Ebay-Käufer: "oooch, doch anders überlegt", bedroht und beleidigt mich

Archiv des urbia-Forums Internet & Einkaufen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Internet & Einkaufen

Kein Gedrängel, keine Ladenöffnungszeiten, alles auf einen Klick. Das Internet wird immer beliebter als Shoppingmeile und Informationsbörse. Fragen zu Angebot, Abwicklung, Versand können hier gestellt werden.

Beitrag von emmistern 18.05.10 - 14:06 Uhr

Hallo Zusammen,

ich weiss garnicht wo ich anfangen soll, aber ich versuche mich kurz zu halten.

Ich habe eine neue Diesel-Jeans versteigert, die mir nicht passte und die Rücksendefrist habe ich verpasst.

Auktion war am Mittwoch, 12.05. abgelaufen! Gestern (17.05.) nun meldet sich der Käufer und meint "nichts für ungut, habe mich verlesen..." und meinte, ich solle doch an den unterlegenen Bieter verkaufen.

Da ich nun am Wochenende meine Ebay-Verkäufe vorbereitet habe, und ich bis Sonntag abend nichts von der Ebayerin gehört habe, habe ich auch eine Versandmarke ausgedruckt und das Päckchen mit der Jeans fertig gemacht.

Ich teilte ihr nun mit, dass Vertrag Vertrag ist und dass ich darauf bestehen könnte (laut Recht!). Ich wäre aber bereit vom Verkauf zurückzutreten. Jedoch möchte ich das Porto bezahlt haben, was die Ebayerin auch gleich vestand! Ich bot ihr auch an die ausgedruckte Vesandmarke zu fotografieren und das Foto per E-Mail zu verschicken, als Beweis, dass ich das auch wirklich schon bezahlt habe. Sie verneinte und appellierte "an den Glauben an die Menschheit". Damit war die Sache dann eigentlich erledigt.

Irrtum! Die Mutter der Ebayerin schaltete sich ein (Versicherungsagentin) und bestand auf den Beweis. Kein Problem, habe ihr das Foto zugesandt.

Sie meldete sich dann und unterstellte mir, ich hätte die Frankierung selbst gebastelt und es wäre kein Beweis für die Bezahlung und überhaupt wer ich wäre ihrer Tochter so was zuzumuten und zuguterletzt bedrohte sie mich, dass sie mich bei Ebay melden würde, da ich es mir doch glatt erlaubt habe, ein Foto von einer Diesel-Werbung und eines Starlets mit einzustellen. Wohlbemerkt habe ich das Foto vom Bildschirm meines PC`s abfotografiert!!! Sie bezeichnete es jedoch als Original.

Nach einigem hin und her habe ich ihr nun mitgeteilt, dass ich auf den Kauf weiterhin bestehe. Eigentlich wollte ich nur das Porto wieder haben, aber die Mutter der Käuferin macht eine derart heftige Welle mit Unterstellungen, Beleidigungen und Bedrohungen, dass ich rein aus Prinzip Ebay eingeschaltet habe.

Nun meine Frage an euch: Liege ich hier falsch? Habe ich ein Brett vor meinem Kopf, dass verhindert, dass ich einen von mir durchgeführten Fehler nicht sehe????#aerger

Wäre sehr glücklich über Antworten!!!

Ganz vielen lieben Dank,

Emmi:-D

Beitrag von myimmortal1977 18.05.10 - 14:23 Uhr

Ich kann Dir nur den Tipp geben, wenn das "Starlett" auf dem Foto ein bezahltes Modell ist und die Käuferin Dir ganz dumm kommen will und heraus findet, wer das Modell ist, Dir ggf. eine Rechnung ins Haus flattert für die Gebühren des Modells.

Äußerste Vorsicht bei Menschen, die man von Fotos abfotografiert. Denn auch auf die abgebildete Person besteht das ""Recht am eigenen Bild". Wir dem Falle nur anders ausgelegt, da es sich nicht um die fotografische Leistung handelt, sondern um das Abbild der Person, die Du da ohne ihre Erlaubnis veröffentlicht hast.

Melde den Vorfall mit samt kompletten Schriftverkehr an Ebay und zwar noch BEVOR es die Käuferin tut.

Eine andere Wahl hast Du nicht.

Und fotografiere nie wieder Personen von anderen Fotos ab, von denen Du keine Genehmigung hast. Denn das könnte teuer werden.

LG Janette

Beitrag von dani.m. 18.05.10 - 14:30 Uhr

Wie alt ist denn deine Käuferin? Unter 18 dürftest du schlechte Karten haben, da hat i.d.R. die Mutter das letzte Wort. Man könnte sich eventuell noch streiten wegen dem "Taschengeldparagraph", will ich jetzt aber nicht unbedingt darauf eingehen.

