Ab wann soll ich auf Krankengymnastik bestehen?

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Beitrag von gioia0107 18.05.10 - 17:04 Uhr

Hi Mädels!

Also, meine süsse Maus ist jetzt knapp 9 1/2 Monate alt. Sie sitzt nicht, sie krabbelt nicht und sie robbt auch nicht. Sie kugelt sich durch die Gegend, aber auch erst seit Ostern. Sie quatscht, aber nicht viel. Da sie viel krank ist, bin ich seht oft beim Kinderarzt. Aber meine Kinderärztin meint, dass wir keine Krankengymnastik machen sollen. Das wäre zwar ne gute Sache, bei Kindern die das wirklich brauchen, aber damit könnte man auch viel kaputt machen. Ich will natürlich nur ihr Bestes und sie auch nicht unter Druck setzen, aber ich möchte auch nichts auslassen um sie zu unterstützen.
Sie ist soooo süss, liegt grade unter ihrem Spieltrapez und lacht sich kaputt, weil ein Spiegel dran hängt und sie sich sehen kann.
Aber sie liegt halt gerne rum und hat keine Ambitionen irgendwie weiter zu kommen. Mache mir etwas Sorgen.
Die SS war zwar schrecklich, aber weil es mir nicht gut ging, aber mit ihr war alles gut. Sie wurde bei 37+0 per KS geholt.
Jetzt frag ich mich, ob ich bei meine KiÄ auf KG bestehen soll? WIr haben ein gutes Verhältnis und ich würde das auch durch kriegen, weiss aber nicht,obs sinnvoll ist.
Bitte um Eure Meinungen. Aber bitte nicht von der Sorte "...Du kannst es wohl nicht abwarten!" etc. Damit hat das nichts zu tun, ich weiss auch, dass Kinder sich unterschiedlich entwickeln,

LG und Danke! Verena mit Lukas 4 und Lucy 9 Monate

Beitrag von loona-25 18.05.10 - 17:13 Uhr

Hey Du

Lukas ist 10 Monate alt und er robbt bis jetzt nur und geht in den Vierfüßlerstand. Er macht auch nicht den Anschein als wenn er in der nächsten Zeit vor hat sich hinzusetzen.
Sorgen mach ich mir eher weniger,wird schon.
Vielleicht solltest du mal einen Osteopathen aufsuchen,vielleicht hat sie ja eine Blockade.
Lukas konnte den Kopf nicht nach links drehen und lag nur sehr ungerne auf dem Bauch,nach der Behandlung hat er alles super aufgeholt.

Aber vielleicht ist sie auch einfach noch nicht so weit,manchmal geht es aber auch von heute auf morgen.


Alles Gute#blume



LG loona mit Lukas*18.7.09#winke

Beitrag von caramaus 18.05.10 - 17:19 Uhr

Hallo?

--> Aber meine Kinderärztin meint, dass wir keine Krankengymnastik machen sollen. Das wäre zwar ne gute Sache, bei Kindern die das wirklich brauchen, aber damit könnte man auch viel kaputt machen. <--

Mich würde mal interessieren, was genau man da kaputt machen kann? Im Grunde fördert die Therapeutin das Kind, wenn es motorisch zurück ist und gibt dir als Mutter (undoder Vater) Tips und Übungen, die du zuhause machen kannst.

Es macht aber tatsächlich mehr Sinn bei einer Entwicklungsverzögerung- alles andere kannst du zuhause oder bspw. in Krabbelgruppen oder sowas auch selber fördern.

c.

Beitrag von miau2 18.05.10 - 18:01 Uhr

Hi,
meine persönlichen Erfahrungen sind natürlich uralt ;-) und nicht wirklich repräsentativ und mir natürlich nur aus Erzählungen bekannt.

Ich musste KG machen als Baby, mit wenn ich das richtig verstanden habe spastischen Lähmungen. Ich hätte derart geschrien dabei, dass mein Bruder (1,5 Jahre älter) regelmäßig in totale Panik geraten wäre und meiner Mutter nur noch gesagt hätte, sie soll mir doch bitte nicht mehr weh tun.

DAS war vermutlich nicht, was der KiA gemeint hat - aber KG ist für mich daher nichts, was ich grundlos "wünschen" würde...ich kenne viele Eltern, die berichten, dass ihre Babys alles andere als Spaß bei der Sache hatten...

