Depression Papa nach der Geburt??

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Beitrag von laralein123 18.05.10 - 13:38 Uhr

Hallo zusammen,

oh man. Bin in letzter Zeit echt ratlos.
Wir haben jetzt zwei kleine Töchter. Die große ist 3 1/2 und die kleine ist 5 Monate alt. #baby
Jetzt hat sich leider die Situation immer mehr zu gespitzt bei uns....
Mein Mann hat sichtlich ein Problem mit unserer kleinen Tochter. Er ist recht nervös und gereizt im Umgang mit Ihr.
Flasche geben und ins Bett bringen enden immer im Desaster. Wenn Julia Ihre Flasche nicht auf anhieb nimmt und austrinkt (was sie selten tut, sie schreit immer erstmal die Flasche an, ich habe bloß mittlerweile damit umgehen gelernt), dann wird er nervös und redet sehr unfreundlich, teilweise forsch mit Ihr. Das selbe beim zu Bett bringen. Sobald sie nicht sofort schlafen tut, wenn man sie ins Bett bringt, dann ist es aus, er stampft teilweise auf usw. :-[
Wir haben jetzt schon mehrmals über die Situation gesprochen, er sieht es auch ein, kann es aber nicht ändern. Mittlerweile ist es echt anstrengend für uns alle auch für Ihn. Julia lässt sich immer mehr alles nur von mir machen....
Ich hatte echte Hoffnung auf letztes Wochenende, er war nämlich drei Wochen weg auf Lehrgang. Ich habe mich hier mit den zwei Mäusen durchgekämpt. Ich dachte er kommt wieder und ist endlich entspannt und gelassen. SO wie ich Ihn auch kennengelernt habe...
Leider war auch das nicht so. Das selbe Bild, das ganze WE. Jezt habe ich ein bißchen geschmökert, und gelesen das auch Männer eine Depression, nach der GEburt entwickeln können. Kann es das sein? Habe eh vermutet, dass es mit der Geburt zu tun hatte, das war ein Notkaiserschnitt ganz schnell noch im Kreissaal. Ist für alle hart das zu verarbeiten.
Denn mit unserer Großen, hatte er keine Probleme und war end geduldig.
Wie helfe ich Ihm? Bin echt ratlos!#kratz

Vielen Dank.

LG CIndy

Beitrag von bae 18.05.10 - 13:42 Uhr

denke das ist die unsicherheit. lass ihn einfach mal ein paar tage wurschteln mit der kleinen. mein mann schafft es auch nciht unserem minimann die flasche zu geben812 wochen) ohne dass ich was sagen muß. er ist einfach zu unsicher wie er ihn halten muß...wann er aufstoßen muß..was er hat wenn er schreit..und das obwohl wir auch schon nen großen haben. aber du bist 24h mit deiner kleinen zusammen und kennst nun fast alles und weißt darauf zu reagieren. ich muß mich auch immer zusammen nehmen und sag nix;-)

Beitrag von truller 18.05.10 - 13:55 Uhr

Also bei meinen Mann war das auch so.
Ich habe gehört dases davon kommt, das dem Männern es jetzt erst bewust
wird welch verantwortung sie haben.
Was ihnen Angst macht.
Lass ihn so oft wie möglich mit den Baby allein. Er merkt dann schnell sich nicht alles geändert hat.


Bei meinen Mann hat sich schnell wieder beruhigt.

Nimm Ihn in den Arm und sagt Ihm was Liebes

Beitrag von cookie79 18.05.10 - 14:31 Uhr

Hallo Cindy,

es könnte durchaus sein, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst. Unser erster Sohn wurde auch durch einen Notkaiserschnitt mit Vollnarkose entbunden und der Papa durfte nicht dabei sein. Sie Situation kam für alle sehr überraschend und hat uns alle traumatisiert. Unser Kleiner hat geschrien sobald ich das Zimmer verlassen habe, ich hab eine postpartale Depression bekommen und mein Mann war auch depressiv. Er war so enttäuscht, dass er die Geburt nicht miterleben durfte. Allerdings war er danach sehr gefragt als Helfer, da ich erst mal 3 Tage nach dem KS nicht aufstehen konnte. Und auch danach musste er uns viel helfen, da ich nicht alles machen konnte. (sonstige Verwandte wohnen 600 km weg) Dadurch ist er auch gleich geübt im Umgang mit dem Kleinen geworden und hat gleich eine Beziehung aufgebaut. Er ist sowieso kein aggressiver Typ, seine Depression hat sich dann eher dadurch ausgedrückt, dass er sich selbst vernachlässigt hat. Auf jeden Fall hab ich mit ihm drüber geredet, er hat auch zugegeben, dass er nicht ganz er selbst ist, aber professionelle Hilfe hat er absolut abgelehnt. Nach 2 Jahren hatten wir uns allesamt berappelt, auch ohne Fachmann. Keine Ahnung, Männer finden das anscheinend irgendwie unmännlich zum Therapeuten zu gehen #augen . Aber wenn dein Mann erkennt, dass er ein Problem hat, ist schon mal viel gewonnen. Vielleicht hat deiner ja keine Probleme fremde Hilfe anzunehmen. Muss ja kein Therapeut sein, kann ja auch eine Selbsthilfegruppe oder ein Väter-Stammtisch o.ä. sein. Auf jeden Fall solltet ihr immer wieder das Gespräch suchen und nicht jeder alleine vor sich hinwurschteln. Ich hoffe das hilft dir weiter.

LG

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