Ehemann nicht Kindsvater

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von syrinx 19.05.10 - 12:14 Uhr

Hallo,

ich habe eine etwas schwierige Frage, die wahrscheinlich schon tausendmal gestellt wurde.

Ich habe mich vor ca. 2 Jahren von meinem Ehemann getrennt und bin aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen.

Ich habe im letzten Jahr einen anderen Mann kennengelernt und bin ungeplant schwanger geworden.

Anfang des Jahres bin ich dann wieder mit meinem Ehemann zusammen gekommen und habe Anfang März erfahren, dass ich in der 16. Woche schwanger bin.

Das Kind ist definitiv nicht von meinem Ehemann, trotzdem haben wir uns entschieden, die Herausforderung gemeinsam zu meistern.

Der Kindsvater ist vorbestraft und konsumiert regelmässig harte Drogen (kein Heroin o.ä)

Es gab ein Gespräch zu dritt um die weitere Vorgehensweise zu besprechen, leider will der Kindsvater entweder 24 H Vater sein (also mich zurück) ansonsten ist er nicht bereit irgendwelche Forderungen meinerseits zu erfüllen (ich habe ihn gebeten wegen seinem Problem zu einem Arzt zu gehen)

Mittlerweile bin ich in der 27. Woche, ich freue mich immer noch riesig auf meinen kleinen Sonnenschein aber ich bin mittlerweile unsicher, wie ich im Bezug auf das geplante Umgangsrecht vorgehen soll.

Der Kindsvater wird meines Erachtens nach weder Unterhalt zahlen noch sich bemühen, dass Kind zu sehen.

Weder will ich, dass mein Kind mit Drogen in Berührung kommt, noch will ich meinem Kind den Umgang mit dem biologischen Vater vorenthalten, allerdings geht mir langsam die Geduld aus...

Was denkt ihr? Wie sollte ich weiter vorgehen?

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

Gruss
Kathrin

Beitrag von tirili 19.05.10 - 12:29 Uhr

Hallo,

bist du denn immer noch mit deinem Mann verheiratet ?

Denn solange ein Kind in einer Ehe geboren wird, ist automatisch der Ehemann der gesetzliche Vater des Kindes, egal ob es einen anderen biologischen Vater gibt.

Dann hättest du keinerlei Verpflichtungen dem Kindsvater gegenüber, er dem Kind gegenüber aber auch nicht, gesetzlich gesehen.

Das ist eine schwierige Angelegenheit, und ich hoffe für dich, dass ihr das irgenwie im Sinne des Kindes geregelt bekommt.

Ich wünsche dir alles alles Gute !

Beitrag von syrinx 20.05.10 - 14:23 Uhr

Hallo,

vielen Dank für die hilfreiche Antwort!

Eigentlich will ich, dass der Kindsvater sich seiner Verantwortung stellt, ich denke, ich werde mal mit dem Jugendamt Kontakt aufnehmen.

Lieben Gruss
Kathrin

Beitrag von glueckskind86 19.05.10 - 15:11 Uhr

Hallo,

es ist schön, das dein Mann so hinter dir steht.
Das mit dem anderen allerdings ist sehr ärgerlich.

Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig dem biologischen Vater irgendwelche Rechte zuzusprechen.
Da dein Ehemann sowieso gesetzlich als Vater gelten wird, sind Unterhaltsansprüche sowieso nicht drin.
Umgang kannst du nicht erzwingen. Er könnte dich höchstens dazu zwingen, wenn du ihm Rechte zusprichst.
Das heißt von deiner Seite aus, hättest du keinerlei Vorteile.

Du kannst ihm ja immer wieder anbieten zu dem Kind Kontakt aufzunehmen, wenn du das möchtest.
Deinem Kind musst du das ja auch nicht verheimlichen.

Ich würde es positiv sehen: So habt ihr euren Familienfrieden ohne dass sich immer jemand einmischt.

Liebe Grüße

Beitrag von syrinx 20.05.10 - 14:48 Uhr

Hallo und Danke für Deine Antwort!

Ich bin der Meinung, dass der Kindsvater sich seiner Verantwortung stellen sollte und wenn das für mich heisst, dass ich einen steinigen Weg gehen muss um das zu erreichen, bin ich durchaus gewillt mich dem ganzen zu stellen.

Mir ist ziemlich wichtig, dass ich alles versuche, damit er vernünftig wird, je mehr Unterstützung ich hier von Ämtern und dergleichen bekomme umso besser.

Natürlich weiss ich, dass ich ihn nicht zwingen kann aber versuchen will ich das trotzdem...

