Sohn (3) will nicht zum Vater - Lang und bisschen Heulposting!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von knuddel24688. 18.05.10 - 21:42 Uhr

Hallo!

Mein Ex und ich leben getrennt seit unser Sohn ca. 1 1/2 ist. Am Anfang hat mein Ex ihn unregelmäßig abgeholt bis ich gesagt habe "Du kannst ihn alle zwei Wochen holen", weil ich eine regelmäßigkeit reinbringen wollte. Es funktioniert auch ganz gut (holt ihn Sa gegen 13 Uhr und bringt ihn am So um 18 Uhr wieder)

Seit nun knapp 3 Monaten, fängt mein Sohn schon jedes Mal wenn es klingelt an zu brüllen und wenn er dann angezogen ist (was jedes Mal ein richtiger Machtkampf ist) hören wir ihn noch an der Haltestelle (ca. 10m, eine Straße weiter, wir wohnen im 2.OG) schreien.
Letztes Wochenende hat mein Ex mich sogar angerufen von der Haltestelle was er denn nun machen soll.

Ich möchte ja dass die beiden Kontakt haben und versuche das auch alles so gut wie möglich zu unterstützen aber das kann es doch nicht sein.

Habe meinen Sohn auch schon mal gefragt (soweit wie es bei einem dreijährigen geht) warum er nicht möchte. Er sagt, dass der Papa immer schimpft und laut wird. Ich weiß nicht was vorfällt, weil wenn ich meinen Ex drauf anspreche immer nur ausflüchte kommen.

Zu dem kommt noch, dass ich jedes Mal wenn der Kleine wiederkommt ich alles waschen kann (sogar den Rucksack, den er mitnimmt), weil alles nach Rauch stinkt (bin selbst Raucherin aber das ist so widerlich). Habe meinem Ex schon mehrfach gesagt, dass er nicht in der Nähe vom Kleinen rauchen soll und erst recht nicht in der Wohnung, weil mein Sohn auch an Pseudo Krupp leidet.

Habe nun bereits versucht mit dem KV zu reden aber er sieht es nicht ein uns wirft mir Kindesentfremdung vor. Er gibt auch zu, dass er keinen Bock auf Arbeiten hat, weil er ja dann Unterhalt zahlen müsste für seinen Sohn.#aerger

Weiß leider nicht mehr was ich machen soll! Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Mein Sohn ist ein kleiner Dickkopf und muss sagen wir haben ein recht "hektisches Leben" (mein Freund und ich sind beide voll berufstätig bzw. ich noch in der Ausbildung, mein Sohn geht vollzeit in KiGa, wo es auch des öfteren bereits Probleme gibt, weil er von den "Großen" ziemlich viel Ärger abbekommt und jeden Tag Probleme hat sich von mir zu lösen und ich würde ihn am liebsten jeden Mal packen und nach Hause gehen aber das geht ja nunmal nicht). Wir versuchen aber die Zeit die wir haben wirklich nur für den Kleinen da zu sein, sind viel draußen, unternehmen viel.

Und wenn mein Sohn seinen Willen nicht bekommt geht es hier auch schonmal lauter zu, weil auch ich bin nur ein Mensch und der Zwerg bringt mich manchmal wirklich an meine Grenzen.#schmoll Wir "vertragen" uns danach auch immer wieder, nehmen uns in den Arm und ich sage ihm dass ich ihn liebe und er sagt auch "mama, ich hab dich sooooooo lieb"#verliebt

Irgendwie fühle ich mich als hätte ich total versagt und bin die Rabenmutter des Landes! #heul

Huch sehr lang geworden aber es musste mal raus! Und ich danke allen die bis hier hin gelesen habe und freue mich auf Antworten!

GLG
Vanessa

Beitrag von marjatta 18.05.10 - 21:52 Uhr

Lass Dich erst mal #liebdrueck.

Das klingt ja recht kompliziert. Wir haben zwar keine solche Situation, aber ich weiß von meiner Schwägerin, dass man manchmal mit so einem 3jährigen einfach nicht mehr weiter weiß.

Gerade wenn es mit dem KV nicht so gut läuft, würde ich mit dem Kind mal eine Familienberatungsstelle der Diakonie oder Caritas ansteuern. Da hängt man nicht gleich am JA und kann sich die Hilfe holen, die man braucht. Gerade wenn der Lütte ja auch im KiGa nicht so glücklich ist. Hättet ihr denn eine Möglichkeit ihn in einen anderen KiGa/andere Gruppe zu wechseln? Was sagen denn die Erzieherinnen dazu?

Klar, Du bist ja ganz schön verplant, was Deine Aktivitäten angeht. Und die Kleinen leider da manchmal mit. Aber davor ist heute ja niemand gefeit. Ach ja, und wenn Du kurz vor Abschluss Deiner Ausbildung stehst, beantrag doch einfach eine Mutter-Kind-Kur. Die hast Du Dir dann auch redlich verdient.

Im schlimmsten Falle musst Du vielleicht dann doch mal das JA mit in die Besuchssachen einschalten, denn wenn es dem Lütten dabei nicht gut geht, muss man das vielleicht doch anders gestalten, auch wenn's weh tut.

Wünsch Dir viel Erfolg und starke Nerven.

