Mobbing / Angst

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von emsale 19.05.10 - 17:40 Uhr

Hallo,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll?!

Ich hab im Januar 2009 in einer Kinderkrippe angefangen und fand es nie besonders toll dort, was an meinen Kolleginnen lag. Ich wurde von Anfang an ignoriert, es wurde immer schlecht über mich geredet usw. Möchte jetzt nicht alles schreiben, sonst wirds zu lang. Hab das aber immer ertragen, auch wenn ich oft ein ungutes Gefühl hatte, wenn ich in die Arbeit gegangen bin.
Im Oktober wurde es dann besonders schlimm für mich. Ich war krank, 5Tage und gleich darauf meine Tochter Emilija.Genau in der Zeit hat mein Onkel (49, hat in Serbien gewohnt) Bauchschmerzen bekommen, ist ins KH gekommen, operiert worden und nach 3Tagen ist er gestorben. Für mich war es die Hölle und ist es immernoch, wenn ich an ihn denke...Ich musste mit Emilija daheim bleiben, weil meine Eltern nach Serbien gefahren sind. Meine Mäuse waren vorher auch schon mal krank, aber ich musste sie dann bei meiner Mutter lassen oder mein Mann ist auch mal zu Hause geblieben, weil sie sich bei mir in der Arbeit schon aufgeregt hatten. Ich kam dann nach 10Tagen wieder und hatte dann ein Gespräch mit der Chefin. In dem Gespräch wurde mir gesagt, dass ich jemanden finden muss wenn die Kids krank sind usw. Ich hatte dort dann angesprochen, dass ich mich von einigen Kollegen schlecht behandelt fühle. Naja, bis Weihnachten war die Situation dann etwas besser. Nach Weihnachten bekam ich eine Nasennebenhöhlenentzündung, bin aber trotzdem arbeiten gegangen, wollte ja nicht wieder ärger. Die Eltern sprachen mich dann darauf an, wieso ich krank arbeiten komme. Also schickte mich die Chefin zum Arzt. Der schrieb mich dann 4Taqe krank und ich bekam Antibiotika. Am Montag ging ich wieder arbeiten und am Mittwoch war ich schon wieder krank. Scharlach (Streptokokken Angina). Ich wurde schon wieder krankgeschrieben und wieder Antibiotika. Als ich wieder kam, hörte ich schon wieder wie über mich geredet wird,ich wurde ignoriert oder angemotzt, vorallem für Sachen von denen ich noch nicht wissen konnte, weil ich in der Teamsitzung krank war. Naja, ein paar Tage gings mir körpelich gut, psychisch nicht, Tod des Onkels, Hirntumor meiner Mama... Es kam alles auf einmal. Nach ein paar Tagen gings schon wieder los mit Halsschmerzen usw. Ich bekam schon wieder Antibiotika und wurde krankgeschrieben, obwohl ich das gar nicht wollte. Hatte erst überlegt trotzdem in die Arbeit zu gehen, aber meine Kollegin meinte ich muss daheim bleiben und sie sagte auch die Chefin hätte das gesat. Ich wurde nach 2Tagen von der Chefin angerufen und zur Sau gemacht wieso ich schon wieder Krank bin. Es war doch nicht meine Absicht! Aufjedenfall bin ich seitdem (10.März) krank, wenn ich an die Arbeit denke kriege ich Herzrasen, Durchfall und mir wird schlecht, ich hab Spannungskopfschmerzen, Alpträume und liege Nachts ewig wach im Bett und kann nicht mehr einschlafen. Ich hab richtig Panik! Mein Vertag läuft im Dezember aus und meine Ärztin meinte ich muss da nicht mehr hin, ich bin jetzt auch in Psychotherapie, die Therapeutin meinte auch, dass es das Beste wäre wenn ich nicht mehr hin gehe und ich bewerbe mich woanders. Jetzt musste ich heute zur Krankenkasse und der Typ meinte "Mobbing" ist kein Grund krank zu sein. Mich macht es aber krank! Es kann sein, dass ich bald ein schreiben von ihm bekomme in dem steht, dass ich die Mobbingsituation klären muss oder eine neue Stelle gefunden oder gekündigt haben muss. Ich habe richtig Angst vor der Arbeit und vor dem Mobbing! Ich habe es auch ein Jahr ertragen, aber nachdem jetzt soviel privat passiert ist schaff ichs nicht mehr!
Können die einfach sagen ich muss kündigen oder wieder arbeiten gehen?
Wie soll ich die Angst vor allem überwinden?
Manchmal glaub ich, ich dreh durch!
LG
Emsale

