Einleitung wegen Unterversorgung? / Kaiserschnitt?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sonnenstern-115 18.05.10 - 15:43 Uhr

Hallo zusammen,

ich war heute bei meiner Frauenärztin und wir haben auf dem US zum ersten Mal gesehen, dass die Fruchtwassermenge abgenommen und die Plazenta zu verkalken begonnen hat. Beides ist absolut im Rahmen des Normalen und mein Kleiner ist gut versorgt. Es reicht, wenn ich in 14 Tagen wieder zum regulären Vorsorgetermin komme.

Meine Ärztin meinte aber auch, dass wir die Verkalkung und die Fruchtwassermenge weiter beobachten. Falls die Verkalkung zu arg zunimmt und man feststellen würde, dass das Baby nicht mehr ausreichend versorgt ist, oder wenn mein Baby irgendwann quasi "im Trocknen" liegen würde, würde man auch vorzeitig die Geburt einleiten. Ansonsten könne die SS ganz normal ausgetragen werden.

Dazu habe ich jetzt folgende Fragen:

1.) Woran erkennt man, dass das Baby unterversorgt ist?

2.) Bedeutet "Geburt eingeleitet" weil Kind unterversorgt / weil zu wenig Fruchtwasser automatisch, dass ein Kaiserschnitt gemacht wird? Darauf habe ich nämlich nicht wirklich Lust, wenn es aus medizinischer Sicht nicht absolut notwendig sein sollte.

Vielleicht kennt sich ja jemand aus?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße vom Sonnenstern

Beitrag von axaline 18.05.10 - 15:49 Uhr

Woran man eine Unterversorgung erkennt kann ich Dir nicht sagen, aber zum thema einleiten gibt es ja viele verschiedene Wege.

Ich denke, wenn es sich abzeichnet, daß eine Unterversorgung entstehen könnte bzw. daß die Fruchtwassermenge zu gering wird, dann wird man erstmal versuchen die Geburt mit wehenfördernden Mitteln in Gang zu bringen. Der kaiserschnitt wird der letzte Ausweg sein.

Wichtig ist daß Du auch immer wieder betonst, daß es nur im Notfall dazu kommen soll. Auch bei der Vorstellung im KH. Denn einige gehen gerne mal über die Frauen hinweg, weil die Frauen sich alles gefallen lassen !

Ich drücke Dir aber erstmal die Daumen, daß es garnicht dazu kommt !

Gruß Janine

Beitrag von sonnenstern-115 18.05.10 - 16:15 Uhr

Hallo Axaline,

genau das ist meine Sorge, dass dann "einfach so" ein KS gemacht wird, obwohl ich das nicht will. Werde das im KH aber auf jeden Fall sagen, dass ein KS nur im Notfall in Frage kommt und ansonsten nicht.

Ich hoffe auch, dass der Kleine normal weiterwachsen kann und ich eine spontane Geburt erleben darf ohne Einleitung und ohne KS.

Liebe Grüße vom Sonnenstern

Beitrag von qrupa 18.05.10 - 15:50 Uhr

Hallo

die Versorgung läßt sich zum einen per Doppler US messen zum anderen sieht man auch mehr oder weniger gut ob das Baby normal wächst. Würde es nicht weiter wachsen oder ein Doppler US zeigen, dass die Versorgung nicht mehr gut ist, würde man dann einleiten. Das bedeutet aber nciht automatisch KS, sondern es werden erstmal Wehen per gel, Tabletten oder Tropf eingeleitet, so dass eine spontane Geburt auf jeden Fall immernoch möglich ist.

Wobei eine verkalkung der Plazenta zum Ende him eben wirklich nichts ungewöhnliches ist und dem Baby und deinem Körper klar macht, dass es bald Zeit für die Geburt ist. Und für die Fruchtwassermenge hilft es oft schon ordentlich zu trinken, damit die wieder zunimmt.

LG
qrupa

Beitrag von sandra.weidmann 18.05.10 - 15:50 Uhr

Hallo Sonnenstern,

bei meiner ersten SS musste die Geburt auch wegen Plazentainsuffizienz eingeleitet werden. Das heißt nicht automatisch, dass ein KS gemacht wird. Bei mir wurde ganz normal eingeleitet und ich war 2 Tage lang in den Wehen, ohne dass sich was getan hat. Diese Wehen waren auch nicht schlimm.

Bei mir war es dann allerdings so, dass die Herztöne meiner kleinen Tochter bei jeder Wehe schwächer wurden, so dass dann letztendlich ein Kaiserschnitt gemacht werden musste. Das kann bei Dir aber wieder ganz anders sein, denn geplant war das ursprünglich auch nicht.

Es war aber so, als meine FÄ die Verkalkung festgestellt hatte, dass ich ins KH musste und 2 Wochen lang Infusionen bekam, damit sich die Verkalkung wieder löst. Dadurch habe ich nochmal 6 Wochen gewonnen. Die Infusionen waren ab der 28. SSW, meine Tochter kam dann in der 35. SSW.

