ist das eine Aufgabe einer Tagesmutter?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bibi28 18.05.10 - 15:06 Uhr

Hallo,
eine Bekannte von mir ist Tagesmutter (nicht geprüft), aber sie macht das schon sehr lange und hat selbst viele Kinder und auch schon viele Tageskinder gehabt.
Nun hat sie seit gut 2 Wochen einen 9 Monate alten Jungen, der kann zwar schon durch die Gegend robben und fängt grade an, sich hin zu setzen, aber die Mutter hat gegenüber meiner Bekannten schon geäußert, dass sie gerne so mit 10 Monaten anfangen würde, dass ihr Sohn dann gerne trocken wird. (In ihrer Familie wären ja auch alle so früh trocken gewesen.)

Meine Bekannte hat erst mal nix dazu gesagt.
Ist das denn ihre Aufgabe?
Der Kleine ist ca. 7 Stunden am Tag / 5x die Woche bei ihr...
Sie hat selbst noch mindestens immer 2 andere kleine Kinder dabei und überhaupt: wie bekommt man denn so früh ein Kind trocken, was weder sprechen noch sich irgendwie mitteilen kann, dass es muss?
Gruß.
Bianca

Beitrag von mansojo 18.05.10 - 15:12 Uhr

hallo,

was muss ich lachen

wie sie sich das vorstellt?
sie wird wollen das sie das kind regelmäßig auf den topf setzt und das er ohne windel durch die gegend krabbelt

wird nix bringen ausser mehrarbeit

da wird wohl nur ein klärendes gespräch helfen

und nein ich glaube nicht das sauberkeitserziehung aufgabe der tagesmutter ist

lg manja (deren sohn erst mit 2,5 jahren trocken wurde:-p

Beitrag von wort75 18.05.10 - 15:26 Uhr

sowas muss man regeln...

in der krippe werden die kinder niht auf den topf gesetzt. wenn die eltern behaupten,die kinder hättens im mehr oder minder im griff, machen die erzieherinnen voll mit. keine windel mehr um, fragen ob sie müssen, loben.... und immer wieder hosen wechseln.

und wenns nach einigen wochen immer noch gar kein erfolg abzeichnet, dann sagen sie, dass sie aufhören wollen. das ist legitim.

ich wäre nicth bereit, mein 10 monate altes kind alle halbe stunde neu zu bekleiden und für ein tageskind würde ich das auch nicht tun.


ABER meine freundin war auch so ein schlitzohr - die krippe (4 tage die woche, ganztags) musste selber gemachte breis füttern, nach jeder (zwishen) mahlzeit die zähnchen putzen, täglich baden und massage.... plus darauf bestehen, dass der kleine ab 18 monaten mit besteck isst...
sie selber hat hipp gegeben, zähne nie geputzt "machen sie ja in der krippe" und gebatet wurde auch nicht.

irgendwann hat die krippe dann gesagt, dass der betreuungsaufwand den normalen rahemn sprengt und sie bitte entweder die ansprüche runterschrauben,oder gehen soll. :-)

Beitrag von widowwadman 18.05.10 - 21:55 Uhr

Ist das denn so ungewoehnlich wenn ein Kind mit 18 Monaten mit Besteck isst? Mein Kind macht das schon lange und es ist doch auch weniger Arbeit fuer die Betreuer wenn das Kind selbsstaendig isst


. Wenn der selbst gemachte Brei gestellt wird seh ich da auch keinen Unterschied zum Glaeschen und wenn ich fuer das Essen bezahle wuerd ich auch nicht wollen, dass mein Kind jeden Tag Konserven bekommt.

Beitrag von wort75 19.05.10 - 10:11 Uhr

nein - mein kind isst auch mit besteck... aber witzig ist, wenn du von der krippe verlangst, dass er mit besteck essen muss - zuhause füttertst du selber aber noch mit dem löffel, weil du die sauerei nicht hast.

quasi: probiers in der krippe aus, daheim kannst du dann wenns keine sauerei mehr gibt.

Beitrag von perserkater 18.05.10 - 15:38 Uhr

Hallo

Da muss die gute Frau eben ne Hundeschule aufsuchen. Ich bin mir sicher, dass man dort gut lernen kann auf Kommando zu pinkeln.

Leute gibts, das gibts doch gar nicht.#klatsch

LG

Beitrag von xbienchenx 18.05.10 - 15:55 Uhr

Ich würde diesen Link http://www.lifeline.de/special/saeugling_kleinkind/kleinkindentwicklung/content-130726.html ausdrucken und ihr mal geben. denn dann wird sie sehen das es sowieso viel zu früh ist um damit anzufangen.

