Wie bringe ich meinen Sohn (12 Monate) dazu sich auszuschlafen?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von ladyqueen83 18.05.10 - 14:24 Uhr

Hallo ihr Lieben!

So, nun schreibe ich zum ersten Mal im Kleinkind-forum :). Mein Sohn ist am Samstag 1 Jahr alt geworden. Nun habe ich aber folgendes Problem:

Ich stille meinen Sohn immer noch mehrfach nachts, was uns beiden nicht mehr wirklich gut tut, denke ich. Er wacht morgens schon schlecht gelaunt auf. Ich versuche dann noch alles mögliche um ihn dazu zu bewegen, doch noch etwas zu schlafen. Klappt aber leider nur sehr selten.
Außerdem schläft er 2 mal am Tag nur ne halbe Std, wacht auf und ist total mies drauf, weil er einfach noch müde ist.
Ich denke, wenn er nachts richtig gut und tief schlafen würde, würde er sicher auch den Vormittag ohne Schlaf auskommen und so eine vernünftige Mittagstunde machen. Meint ihr nicht auch? Um 18:30 gehts ins Bett und leider meint Corvin um ca. 22:30 h das erste mal wach werden zu müssen und noch trinken zu wollen. Dann werden die Abstände immer kürzer, bis er dann ab ca 4:30 h gefühlte 10 min zwischen den Abständen lässt. Ich vermeide es auf die Uhr zu sehen, da ich mich dann nur ärgern würde und ich somit noch weniger Schlaf bekommen würde. Habe bei der U6 mit meiner Kinderärztin darüber gesprochen und sie meint, dass es natürlich einfach die Gewohnheit ist nachts noch so viel trinken zu wollen. Sie rät dazu, einfach mit dem Stillen nachts aufzuhören. Wenn ichs nicht tun würde, würde er sicherlich irgendwann von allein aufhören, aber das kann natürlich auch mit 5 sein.
Im Prinzip habe ich ja nichts gegen das nächtliche Stillen, ABER nur wenn Corvin trotzdem ausgeruht wäre.
Tagsüber ists dann ähnlich, allerdings ohne das Stillproblem. Er schläft Gott sei Dank mittlerweile problemlos in meinem Bett ein (ich geleite ihn in seinen Schlaf), wird aber nach Punkt einer halben Std wieder wach und ist überhaupt noch nicht wieder fit :(.
Habe auch schon überlegt ob er vielleicht ruhiger in seinem Zimmer schlafen würde, aber dazu müsste ich ihm ja erstmal beibringen in seinem Bett zu schlafen und einzuschlafen ohne dabei an mich gekuschelt zu sein :-(.
Ach mensch, irgendwie komme ich momentan nicht weiter.

Was meint ihr, muss ich nachts auf einmal aufzuhören zu stillen? Momentan sehe ich leider keinen anderen Weg.

LG

Beitrag von sternchen730 18.05.10 - 14:36 Uhr

Hallo,
also ich denke, Du hat Dir die Antwort schon selber gegeben.
Aber Du weißt natürlich, dass das bei Deinem Sohn auf Unverständnis und Widerstand stoßen wird.
Das ist unangenehm, klar.#schmoll
Das das aber der richtige Weg ist, darf man hier kaum schreiben.
Aber Du merkst ja, dass es Euch beiden nicht gut tut. Aber beides auf einmal wäre wohl zu viel...versuch es mal in Deinem Bett.
Schnullis will er nicht?
Oder eine Flasche mit Wasser?
Wie wäre es, wenn DEin Mann den Nachtdienst ein paar Tage übernehmen würde, dann gäbe es Deine Milchquelle erst gar nicht und Dein Mann könnte Alternativen anbieten bzw. trösten.
LG sternchen#stern

