Stillen nicht die offenbarung

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von aida22 19.05.10 - 10:59 Uhr

Schönen Vormittag!

mh, das ist jetzt wahrscheinlich für die meisten eigenartig was ich aus meiner "Stillerfahrung" schreibe, aber ich möchte wissen ob ich wirklich die einzige bin die so denkt, oder ob es noch jemanden gibt, der zwar stillt weil es für das Baby das Beste ist, aber selbst nicht beim stillen aufblüht. #kratz
Sarah, meine Große (5 Jahre) war ein Flascherlkind aus Überzeugung. Es hatte damals für mich nur Vorteile. z.B. konnten mein Mann und ich ca. 3 Wochen nach der Geburt mal am Abend zu Zweit essen gehen und meine Mum hat sich dann um Sarah gekümmert. Ich konnte mal für einen Nachmittag was für mich tun während mein Mann die Kleine versorgte. #pro Am Wochenende durfte ich ausschlafen und mein Mann gab Sarah die #flasche in der Nacht. Es war mir auch nie umständlich bei Ausflüge usw. eine Milchportion mitzunehmen. Ist wahrscheinlich gewöhnungssache.

Jetzt wollte ich bei Felix - da unsere Familienplanung definitiv abgeschlossen ist - das Stillen probieren. Zu meiner positiven Überraschung hat es gleich von Beginn an gut geklappt. Ich hatte einen moderaten Milcheinschuss #schwitz (bisher) keine Entzündungen oder sonstigen Probleme. Felix trinkt gut und so kann ich ihn voll stillen. #pro
Nur dieses oft beschriebene Hochgefühl des Stillens will sich nicht so recht einstellen. #gruebel
Es ist schwer zu beschreiben, ich stille weil es für Felix gut ist, aber nicht aus persönlicher Befriedigung. Was ja auch völlig okay ist, nur ertappe ich mich jetzt schon beim Gedanken dass es schön wäre, wenn ich mal wieder einen Nachmittag nur mit meiner Tochter was unternehmen könnte. #hicks Was ihr guttun würde, da sie die letzte Woche doch sehr zurückstecken musste. #schmoll

Vielleicht probiere ich es bald mal mit abpumpen, das wäre wohl eine Alternative.

lg
aida

Beitrag von qrupa 19.05.10 - 11:05 Uhr

Hallo

dein kleienr mann ist gerade erst ein paar Tage alt. Mich würde es eher wundern wenn stillen für dich jetzt schon das Paradies wäre. Meist kommt diese Einstellung doch erst mit einigen Wochen, wenn man sich nichtmehr so sehr auf das stillen an sich konzentrieren muß, damit alles passt sondern man auch beim stillen den Kopf frei hat. Gib euch beiden noch ein bißchen Zeit.

LG
qrupa

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:21 Uhr

hallo!

danke für deine Antwort.
ja natürlich gebe ich uns beiden noch Zeit. Das stillen belastet mich ja auch nicht wirklich.
Bin gespannt, ob das Stillen wirklich mal so nebenbei laufen kann #kratz

lg
aida

Beitrag von kaka86 19.05.10 - 11:09 Uhr

Hab in deinem Prifil gelesen, dass dein Kind erst 9 Tage alt ist....stimmt das?!

Ich war bis 2 Wochen nach der Geburt sehr kaputt und konnte mich auch nicht über das stillen freuen!
Ich hatte aufgerissene Brustwarzen und dadurch auch ca 3 wochen starke schmerzen!
Aber nach 2-3 Monaten war es schön!
Ich hatte nie dieses hochgefühl was andere Mütter beschreiben, aber ich war glücklich, dass ich was gutes für meine Tochter getan habe, dass ich es durchgehalten habe und weil es so praktisch war!

gib euch einfach ein bisschen mehr zeit und dann wirst du das stillen auch als schön empfinden!

LG
Carina mit Carlotta (10 Monate)

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:19 Uhr

Hallo!

ja stimmt, er ist am 10.05 geboren #hicks Aber mir geht es rundum gut. Lag wohl an der schnellen Geburt ;-) Habe wie geschrieben auch keine Probleme mit wunden Brustwarzen udgl.
Aber wahrscheinlich ist das Stillen - wie alles andere auch - eine Sache an die man sich gewöhnen muss. Auch wenn es das "natürlichste" der Welt ist.

