetente beratung in hinsicht auf das stillen.

Beitrag von mokli 18.05.10 - 14:14 Uhr

Meine Kinderärztin ist im Großen und Ganzen super - meiner Meinung nach.
Aber beim Stillen und Ernährung allgemein halte ich ihre Meinung für oftmals nicht richtig - wir hatten schon diverse Diskussionionen über Beikoststart und ähnliches.

Ich wende mich erst mal an meinen Hausarzt wegen meinem Wert.

Ich danke dir!

Beitrag von majasophia 18.05.10 - 13:09 Uhr

ich hab nur noch einen tipp für dich, falls dir das die ärztin nicht schon gesagt hat!

versuch ihm das eisenpräparat (wahrscheinlich ferro sanol) mind. 30min besser 1h vor dem stillen zu geben; durch milch wird nämlich die eisenaufnahme gehemmt und dann würde es nicht so gut wirken! wenn er feste stillzeiten hat, ist das ja auch kein problem!

eisen kann übrigens zu verstopfung führen und den stuhlgang schwarz färben!

für dein anderes problem, dem kleinen stilljunkie, würd ich auch erst mal locker bleiben und ihm halt immer wieder essen anbieten; vielleicht drauf achten, dass du ihm besonders eisenhaltige dinge anbietest, wie z.B. haferflocken, rindfleisch, brokkoli, rote beete

Beitrag von mokli 18.05.10 - 13:30 Uhr

Gestillt wird meist zum Einschlafen, dürfte also kein Problem sein da Abstand zu halten.
Das mit der eventuellen Verstopfung macht mir ein wenig Sorgen, aber das wird sich zeigen.

Mathis sitzt bei den Mahlzeiten mit uns am Tisch und bekommt zusätzlich Vormittags und Nachmittags eine Zwischenmahlzeit angeboten. Er hat also reichlich Gelegenheit seine Liebe zum Essen zu entdecken.

Über besonders Eisenhaltige Lebensmittel werd ich mich auch noch mal ausgiebig informieren.

Schwierig für mich ist jetzt erst mal wieder dieses "siehst du, ich hab dir ja gesagt so lange zu stillen kann nicht gesund sein" #augen

#danke für deine Antwort