Und zum Foto: wie bereits geschrieben wurde, eine absolut besch*** Idee! Selbst wenn wes nur vom Monitor abfotografiert ist. Man darf ja z.B. auch nicht einfach ein Bild aus einer Zeitung scannen oder abfotografieren und einstellen.

In dem Fall hast du wohl eher schlechte Karten!

Beitrag von emmistern 18.05.10 - 14:36 Uhr

Hallo,

danke erstmal für die rasend schnellen Antworten!

Ich frage mich jedoch, was der VK das Recht gibt mich zu bedrohen und beleidigen! Sie nutzt diese Foto-Geschichte ja nur um mich an der kurzen Leine zu halten, damit ich auf den Vertrag verzichte. Das grenzt ja an Erpressung!!!

Die Tochter ist Bj 90, also Volljährig! Im Übrigen ist es der Account ihres Vaters.

Diese Frau schreibt mir so lange Romane, bis ich nachgebe.... bissig halt.

Ich habe die Transaktion bereits beendet, da ich weiss, dass das einen riesen Rattenschwanz gibt. Aber es k... mich an, wie dreist manche Menschen durchs Leben gehen!!!!

Danke Euch#liebdrueck

Sonja

Beitrag von nightwitch 18.05.10 - 14:35 Uhr

Hallo,

man kann sich das Porto über DHL erstatten lassen (schon gemacht).
Daher würde ich überhaupt keinen Aufriss machen und beim nächsten Mal Portolabel erst drucken, wenn Geld auf dem Konto ist ;-)

Gruß
Sandra

Beitrag von kathrincat 18.05.10 - 15:13 Uhr

sorry, sie hat ein recht von vertrag zurück zudrehten, du hast leider schon das porto ausgedruckt, dein fehler! lass dir das geld zurück erstatten von dhl und gut.
ein foto abzu fotogra. war nicht gluck, wenn du pech hast wird es teuer!

Beitrag von nila76 18.05.10 - 15:38 Uhr

Das wäre mir neu, das man bei Ebay einfach so ein Rücktrittsrecht bei Privatverkäufen hat..soviel mal dazu.

Aber ich würde auch zur Post gehn, denn Fall schildern, mir das Porto rückerstattenlassen und gut ist.

Beitrag von kathrincat 18.05.10 - 15:53 Uhr

ja hat man, ich hatte solche fälle schon oft, und ebay kann da auch nichts machen, man meldet den fall als nicht bezahlt, das war es.

Beitrag von dani.m. 18.05.10 - 19:20 Uhr

Und nix passiert und die Leute, die sich (ungerechtfertigterweise) dieses Recht heraus nehmen, machen weiter, wie bisher!

Sorry, aber in dem Fall ist die TE im Recht. Ob es sich lohnt, das Ganze einzuklagen sei mal dahin gestellt!

Beitrag von kathrincat 18.05.10 - 20:07 Uhr

da nützt in rechtsein aber nicht viel.:-p

Beitrag von dani.m. 18.05.10 - 20:36 Uhr

Immer noch mehr, als Halbwahrheiten zu verbreiten :-p

Beitrag von hexlein77 19.05.10 - 09:40 Uhr

Genau!

Denn ein Rückgaberecht hat der Käufer nur wenn er bei einem gewerblichen Käufer kauft oder ein Privatverkäufer das Rückgaberecht NICHT ausschließt, was aber bei den meisten Auktionen nicht der Fall sein wird. EU Recht. :-)

Wenn solch ein Satz z.B. in der Beschreibung steht:

Bei Verkauf von Neu - und Gebrauchtartikeln durch Privatpersonen steht dem Käufer lt. EU-Recht eine 2 jährige Gewährleistung zu, die durch Privatpersonen ausgeschlossen werden kann. Der Verkauf des oben aufgeführten Artikels findet unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung / Garantie statt. Der Bieter erklärt sich durch sein Gebot auf diesen Artikel damit einverstanden, auf jegliche Gewährleistung zu verzichten.
Umtausch ausgeschlossen,Gebote rechtsverbindlich.

dann hat der Käufer eher schlechte Karten! :-)

Beitrag von demy 19.05.10 - 11:10 Uhr

Hallo,
ein Privatverkäufer muss das Rückgaberecht nicht ausschließen, da es ein Rückgaberecht vom Gesetz her für Privatverkäufe NICHT gibt.

Ich brauche also ein nicht vorhandenes Recht auch nicht ausschließen ;-)

Man braucht also den rechtlichen Blödsinn mit dem EU Recht nicht hineinschreiben.
Die Klausel ist deswegen Blödsinn, weil es kein EU Recht gibt, auf dass man sich als Bürger beziehen könnte.

Das einzige was ich z.B. bei Ebay hineinschreibe ist.

