magenkrebs, chemo und nun schwanger?

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Beitrag von chuckwalla 18.05.10 - 19:02 Uhr

hallo!
ich hoffe, ich darf meine frage hier im forum stellen.
die exfrau meines mannes verweigert meinem mann derzeit den umgang zum gemeinsamen kind, weil es dem kind seelisch nicht so gut geht, angeblich.
sie sagt, dass läge daran, dass sie selbst seit 3 jahren an magenkrebs erkrankt sei (sie es uns jetzt aber erst gesagt hat, weil es uns ja eigentlich auch nichts angeht). sie würde wöchentlich eine chemo in form einer spritze bekommen. sie hat letztes jahr ein kind geboren und da die chemo ausgesetzt.
nun ist sie wieder in der 30.ten woche schwanger, hat es aber erst vor kurzem bemerkt.
nun hat der gemeinsame sohn meines mannes und ihr mitbekommen,dass sie krebs hat und weigert sich nun, seine mama alleine zu lassen.

meine frage ist nun, ob man ihr das so abnehmen kann? ich kenne mich mit magenkrebs nicht aus, mein opa hat speiseröhrenkrebs und bei seinem befinden könnte ich mir nicht vorstellen, dass man während einer chemo schwanger werden und ein gesundes baby bekommen kann.

ich mag euch nicht zu nahe treten, es wäre nur sehr nett, wenn mir infos gegeben werden könnten.
ich denke mir halt, dass man doch nicht drei jahre durchgehend wöchentlich zur chemo muss, oder? warum wird man nicht operiert? wenns inoperabel ist, dann muss es doch recht schlimm sein eigentlich, wie kann man dann zwei kinder gesund zur welt bringen?

mein mann möchte seinen sohn gerne wieder sehen, doch wenn sie krebs hat, verstehen wir die situation natürlich. mir kommt es nur sehr komisch vor.

vielen dank und alles, alles gute!

Beitrag von sina236 18.05.10 - 21:13 Uhr

hmm das ist keine einfach frage. am besten wäre, du fragst einen arzt. vorab muss ich aber sagen, dass ich es -sollte die frau sich das ausgedacht haben- zu tiefst verabscheuenswürdig fände, dem eigenen kind sooooo viel angst zu machen und dass nur aus egoismus. das kann ich mir ja echt kaum vorstellen, dass es mütter gäbe, die sowas machen. aber nun ja, es soll ja schon vieles vorgekommen sein.

ich habe neulich gelesen, dass es einen arzt gab (franzose) der schon vor allen anderen auch schwangere mit chemo behandelt hat. die fehlbildungsrate von den 84 (?) frauen lag lediglich bei 5,8 prozent. es muss also möglich sein. er hat auch im gefährlichen ersten ss drittel behandelt. allerdings weiss ich auch, dass die meisten ärzte dringend davor warnen, während der ss chemo zu machen. in manchem fällen macht chemo auch unfruchtbar. die chemo selber wird abschnittsweise vorgenommen. sie kann täglich oder wöchentlich per infusion oder spritze gegeben werden. dann kommen aber pausenphasen. durchgängig 3 jahre das habe ich noch nie gehört. im grunde kann man ja chemo nach OP machen oder chemo ohne OP. aber bei chemo ohne OP müsste das tumorwachstum zum stillstand gebracht werden. besser noch der tumor zum schrumpfen. ich kann mir nicht vorstellen, dass man 3 jahre lang chemo aushalten könnte, weder psychisch noch physisch. die frau müsste am ende sein. hat sie denn den typischen haarverlust, auch der wimpern und augenbrauen? das betrifft ja nun wirklich fast alle chemopatienten? am besten, du befragst sie einfach mal genauer und selbst. dann wirst du schon merken, ob sie wirklich etwas hat und bescheid weiss oder das alles nur ein druckmittel sein soll.