Beitrag von xbienchenx 18.05.10 - 16:00 Uhr

Früheres Training macht leider nicht früher sauber, wie eine amerikanische Studie belegt. Beginnt die Sauberkeitserziehung, bevor Kinder 27 Monate alt sind, dauert es in der Regel länger, bis sie wirklich trocken sind. Doch jedes Kind ist anders, und der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn sich Ihr Kind für das Töpfchen interessiert.

Beitrag von marion2 18.05.10 - 18:20 Uhr

Manche Kinder wollen nie aufs Töpfchen. Sie werden trotzdem sauber.

Beitrag von mansojo 18.05.10 - 20:18 Uhr

genau,meiner wollte nie auf den topf

er ist gleich richtig auf toiletten gegangen sogar die extra klobrillenverkleinerung haben wir umsonst gekauft

vor seinem 2 lebensjahr hat ihn die ausscheidungen nicht die bohne interessiert

Beitrag von xbienchenx 19.05.10 - 10:44 Uhr

Ob Toilette oder Topf ist ja nun völlig egal.Es geht hier nicht spezifisch um den Topf sondern umd das trockenwerden.

Beitrag von marion2 19.05.10 - 11:36 Uhr

Ich kenne auch Kinder, die nicht auf die Toilette wollten. Einer hat sich Windeln aus dem Schrank geholt #augen und angezogen und hinterher wieder ausgezogen.

Aber es gibt auch Kinder, die werden nie richtig trocken, wenn man nicht drauf besteht.

Beitrag von xbienchenx 19.05.10 - 13:09 Uhr

Das ein Kind Tolilette und Topf meidet ist auch sicherlich möglich. Aber verstehst du eigentlich um was es hier geht?

Beitrag von xbienchenx 19.05.10 - 13:14 Uhr

Das ein Kind Tolilette und Topf meidet ist auch sicherlich möglich. Aber verstehst du eigentlich um was es hier geht?

Hier gehts weder darum das ein Kind/Baby die Toilette oder den Topf meidet, noch gehts darum das das Kind nie trocken wird oder sonst was.

Es geht darum das es nicht ihre Aufgabe als Tagesmutter ist und für dieses Baby was nicht mal ein Jahr alt ist, viel zu früh ist!

Du redest hier von Kindern, es geht aber um ein baby!

Beitrag von marion2 19.05.10 - 15:44 Uhr

Ich verstehe wohl, worum es geht.

Einem Kind aufgrund seines Alters zu unterstellen, es sei zu irgendetwas fähig ist genau so falsch, wie einem Kind aufgrund seines Alters zu unterstellen, es sei zu irgendetwas nicht fähig.

Das gilt insbesondere für: Laufen, Sprechen, Sitzen, Trockenwerden, Schulreif sein, ....

Darum gehts.

Die Tagesmutter sollte das Kind/Baby in der Entwicklung unterstützen, falls sich herauskristalisiert, dass es eine Entwicklung macht/machen will. Unabhängig davon, ob das Kind ein dreiviertel Jahr oder 4 Jahre alt ist.

Dein Festhalten an Studien und Durchschnittswerten ist, gerade im Bezug auf die kleinkindliche Entwicklung, eher kontraproduktiv.

Beitrag von xbienchenx 19.05.10 - 17:24 Uhr

Da brauche ich nicht mal ne Studie. Da reicht der normale Menschenverstand.

Ein Baby kann seine Schließmuskeln gar nicht kontrollieren, daher ist es völlig sinnlos es auf den Topf zu setzen.

Und hier war nicht die Rede von das das Baby anstalten macht alleine Pullern zu wollen...die Mutter will es so!! Nicht das Kind!

Und man kann sich sehr wohl an gewisse Studien orientieren...dahinter stecken Jahrelange Erfahrungen, die wir nun mal nicht haben.
Ich hab meine erste Tochter damals mit einem Jahr auf den Topf gesetzt, weil meine Mutter es mir geraten hat. Das ging total nach hinten los und sie wurde irgendwann schon panisch als sie den Topf nur sah.

Beim 2 Kind habe ich das Kind entscheiden lassen und hin und wieder ab 2 Jahren mal probiert. Und siehe da? Sie war ruck zuck trocken ohne Rückschläge!

Was du da erzählst ist völliger Quatsch

Beitrag von marion2 20.05.10 - 13:39 Uhr

Wer sagt, dass ein Baby seine Schließmuskeln nicht kontrollieren kann?

Hier laufen Mütter rum (selbst gesehen) die ihre Babys erfolgreich windelfrei großziehen.

Nur, weil es bei dir nicht oder anders funktioniert hat, heißt das doch nicht, dass es eine generelle Regel ergibt.

Außerdem ist besagtes Kind noch viel jünger. Bleibt abzuwarten, was die Mutter, die Tagesmutter und das Kind sagen, wenn es soweit ist.