Gruß
marjatta, mit Lütten, 13 Monate

Beitrag von knuddel24688. 18.05.10 - 22:06 Uhr

#danke für deine Antwort und die aufmunternen Worte! #liebdrueck

Bei der Caritas war ich bereits, die haben mich zum JA geschickt und die wiederrum teilten mir mit, dass sie nur für das finanzielle zuständig sind. Werde morgen auf der Arbeit (arbeite ja nur ein Amt weiter) nochmals nachfragen, weil es muss doch einen Ansprechpartner geben! #gruebel

Kindergarten wechseln geht leider nicht, weil es der einzige hier ist der 45-Stunden Woche hat und die anderen entweder zu weit weg sind oder eine Warteliste von 1 1/2 bis 2 Jahren haben. #aerger (KiGa Plätze sind hier recht knapp)

Bin jetzt Ende 2. Ausbildungsjahr und ich möchte die Ausbildung selbstverständlich bestmöglich zu Ende bringen. Ich weiß schließlich was daran hängt. Ich halte nicht viel von Mutter-Kind-Kuren, weil meine Schwester schon zweimal war und jedes Mal gestresster wiederkam als sie gefahren ist! #zitter

Ich habe nun schon überlegt meinem Ex anzubieten, dass wir was zu dritt unternehmen auch wenn unser Kontakt nicht der Beste ist, aber es ist ja für den Kurzen. Mal sehen was mein Ex dazu sagt (wobei ich es mir schon denken kann #augen)

#danke

GLG
Vanessa

Beitrag von dharma8 19.05.10 - 07:42 Uhr

Guten Morgen!

Ich bin zwar nicht direkt in deiner Lage, aber ich denke, ich kann trotzdem antworten. Mein Mann hat auch eine Tochter aus einer früheren Beziehung, die hauptsächlich bei ihrer Mutter lebt. Sie kommt alle zwei Wochenenden und ein bis zweimal pro Woche zu uns. Wenn mans ausrechnet, dann sind das glaub ich so 40%. Mein Mann und seine Ex arbeiten beide beim JA (da gibts auch Stellen, die sich mit dem Umgang befassen, nicht nur mit den Finanzen) und versuchen im Privaten das zu tun, was sie ihren Leuten vermitteln. Heißt: So viel Umgang wie möglich! Kinder können es eigentlich schaffen mit verschiedenen Erziehungsstilen klarzukommen. Jeder erzieht nun mal anders. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass man sich einig ist. Und schimpfen gehört (meiner Meinung nach) nun auch mal zur Erziehung. Außer das Kind ist superbrav und macht immer alles, was Mutti oder Vati sagen... Aber naja... Vielleicht hast du Glück und findet die Beratungsstelle beim JA, die zum Umgang beraten. Ich weiß nicht, ob es gut ist, wenn ihr was zu dritt macht. Nicht, dass der Kleine dann Hoffnung bekommt, dass ihr wieder als Familie zusammenleben könnt. Ist es vielleicht möglich, den Umgang anders zu gestalten? Zwei Tage pro Woche, aber ohne Übernachtung? Das ist vielleicht für dich anstrengender, wenn das "freie" WE wegfällt, aber für deinen Sohn unter Umständen angenehmer.

"Er gibt auch zu, dass er keinen Bock auf Arbeiten hat, weil er ja dann Unterhalt zahlen müsste für seinen Sohn."

Was soll das denn? Bekommst du grad Unterhaltsvorschuss? Und weiß dein Ex, dass sich Schulden anhäufen mit jedem Monat, den er nicht zahlt? Also sollte er irgendwann mal arbeiten, dann muss er doch zahlen... So ist das nun mal.

Liebe Grüße, Kopf hoch!

Beitrag von knuddel24688. 19.05.10 - 19:41 Uhr

Hallo!

#danke für dein Posting.

Wir werden es auf jeden Fall mal probieren mit zwei Tage die Woche ohne Übernachtung.

Dass sich Schulden anhäufen weiß mein Ex aber das ist ihm egal.

GLG
Vanessa

Beitrag von fbl772 19.05.10 - 10:22 Uhr

Wenn dein Ex in seiner Wohnung raucht, dann hängt der Rauch natürlich auch in allem, was sich dort befindet. Und dieser "unsichtbare", aber riechbare Rauch ist auch Gift für die Kinder. Das Nikotin kommt über seine Klamotten an seine Haut! Das kann nicht gut sein, wenn man bedenkt, dass bspw. Nikotinpflaster über die Haut wirken ...

Vielleicht könnt ihr vorerst vereinbaren, dass er den Kleinen nur an einem Tag am WE hat ohne Übernachtung. Für den kleinen Zwerg ist es sicherlich auch anstrengend Vollzeit in die Kita gehen, die ihm scheinbar nicht so gut bekommt und dann noch am WE von Mama getrennt. Vielleicht ist das zur Zeit einfach zuviel für ihn?

LG
B

Beitrag von knuddel24688. 19.05.10 - 19:43 Uhr

#danke für deine Antwort.

Das mit dem Nikotion weiß ich und es ärgert mich dass er es ignoriert.

Ich kann mir vorstellen dass der Kleine Verlustängst hat, weil erst geht sein Papa und dann muss er dahin.

Wir werden auf jeden Fall eine andere Regelung finden müssen zum Wohle des Kindes.

GLG
Vanessa