Verleumdungen und unwahre Behauptungen machen meinem Kind zu schaffen

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von gedankenspiel 18.05.10 - 16:48 Uhr

Hallo,

meine Tochter (fast 12, Klasse 6) kam heute weinend aus der Schule zurück.

Schon gestern wurde dort verbreitet, sie und ihre Schwester würden bei Durchfall immer in die Hose machen - angeblich hätte meine jüngere Tochter (gleiche Schule, Klasse 5) selbst das so gesagt.
Natürlich gab es ein großes Trara und alle mieden die beiden.

Heute wurde dem Ganzen eins drauf gesetzt:
Es kam heraus, dass ein Junge aus der 5. Klasse das Gerücht verbreitete.
Meine ältere Tochter ging zu ihm und bat ihn, das zu unterlassen.
Er meinte zu ihr: Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, sage ich den Lehrern, dass du mir drohst.
Ihr war das zu blöd und sie ging.

Danach erzählte dieser Junge, meine Tochter hätte ihn geschlagen und ihm gedroht, ihn umzubringen.
Das sagte er der Lehrerin und einige seiner Freunde meinten ebenfalls, von meiner Tochter "verprügelt" worden zu sein.

Daraufhin wurde meine Große aus dem Sportunterricht geholt und ihr gesagt, dass solches Verhalten nicht geduldet und es Ärger geben würde.
Information an die Eltern, Reflektionsbogen, Verweise.
Mein Kind konnte sich überhaupt nicht rechtfertigen und anbringen, dass ganz viele Kinder aus ihrer Klasse bezeugen könnten, dass sie in der Pause mit ihnen gespielt hätte.
Außerdem hätte sie nichts mit den 5.-Klässlern zu tun und kenne die meisten überhaupt nicht.

Auf jeden Fall heißt es jetzt, meine Tochter sei eine Schlägerin, zerstöre mutwillig Dinge (Flaschen in Toiletten stecken etc.) und sei eben eine der ganz üblen Sorte.
Das macht ihr unheimlich zu schaffen - und ist einfach gelogen!!!

Ich bin sicherlich keine, die ihre Kinder auf ein Podest setzt.
Mir ist sehr bewusst, wo die Schwachstellen meiner Tochter liegen - dort aber ganz sicher nicht!

Gerade bin ich dabei, die Eltern des jungen Mannes anzurufen und persönlich zu versuchen, die Sache zu klären.
Außerdem werde ich einen Brief an Lenas Klassenlehrerin schicken.

Was bleibt mir noch zu tun?
Habt ihr Ideen oder Anregungen, wie sich die Sache am Besten regeln lässt?

LG,
Andrea

Beitrag von shorty23 18.05.10 - 19:29 Uhr

Hallo Andrea,

puh, doofe Sache, kann ich gut verstehen, dass deiner Tochter so was zu schaffen macht und dir natürlich auch und dass du sehr aufgebracht bist!!

Ich denke, das beste ist, du lässt dir schnellstens einen Termin bei der Klassenlehrerin geben, eventuell mit deiner Tochter zusammen, sodass sie mal ihre Seite der Geschichte erzählen kann und klar wird, dass sie das Opfer ist, vielleicht auch die anderen Mädchen anführen, die bezeugen können, dass sie niemanden verprügelt hat! Dann sollte nochmal mit dem Jungen gesprochen werden, wie das gemacht wird, ist wohl der Schule zu überlassen (Klassenlehrerin oder Schulleitung oder gemeinsam mit deiner Tochter usw.). Ich hoffe, es wird sich dann alles klären.

Ob ich die Eltern anrufen würde, weiß ich nicht, eventuell kann es gut laufen, eventuell sagen die aber nur so was wie "Wollen Sie damit sagen mein Sohn lügt?" usw, finde ich schwierig das abzuschätzen!

Alles Gute
Annette

Beitrag von butler 18.05.10 - 21:51 Uhr

Ein Elterngespräch mit klassenlehrer und Schulleiter. Du nimmst Dir bitte einen "Zeugen" mit. Wir hatten ähnliches nach einem Schulunfall meiner Tochter, eigendlich verschuldet von einer Lehrerin (Androhung einer 6) danach Unterlassung der 1. Hilfe und dazu verweigerung die Rettungsstelle aufzusuchen.
Da hieß es dann auch mein Kind verprügelt ausländische Mitschüler, raucht auf dem Schulhof als einzige#kratz in einer Gesamtschule ab Klasse 7????
stört den Unterricht aufs übelste....
Leider traute sich kein Schüler die vorgehensweise zu bestätigen ,diese Schüler hatten jedoch über Nacht bedeutend bessere Noten in den Fächern wo die 2 anwesenden Lehrer unterrichtet haben.
Es ist 1 Lehrer umgesetzt worden, es gab ein disziplinar. Verfahren für1 Lehrerin. Meine Tochter hat die Schule gewechselt, da sie eh 1 Jahr nachholen musste wegen dem Unfall und keine Lust auf streß in der Schule hatte. ( Sie war deshalb in schulpsycholog. Behandlung)