"Die Sachmängelhaftung ist ausgeschlossen."

Nicht mehr und nicht weniger und damit ist alles für den Privatverkauf abgehakt.

Der Rest steht im BGB.
Da steht z.B. auch dass der Käufer für den Versandweg haftet beim Privatkauf, oder dass der Vertrag rechtlich bindend ist usw.
Warum also den ganzen Sermon der im Gesetz steht nochmal falsch verklausuliert in den Verkaufstext schreiben?
Im Extremfall riskiert man damit sogar den Sachmängelhaftungsausschluss wegen der Verwendung falscher Klauseln.
Also lässt man es besser und schreibt es so kurz und eindeutig wie möglich.

Gruß
Demy

Beitrag von carrie23 18.05.10 - 15:42 Uhr

Nein hat sie nicht WENN die TE, wovon ich ausgehe, Rückgabe ausgeschlossen hat da sie privater Verkäufer ist.
Vielleicht solltest du dich etwas mehr mit dem Thema Ebay befassen.

Beitrag von kathrincat 18.05.10 - 15:52 Uhr

ja, da kenne ich mich gut aus, leider, und der käufer kann sagten er will sie nicht so lange die ware noch nicht bezahlt ist, kannst du als verkäufer machen was du willst, du meldest den fall als nicht bezahlt und das wars..

Beitrag von carrie23 18.05.10 - 16:57 Uhr

Ich sag ja, aus eigener Erfahrung, auch nicht dass man große Handhabe hätte aber Rücktritt ist trotzdem normal ausgeschlossen.

Beitrag von emmistern 18.05.10 - 17:42 Uhr

Hallo,
lieben Dank für die Antworten!
Rein rechtlich gesehen habe ich alles richtig gemacht und die Käuferin muss zahlen. Vom Kauf kann sie nur zurücktreten, wenn ich einverstanden bin!!!
Meine Rechte kenne ich in der Regeln schon, war nur so erbost über die Erpressung, die sich die Dame lieferte!

Das Recht ist, zumindest was das Bestehen des Kaufvertrages angeht, auf meiner Seite. Problem dabei ist halt nur, dass ich, um meine Forderng durchzusetzen, zum Anwalt gehen müsste... wer macht sowas schon?
Und darauf spekulieren dieses netten Herrschaften, die Ebay nach eigenen Regeln betreiben, ja drauf.

Ich hasse sowas und mich nervt das! Gott sei dank habe ich sowas in meiner fast 8jährigen Ebay-Laufbahn sehr selten erlebt!!!

GLG nochmal,

Emmi;-)

Beitrag von kathrincat 18.05.10 - 20:06 Uhr

ja, das ist ebay, es wird immer schlimmer, die leute lesen einfach nicht richtig und machen nur ärger, wenn du pech hast bewerten die dich noch schlecht, aber wenn sie positiv anwählen und eine negative bewertung reinschreiben, wird die nicht gelöscht von ebay, und wenn du dadurch zu wenig sternchen hast kannst du dann nicht mehr viel verkaufen, weil du dann nur noch eine kleine menge gleichzeitig reinstellen kannst.

Beitrag von rienchen77 19.05.10 - 06:27 Uhr

das mit dem Porto ist unverständlich... eigentlich kannst du es nciht zurückfordern... du hättest es gar nicht ausdrucken brauchen... nur weil du übereifrig warst....

Beitrag von carrie23 19.05.10 - 12:50 Uhr

Wieso übereifrig?
Wenn ich etwas verkaufe gehe ich davon aus dass sich der Käufer bewusst ist dass er zur Zahlung verpflichtet ist.
Das diverse Käufer sich benehmen wie ein offener Hosenstall und sich Rechte heraus nehmen die sie nicht haben ist nix neues.
Hätte man als Verkäufer genausoviel Handhabe wie als Käufer ( negative Bewertungen ect. ) dann würde sich so mancher Käufer VOR Abgabe seines Gebots überlegen ob er den Artikel wirklcih will.

Beitrag von emmistern 19.05.10 - 14:00 Uhr

Das finde ich, ehrlich gesagt, auch! Die Käuferin hat 5 Tage (!) nach Auktionsende geschrieben, dass sie es sich anders überlegt hat. Also das hatte ich noch nie und ich bin seit 7,5 Jahren Ebayer mit über 1500 Bewertungen. Ich kann also von ein wenig Erfahrung sprechen und natürlich hatte ich es auch schon, dass mich jemand geben hat vom Kauf zurücktreten zu können. Aber ich wurde 1. darum geben und mir wurde nicht die Pistole auf die Brust gesetzt, als ob ich Schuld sei und 2. habe ich zeitnah zum Auktionsende Nachricht von der Bitte bekommen, also am gleichen Tag oder spätestens am nächsten Tag und nicht 5 Tage später...