Von daher - mit Sinn - natürlich, ich bin dankbar, dass meine Mutter es durchgezogen hat. Ohne Sinn - warum das Risiko eingehen? Mag ja auch am Krankengymnasten liegen, aber kann man das als Laie erkennen?

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von kleenerdrachen 18.05.10 - 18:21 Uhr

Hallo Miau,
als Laie erkennst du es daran, ob dein KiA KG nach Bobath- sanft und für die Kinder weniger unangenehm- oder KG nach Vojta- eher "brutal" aufschreibt.

Ich würde immer erst mit Bobath beginnen...
LG Steffi

Beitrag von miau2 18.05.10 - 18:42 Uhr

Hi,
werde es mir merken ;-), wobei es bei uns halt überflüssig gewesen wäre. was das damals bei mir war - keine Ahnung...ich denke, ich kann überhaupt froh sein, dass es das damals für ich gab.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von caramaus 18.05.10 - 18:51 Uhr

und wenn manns streichelzart haben will, lässt man sich Ergotherapie aufschreiben - hihi. (ich darf sowas sagen ich bin selber Ergo :-p)

Nee aber mal im Ernst. Es ist schon so, dass die Kinder bei Vojta anders reagieren, als bei Bobath. Ich selber habe keine Fobi in Vojta, kenne das nur von Kollegen. Ganz simpel erklärt: Dabei bahnt man Bewegung an, in dem man Bewegungsreflexe über Reizpunkte stimuliert. Das ist wohl unangenehm - hilft aber. Bei Bobath werden Bewegungen angebahnt indem man sie eher führt. Das ist sanfter aber auch effektiv.

Welche Therpapie angewendet wird, entscheidet der KiA oder auch der Therapeut (in meiner Klinik entscheiden wir selbst - und das ist dann je nach Fortbildungsstand der Therapeuten sehr unterschiedlich).

Ich denke, dass jeder sein Kind selbst fördern kann, wenn es etwas "faul" ist. Spielerisch und ohne Angst, dass es die Norm nicht erfüllt. Ich finde, dass viel zu früh KG aufgeschrieben wird. Es heißt doch "Kranken"gymnastik und nicht Babygymnastik - dafür gibts doch Pekip, Babyschwimmen usw. wenn man selber ideenlos ist.

Vielleicht meint der KiA auch, dass man sich als Eltern durch den Leistungsdruck selbst viel kaputt machen kann - nicht so sehr, dass das Kind durhc die Therapie schaden erleidet...

Ich jedenfalls habe mir vorgenommen, dass ich trotz Therapeutenwissen mein Baby Baby sein lasse - getreu dem Spruch:
Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Alles liebe
c.

Beitrag von kleenerdrachen 18.05.10 - 19:30 Uhr

Du Basteltante ;-)
Wo arbeitest du denn? In ner neurologischen Klinik?

Beitrag von caramaus 18.05.10 - 19:48 Uhr

>>Wo arbeitest du denn? In ner neurologischen Klinik? <<

Richtig getippt. In einer Neuro- Rehaklinik mit Kindern und Jugendlichen.

Aber momentan bin ich ja in Elternzeit und vermisse das Basteln mit den Kiddis... leider ist meine Maus noch zu klein. Seufz. Naja ich bastel auch für mich alleine...#rofl

Beitrag von kleenerdrachen 19.05.10 - 08:14 Uhr

Bald darst du doch sicher wieder ran, oder? Ich vermiss die Arbeit auch- obwohl ich das Mama sein genieße :-)

Beitrag von tragemama 18.05.10 - 17:19 Uhr

Ich würde sie in Ruhe lassen. Meine Grosse ist mit 11 Monaten gerobbt, vorher hat sie nur bewegungslos da gelegen - mit 15 Monaten gelaufen und jetzt super motorisch entwickelt.

Entspann Dich...

Andrea

Beitrag von kleenerdrachen 18.05.10 - 17:22 Uhr

Hallo Verena,
inwiefern beschäftigst du dich denn mit der Kleinen, dass sie motorisch voran kommt? Wie ich sehe, hast du ja schon einen großen Sohn, kommt die Kleine da manchmal zu kurz? Oder nimmst du dir Zeit, mit ihr zu üben, wenn dein Großer im Kiga ist?
Wenn du sie auf den Bauch legst, kann sie da gut ihr Köpfchen halten? Zeigt sie Stützreaktionen, dass die Arme vor dem Körper liegen, evtl auch schon auf den Umterarmen liegen und nicht nur nach vorn gestreckt sind? Kann sie sich in BL schon mit nur einem Arm bzw. einer Hand abstützen und mit der anderen nach etwas greifen? Alles das sind wichtige Kriterien, wenn sie krabbeln will. Hast du das Gefühl, dass sie zu wenig "Kraft" hat, dann ist es sicher sinnvoll auf KG zu bestehen, wenn du aber meinst, dass die Kraft schon da ist, nur die Zeit noch nicht reif, dann lass sie sich in Ruhe weiter entwickeln.