#danke
aida

Beitrag von sako2000 19.05.10 - 11:40 Uhr

hallo,

wenn du nicht so begeistert bist und lieber die flaschen geben moechtest, dann still doch ab.
du bist nun wirklich mit einem problemlosen stillstart gesegnet, wohingegen andere muetter sehr kaempfen mussten und hast trotzdem noch zweifel bzw. bist nicht davon ueberzeugt.

tut mir leid, ich kann deine einstellung nicht nachvollziehen, aber wenn es so ist, dann akzeptiere ich es.

alles gute fuer dein baby und fuer euch,
claudia

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:45 Uhr

hallo claudia,

nein abstillen werde ich so schnell nicht ;-) ein paar Monate soll er schon in Genuss von Mumi kommen.
Ich bin wohl mit einer zu großen emotionalen Erwartungshaltung an die Stillsache herangegangen und die großen Vorteile des Stillens sind halt (bis auf den gesundheitlichen Aspekt) noch nicht eingetreten bei mir.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

lg
aida

Beitrag von zwillinge2005 19.05.10 - 11:12 Uhr

Hallo,

ich stille aus Überzeugung, weil es das Beste für Kinder und Mütter ist.

Nicht um dadurch irgendeine Offenbarung oder Befriedigumg zu erhalten. Es ist einfach normal und natürlich zu stillen und keine künstliche Säuglingsmilchnahrung zu füttern.

Allerdings müssen meine beiden großen nicht "zurückstecken", weil wir stillen. Gerade mit einem Stillkind bin ich sehr flexibel.

Für "Kinonotfälle" und dringende "Paardates" kann man notfalls Milch abpumpen.

In den bisherigen vier Lebenswochen unseres dritten Kindes konnten mein Mann und ich aber noch auf solche Termine problemos verzichten.

Morgen mache ich einenGanztagseinkaufsbummel mit der besten Freundin - nur für mich - unser vollgestilltes Kind "darf" mit........

LG, Andrea

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:25 Uhr

hallo!

alles was du als Vorteile des Stillens beschreibst (bis auf die optimale Ernährung fürs Kind) hat sich eben bei mir noch nicht eingestellt.
Würde ich das Ernährungstechnische mal weglassen, ich würde mich sofort wieder für die Flasche entscheiden.
Aber mein Kleiner ist ja erst ein paar Tage alt. Und vielleicht kommt mit der Zeit auch die Stillroutine.

lg
aida

Beitrag von viofemme 19.05.10 - 11:20 Uhr

Wow, du bist wirklich zu beneiden, dass das Stillen sofort problemlos funktioniert hat! Ich musste die ersten fünf Wochen mit offenen und blutigen Brustwarzen kämpfen, jedes Anlegen war die Hölle und vielen Stillenden geht es anfänglich genauso. Aber ich habe durchgehalten weil es tatsächlich für meinen Sohn das beste ist.
Zwar stellt sich bei mir nach wie vor kein regelrechtes "Hochgefühl" ein, aber ich genieße es mittlerweile schon, weil ich sehe, wie mein Sohn diese innigen "Momente" - er braucht nachts eine Stunde - genießt. Es täte mir so leid, wenn ich sehe, wie er meine Brust sucht und stattdessen würde ich ihn dann einen Plastiksauger in den Mund schieben.
Und ich finde es wirklich praktisch. Unterwegs kann ich immer ohne irgendetwas mitzunehmen füttern und ich vermute mal, dass es schon stressig ist, die Flasche zuzubereiten, während das Kind schon vor Hunger schreit.
Klar ist man scheinbar symbiotisch mit dem Kind verbunden, aber seit kurzem kann ich zumindest ein paar Stunden unterrichten gehen - alles eine Frage der Planung.

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:27 Uhr

hallo!

ja ich weiß, ich habe nicht wirklich einen Grund mich zu beschweren.
Ich habe nur immer so viel gelesen wie toll, erfüllend usw. das Stillen ist und - naja - ich empfinde das nicht so!
Soweit, dass ich ihn unterwegs auch stillen könnte sind wir noch nicht. Da muss sich erstmal ein bisschen ein Rhytmus einspielen.


lg
aida

Beitrag von sunshine7505 19.05.10 - 11:30 Uhr

Hallo,
ich habe meine beiden Kinder gestillt (5/8 Monate).
Für mich war es selbstverständlich die Kinder zu stillen und es hat auch gut geklappt. Es ist einfach gesund und praktisch und ich bin auch überzeugt davon. Ich habe gerne gestillt. Dennoch hatte ich nie ein "Hochgefühl" dabei und für mich ist das Stillen auch nicht die Erfüllung schlechthin. Mehr ist es so dass es mir einfach nichts ausgemacht hat und ich auch die Nähe zu den Kindern genossen habe, vor allem nachts. #hicks Aber es gibt trotzdem Wichtigeres und Schöneres im Leben für mich/uns. ;-)
LG Katja mit Julia (5) und Sebastian (fast 2) #sonne

