Hatte jemand in der 18 ssw eine FG wenn ja was und wie wird das??

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von baldmama2010 19.05.10 - 16:31 Uhr

Meine Freundin hatte in der 18 ssw eine FG und meine frage ist jetzt muss sie das kind auf die welt bringen oder wie wird das gemacht kann sie nicht fragen will ihr nicht zu nahe tretten!!!!

Beitrag von kleinerknuddel 19.05.10 - 16:44 Uhr

Hallo,

in der Schwangerschaftswoche wird sie eine ganz normale Entbindung haben.

Es ist schon zu groß um das es alleine abgeht und zu klein um mit Kaiserschnitt zu holen (die Bauchdecke ist noch nicht weit genug gedehnt da das Baby noch zu klein ist).

Es müsste zu viel Gewebe durchtrennt werden und das würde nicht so gut heilen und bei einer erneuten Schwangerschaft wäre die Narbe eine weitere Gefahr. Dazu kommt auch das dieser Kaiserschnitt nicht im Bikini Bereich Quer geschnitten wird, sondern längs.

Es tut mir Leid für deine Freundin.#kerze

LG Marion

Beitrag von zimtstern111 19.05.10 - 17:23 Uhr

Hallo,

sie wird eine ganz normale Entbindung haben.
Ich möchte dir raten rede mit ihr. Treff dich mit ihr, lass sie reden, höre zu u sprich mit ihr vom Kind.
Nichts ist schlimmer, als wenn das verschwiegen wird.
So war es bei uns. Niemand sprach drüber, alle haben mich mit Samthandschuhen angefasst..
Wünsche deiner Freundin alles Gute und ganz viel Kraft und auch dir.

LIebe Grüße,

Zimtstern mit Marie im Herzen

Beitrag von sonjalehmann 19.05.10 - 18:25 Uhr

in der Schwangerschaftswoche wird sie eine ganz normale Entbindung haben.
Ich habe meinen Sohn in der 21 SSW still zur Welt gebracht. Ich wünsche ihr viel Kraft!

Beitrag von nightflight13 20.05.10 - 09:10 Uhr

Hallo,

ich habe im Dezember 2009 meine Tochter auch in der 18. Schwangerschaftswoche still geboren.
Der Tod er Kleinen wurde nach der Fruchtwasseruntersuchung festgestellt.
Es war für mich vor der Geburt unvorstellbar, daß ich die Kleine auf normalen Wege zur Welt bringen "muß".
Heute -mit etwas Abstand- bin ich froh darum, auch wenn das für Außenstehende vielleicht schwer nachvollziehbar ist.
Die Kleine halten zu können, Abschied zu nehmen können..diese Momente sind für mich und meinen Schatz die kostbarsten Erinnerungen an unsere Tochter.

Und so wie meine Vorrednerin geschrieben hat: Sei für Deine Freundin da.
Mir war und ist es sehr wichtig das meine Tochter nicht auch noch todgeschwiegen wird wenn sie schon nicht hier bei uns sein kann.
Ich bin für jede Umarmung dankbar, für jeden Moment der uns als Eltern geschenkt wurde, für jede Träne, die mit uns geweint wurde, für jedes Angebot, diesen steinigen Weg mit uns zu gehen.
Und wenn Du auf Seiten den Sternenkindern liest wirst Du sehr oft davon lesen, daß verwaiste Eltern sich unverstanden und alleingelassen fühlen wenn ein Kind stirbt.

Deine Freundin wird sich bestimmt glücklich schätzen, einen so lieben und aufmerksamen Menschen wie Dich in Ihren Umfeld zu haben.

Viel Kraft für die kommende Zeit im Leben Deiner Freundin und eine #kerze für Ihr Baby

nightflight13

Beitrag von bitjab 20.05.10 - 18:01 Uhr

Hallo,
ich hatte eine Fehlgeburt in der 22. SSW. Es war eine normale eingeleitete Geburt. Es ist immer schwer, mit solchen Sachen umzugehen, weil auch jeder es anders empfindet. Ich fand es am allerschlimmsten, wenn die Leute (ob nun Freunde oder Kollegen) mich von weitem nur mitleidig angesehen haben und nichts gesagt haben. Manche haben auch noch auf meinen Bauch gestarrt. Es war wirklich schrecklich. Je nach dem, wie gut man sich kennt, ist es auf jeden Fall angebracht, auf irgend eine Weise sein Mitleid auszudrücken. Bei Kollegen, zu denen ich keine große Bindung hatte, fand ich es gut, wenn sie mir einfach kurz über den Arm gestreichelt haben. Damit haben sie gezeigt, "es tut mir leid", ohne mich großartig zum Weinen zu bringen (ist auch ungünstig bei Kundenverkehr). Bei guten Freunden hat es mir sehr geholfen, wenn ich einfach erzählen konnte, so wie ich wollte. Sie mussten nur zuhören und mich in den Arm nehmen. Mehr war einfach nicht nötig. Meide auf jeden Fall die Frage: Wie geht es dir? Klar, ist man besorgt. Aber - wie soll es einem schon gehen? Schlecht natürlich! Auch die Frage: Wollt Ihr es nochmal versuchen? ist erst sehr viel später angebracht. So, und nun höre ich lieber auf, darüber zu sprechen. Ich bin nämlich schon wieder am Heulen.

Beitrag von uli_loos 20.05.10 - 20:41 Uhr

also ich hatte zwei tage vor weihnachten 08 eine stille geburt in der 26.ssw
deine freundin wird ihr kind auch still gebären müssen. man macht auch aus medizinischen gründen kaum einen kaiserschnitt, weil es ja auch mit ner infektion danach zu verbinden wäre. und auch, weil die geburt ein teil der schmrezverarbeitung ist. auch wenn es total grausam klingt (und das ist es auch) es hilft ungemein beim abschied nehmen.

bei mir wurde eingeleitet und es hat drei tage gedauert, bis es soweit war. schmrezhafte tage, aber man konnte stück für stück mehr verarbeiten.

mien tip, ruf sie an und biete ihr an, zuzuhören, wenn sie reden mag. mir hat reden viel geholfen. und ich hab auch von vielen erfahren, daß sie sich nicht trauten mich drauf anzusprechen, obwohl sie so viele fragen hatten. aber ich hab gern drüber geredet, weil es mich an meinen oliver erinnerte und es schmerzbewälltigung für mich war. nicht jeder mag drüber reden. wenn deine freunid ihre ruhe haben möchte, wird sie es dir sagen und doch dankbar sein, daß du es ihr angeboten hast. so denke ich mal. kommt aber auch immer darauf an, wie nah ihr euch steht.

sei für sie da, denn halt wird sie brauchen. und hier findet man auch viel hilfe und gleichgesinnte. das ist auch viel wert.

uli mit krümel (10+0) im bauch und oliver #stern im herzen