Beitrag von ladyqueen83 18.05.10 - 14:43 Uhr

Huhuuu,

einen Schnulli mag er gar nicht. Meinst du nicht, dass er dann mehrfach in der Nacht wach werden würde um eine Flasche Wasser zu bekommen? Oder ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Wasser nicht lecker genug ist und es somit keinen "Grund" gibt danach zu verlangen? Habe auch bammel, dass er dann so viel Wasser trinken würde, dass seine Windel überläuft. Leider ists sehr schwer ihn wieder zum Schlafen zu bringen, wenn ich ihn nachts wickeln muss. Klar darf er natürlich dann nachts was trinken, aber natürlich auch keine Unmengen. Möchte mich da ja ungern von einem Problem ins nächste stürzen.
Dass ich hier vielleicht auf Widerstand treffen würde, damit habe ich schon gerechnet ;). Aber man muss ja auch sehen, dass es auch nicht gut für meinen Sohn sein kann, wenn er den ganzen Tag sich schlecht fühlt, weil er so müde ist. Dann lieber ein paar Tage lang den "Kampf" aushalten und dafür danach gut gelaunt sein und keine gestresste Mama mehr haben, oder?

LG

Beitrag von marjatta 18.05.10 - 14:47 Uhr

Eine Bekannte von mir hat das 3 Nächte lang durchgezogen und ihre Lütte brüllen lassen. Dann war der Spuk vorbei. Seitdem isst sie tagsüber sehr ordentlich und braucht nachts bis auf ein bisschen Kuscheleinheiten gar nichts mehr. Hat sich mittlerweile auch selbst abgestillt, mit 11 Monaten.

Schnuller sollte man in diesem Alter nicht mehr angewöhnen, meinte meine KiÄ. Das macht die Situation ja auch nicht einfacher, aber meiner nimmt ihn auch nicht. Ich versuche die Stillfrequenz mit Kuscheln zu verlängern. Hab dann zwar öfter Rückenschmerzen am Morgen, bekomme das durch meinen Sport wieder in den Griff. Könnte Dein Sohn im Moment nicht auch in dieser Schubphase stecken, meiner ist nämlich 4,5 Wochen zu früh gekommen, weshalb sich sein Schub erst Anfang Juni abschließen wird?

Beitrag von ladyqueen83 18.05.10 - 14:54 Uhr

Habe ich auch schon überlegt. Mein Sohn ist 7 Wochen zu früh, aber wenn dem so wäre, dann wäre er ja ständig in einem Schub ;), denn das Verhalten hat sich ja nie geändert. Daher eben meine Vermutung, dass es wirklich nur Gewohnheit ist, denn er trinkt ja auch nicht viel. Es ist eher nur 2 min trinken, dann loslassen, 30 sec schlummern, loslassen, bis ich ihn irgendwann nicht mehr ranlasse. Sooo voll ist seine Windel morgens auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass ich ihn nachts gar nicht wickel.

LG

Beitrag von raena 18.05.10 - 15:03 Uhr

Hab nur kurz gestillt und daher keine Erfahrung mit deinem Problem. Aber womit ich mich auskenne sind Windeln die überlaufen!

Zum einen wird er nicht soo viel trinken, vor allem wenn du sagst, dass er beim stillen schon nicht viel trinkt, dann wird er vom ollen Wasser vermutlich auch nicht mehr trinken.
Darüber hinaus kann man eine Wasserflasche (auslaufsicher) auch prima zur Selbstbedienung ist Bett stellen. Haben wir gemacht und machen es immer noch. Unsere Tochter hatte ziemlich schnell raus wo die Flasche steht und dann hat sie sich im Halbschlaf selbstbedient.

Wenn eine Windel wirklich mal überläuft, dann nachts einfach eine Nummer größer nehmen. Dadurch das meine sehr viel getrunken hat, habe ich das sehr lange gemacht. Teilweise sogar nachts 6er Windeln und tagsüber 4+.

LG
Tanja

Beitrag von sternchen730 18.05.10 - 15:26 Uhr

Ich denke schon, dass sich der "Kampf" lohnen wird, für Euch beide.:-)
Und nachts wickeln ist natürlich zu vermeiden!!
Ich denke auch, dass Dein Sohn, falls er nachts etwas trinken möchte ruhig eine(auslaufsichere) Flasche zur Verfügung haben kann, und vom Wasser wird er bestimmt nicht so viel trinken.;-)
Es ist ja nur eine Alternative...
Viel Glück und Kraft!#sonne

Beitrag von marjatta 18.05.10 - 14:38 Uhr

Das klingt ein bisschen vertraut.