Beitrag von chuckwalla 18.05.10 - 21:29 Uhr

hallo!
lieben dank für deine antwort.

du hast recht, wenn sie es sich nur ausgedacht haben sollte, ist es mehr als unfassbar, denn das kind ist gerade 6 jahre alt. meine tochter hat ihre oma beinahe verloren, brustkrebs, da war meine tochter 5 jahre alt.
meine tochter hat sich heimlich im kofferraum meines mannes versteckt, als er 500 km richtung bayern zu seiner mutter fahren wollte! so eine große angst hat sie gehabt, ihre oma nicht mehr wieder zu sehen. und wir haben sehr behutsam mit dem thema bei ihr angehalten.

mein mann weiß nicht, wie er mit der situation umgehen soll. einerseits tut sie ihm leid, wenn sie wirklich krebs hat. dann will er ihr helfen, denn sie hat mittlerweile 5 kinder. wenn sie gelogen hat und das kind/die kinder da mit reingezogen hat, dann wird mein mann rechtliche schritte einleiten müssen. das geht doch so nicht!

zu deinen fragen: nein, sie hat keine typischen chemoanzeichen wie verlust der haare etc. sie ist zwar sehr dünn, aber das war sie schon immer. und sie kann feiern gehen an den wochenenden. jedes wochenende.
ich kenne das von meinem onkel, der krebs in jungen jahren hatte. der konnte nichtmals zum klo nach der chemo!

sie selber fragen kann ich leider nicht, da sie seit 5 monaten den kontakt komplett verweigert und nur ab und zu meinem mann via sms etwas mitteilt.

ich denke mir halt, dass es doch ein totales wunder sein muss, wenn man trotz krebs und chemo über jahre, zwei kinder bekommt und sie gesund und munter sind. (was ich für ihre kinder super finde)
sie liegt so oft im krankenhaus aufgrund der chemo, hat noch vor vier wochen nen nierenblutstau gehabt... und da hat man die schwangerschaft nicht bemerkt??

ihre oma ist letztes jahr verstorben, da konnten wir den jungen auch wochenlang nicht sehen... ein paar wochen später haben wir die oma in der sadt getroffen.
deswegen traue ich ihr nicht wirklich über den weg, aber bevor ich ihr was unterstelle, das ist ja ein heikles thema, möchte ich mich doch absichern. denn wenn sie die wahrheit sagt, dann werden wir sie unterstützen, wenn sie uns lässt.

lg

Beitrag von sassi31 19.05.10 - 01:53 Uhr

Hallo,

ich würde einen Arzt fragen, ob er das für realistisch hält. Also während einer Chemo schwanger zu werden und die Behandlungen auszusetzen.
Ich persönlich halte das nicht für realistisch. Wenn jemand so schwer erkrankt ist und Chemotherapien benötigt, wird er/sie bestimmt nicht mal eben zwei Kinder bekommen und die lebenswichtige Behandlung sausen lassen. Damit sinken dann doch die Überlebenschancen.

Ist die Frau tatsächlich erkrankt, finde ich es sogar noch wichtiger, dass der Sohn Kontakt zum Vater hat. Denn wenn die Mutter an der Krebserkrankung stirbt, wird der Junge vss. bei seinem Vater leben und sollte deshalb auch ein gutes Verhältnis zu diesem haben.

Gruß
Sassi

Beitrag von minimal2006 19.05.10 - 08:13 Uhr

Hallo

Mir rollen sich gerade die Füßnägel :-(
Aber das hat einen Grund... denn eine Frau (die ich auch persönlich kennen gelernt habe) hat uns (in einem Krebs Forum) eine Zeit lang ganz viele Bären aufgebunden...
Deine "Geschichte" ähnelt dieser... aber egal!

Ich glaube das nicht!
Chemo einmal in der Woche.. eine Spritze??
Hab ich noch nie gehört!
Ich könnte mir da eher eine Tablettenchemo vorstellen (Xeloda z.B.)
Bei Magenkrebs (je nach Tumorart.. Siegelringkarzinom, Adeno.. Plattenepithel...es gibt soviele Formen) über so langen Zeitraum...ich weiß nicht!?