Grüsse
Kathrin

Beitrag von baldurstar 19.05.10 - 17:47 Uhr

also bei mir war es beim großen so das meine scheidung noch nicht durch war.
also galt mein ex mann dann automatisch als vater des kindes.
wird ein kind in einer ehe geboren oder innerhalb von 365 tagen nach einer scheidung gilt das kind als ehelich.

wenn du unbedingt den biologischen vater in der geburtsurkunde haben willst dann muss erst mal geklagt werden von deinem mann das er nicht der vater ist ( vaterschaft anfechten ). dies wird dann mittels dna gutachten belegt.
dann müsstest du über beistandschaft beim jugendamt oder auf eigene faust die vaterschaft des biologischen vaters einklagen, also wieder dna test.
erst dann wenn das urteil steht hast du unterhaltsanspruch und er ansprüche.

wobei ganz ehrlich?
ich würde es so stehen lassen das dein mann der vater ist wenn er es eh groß zieht.
vater ist der mann der das kind groß zieht und nicht unbedingt wer es gezeugt hat.
du kannst deinem kind ja später erzählen wer sein papa ist und was er für probleme hat usw. und dann soll das kind entscheiden ob es den biolog. vater sehen möchte oder nicht.

in meinem fall habe ich die klage halt machen müssen da ich mich grad von meinem damaligen mann scheiden liess und das kind von einer affäre danach stammte usw. war damals alles sehr kompliziert.

wäre ich in deiner situation würde ich das belassen wie es ist. allein schon weil dein ex mit den drogen nicht aufhören wird würde ich ihm keine reche lassen.
mein ex mann war auch drogenkonsument und alkoholabhängig. er ist es heute noch und er wird nie aufhören er macht nur alle paar jahre mal eine suchtverlagerung. fakt ist nur 3% der drogenabhängigen ( egal ob heroin oder weiss der geier was ) schaffen es auf dauer sauber zu bleiben.
der gedanke mein kind bei einem derart instabilen menschen über ein we zu lassen z.b. ein alptraum.
wenn du aber die klagen machst usw und er auf umgang klagen würde...dann musst du ihm evtl. das kind geben. und was wenn dann was passiert?

puh. also ich würd meinen mann als vater stehen lassen in so einem fall.
denn er ist ja auch bereit das kind wie seines aufzuziehen. vom biologischen vater kannst du dem kind später berichten.
die risken überwiegen im andren fall sonst den möglichen nutzen.

Beitrag von stoltze-mami83 20.05.10 - 11:43 Uhr

hallo da kann ich Dir nur beipflichten.

Mein Exfreund ist auch so ein Dogenjunkie Sorry die ausdrucksweise aber ich bin nun ma direckt er konsomiert Hasch, Shit, Meth, und was weis der geier noch alles und ganz erlich ich war mit ihn 5 einhalb monate zusammen und er war sowas von Agro meinen kind gegenüber oder meinen hund gegenüber bin echt froh das ich von dem weg bin.

und mein kind mit meinen mann jezze großziehe.

Ja du hast sowas von recht ein baby oder überhaupt nen kind in solche Hände zugeben NEIN AUF KEINEN FALL das wäre doch zu fahrlässig.

Lg

Beitrag von baldurstar 20.05.10 - 12:20 Uhr

naja ich weiss noch einen fall.
da ist er kiffer und er trinkt auch gerne mal was.

sie hat ihm immer mal wieder das kind gegeben, was ich krass fand.
naja irgendwann wurde ihr kind nach einem besuch bei papa richtig übel krank.
das krankenhaus hat dann bei ihm das gesundheitsamt vorbei geschickt weil es wohl als ursache nur mangelnde hygiene in seiner wohnung in bedrohlichem ausmass in betracht kam.
das ende vom lied er verlor die wohnung. die leute blieben am boden kleben so dreckig war der, die dusche war nicht mehr nutbar und musste ersetzt werden, bis auf den estrich runter musste der vermieter alles raussreissen so verdreckt war alles.

die kindsmutter hatte keine ahnung wie schlimm der zustand der wohnung war. als sie mit ihm zusammen war da war er durch das kiffen ein wenig schlampig...danach liess er alles total versiffen. und naja heute wenn sie überlegt das ihr kind da in dem dreck spielte wird ihr immer noch schlecht.

Beitrag von syrinx 20.05.10 - 15:21 Uhr

Hallo,

Deine Antwort hat mir wirklich am meisten geholfen hier.

Ich habe gerade mit dem Jugendamt telefoniert, mein Mann und ich werden ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen.

Der Herr meinte allerdings am Telefon schon: "Vater ist, wer das Kind grosszieht, wollen Sie wirklich den ganzen Ärger mitmachen?"

1.000 Dank!!!

Grüsse
Kathrin

Beitrag von baldurstar 20.05.10 - 15:35 Uhr

freut mich wenn ich helfen konnte.

es ist halt wirklich so das es mehr ärger als nutzen bringt wenn der andre mann als vater gelten soll.

ihr habt mordsmässig rennereien, gerichtskosten usw. und das dafür das der sich entweder nicht kümmert dann oder eben eventuell entwickelt sich zu ner echten gefahr für das kind.

der mann hat ausserdem echt recht, vater ist wer das kind großzieht :)

wenn du mal wen zum austausch brauchst, schreib mich jederzeit gerne an.

alles gute euch.

lg,