Was haltet ihr von einer Riester-Rente ??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von puschel80 19.05.10 - 07:27 Uhr

Hallo,

wollt mal eure Meinung zur Riester hören.

Ich hab im Moment noch eine, bin aber am überlegen sie stillzulegen oder kündigen - jenachdem wie man das machen kann.

Irgendwie hab ich nicht mehr das Gefühl das mir die Riester mal helfen wird wenn ich alt bin.

Wie ist eure Meinung dazu ?

Lg Katja

Beitrag von mamavonyannick 19.05.10 - 08:00 Uhr

hallo,

welche Alternativen gibt es denn, wenn du die Riester kündigst? was glaubst du, wird dir hlefen, wenn du alt bist?
Ich habe ein Riester, wobei die momentan nur auf 5€ läuft. Mein Mann zahlt den vollen Anteil, erhält aber auch Zulagen für unser Kind. Wenn wir ein zweites Kind haben sollten, dann werde ich für dieses Kind die Zulagen beantragen und meine mit dem geforderten Mindestbeitrag besparen.
Ich persönlich würde nicht auf die Riester verzichten wollen. Die Zulagen, die ich vom Staat bekommen würde pro Jahr, sind schon eine Menge.

vg, m.

Beitrag von swety.k 19.05.10 - 08:06 Uhr

Hallo Katja,

ich find's ne gute Sache. Noch habe ich keine, werde aber bald eine abschließen. Wenn man im Alter nicht seinen Lebensstandard drastisch reduzieren will, muß man irgendwie fürs Alter vorsorgen. Und da halte ich Riester für die beste Möglichkeit.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von malisch 19.05.10 - 08:53 Uhr

Hallo Katja,

ich habe meinen Riester-Vertrag damals abgeschlossen, als meine Kleine zur Welt kam, weil es sich für Singles nunmal nicht lohnt. Und mit eigenen und Kinder-Zulagen wird´s schon interessant. Vor allem wenn man zu Hause bleibt, bekommt man für eingezahlte 60 Euro ganz viele Zulagen.
Mittlerweile arbeiten wir beide Vollzeit und die Zulagen sind - wenn man die Pflicht-Einzahlungen bedenkt - gar nicht so interessant.
Jetzt haben wir uns entschieden, irgendwann ein Haus zu kaufen. Und davor ein zweites Kind zu kriegen. Dann habe ich meinen alten Vertrag ruhen lassen. Und wir beide haben die Riesterverträge bei einer Bauspar-Gesellschaft gemacht. Denn die Zulagen gehen später direkt gegen den Kredit und auf sehr lange Sicht (mit zwei oder drei Kindern) macht es schon was her: 1.000 Euro pro Jahr, mal eben so.
Wie gesagt, wahrscheinlich würde ich es ohne Kinder gar nicht machen.
Gruß
Malisch

Beitrag von grundlosdiver 19.05.10 - 09:19 Uhr

Wo bekomme ich Zulagen in Höhe von 785 Euro pro Jahr, wenn unser Baby geboren ist?! (2x Kinderzulage a 300 Euro + Grundzulage 185 Euro) Das sind in 20 Jahren mal eben 15700 Euro, ist jedenfalls schon mal eine Grundlage!
Die Riester bespare ich nur mit meinem Mindestbeitrag, ich denke auch nicht, dass das fürs Alter reicht. Aber dann haben wir noch eine Immobilie, wo wir planen, mietfrei zu wohnen und noch ein paar andere private Verträge.

Was willst Du sonst machen?

Beitrag von ichclaudia 19.05.10 - 09:45 Uhr

Hallo,

du gehst jetzt aber davon aus, dass die Kinder alle nach 2007 geboren sind, unser Sohn ist z.B. 2005 geboren und wir bekommen "nur" 185,00 € Kinderzulage und keine 300 €....

LG

Von unserem Bankberater wurde gesagt: Riester-Verträge lohnen sich für jede Familie mit 3 (oder mehr) Kindern..

Beitrag von miau2 19.05.10 - 11:18 Uhr

Hi,
das kann dir niemand pauschal beantworten.

Riester lohnt sich (vor allem) für Familien mit Kindern, wenn zumindest einer ein eher niedriges Einkommen hat, also zumindest die eigenen vollen Zulagen + die der Kinder mit relativ wenig Eigeneinsatz erhält.

Riester lohnt sich eher weniger, wenn man sehr viel Eigeneinsatz leisten muss, um die vollen Zulagen zu erhalten - dann sollte man sehr genau prüfen, ob es andere, bessere Möglichkeiten gibt.

Und ja, es gibt mindestens eine überlegenswerte Alternative, die Entgeltumwandlung, die der AG anbieten muss. Durch die Befreiung von der Sozialversicherung für die Beiträge und dadurch, dass sie zur Ansparzeit steuerbefreit ist (man zahlt zwar später auf die Rente, aber da haben die meisten halt einen niedrigeren Steuersatz) kann sich das durchaus lohnen, erst recht bei höhren Einkommen, wo man bei Riester sehr genau überlegen sollte.

Also mal unser "klassischer" Fall: wir haben zwei Kinder, eins 2008 geboren. Allein für die beiden sind es meine ich über 480 Euro Zulagen im Jahr. Dazu die für mich, und das - aktuell wegen Elternzeit - für 5 Euro Eigenleistung im Monat. Da die Auszahlung der Zulagen garantiert ist ist das schon mal eine schöne Rendite. Und da ich die nächsten vielen Jahre nicht mehr voll arbeiten werde (und vermutlich auch nicht wirklich gut bezahlt) lohnt es sich - niedriges Einkommen, niedrige Eigenleistung, um volle Zulagen zu erhalten.

Mein Mann hat ein sehr hohes Einkommen, müsste sehr viel Eigenleistung für seine volle Zulage erbringen (wodurch natürlich diese "Rendite" erheblich niedriger ist als z.B. bei mir). Für ihn sind andere Varianten lohnender.

Denn bei ihm wäre das der Fall, was gerne vergessen wird: er müsste schon sehr, sehr alt werden, um das, was eringezahlt hat (um die vollen Zulagen zu bekommen) wieder ausbezahlt zu bekommen...darauf bauen kann man natürlich, aber für ihn ist die Entgeltumwandlung (plus andere Altersvorsorge) sinnvoller.

Also, pauschal kann man da wie immer nicht viel sagen. Stilllegen ist meistens sinnvoller als kündigen, oder z.B. mit einem Mindestbetrag weiterlaufen lassen (in der Elternzeit, mit ruhendem Arbeitsvertrag kannst du ja für 5 Euro im Monat die vollen Zulagen erhalten - das würde ich auf jeden Fall (noch) ausnutzen, geschenktes Geld nehme ich zumindest immer gerne an ;-)).

Bau-Riester bzw. die Verwendung für Immobilien ist noch mal ein eigenes Kapitel - wir haben uns, wenn wir nicht "notfallmäßig" da dran müssen, dagegen entschieden.

Viele Grüße
Miau2