Sind wir ein Jammervolk????

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Beitrag von lotte79 19.05.10 - 10:33 Uhr

Hallo zusammen,

mich beschäftigt gerade aus aktuellem Anlass diese Frage.

Zur Zeit macht mir das Arbeiten keinen Spass mehr. Bin in der Versicherungsbranche tätig und kann mir momentan echt jeden Tag x-mal anhören, dass man ja so arm sei, die Kosten ja explodieren und die Gehälter nie steigen#augen

Ganz ehrlich? Mittlerweile schwillt mir der Kamm bei der Aussage.

Sicherlich weiss ich das es momentan in der Wirtschaft mehr als mau aussieht. Aber bringt uns das Jammern weiter? Ne oder?

Sind wir echt so ein Jammervolk geworden? Richtet sich denn der Sinn des Lebens nur danach wieviel Geld man in der Tasche hat? Warum erfreut man sich denn nicht an dem was man hat? Ist das so schwer? Solange wie man noch jeden Tag ne warme Mahlzeit hat und (mal als Beispiel jetzt hier) nen Auto vor der Tür stehen hat kann es doch gar nicht so schlimm sein....

Wie gesagt allmählich kommts mir vor als wären wir echt zum Jammervolk mutiert...

Sorry warscheinlich ein Silopo aber ich durfte mir das heute schon zum dritten Mal anhören#hicks

LG
Silke

Ich finds mittlerweile echt

Beitrag von vwpassat 19.05.10 - 10:38 Uhr

Ja, das finde ich auch schon länger.

Das Tragische daran ist meist, dass die jenigen, welche am meisten jammern, auch am allerwenigsten an ihrer Situation ändern wollen.

Ich ignoriere das weitestgehend.

Beitrag von lotte79 19.05.10 - 10:39 Uhr

Hey,

ignorieren??? Wie schafft man das???

Ich möchte das auch können#gruebel

LG

Silke

Beitrag von vwpassat 19.05.10 - 10:52 Uhr

Indem man sich nicht auf das Niveau des "Jammernden" begibt.

Nicht immer leicht, aber machbar.

Beitrag von ninnifee2000 19.05.10 - 11:00 Uhr

Mir sitzt so ein Jammerlappen den ganzen Tag im Büro gegenüber. Beide Arbeit, zwei gesunde Kinder, ein Haus. Die sind zwar nicht die Großverdiener, haben aber mehr als andere. Aber trotzdem immer noch zu wenig... "Und von der Steuer kriegen wir nur einen Tausender zurück..." :-[ Ich bekomme nichts, weil mein Arbeitsweg kurz ist und ich sonst nichts habe. Mecker ich? Nein.

Das Schärfste: Sie hätte gern die DDR zurück. Bei der Wende war sie 8 Jahre alt. Wenn wir noch die DDR hätten, könnte sie dieses Jahr nicht in die Türkei fliegen...

Wie oft höre ich "Scheiß Staat". Dabei tut Deutschland um einiges mehr als andere Länder, gerade für Kinder. (mir hängen die hohen Steuern aber auch zum Halse raus)

usw...

Die, denen es am besten geht, meckern am meisten und im Falle meiner pornoblonden Arbeitskollegin: am lautesten.

Beitrag von nele27 19.05.10 - 10:47 Uhr

Jammern ist des Deutschen liebste Tugend ... bevorzugt auf hohem Niveau #augen

Ich glaube aber nicht, dass das neu ist, das war schon immer so. Wenn Du mal bedenkst, dass D zu den reichsten Ländern der Erde gehört und die Leute klagen, als ob sie in der Dritten Welt leben, da kann einem schon ganz übel werden...
Naja, ich denke, die beste Lösung ist, dass man einfach selbst mit gutem Bsp. vorangeht und sich über das freut, was man hat #freu Statt über die Meckerpötte zu meckern (dann ist man ja selbst nicht besser :-)) Außerdem kann man denen so gut den Wind aus den Segeln nehmen...

LG, Nele
zufrieden mit dem Leben #huepf

Beitrag von litalia 19.05.10 - 12:08 Uhr

sehe ich auch so.

das gejammere nervt schon ;-)

egal ob nun der alg2 empfänger jammert (dieser sollte froh sein überhaupt geld zu bekommen um ein dach über den kopf zu haben und etwas zu essen)

oder die arbeitnehmer über ihre abgaben, klar, diese kann ich noch eher verstehen. aber ändert es was? nein, man sollte froh sein das man arbeit hat und finanziell trotz abgaben "mehr" in der tasche hat.