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:49 Uhr

hallo!

vielleicht ist es auch die "selbstverständlichkeit" des Stillens, die bei mir fehlt. Für mich war sowohl das nicht-stillen bei meiner Tochter, wie auch das stillen bei meinem Sohn ein bewusst getroffene Entscheidung.
Und wie bei wohl jeder Sache die man entscheidet, wägt man für und wider ab und hat eine gewisse "Vorstellung" von der Sache.

Du hast eines deiner Kinder 5 Monate lang gestillt? Bewusst nicht länger oder ist was dazwischen gekommen? Ich frage deshalb weil dies auch in etwa die Dauer sein wird für die ich vorhabe zu stillen. Muss ab Oktober wieder an die Uni bzw. teilweise Arbeit.

lg
aida

Beitrag von hebigabi 19.05.10 - 11:40 Uhr

Bis sich die Familiensituation zuhause neu eingespielt hat- gerade beim 2. - dauert es (wie auch beim 1. meistens) gute 6 Wochen und die Zeit sollte sich jede Frau geben.

Die 1. drehen anfangs schon mehr am Rad und du hast permanent das Gefühl weder dem 1. noch dem 2. wirklich gerecht zu werden, aber das geht auch den Flaschenmüttern so - glaube mir.

Für mich war der Vorteil des Stillens immer einen Arm frei zu haben, der für das 1. Kind war- zum kuscheln, Bilderbuch anschauen oder andere Dinge- wenn´s mal während des Stillens Stress gab, das geht mit Flasche nicht (und dein Mann wird ja untertags auch arbeiten müssen) und man muss es halt alleine wuppen.

Gib dir/euch einfach noch Zeit und entscheide erst dann wie´s geht.

Und vernachlässigen tut man kein Kind, auch wenn man weniger Zeit und man dieses Gefühl hat, sonst müssten wir alle, die Geschwister haben, doch echt nen Sockenschuss haben ;-)- haben wir aber nicht (behaupte ich jetzt mal von mir - ich bin auch die Älteste).

LG

Gabi

Beitrag von aida22 19.05.10 - 11:55 Uhr

Hallo!

tja, man versucht zwar von Anfang an ein bisschen Alltag reinzubringen, aber wie du geschrieben hast es dauert halt einfach ein paar Wochen bis sich alles wieder "normalisiert" Dabei bin ich schon soo voller Tatendrang, möchte am liebste 10 Dinge gleichzeitig erledigen und verbringe doch noch die meiste Zeit des Tages mit meinem Zwerg daheim (was auch gut und richtig ist)
Mh, meine Tochter tut mir in der Tat ein wenig leid, weil sie eben bisher die absolute Nummer 1 war und nun einfach zurückstecken muss. Das ist ein Lernprozess, auch der dauert wohl eine Weile.
Geschichten lese ich ihr beim Stillen auch immer vor, da habe ich schön Zeit dafür und Felix hört auch meine Stimme. ;-)

Mal sehen wie sich das Stillthema in den nächsten Wochen so entwickelt.

Eine Frage hätte ich noch zum Gewicht des Kleinen. Er kam am 10.05 mit 3.880 Gramm auf die Welt und wol gestern "erst" 3.900 Gramm. Meine Hebamme meinte das sei nicht problematisch, jedoch beobachtungswürdig #kratz Was meinst du, hätte er bereits mehr zunehmen müssen?

Danke
aida

Beitrag von hebigabi 19.05.10 - 11:57 Uhr

Wie war denn sein tiefstes Gewicht?

Und er ist ja auch noch garnicht sooo alt dass er schon wer weiß wieviel zunehmen müsste.

Außerdem nehmen Kinder oft in Schüben zu und die gesamte Zunahme ist dann immer über 1 Woche hinweg zu sehen, nie von Tag zu Tag.

LG

Gabi

Beitrag von aida22 19.05.10 - 12:00 Uhr

Gehurtsgewicht am 10.05: 3.880gramm
Gewicht am 12.05 (Entlassungsgewicht): 3.750 Gramm
Gewicht am 14.05: 3.790 Gramm
Gewicht am 15.05: 3.900 Gramm
Gewicht am 19.05: 3.900 Gramm

Danke
aida

Beitrag von hebigabi 19.05.10 - 12:00 Uhr

150 gr Zunahme in 1 Woche ist absolut okay.

