Hoher Blutdruck und mit den Nerven grad am Ende

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von brille09 19.05.10 - 09:48 Uhr

Hallo zusammen!

Bin in der 37. SSW und war am Montag wieder beim FA. Jetzt hab ich ja schon länger das Problem, dass mein Blutdruck beim Arzt immer sehr stark ansteigt, allerdings ist der Blutdruck auch insgesamt etwas hoch. Beim Arzt war er dann viel zu hoch (160/120), wobei ich mich da auch so fühlte. Er meinte wieder (wie immer): Zu Hause weiter messen und wenn der "untere" Wert dauerhaft über 100 ist, dann müsse ich ins KH und evtl. eingeleitet werden. Na prima! Ich nehme täglich eine Presinol, was ja nicht wirklich viel ist, und die Werte waren jetzt immer bei etwa 140/90. Nur seit Montag mess ich jetzt natürlich immer wieder und irgendwie ist der Blutdruck jetzt immer bei 150/100 oder leicht drunter. Über 100 ist er nie. Trotzdem hab ich ein bisschen Angst und dadurch steigt der doofe Blutdruck natürlich immer mehr.

Doppler (0,49) und Kindsentwicklung sowie CTG sind absolut ok. Wasser hab ich so gut wie keins und auch keinen Eiweiß im Urin.

Mein FA meinte aber, wir sollten kein Risiko eingehen. Hab jetzt natürlich etwas gegoogelt und die Meinungen gehen ja ewig weit auseinander. Tja, meine Frage: Ist der hohe Blutdruck nur ein Indikator für SS-Vergiftung oder auch per se schon gefährlich? Und "wie schnell" wirds dann gefährlich?

Außerdem würd ich mich über ein paar beruhigende Worte freuen, dann würde der blöde Blutdruck wahrscheinlich von selbst runtergehen. Ohhhh Mann! Ich bin genervt!

Beitrag von lala77 19.05.10 - 09:55 Uhr

Da können wir beiden uns zusammen tuen. Meiner war gestern beim FA bei 140:80. Schon noch ok, aber sehr seltsam, da er sonst immer bei 110:70 lag #gruebel.

Ich habe auch kein Wasser, kein Eiweiß, aber habe mich da gestern so reingesteigert, dass mir speiübel war. Und als ich dann noch Kopfweh bekam, war es ganz vorbei. Ich habe dann wie eine Verrückte Blutdruck gemessen und im liegen dann so Werte wie 90:60, aber sobald ich eine Treppe steige und sofort messe 150:90 #schock.

Mein FA fand das völlig ok, aber auch ich steiger mich total da rein und weiß, dass das den Blutdruck noch mehr erhöht :-[.

LG, Lala

Beitrag von keks40 19.05.10 - 10:02 Uhr

Hallo,

ich habe auch immer mit hohem Blutdruck zu kämpfen am Ende der Schwangerschaft.
Bei meiner großen Tochter musste ich dann zur Kontrolle im KH bleiben, bis zur Entbindung.
Es ist schon risikoreich mit hohem Blutdruck zu entbinden. Also versuche dich zu schonen.
Bei meiner Kleinen, wurde in der 37. SSW eingeleitet. Allerdings hatte ich da zum hohen Blutdruck noch eine Thrombose und die Kleine hatte sich die Nabelschnur um den Hals gewickelt.
Jetzt hoffe ich natürlich, das das nicht wieder passieren wird.

Alles Gute

lg
keks

Beitrag von kerschdean 19.05.10 - 10:23 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich sehr gut verstehen! Ich erzähl Dir einfach mal meine persönliche Geschichte:

Ich hatte in beiden SS gegen Ende einen hohen Blutdruck. Bei der ersten hatte ich noch zusätzlich Wasser, aber kein Eiweiß im Urin und habe ab der 35. Woche oder so Presinol genommen.
Mir ging es gut und ich war regelmäßig beim US (so alle 2 Wochen, dann jede Woche und ab ET alle paar Tage), es wurden viele Doppler gemacht, die alle immer super waren!

Ende vom Lied: Mein Sohn wurde nach Einleitung bei ET+11 geboren - alles tiptop in Ordnung!

Bei meiner Tochter fing der Blutdruck erst in der 36./37. Woche an zu steigen, komplett ohne Wassereinlagerungen und NIE Eiweiß im Urin und ich hatte eine tolle FÄ! Sie machte sicherheitshalber Gestose-Labor (das IMMER unauffällig war) und sagte: "Cool bleiben" - hab ich versucht. Ich musste ab ET jeden Tag zum CTG ins KH und bekam 2x Doppler.

Ausgang der Geschichte: Ein kerngesundes Mädchen bei ET+9!

Du siehst, auch mit hohem Blutdruck kann alles wunderbar gut werden.
Und als Tipp: nimm Dir Druck und mess nie öfter als 2x am Tag, zu festen Zeiten und natürlich nicht nach dem Treppensteigen ;-)

Ganz liebe Grüße,
kerschdean #liebdrueck

Beitrag von saceradivina 19.05.10 - 12:04 Uhr

Ich habe ja auch schon seit der 22.SSW einen grenzwärtigen Blutdruck.
Seit dem grenzt er immer, auch zuhause bei 140-130/85-95.
Auch ich habe vom FA die Anweisung, dass ich sobald der untere Wert über 100 steigt ind KH soll, wegen einstellung des Blutdrucks.
Eiweiß im Urin habe ich keinen, aber Ödeme (aber die Neigung hatte ich auch vorher schon, danke Mama).

Gestose Labor wurde auch schon gemacht, aber ohne Befund.
Ansonsten wird viel gedoppelt, aber immer unauffällig.

Mittlerweile bin ich in der 30.SSW, und die anfängliche Panik ist auch vorbei die ich am ANfang hatte wegen dem befund.

Also Kopf hoch.

LG
SaDi

Beitrag von berry26 19.05.10 - 12:08 Uhr

Hallo,

hast du mal deinen FA gefragt ob du nicht einfach die Presinoldosis erhöhen sollst? Eine Presinol täglich ist ja schon eine homöopatische Dosis und kann an sich ja nicht soo viel bringen.

Der hohe Blutdruck an sich schadet dem Baby an sich nicht, kann aber auch ohne SS-Vergiftung zu einem Plazentainfarkt führen. Das kann man mit einem Herzinfarkt vergleichen, in dem dann die Plazenta teilweise oder komplett abstirbt bzw. die Funktion aufgibt. Da du aber regelmäßig zum Doppler gehst, wird ja auch jedes Mal die Verkalkung der Plazenta kontrolliert. Ansonsten kann es evtl. bei der Geburt zu Komplikationen kommen, wenn der Blutdruck extrem hoch ist.

Bei meinem Sohn hatte ich zum Schluß dauerhaft einen Blutdruck von über 160/100 mit Spitzenwerten von 210/130. Dieser konnte auch mit einer Maximaldosis von 6 Presinol täglich nicht gesenkt werden. Mein Sohn kam trotz dieser Werte spontan und gesund auf die Welt.

LG

Judith