AAABER

manchmal ist es tatsächlich zum heulen und die UNGERECHTIGKEIT die mitunter in diesem land herrscht ist leider da, die menschen wissen das und spüren es auch. darum wird das jammern und die missgunst immer größer. man weiß sich eben nicht anders zu helfen?

mitunter kann ich die menschen schon verstehen und eigentlich hoffe ich dass dieses "jammern" nur ein ganz kleiner anfang ist und sich die situation so zuspitzt das es für deutschland einen großen "knall" gibt und viele dinge grundlegend geändert werden müssen ... vorallem die zunehmende ungerechtigkeit in diesem land.

auch dann wird es immer welche geben die jammern... und sei es über das schlechte wetter ;-) .... aber das wirkliche jammern, der neid und die missgunst was herrscht das ist mitunter das unverständniss und der hass über die immer ungerchter werdende situation in deutschland.
bisher ist jammern das einzigste womit sich die breite masse der menschen darüber ausdrücken kann.

Beitrag von nele27 19.05.10 - 13:33 Uhr

Ja, einen Knall könnte ich auch besser vertragen als nur Rumgejammere ... dann lieber Müll vor den Landtag kippen als in der Kneipe zu sitzen und zu klagen "die Politiker sind blöööööd" #augen

LG, Nele

Beitrag von king.with.deckchair 19.05.10 - 11:05 Uhr

Mal ehrlich - wer kann denn noch aus dem Stimmungstief rauskommen? Bei DEM Wetter! Und bei diesem ständig jammer- und sorgenvoll verzogenen Gesicht:

http://noyoucant.files.wordpress.com/2009/04/wecant92b.jpg

Ch.
...die dieses Gejammer, was offenbar besonders auch die Hessen bis zum Anschlag betreiben und diese ewige Schwarzseherei auch einfach nur noch satt hat...

Beitrag von lotte79 19.05.10 - 11:12 Uhr

Was hast Du gegen das Wetter???

Ok zugegebenermassen etwas zu kühl für die Jahreszeit aber mal im Ernst:

Im Sommer ists uns zu warm, im Winter zu kalt, im Herbst zu nass und im Frühling??? Naja ok da meckern vieleicht noch die wenigsten:-)

Zu dem Gesicht (bzw. Person) sag ich mal lieber gar nichts#augen

LG
Silke

Beitrag von liebesbienchen 19.05.10 - 14:23 Uhr

.....der Frühling ist auch kacke da fliegen die Pollen wie verrückt! :-p;-)

Beitrag von seelenspiegel 19.05.10 - 11:06 Uhr

Dann freu Dich mal, dass Du nicht im Gesundheitswesen arbeitest, da ist Jammern im Minutentakt gegeben.....also jammer nicht *g*

<<<Sind wir echt so ein Jammervolk geworden?>>>

Ja

<<<Richtet sich denn der Sinn des Lebens nur danach wieviel Geld man in der Tasche hat? >>>

Wenn die Gesellschaft es in ALLEN Dingen so propagiert, ist es wohl so. Es gibt nur noch wenige Menschen, die sich wenig- bis gar nicht danach richten.

<<<Warum erfreut man sich denn nicht an dem was man hat? Ist das so schwer?>>>

Weil die Menschen verlernt haben hinzusehen, und JETZT zu leben. Einige hängen in Gedanken dem nach was war, andere haben den Blick nur noch nach vorne gerichtet auf das was sein kann / soll.....aber die wenigsten leben den Moment.

Kinder können das ganz toll.....im hier und jetzt sein, hinzuschauen und jeden Tag 1000 kleine Wunder entdecken.



Ich bleib zum Teil Kind(skopf)......versucht es mal.....macht meistens Laune und beugt Falten vor. :-)

Beitrag von mamavonyannick 19.05.10 - 11:08 Uhr

Hallo Silke,

auch ich bin in der Versicherungsbranche und auch ich kenne diese Aussage. Wobei es immer solche und solche gibt.
Das hier: "Richtet sich denn der Sinn des Lebens nur danach wieviel Geld man in der Tasche hat?" passt allerdings nicht ganz zu deinem Job.;-) Denn eines deiner Verkaufsargumente wird doch immer sein: "WEr bezahlt ihnen den Schaden, wenn das und das passiert. Demnach richtet sich der Sinn des Leben vllt nicht unbedingt nach dem Geldbeutel, aber der deines Jobs schon, zumindest im Bezug darauf, was passieren könnte.

Grundsätzlich stören mich diese Aussagen nicht wirlklich und im Privatleben empfinde ich es nicht so, dass alle immer nur meckern. Sicher will sich jeder selbstverwirklichen, das größtmögliche Glück empfinden. Und ich muss schon sagen, dass ich in unserem Haus auf unserer Terrasse bei SONNE;-) mich schon deutlich wohler fühle als in einem Neubaublock. Und dazu gehört eben Geld.

vg, m.

Beitrag von robingoodfellow 19.05.10 - 11:24 Uhr

Der Deutsche an sich jammert gerne...


Kann ich nur bestätigen. Schimpfen ist wohl sooo schön, dass man es den ganzen Tag lang betreiben will.

Sehe ich immer wieder an meinem Schwiegervater. Er ist weitgehend fit mit seinen 71 Jahren, er ist reich, er kann sich alles leisten was er will.

