Wie krieg ich meinen 3jährigen in SEIN bett???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von dupdidu 19.05.10 - 10:51 Uhr

Hallo ihr lieben!

Mein Sohn, 3 Jahre, schläft nicht alleine... 1. muss ich mit ihm ins bett und krabbel raus wenn er eingeschlafen ist, ok, kein problem!
Allerdings fände ich, es wäre an der zeit, dass er in seinem bett in seinem zimmer schläft..
Allerdings würde er aufwachen und würde wieder zu uns rüberkommen wollen... und alleine ins bett geht schon mal gar nicht! Er geht einfach nicht, wird hysterisch wenn er alleine gehen soll!

Legt sich das irgendwann oder soll ich da was tun? Und wenn ja... WAS??

Ganz liebe grüße

Beitrag von claus 19.05.10 - 10:58 Uhr

Hallo,

Luca ist zwar noch nicht ganz 3, aber wir hatten genau das gleiche Problem. Er schläft jetzt ca. seit einem Monat in seinem Bett (mit Nachtlampe). Zuerst waren wir immer solange im Zimmer bis er eingeschlafen ist, dann haben wir uns immer weiter vom Bett distanziert. Erst stand ich in der Mitte´des Raumes und mittlerweile gehe ich nach den Gutenachgeschichte raus, lass aber die Tür auf, bis er eingeschlafen. Wenn er mich ruft, antworte ich natürlich.

Das ist für so ein Kind nun mal eine riiiiiiiesen Umstellung. Ich hab Luca auch nicht dazu gezwunegn, in seinem Bett zu schlafen, er wollte es selber.
Ich denke, da solltest du ihm die Zeit, die er braucht.


LG

Claudia

Beitrag von anyca 19.05.10 - 11:05 Uhr

Meine fast Vierjährige kam bis vor kurzem auch noch fast jede Nacht in unser Bett, inzwischen nur noch ein, zweimal die Woche, ist doch nicht schlimm.

Eingeschlafen ist sie auch lange bei uns. Wir haben dann erst mal bei ihr direkt am Kinderbett gesessen, bis sie schlief, dann etwas weiter entfernt im Raum, inzwischen sind wir bei "wir schauen in zehn Minuten noch mal zu Dir rein".

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 11:07 Uhr

Ob Du was tun SOLLST, werde ich nicht beurteilen. Das ist deine Entscheidung.

Was Du tun KANNST... dafür hätte ich ein paar Ideen:

1. Erwarte nicht, dass er von heute auf morgen alleine einschlafen kann, wenn er bisher immer begleitet wurde. Er muss das langsam lernen. D.h. nicht, dass Du da jetzt irgendwas falsch gemacht hast oder es deine Schuld ist, dass er bis jetzt nicht alleine schlafen kann. Es ist absolut in Ordnung, kleine Kinder in den Schlaf zu begleiten und oftmals sind sie vorher einfach auch nicht in der Lage, anders zu schlafen. Mit 3 Jahren SOLLTE es aber eigentlich schon klappen.

2. Ich habe es bei meiner Tochter hinbekommen, indem ich erstmal nur Händchen gehalten habe anstatt in vollen Körperkontakt zu gehen.

3. Dann habe ich ihr irgendwann mal gesagt, dass ich unbedingt Pipi machen muss und gesagt, dass ich gleich wieder komme. Wenn sie ruhig gewartet hat, dann habe ich sie gelobt. Das gibt ein gutes Gefühl. Wenn sie anfing zu weinen, habe ich versucht sie abzulenken: "Schau dir doch in der Zeit ein Buch an. Dauert echt nicht lange."

4. So nach und nach habe ich das dann gesteigert und war dann bis zu 4 mal pro Abend "Pipi machen". Immer nur ganz kurz und dann auch mal länger, je nach Gefühl. Ich habe versucht, es auszureizen, aber nicht zu ÜBERreizen. Wenn sie doch mal geweint hat, haben wir darüber geredet: "Was war denn los?" Ich habe versucht, herauszufinden, was los ist, ob sie Ängste hat etc.

5. Irgendwann war sie dann eingeschlafen. Und ich wußte: Sie kann es!

6. Nach einiger Zeit habe ich ihr gesagt: "So Du bist doch ein ganz großes Mädchen und ich glaube ganz fest, dass Du auch ganz alleine einschlafen kannst." Sinnigerweise solltest Du eine Phase abpassen, wo das Kind auch in anderen Bereichen autonom sein wil, also häufig "Kann ich alleine!" sagt. Sie hat ein bißchen gejammert und ich kam dann auf die Idee, ihr Aufpasser ins Bett zu setzen, z. B. ein Kuschelschaf. Dem habe ich dann (sehr theatralisch) gesagt: "Liebes Schäfchen, pass bitte auf meine kleine große Java auf und wenn irgendwas ist, dann ruf mich bitte." Dann hat das Schäfchen genickt, sich in Javas Arm gekuschelt und Java war erstmal wieder fröhlich... lachen ist gut. Oftmals wollte sie dann noch eins und noch eins und... nach maximal 3 Tieren war Schluss, sonst hätte ich den Abend damit verbracht.... Aber es hat funktioniert.

