Wie läuft das mit dem Nachnamen???

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Beitrag von dattnicoelschen 19.05.10 - 11:03 Uhr

Hallo zusammen,

mir geht da eine Frage mit der Klärung des Nachnamens nicht mehr aus dem Kopf. Und zwar ist das so:
Ich bin seit dieses Jahr geschieden, habe aber den Namen vom Exmann behalten, alleine schon wegen der Kinder.
Bin in einer neuen Beziehung und nun schwanger. Mein Lebensgefährte ist allerdings noch nicht geschieden, weil das Trennungsjahr erst in 3-4 Monaten rum ist.
Er hat damals bei seiner Hochzeit den Namen seiner Frau angenommen.

Jetzt ist meine Frage, wie läuft das mit dem Nachnamen für´s Baby?
Im Grunde möchte ich nicht, das es den Namen von meinem Ex bekommt und ich möchte auch nicht, das es den Namen von der Noch-Ehefrau meines Lebensgefährten bekommt?

Weiß da jemand, wie man das lösen kann?

Bin über jede hilfreiche Information dankbar!!!

Beitrag von isa-1977 19.05.10 - 11:08 Uhr

Dann nehm doch einfach wieder Deinen Mädchennamen an.

Beitrag von sonnenstrahl1 19.05.10 - 11:09 Uhr

Hallo
Das einzige was mir spontan einfällt, nimm wieder deinen Mädchennamen an. Soweit ich weiß können das auch ohne Probleme deine Kinder.

LG
Jelena

Beitrag von pupsismum 19.05.10 - 11:16 Uhr

Nein, das geht nicht ohne Probleme auch für die Kinder. Da müsste der Kindsvater zustimmen. #aha

Beitrag von malwiederich 19.05.10 - 12:13 Uhr

Nein Pupsismum, heutzutage ist die Einwilligung nicht mehr zwingend notwendig. Sollte sich der Vater des Kindes weigern, wird zum Wohle des Kindes entschieden. Hatten gerade erst genauso einen Fall im Bekanntenkreis.


Zur TE, vielleicht erkundigst du dich einfach mal beim Standesamt.

Gruß
Loli

Beitrag von pupsismum 19.05.10 - 12:20 Uhr

Ja, man kann die Zustimmung gerichtlich ersetzen lassen (schon lange übrigens ;-)). Aber das ist schwierig, weil es nur selten tatsächlich dem Kindeswohl entspricht, nicht mehr den Namen des Vaters zu tragen.

Sofern ein KV sich regelmäßig um die Kinder kümmert und kein bekannter Schwerkrimineller ist, weswegen die Kinder eventuell unter dem Namen zu leiden haben, wird das Gericht keine Kindeswohlgefährdung sehen.

Grüßle
p

Beitrag von malwiederich 19.05.10 - 12:22 Uhr

Im aktuellen Fall handelt es sich um einen sehr wohlsorgenden Vater, trotzdem hat das Gericht gegen seinen Einwand entschieden, nämlich weil das Kind nicht einen anderen Namen tragen sollte als der Rest der Familie in der es lebt.

Gruß
Loli

Beitrag von pupsismum 19.05.10 - 12:38 Uhr

Fällt mir schwer zu glauben, weil dann könnte man die Zustimmung des Vaters ja gleich ganz aus dem Gesetz rausstreichen.

Egal. Ich kenne bislang nur Fälle, in denen es wirklich trifftige Grundlagen dafür gab. Alle anderen wurden abgelehnt.

Grüßle
p

Beitrag von malwiederich 19.05.10 - 12:48 Uhr

In der Tat, wir waren auch sehr erstaunt. Irgendwie wirkt das wie Willkür. Vielleicht sollte mein Bekannter noch Einspruch erheben#gruebel.

Schönen Tag noch!

Loli

Beitrag von widowwadman 19.05.10 - 13:26 Uhr

Warum ist es denn fuer das Kindeswohl wenn die Kinder den Namen wechseln muessen? Die Kinder sind mit dem Vater doch genauso verwandt wie mit der Mutter?

Beitrag von hauke-haien 19.05.10 - 13:28 Uhr

eben #pro

Beitrag von malwiederich 19.05.10 - 17:28 Uhr

Prinzipiell geben ich dir natürlich Recht aber siehe meine Antwort hier:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=11&pid=16731837

Beitrag von enni12 19.05.10 - 13:15 Uhr

Hallo,

das stimmt nicht.

Ich habe das alleinige Sorgerecht und durfte auch alleine entscheiden, welchen Namen meine Tochter bei der Hochzeit mit meinem Mann bekommt.

