Wohnung als Kapitalanlage, macht das Sinn?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von joy1975 18.05.10 - 17:32 Uhr

Hallo zusammen,

angesichts des Zinstiefs und der vergleichsweise etwas günstigeren Immo-Preise (versus Jahre zuvor) überlege ich schon länger, ob ich noch eine Eigentumswohnung auf "Pump" kaufen soll, quasi als Investition.

Hintergrund: Ich habe ein Haus (Neubau), das circa 350.000€ gekostet hat. Davon sind noch circa 130.000€ Kredit offen und werden getilgt.

Ich habe noch ein bißchen Eigenkapital (so 30-40 T€).
Ich überlege jetzt eine Stadt weiter, wo ich ursprünglich herkomme, eine ETW mit 3-4 Zimmern zu kaufen. Bewohnt werden als Mieter soll sie dann von meiner Schwester. Dies wird aufgrund ihres geringen Gehalts in den nächsten 10-15 Jahren keine Wohnung kaufen. Aufgrund diverser anderer Gründe, die hier nichts zur Sache tun, wird sie auch definitiv nicht heiraten und eine Familie gründen. Ich hätte also eine "sichere" Mieterin für das Objekt (würde es natürlich auch mit ihr zusammen aussuchen, es muß ihr ja auch gefallen, schließlich soll sie da wohnen).
Ich würde so 100-130 T€ für die ETW ausgeben wollen und das halt so 80-90% finanzieren.

Rechnet sich das oder macht es keinen Sinn?
Hat das einer von euch gemacht?

Gruß
Joy

PS: Ein paar Monate Leerstand etc. könnte ich gehaltstechnisch auch überbrücken.

Beitrag von werner1 18.05.10 - 18:15 Uhr

Hallo,

an Bekannte und Verwandte vermietet man nicht.
Nie.
Niemals.
Glaube es einfach.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von jenjo 18.05.10 - 19:04 Uhr

Warum nicht?

Wegen vielleicht auftretenden Problemen (die mit Sicherheit kommen) oder aus anderen Gründen, diemir vielleicht grad nicht in den Sinn kommen?

Beitrag von werner1 18.05.10 - 19:28 Uhr

Das kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen, ich mache es grundsätzlich nicht, und ich kenne auch niemand, der das macht.
Vermutlich liegt es daran, dass du einerseits bei der Miete natürlich einen "Freundschaftspreis" machen sollst, andererseits mit jeder Kleinigkeit behelligt wirst, weil man sich ja gut kennt.
Auch eine geringfügige Mieterhöhung lässt sich schwerer bis gar nicht durchsetzen.
Bei einem Fremden ist das egal, da kommt nur der Standardsatz "Reisende soll man nicht aufhalten", aber einen Verwandten muss man noch jahrzehntelang begegnen.
Oder möchtest du täglich von deinem Arbeitskollegen hören: mein Wasserhahn tropft, wann schickst du endlich einen Handwerker ?

freundliche Grüsse Werner