Ich finde deine Ärztin sehr vernünftig, denn mittlerweile wird Physiotherapie oftmals für Kinder verschrieben, die eigentlich nur motorishc etwas langsam sind, weil die Eltern meinen, dass ihr Kind ein Recht auf KG hat- leider kommen Kinder, die es nötig hätten und die weniger hartnäckig sind dabei oft zu kurz, denn an denen sparen die Ärzte dann wegen ihrer Budgets.

Liebe Grüße,
Steffi

Beitrag von miau2 18.05.10 - 17:29 Uhr

Hi,
meine beiden haben sich mit 10 Monaten gerade erst gedreht (ok, der kleine konnte mit 7 schon krabbeln...der Große hat das mit 11 Monaten gelernt). Dann kamen auch beim Großen sehr schnell setzen, hochziehen, hinstellen - der Kleine war ein Experte: mit 4 Monaten Vierfüßler, mit 6 robben, mit 7 krabbeln, hochziehen, hinstellen, an Möbeln entlanghangeln und "Kniesitz", mit 10 Monaten drehen ;-) und mit 15,5 endlich frei laufen...

Beide sind - was die Grobmotorik angeht - topfit und putzmunter, altersgerecht oder sogar weiter entwickelt.

"Abwarten" und "Motivieren" war auch die Devise von meinem KiA (nachdem er jeweils mit 9 Monaten gründlich geprüft hat, ob es eine körperliche Ursache gibt), und die war ein Volltreffer.

Krankengymnastik wäre vollkommen überflüssig gewesen, ich bin froh, dass wir einen diesbezüglich etwas entspannteren KiA haben.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von koerci 18.05.10 - 17:34 Uhr

Hallo Verena!

Meine Maus ist jetzt 10 Monate alt und robbt gerade mal rückwärts durch die Gegend.

Sie übt jetzt seit ein paar Tagen eifrig sich zu setzen und zu krabbeln, noch klappt es aber nicht.

Ehrlich gesagt habe ich bisher noch nicht über Krankengymnastik nachgedacht, und ich persönlich halte davon auch nicht viel.

Sowas gab es früher auch nicht bzw. wurde es nicht oft in Anspruch genommen, und die Kinder konnten trotzdem alle irgendwann sitzen, krabbeln, stehen und laufen.

Ich würde mir da nicht so einen großen Stress machen, und einfach abwarten. Bei uns ging das auch von heute auf morgen, dass die Maus auf einmal so wuselig wurde und sich im Kreis gedreht hat und rückwärts kam.

Abwarten...irgendwann kann es deine Kleine auch alles!!

LG
koerCi

Beitrag von hei28 18.05.10 - 19:41 Uhr

du hast geschrieben,daß deine kleine sehr viel krank ist.dann wäre es kein wunder,daß sie ein bißchen hinterher bummelt.
bei meinem mittleren war es auch so,er hatte ständig bronchitis oder mittelohrenentzündung und meistens mit hohem fieber.woher sollten sie dann also die kraft her nehmen ? aber irgendwann ist der knoten bei ihm geplatzt und er hat es ganz alleine gelernt.wir hatten damals mit krankengymnastik angefangen,doch die physiotherapeutin hatte es dann abgebrochen,da er zu oft krank war.
laß ihr einfach noch ein bißchen zeit.

Beitrag von qayw 18.05.10 - 23:09 Uhr

Hallo,

vielleicht rufst Du einfach mal einen Physiotherapeuten für Babies an und schilderst ihm, was Deine Tochter macht/kann, und ob er meint, daß es sein könnte, daß sie KG braucht.
Oder Ihr geht mal zu einem Ostheopaten.

Eine zweite Meinung würde ich jedenfalls für sinnvoll erachten.
Wenn sie KG braucht, ist es besser, möglichst früh damit anzufangen.

LG
Heike