Mein Sohn - fast 13 Monate - stillt nachts auch noch recht regelmäßig. Bei uns ist das um 19:00h zum Einschlafen, dann zwischen 22h und 23h, dann nochmal zwischen 1h und 3h. Manchmal habe ich Glück und er kommt dann erst um 6:00h wieder, aber oft genug schon gegen 4:30h. Wir hatten seit Mitte Februar auch ganz massive Probleme - wegen ständiger Erkrankungen - auf ein Mehr an fester Nahrung (Beikost) umzustellen. Halsschmerzen, ständige Triefnase mit erhöhtem Flüssigkeitsbedarf usw. usf.

Er geht seit Anfang April in die Krippe. Die Krippenbetreuer haben mich jedoch gebeten, mir mit dem Abstillen noch Zeit zu lassen wegen der Umstellung.
Jetzt stehen wir kurz vor dem 8. Entwicklungsschub (laut 'Oje, ich wachse'). Diesen werde ich auf jeden Fall noch abwarten.

Da ich 30h/Woche arbeite, kann ich Schlafentzug durch ständiges Gebrüll im Moment auch nicht haben. Deshalb geht es uns beiden besser, wenn er weiterstillt. Ganz happy bin ich damit auch nicht, weil mir längere Abstände lieber wären. Eine Rat habe ich auch nicht. Manche Kinder brauchen aber diese Form der Nähe und bei meinem Sohn weiß ich, dass er das jetzt braucht.

Vielleicht hilft es Dir, zu wissen, dass Du mit der Situation nicht die Einzige bist.

Ich werde im Urlaub versuchen, die Abstände zu verlängern. Zwangsweise, denn eigentlich müsste er mit einmal Stillen in der Nacht auskommen. Solange er aber tagsüber nicht mehr beim normalen Essen zu sich nimmt, wird er sich den Rest dann nachts holen. :-(

Gruß
marjatta #kratz, die sich im Moment auch keinen Rat weiß

Beitrag von ladyqueen83 18.05.10 - 14:46 Uhr

Naja, mein Sohn kann futtern wie ein Weltmeister, daher dürfte ihn eigentlich nachts nichts fehlen. Glaube eher, dass es tatsächlich die Gewohnheit ist. Ich werde mich einfach auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich glaube, dass ist wohl das Beste für uns ist, wenn wir beide mehr Schlaf bekommen.

LG

Beitrag von rs1977 18.05.10 - 15:16 Uhr

Hallo,

wirklich praktische Tips kann ich dir nicht geben, da Aaron bezüglich Stillen sehr unkompliziert war, aber ich habe mir vor langer Zeit mal etwas aus dem Netz gezogen, vielleicht hilft's dir ja weiter:

http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rupp-gordon.shtml

ich hoffe, der Link funktioniert. Es ist also nichts in Richtung "Jedes Kind kannSchlafen lernen", sondern klingt wirklich sehr sanft und schonend.

Viel Erfolg wünsch ich dir.

LG, Rebekka

Beitrag von ladyqueen83 18.05.10 - 20:13 Uhr

Hi,

danke für den Link. So in der Art habe ich es schonmal vor ein paar Wochen versucht, allerdings hat mich irgendwann die Müdigkeit besiegt und so habe ich Corvin nachdem er x mal wach wurde dann doch wieder so oft er wollte gestillt und das obwohl er eigentlich gar nicht geschriehn hat. War halt nur oft wach und hat etwas gequängelt. Habe damals wohl nicht den richtigen Zeitpunkt für mich erwischt :).

LG

Beitrag von fbl772 18.05.10 - 15:20 Uhr

Wenn du glaubst, dass er in seinem Bett ruhiger schläft, dann montier das Vordergitter ab, mach einen Rausfallschutz ran und leg dich dort zu ihm bis er eingeschlafen ist. Dann gehe ich raus.
Das mache ich seit Monaten - sieht vermutlich sehr lustig aus, aber funktioniert einfach super (bei uns :-)).

Schläft er denn insgesamt wenig oder viel? Um 18.30 Uhr ist Bett ist schon sehr früh. Ob er den Vormittag schon komplett ohne Nickerchen durchhält, musst du vielleicht mal testen. Wir haben die Umstellung so etwa mit 13 - 14 Monaten gemacht (wegen der Krippe), hat allerdings auch noch viele Monate gedauert, in denen er ab 10.30 Uhr quasi nicht mehr kooperationsbereit war und man auf gar keinen Fall ins Auto steigen durfte, weil er dort sofort vom Schlaf überrannt wurde :-) Er steht aber auch schon immer um 6.15 Uhr Gongschlag auf, so dass es bis Mittag auch schon lang war.