LG

Dani

Beitrag von silbermond65 19.05.10 - 14:28 Uhr

Ja,weil du alleiniges Sorgerecht hast und deine Tochter vorher sicher deinen Namen hatte.

Beitrag von enni12 19.05.10 - 17:07 Uhr

#klatsch richtig, sie hatte ja meinen Namen, das habe ich völlig außer Acht gelassen, dass das hier ja anders ist #hicks

Beitrag von pupsismum 19.05.10 - 11:19 Uhr

Ich kann dich einerseits verstehen, dass du den Namen deines Ex-Mannes ungern an das Kind mit deinem neuen Lebensgefährt weitergeben möchtest, allerdings halte ich es immer noch für die bessere Alternative, als der Name der Bald-Ex-Frau des neuen Partners.

So würden die Kinder zumindest alle denselben Nachnamen tragen.

Frag doch einfach mal beim Standesamt nach, ob es die Möglichkeit gibt, dass das Kind den Geburtsnamen deines Lebensgefährten annimmt, oder ob das nur möglich ist, wenn er diesen schon bei der Geburt des Kindes trägt.

Wie lange habt ihr denn noch Zeit, um eine Lösung zu finden?

Gruß
p

Beitrag von dattnicoelschen 19.05.10 - 11:28 Uhr

Darüber hatten wir auch schon nachgedacht.
Werde die Tage einfach mal beim Standesamt nachfragen.

Och, wir haben noch was länger Zeit, bin ja gerade erst in der 6.SSW!
Aber man macht sich halt trotzdem schon so seine Gedanken über diverse Dinge ;-)

Beitrag von doucefrance 19.05.10 - 11:40 Uhr

Hallo,
meine Schwester hat mit ihrem Exmann auch ein gemeinsames Kind. Sie hat direkt nach der Scheidung ihren Mädchennamen wieder angenommen, das Kind trägt den Ehenamen (Nachname des Vaters) weiter.
Mit ihrem jetzigen Lebensgefährten hat sie ebenfalls ein gemeinsames Kind. Heiraten wollen die beiden nicht und so hat das 2. Kind den Nachnamen meiner Schwester bekommen.

Das erste Kind hätte auch den Nachnamen meiner Schwester annehmen können, aber das ging nur mit Zustimmung vom Vater und dieser hat das verweigert...

Beitrag von dattnicoelschen 19.05.10 - 11:46 Uhr

Hmmmm, also mein Ex würde es garantiert auch verweigern, das unsere 3 gemeinsamen Kinder meinen Namen tragen würden.
Mensch, das ist doch blöde.
Wenn, dann sollen doch eigentlich alle den selben Namen tragen.

Aber was mir gerade noch eingefallen ist....

Ist meine Schwangerschaft kein Grund um die Scheidung meines Lebensgefährten etwas schneller voranzutreiben???

Heiraten möchten wir auf jeden Fall..selbst wenn kein Kind unterwegs wäre...
Würde mich jetzt nur mal interessieren ob eine Schwangerschaft ein Grund ist, schneller geschieden zu werden.

Beitrag von hauke-haien 19.05.10 - 12:58 Uhr

Wird das Kind unehelich geboren und heiratet ihr später, wird das Kind automatisch ehelich und bekommt den Ehenamen der Eltern.
Insofern besteht kein Anlass für eine überstürzte Hochzeit.

Die übrigen Kinder, die ja einen anderen Vater haben, dürfen auch den vom Vater erhaltenen Namen behalten. Das ist kein Problem!

Wenn alle den gleichen Namen tragen sollen, wäre es das einfachste, wenn das Kind bei der Geburt deinen Namen bekommt.

Wieso eigentlich "Name des Exmannes"???
Hat er dir den Namen nur geliehen? Muss du ihn zurückgeben?

Quatsch! Dein Name ist DEIN NAME!
Du darfst ihn nach Belieben an deine Kinder weitergeben und dein Zukünftiger darf sogar diesen Namen annehmen (womit er dann auch sein Name wird).

Das wäre übrigens die einfachste Lösung, wenn du unbegingt soviel Wert auf einen gemeinsamen Namen legst.

Ich finde: man kann sich auch Probleme machen, wo keine sind!

LG, H.H.

Beitrag von hauke-haien 19.05.10 - 13:02 Uhr

Ergänzen möchte ich noch:
Wenn ihr nichts unternehmt, bekommt das Kind bei der Geburt automatisch den Namen seiner Mutter zum Zeitpunkt der Geburt.
Ebenso automatisch bekommt es den Ehenamen seiner Eltern, wenn diese heiraten.
Es gibt also durchaus eine sinnvolle, gesetzlich festgelegte Vorgehensweise.