Kann man das bei Dir nicht auch machen?

Ich wünsche Dir alles Gute!!

LG Sandra

Beitrag von sonnenstern-115 18.05.10 - 16:20 Uhr

Hallo Sandra,

einer Bekannten von mir ist es ähnlich ergangen wie dir. Sie wurde vor ET eingeleitet, da es aus ärztlicher Sicht zu einer Unterversorgung hätte kommen können (was aber noch nicht der Fall war). Im Endeffekt quälte sie sich fünf Tage lang mit Wehen bis sie schließlich total fertig war und die Herztöne ihres Kindes auch. Also wurde ein KS gemacht, was im Nachhinein auch aus ärztlicher Sicht gar nicht notwendig gewesen wäre, wenn man mit der Einleitung gewartet hätte, da keine dringende Notwendigkeit gegeben war. Supertoll! Auf sowas kann man echt verzichten.

Eine andere Freundin hat sich aus gleichem Grund mit den Ärzten angelegt und ist heimgegangen, als vorzeitig eingeleitet werden sollte (natürlich erst als klar war, dass eine Unterversorgung des Kindes nicht der Fall ist).

Das mit den Infusionen ist bei mir nicht notwendig. So stark ist die Verkalkung nicht. Mal abwarten, wie es in zwei Wochen aussieht. Aber dann bin ich auch schon fast am Ende der 36. SSW, da wäre eine Geburt auch nicht mehr wirklich schlimm.

Liebe Grüße dir vom Sonnenstern

Beitrag von sandra.weidmann 19.05.10 - 11:21 Uhr

Hallo Sonnenstern,

bei mir war schon eine Unterversorgung da. Meine Tochter ist nicht mehr gewachsen, weil die Plazenta gar nicht mehr gearbeitet hat, also auch kein Sauerstoff mehr. In diesem Fall musste das also sein.

Ich verstehe nicht, warum bei Deiner Freundin eingeleitet wurde, nur weil eine Unterversorgung möglich sein KÖNNTE. Das ist schon ganz schön ärgerlich. Aber in so einem Zustand kann man sich gar nicht richtig mit den Ärzten anlegen, weil man immer gleich heulen muss. Zumindest ging's mir damals so, als ich der doofen Schwester auf der Intensiv meine Meinung sagen wollte. Da hab ich mich vielleicht jedes Mal geärgert und brachte kein Wort raus. Ich hätte sie erwürgen können...

Wenn's bei Dir eh noch nicht so schlimm ist und Du schon so weit bist, geht bestimmt alles gut. Zumindest wünsch ich's Dir!!

LG Sandra

Beitrag von inoola 18.05.10 - 15:50 Uhr

huhu,

also zu 1. :

wenn dein kleines würmelein nicht mehr so zunimmt wie es soll. und dann unter dieser wachstumskurve ist. (es gibt ja von- bis bereiche, welches gewicht, wann normal ist.

zu 2.:
also eingeleitet, bedeutet, das du eine spontane geburt haben kannst.
ob nur ein ks geht, hängt stark von der ssw ab, und auch von dem gewicht deines muckels. weil es sein kann, das eine spontane geburt zu belastend für dein krümelchen ist.

manche sagen es muss mind 1500g-2000g haben, andere sagen, vor der 34ssw wird grundsätlich ein ks gemacht.

das hängt auch stark vom kh ab.

lg , ich hoffe ich konnte dir helfen. lg inoo

Beitrag von sonnenstern-115 18.05.10 - 16:22 Uhr

Hallo Inoola,

mein Zwerg wiegt jetzt ca. 2300 Gramm und ich bin ab morgen in der 35. SSW. Bisher ist er völlig normal entwickelt. Sieht also ganz gut aus, dass es zu einer spontanen Geburt reichen kann und kein KS notwendig sein wird. Warten wir es einfach mal ab. :-)

Liebe Grüße vom Sonnenstern

Beitrag von ulala-1980 18.05.10 - 15:50 Uhr

Hi,

zu 1. kann ich dir nix sagen, aber zu 2.

Bei mir im KH Zimmer war eine, die hatte auch fast kein Fruchtwasser mehr. Die wurde mit Gel eingeleitet. Sie war schon 4 Tage über ET. Daher ist ein KS nicht zwingend notwendig.

Solltest du aber noch zu weit weg sein vom ET, dann bringt Einleiten nix. Ich habe bei 36+6 nen KS bekommen, weil eine Einleitung zu lange gedauert hätte.

LG

Patricia

Beitrag von sonnenstern-115 18.05.10 - 16:24 Uhr

Hallo Patricia,

beim nächsten Arzttermin bin ich bei 36+1 und ich hoffe, dass sowohl Fruchtwassermenge als auch die Verkalkung zu diesem Zeitpunkt noch soweit tragbar sind, dass mein Zwerg nicht vorzeitig geholt werden muss.

Bleibt mir wohl nix anderes übrig als abzuwarten. :-)

Liebe Grüße vom Sonnenstern