Was macht er ? Jammern, nörglen rumklugscheissern. Die bösen Politiker, Ausländer, Arbeitsfauen.. etc. und pipapo. Alles schlecht, blöd usw.

Man kan sich das Leben auch selber vermiesen.

Ich nicht.

Liebe Grüße

Beitrag von echtjetzt 19.05.10 - 11:32 Uhr

Tja, wie war das..?!

"Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit". Oder so ähnlich..

Ja, ich denke wir sind recht weit vorne, was das Jammern angeht. Nervt mich aber nicht groß, ich muss ja nicht mitjammern. :-)

Beitrag von aeffchen77 19.05.10 - 11:39 Uhr

Soso, seid ihr alle überzeugte Nichtjammerer???
Anscheinend nicht, sonst würdet ihr nicht über Jammerer jammern. :-p

Jetzt mal ehrlich: Niemand von euch kann mir erzählen, dass er nicht jammert und wenns nur deshalb ist, weils Brötchen heute mehr kostet als noch vor 10 Jahren.

Beitrag von echtjetzt 19.05.10 - 11:48 Uhr

Jammern ist doch kein Ding, kann man schon mal machen. Aber gerade dein Brötchenbeispiel ist doch wirklich kein Grund.

Es gibt einfach viele Menschen, die sich das Leben unnötig schwer machen mit ihrer Sichtweise.

Beitrag von mamavonyannick 19.05.10 - 11:51 Uhr

Früher hatten wir auch einen Kaiser...;-)

Man kann Sachen schon bemängeln, dass ist klar. Wenn man aber so sehr alles mies macht, dass man die Sachen, die toll sind, nicht genießen kann, dann hat man echt ein Problem. Und darum gehts hier doch.

Beitrag von aeffchen77 19.05.10 - 11:56 Uhr

Nein, im Ausgangsbeitrag ging es darum, das die Leute anscheinend Angst haben, finanziell nicht mehr über die Runden zu kommen.
Und in dem Fall kann die Wiese noch so bunt und der Schmetterling noch so schön sein, dadurch kommt man auch nicht aus dem Tief raus.

Beitrag von mamavonyannick 19.05.10 - 12:01 Uhr

Dann stellt sich doch aber die Frage: Ist diese Angst berechtigt oder wird sie nur índividuell so empfunden? Das ist schwer einschätzbar... Ich persönlich habe im Bekanntenpreis Familien, die es nicht so dicke haben. komischerweise jammern die am wenigsten und geben sich schneller zufrieden, als die, die mehr haben.

vg, m.

Beitrag von aeffchen77 19.05.10 - 12:05 Uhr


Natürlich ist diese Angst auch individuell.

Für denn einen ist es ne Katastrophe, wenn er statt 4x nur noch 3x pro Woche ins Restaurant gehen kann.
Aber aus meinem nächsten Umfeld kann ich berichten, dass diese Angst echte Existensangst sein kann.
Zwar bringt das Jammern da nicht wirklich viel, aber irgendwo befreit es auch, wenn man jemandem von seinen Problemen erzählt.

Beitrag von nele27 19.05.10 - 13:31 Uhr

Ja, klar. Umso mehr man hat umso größer die Angst, diesen Besitz und die damit verbundenen Privilegien zu verlieren...

Nele

Beitrag von kendra.26 19.05.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

ja so erlebe ich die Gesellschaft auch, immer am meckern , jammern und sich beklagen!!

Es liegt wohl daran das viele den Sinn im Leben in materiellen Dingen suchen.

Tiefgläubige Menschen, ob Christen oder Muslime , Buddhisten oder Hindus , haben ihren inneren Frieden gefunden und die hört man kaum jammern ;-)

Ich mag Menschen , die in sich ruhen, mit sich selbst im Reinen sind, nicht immer alles haben WOLLEN /MÜSSEN, und halte mir den Rest geschickt vom Leib, weil diese Menschen einem die Lebensfreude vermiesen.

VG

Beitrag von kawatina 19.05.10 - 15:33 Uhr

Hallo,

meine früher Schwiegermutter, war tiefreligiös und eine wandelnde Klagemauer.#rofl
Das religiöse Menschen nicht jammern, halt ich für ein Märchen aus dem Reich der Sagen und Mythen.

Kam der gläubisch katholische Clan meines Ex zusammen, wurde nur gejammert. Über Gesundheit, Geld, Wohnung, Konsum, die bösen Atheisten:-p..wie schlecht die Welt nur geworden ist.....bla..bla..bla

..und am Besten fand ich die Jammerei, eher schon die Buhlerei untereinander, wer die geschwollensten Füße hatte.#rofl

Beitrag von kendra.26 19.05.10 - 16:51 Uhr

#rofl dann formuliere ich es mal ein wenig anders ;) Ich bin der Meinung wenn man mit sich zufrieden ist und mit dem Leben was man führt, regt man sich nicht so oft über Dinge auf, als wenn man sowieso unzufrieden ist.

Bin halt der Meinung das die Religion schon dazu beiträgt seine innere Ruhe zu finden.

VG

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