7. Irgendwann brauchte sie die Viecher dann nicht mehr. Und dann irgendwann konnte sie wieder nicht einschlafen, wollte die Viecher aber nicht mehr. Es genügte dann aber, ihr zu versprechen, nochmal gucken zu kommen, also raus, 10 Minuten gewartet, nochmal rein, gestreichelt und wieder raus.

8. Heute (mit fast 4) ist es so, dass ich mich zur ihr ins Bett lege, eine Geschichte vorlese und ein Lied singe und dann je nach Tagesform mal ein Kuscheltier zum Aufpasser mache, mal dem Poster sage, dass es aufpassen soll und manchmal (meistens) einfach so gehen kann.

Du siehst, das war nicht ganz so einfach, aber behutsam haben wir es geschafft und ich denke, dass diese Tricks auch bei anderen Kinder helfen.

Durchgeschlafen hat sie übrigens erst mit 3 Jahren und 3 Monaten. Dafür hatten wir dann als Trick eine Zeitschaltuhr mit Licht, das die Zeit angezeigt hat, ab wann sie rüberkommen durfte. In Verbindung mit einem Belohnungssystem (Sticker ins Album) klappte das dann sehr schnell. Aber dafür sollte dein Sohn erstmal alleine einschlafen können.

Beitrag von tinathomas 19.05.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

wir hatten bis Anfang diesen Jahres fast das gleiche Problem.
Philipp ist zwar in seinem Bett eingeschlafen (wir waren und sind noch dabei, er braucht mittlerweile nur noch ca. 15 Minuten und ist dann im Land der Träume), aber nachts kam er immer zu uns.

Irgendwann haben wir ihm erklärt, dass er ein eigenes Bett hat und wir möchten, dass er in diesem auch schlafen soll. Wir haben dann mit ihm ausgemacht, für jede Nacht, die er in seinem Bett durchschläft, bekommt er an seiner Tafel einen Strich. Bei 10 Strichen bekommt er eine Belohnung (die er sich vorher schon ausgesucht hat).
Wenn er allerdings zwischendurch wieder zu uns kommt, dann werden alle Striche ausgewischt und er fängt von vorne an.

Nach 10 Nächten hat er bei sich durchgeschlafen und er bekam die Belohnung. Seitdem (Ende Januar) ist er erst zweimal wieder bei uns im Bett gelandet :-D.

Ab und an wird er nachts wach und ruft nach uns, dann gehen wir zu ihm und bleiben eine Weile bei ihm, bis er wieder eingeschlafen ist. Aber das passiert ganz selten ;-).

Freunde von uns haben dieses Belohnungssystem auch bei ihrem Sohn angewendet und es hat auch geklappt.

Philipp war übrigens fast 4,5 Jahre alt, als wir das durchgezogen haben.

Liebe Grüße und viel Erfolg

Tina mit Philipp (29.08.2005)

Beitrag von wort75 19.05.10 - 11:17 Uhr

überdenk euer schlafen-gehen-rithual. ist es zu unruhig.

gutes beispiel wäre: essen, hände und zähne putzen, pyjama anziehen, ruhiger werden, in SEIN Bett krabbeln, mit mama das büchlein angucken, kuss, lied oder gebet, licht dimmen und mama geht raus.

anfänglich halt noch "mama liegt rasch dazu".

wir machens so, dass wir uns zu ihm legen während des liedes, dann sagen, dass wir ncohmals kommen und rausgehen. wir gehen dann wirklich nochmals zudecken, aber da schläft er immer schon.

wenn er nachts zu uns rüber kommt sind wir inkonsequent. wenn wir noch im halbschlaf sind ziehen wir ihn an uns und schlafen mit unserem püppchen im arm ohne es zu merken. sind wir mehr oder minder wach, nehmen wir ihn und tragen ihn zu ihm rüber und legen uns ggf. auch noch eine minute dazu bis er wieder schläft.
allerdings kommt er meist gegen sechs, da stehen wir eh bald auf. also bleibt er die letzen paar augentlicke halt noch bei uns.

der erste schritt bei dir wäre jetzt, dass er in seinem bett einschläft. auch wenn du ggf. am anfang noch dabei sitzen bleiben musst. oder dich halt kurz dazulegst. das bedingt natürlich, dass er ein grosses bett hat :-)