Beitrag von xbienchenx 26.05.10 - 19:08 Uhr

<<<Wer sagt, dass ein Baby seine Schließmuskeln nicht kontrollieren kann?

Wer das sagt? Es ist wissenschaftlich erwiesen! Aber ist warscheinlich auch alles Quatsch.
...alles andere ist ein Abfangen.Denn wenn das Baby muss, dann macht es sicherlich nicht die Hosen runter und geht auf den Topf,oder macht sonst irgendwelche Anstalten das es pullern muss.

Deine Ansichten sind von 1900-irgendwas. Du solltest vielleicht mal mit der Zeit gehen!Und dich damit genauer befassen.

Beitrag von ivik 18.05.10 - 19:22 Uhr

Beispiel haben wir hier bei den Nachbarn. Töpfchendressur mit einem JAhr und nun ist das Kind 4,5 Jahre alt und immernoch nicht windelfrei (zumindest nachts ist immernoch verpacken angesagt).

Beitrag von ratpanat75 19.05.10 - 21:17 Uhr

"Beginnt die Sauberkeitserziehung, bevor Kinder 27 Monate alt sind, dauert es in der Regel länger, bis sie wirklich trocken sind."

#kratz Das ist doch keine Altersfrage!
Sauberkeitserziehung ist überflüssig, egal in welchem Alter, das braucht Kind einfach nicht.
Meine Kinder waren mit 22 bzw. 25 Monaten trocken, ohne irgendein Training- sie sind einfach von alleine auf´s Klo gegangen und wollten keine Windel mehr- fertig!
Das ging innerhalb von ein paar Tagen und Rückfäölle gab es auch nicht.

LG

Beitrag von susya 20.05.10 - 10:20 Uhr

Zu früh ist es nie damit anzufangen. Warum soll man ein Kind nicht 1-2 mal am tag zu festen zeiten auf den Topf setzen? Schaden tut das sicher nicht. Gut, die Windel würd ich trotzdem anlassen.

Beitrag von connie36 18.05.10 - 15:57 Uhr

hi
was für ein quark, klar kann man ein kleinkind ab und an auf den topf setzen, wobei es da noch keinerlei wirkliche kontrolle über das hat, was abgeht.
ich habe mit beiden erst die trockenübungen begonnen, als sie einigermassen verstanden haben, was ich von ihnen will. sprich mit 2 jahren.
davor ist es für ein kind , und das ist ärztlich bewiesen, fast unmöglich, die muskeln die dafür notwendig sind, bewusst zu kontrollieren.
vor 1,5 jahren, würde ich da nie anfangen.
meine war genau 2, als ich ihr gesagt habe, sie braucht keine mehr, und habe ihr den pipitopf gezeigt, und nach dem ersten pipi dort hinein einen kleinen belohnungskeks gegeben, und für alle geschäfte die prima da rein gingen, hat sie einen kleinen keks bekommen. allerdings nur die ersten 2 monate, bis ich sicher war, sie hat es richtig drauf. sie wechselte auch relativ schnell dann auf die toilette mit dem kindersitz.
aber 10 monate......das ist so, als würde sie verlangen, dem kind mit 6 monaten beizubringen zu laufen, oder zu reden.
lg conny

Beitrag von tauchmaus01 18.05.10 - 16:27 Uhr

Ich denke sie sollte die Aufgaben einer Tagesmutter übernehmen und alles so machen wie es altersgerecht ist.
Für eine Dressur soll die Mutter ihr Kind beim Zirkus abgeben!

Mona

Beitrag von marion2 18.05.10 - 17:08 Uhr

Hallo,

das ist AUCH Aufgabe der Tagesmutter.

ABER: Sie muss das nur mitmachen, wenn das Kind soweit ist. Es gibt Kinder, bei denen das in dem Alter der Fall ist.

Grundsätzlich glaube ich, dass der Mutter das bei der Masse an Puschwäsche, die da auf sie zukommt, wohl vergehen wird.

Gruß Marion

Beitrag von dentatus77 18.05.10 - 21:44 Uhr

Hallo!
Ich denke, prinzipiell gehört es schon zu den Aufgaben einer Tagesmutter, bei der "Sauberkeitserziehung" mit den Eltern an einem Strang zu ziehen. Aber es muss realistisch sein. Und realistisch ist es mit Sicherheit nicht, ein Kind mit 10mon zur Sauberkeit zu erziehen. Bevor ein Kind sauber wird, muss es erst einmal lernen, seine Schließmuskeln zu kontrollieren. Das ist ein Reifeprozess, der seine Zeit braucht. Und es hat überhaupt keinen Zweck, ein konsequentes Töpfchentraining durchzuführen, bevor das Kind soweit ist. Das kann im Extremfall das Sauberwerden sogar verzögern.
Liebe Grüße!