LG

Gabi

Beitrag von aida22 19.05.10 - 12:04 Uhr

gut danke!

#winke

Beitrag von widowwadman 19.05.10 - 12:49 Uhr

Dieses Hochgefuehl und esoterischer Stillbeziehungs -Gedoehns habe ich auch noch nie empfunden, und stille schon seit 17 Monaten.

Ich bin beim Stillen gebliebebn, weils praktisch ist und aus Kostengruenden, und natuerlich auch weil's fuer's Kind besser ist als Flaschennahrung, aber ich muss sagen, dass ich schon irgendwie enttaeuscht war, dass sich das nie zu so was super tollem fuer mich entwickelt hat - bzw ich mich beim stillen auch nicht verbundener fuehle mit meinem Kind, als wenn wir einfach so kuscheln.

Beitrag von sittich79 19.05.10 - 13:52 Uhr

Ohne Hochgefühl und nur aus Kostengründen würde ich doch niemals 17 Monate stillen. Mein Gott, das Kind kann schon laufen, sprechen und hat bald alle Zähne und hängt dir immer noch an der Brust. Mein persönlicher Albtraum!!!!

Beitrag von brausepulver 19.05.10 - 12:57 Uhr

Huhu

bei meiner ersten Tochter bin ich in der Stillbeziehung aufgegangen. Wir haben es beide lange geliebt. Bei meiner zweiten Tochter stille ich nur, weil ich es muss. #augen Sie hatte mit 2 Monaten zwei Zähne und sie beißt, beißt, beißt ohne Unterlass :-(

Jede Stillmahlzeit tut seit fast 6 Monaten weh und ich kann es nicht leiden. Ich hoffe jeden Tag das sie mal stillt ohne mich wie ein Steak zu behandeln. Meine Große konnte das ja auch #kratz

Hmm.. ich bin jetzt wohl keine Hilfe, oder? Jedenfalls ist das Stillen diesmal bei mir doof. Mal sehen wie es bei uns weitergeht ;-)

LG

Beitrag von lilly69 19.05.10 - 13:02 Uhr

wieso sollte stillen einen persönlich befriedigen? wieso nicht einfach mal sich selbst zurücknehmen und einfach das tun, was dem neugeborenen gut tut? wieso muss alles im leben mit dem eigenen besten zu tun haben, egal, ob befriedigung oder zeit für sich.


gib dir doch einfach zeit. du bist noch mitten im wochenbett. unternimm mit stillkind und tochter was. genieße die totale unabhängigkeit. und freu dich daran, dass dein sohn schön gedeiht.


abpumpen würde ich noch nicht. wenn ihr eine so gut funktionierende stillbeziehung habt, riskier sie nicht für eine saugverwirrung o.ä. du kannst früh genug abpumpen.


die zeit kommt nie mehr wieder – freie nachmittage im leben schon.



ich arbeite schon lange wieder – und stille seit 3 jahren. ich verspreche dir, der stolz und die freude werden kommen.

gib dir einfach zeit. #liebdrueck

Beitrag von brille09 19.05.10 - 13:15 Uhr

Also, das mit dem "Aufgehen im Stillen" ist glaub ich so ne Urbia-Krankheit (Deckung!!!). Ich kenn genug Frauen in verschiedenen Altersstufen mit einem oder mehreren Kindern (also, einfach bunt durchgemischt ;-)), die alle meinen, es wär halt die erste Zeit ganz schön gewesen, aber ihnen hätte es nach 6 Wochen bis 6 Monaten irgendwann mal gereicht. Und sie hätten das Gefühl genossen, sich wieder selbst "zu gehören". Ich find das nicht schlimm. Mach, was du für richtig hältst. Sicher ist stillen gut fürs Kind, aber die Flaschennahrung ist nicht schlechter. Abpumpen käme für mich nicht in Frage (hab da immer die Melkstand-Assoziation und kann auch nicht dagegen an, falls mich mal wieder wer bekehren will ;-)).

Beitrag von jackie-33 19.05.10 - 13:17 Uhr

hallo aida,

also die erste zeit wars für mich auch noch nicht schön - ganz im gegenteil - anfängliche probleme (flachwarzen), milchstau ... puh es hat weh getan #schwitz

aber zum glück hab ich durchgehalten, ein paar wochen später hab ich angefangen es zu geniessen. habe das gefühl die bindung zu meinem sohn wächst von tag zu tag.

liebe grüsse
jackie mit marc