Ansonsten klingt es auch so etwas nach Zähnchen? Da wollen die Kleinen ja oftmals nicht liegen und nuckeln gegen den Schmerz an. Falls ja, gib ihm vielleicht dann abends mal ein Schmerzzäpfchen.
Ansonsten ist diese Zeit um ein Jahr ja auch ziemlich aufregend und erste Unzufriedenheitsgefühle kommen auf, weil man noch nix sagen kann und laufen auch nicht und man möchte doch so gern ... :-)

Viel Kraft noch - aber es wird immer besser :-)

LG
B

Beitrag von ladyqueen83 18.05.10 - 20:11 Uhr

Huhuuu,

ich komme leider erst jetzt dazu, zu antworten :). Naja, wenns nach mir ginge, dann würde ich ihn auch lieber später ins Bett bringen, aber es hat leider keinen Zweck das hinaus zu zögern, denn er ist eigentlich schon weit vor 18:30 total müde und quakig, was meiner Meinung nach daran liegt, dass er keine vernünftige Mittagsstunde macht, da er ja auch tagsüber nach einer halben std wieder aufwacht ohne richtig ausgeschlafen zu sein :(. Kann auch gut sein, dass er gerade noch mehr Zähne bekommt, aber was mir zu denken gibt, dass es eigentlich nie eine Veränderung an seinen Schlafgewohnheiten gegeben hat. Daher meine Vermutung, dass das nächtliche Stillen wirklich nur eine Angewohnheit ist. Sobald er in den leichteren Schlaf kommt fällt ihm wohl ein das Mama neben ihm liegt und er ja gut etwas trinken könnte. Passt nämlich irgendwie auch mit seinem Schlafverhalten tagsüber überein, denn ich habe mal gelesen, dass Babys nach einer halben Std an einen Übergang zum Tiefschlaf kommen den sie entweder schaffen oder nicht. Mein Sohn schafft den wohl nicht ohne kurz mal an der Brust zu nuckeln. Würde ich nämlich tagsüber neben ihm liegen bleiben und ihn kurz stillen wenn er wach wird, dann würde er weiterschlafen...

LG

Beitrag von spurv 19.05.10 - 01:25 Uhr

Hallo!

Mach Dir mal kein schlechtes Gewissen.Das Stillen an sich braucht Dein Sohn nicht mehr in dem Alter. Körperliche Nähe und Kuscheleinheiten kann er ja auch so haben. Mein Kleiner ist auch ein totales Kuschelmonster,aber er hat sich mit 10Monaten selbst abgestillt. Vielleicht solltest Du ihm einfach sagen,die Milch ist alle und ihn dann auch wirklich nicht mehr stillen.Wenn er Durst hat,kann er Wasser aus einem tropffreien Becher trinken und gut.Das lernen die kleinen schon nach ein paar Tagen.
Aber im eigenen Bett allein schlafen,würde ich dann erst später anfangen,wenn Du mit der Stillerei durch bist.Vielleicht hilft da eine Umgestaltung des Bettes oder so,was er dann einfach toll findet.
Man muß denen das nur richtig verkaufen,so nach dem Motto wie groß sie schon sind und was sie alles schon toll können,dann machen sie es von ganz allein.
Wir hatten glücklicherweise nie große Probleme bei unseren drei Jungs,alle haben mit 6-8 Wochen nachts mind. 6Std. nachts durchgeschlafen und jetzt 10-12 Std.,bis auf wenige Ausnahmen.Aber ich habe sie auch immer spätestens mit nem halben Jahr ausquartiert aus dem Schlafzimmer.Da haben wir wohl gut die Kurve gekriegt.Selbst unser Kleiner kommt nachts nur raus,wenn wirklich was ist und dann erst morgens schön zum kuscheln #verliebt.
Halte einfach ein paar Tage durch,Du wirst sehen,das gibt sich schnell und umso besser werdet Ihr beide schlafen. Je länger Du wartest,desto schwieriger wird es.

Lg und viel Durchhaltevermögen Danie#winke