Würde das anders angehen.
Würde über das Jugendamt gehen.
So in etwa..
"Meine Ex-Frau hat mir offeriert, das sie schwer an Krebs erkrankt sei! Da ich nichts näheres über ihren Gesundheitszustand erfahre, möchte ich den Kontakt zu meinem Kind aufrecht erhalten. Meinem Kind soll es seelisch nicht gut gehen (lt. ihrer Aussage). Ich möchte am Leben meines Kindes weiter teilhaben! Ebenso wichtig ist mir die Klärung, was im Falle eine Krankenhausaufenthaltes bzw. im schlimmsten Fall mit dem Tod meiner Ex-Frau mit unserem Kind geschieht...."

Ich habe in der zeit, in der ich im onkologischen Bereich gearbeitet habe, schon vieles erlebt.
Und glaube mir.. es gab Menschen, die sich eine Glatze geschoren haben, um Aufmerksamkeit zu bekommen.. sie haben nicht davor zurückgeschreckt, eine schwere (lebensbedrohliche) Krebserkrankung vorzutäuschen.
Unterstellen möchte ich hier nichts.. um Himmels Willen..
Das ist ein äußerst sensibles Thema... und deshalb würde ICH die Jugendamtschiene einschlagen.

LG Tanja

Beitrag von chuckwalla 20.05.10 - 11:37 Uhr

hallo tanja, danke für deinen beitrag!
das jugendamt ist informiert, auch da machte sie die aussage mit dem krebs.
das jugendamt hat ihr geraten, den kontakt zum vater sogar zu erweitern, damit der junge, im falle eines falles, nicht ahnungslos in die situation gedrängt wird, bei seinem vater bleiben zu müssen.

aber sie verweigert halt den kontakt. trotz gerichtsbeschluss etc.
meinem mann sind da echt die hände gebunden. er hatte sich eigentlich freundschaftlich getrennt, vor über 5 jahren schon.
auch sie und ich hatten ein eher freundschaftliches verhalten... bis vor nem halben jahr.
seitdem dürfen wir den jungen nicht mehr sehen. sie erzählt ganz schlimme sachen, wie das mein mann die damalige gemeinsame wohnung angezündet hat, als der junge im kinderzimmer geschlafen hat etc. der junge ist mittlerweile beim psychiater deswegen.
der psychiater und das jugendamt haben ihr schon mehrfach gesagt, sie soll endlich vernünftig werden und dem kind nicht solche geschichten erzählen, da man ihr sonst das kind sogar entziehen könnte.

jetzt das mit dem krebs. aufgrund der ganzen vorgeschichten fällt es mir sehr schwer, ihr nun die krankheit abzunehmen.... aber ich mag sicher sein, nicht das ich sie der lüge beschuldige oder mein mann mit seinem anwalt spricht und sie tatsächlich krebs hat. sowas muss man dann ja behutsam angehen und ihr helfen. wenn sie uns denn lässt!

lg

Beitrag von minimal2006 20.05.10 - 14:15 Uhr

Bleibt einfach am Ball... immer wieder Termine beim JA machen und immer wieder vorsprechen!
Irgendwann pinkelt sie sich selber an die Karre.
Verstehe aber, was du meinst... mit dem Kind müsst ihr dann ganz behutsam das Vertrauen wieder aufbauen.

LG Tanja

Beitrag von drallerhase 20.03.11 - 19:37 Uhr

halli hallo,

es ist zwar schon ne weile her das hier geschrieben worden ist,aber ich versuchmal mein glück gg.also chemo per spritze gibt es das weis ich.

ich habe hierzu selber mal ne frage,ich habe (hatte) magenkrebs und 2009 ist mir der komplette magen entfernt worden.
nun möchte ich schwanger werden,leider will es nicht klappen und ich habe nun den weg zur kiwu klinik gemacht.
meine frage nun , wie ist es denn schwanger zu sei ohne magen,muss ich da irgendwas besonders beachten? hat jemand schon erfahrung damit?
ich hoffe mir kann da jemand weiter helfen,denn im inet habe ich bis jetzt noch nichts darüber gefunden
lg gabi