Sorry, etwas länger als gedacht...

Beitrag von shiningstar 19.05.10 - 18:33 Uhr

Hallo,

fühl Dich mal #liebdrueck

Ich an Deiner Stelle würde mir so schnell es geht eine neue Stelle suchen. Und dann bleib einfach krank geschrieben so lange es geht -zur Not hast Du eben alle sechs Wochen eine neue Krankheit.
Hast Du sonst die Möglichkeit, von Dir aus zu kündigen?!

Beitrag von mami2kids 19.05.10 - 22:03 Uhr

Bei deinem Posting bekomme ich echt Wut !

Du tust mir so leid!!!! Geh da nie wieder hin, lass dich weiter krankschreiben, und gehe nich ans Handy/Tele!

Wie wäre es, wenn du einen Brief an die Chefin schreibst, genauso wie du es hier beschrieben hast?
Damit hat es sich dann für dich erledigt, du fühlst dich "frei" danach, glaub mir!! Dir wirds besser gehen und dann lässt du von dir nix mehr hören!!

Lass dich nicht fertig machen!!

Du brauchst das nicht mehr hin zu gehen, lass dich weiter krankschreiben und arbeite in Ruhe an deinem Gesundheitszustand. Wenn es dir besser geht, suchst du dir was neues!!

Wie gesagt, geh da nich mehr hin, reagier nich auf Anrufe!
AAaaaber schreib diesen Brief
Is mein Rat :)

Beitrag von windsbraut69 20.05.10 - 07:10 Uhr

Wenn die Krankenkasse nicht mitspielt, ist nix mit ständig wegen anderer Krankheiten arbeitsunfähig schreiben lassen!

Gruß,

W

Beitrag von la1973 19.05.10 - 22:08 Uhr

Lass Dich erst mal drücken!
Was ist denn das für eine KK? Als ich wegen Mobbing krank geschrieben war, hat mein Sachbearbeiter mir sogar die Nummer der Mobbing-Hotline meiner Krankenkasse gegeben.
Wie ist es mit dem Arzt, der Dich betreut? Steht der hinter Dir? Meiner war mir in der Zeit ne ganz große Hilfe.
Such Dir eine andere Stelle, ganz wichtig.
Und wenn Dein Arzt Dich weiter krank schreibt, dann bist Du krank, fertig!

Beitrag von windsbraut69 20.05.10 - 07:11 Uhr

So einfach, wie Ihr Euch das hier vorstellt, ist es NICHT.

Gruß,

W

Beitrag von la1973 20.05.10 - 13:36 Uhr

Also ich war ab dem Zeitpunkt als ich gemobbt wurde und mir das so zu schaffen machte, dass meine Migräneanfälle garnicht mehr aufhörten, krank geschrieben - fast 5 Monate. Dann wurde ich endlich schwanger (Kinderwunschbehandlung Nr. 4) und bekam sofort ein BV.

Beitrag von windsbraut69 20.05.10 - 14:12 Uhr

Ja und?
Hier spielt offensichtlich die Krankenkasse nicht einfach so mit und das ist deren gutes Recht!

Oder willst Du darauf, dass sie auch schwanger werden soll und sich ein BV geben lassen soll?

Beitrag von emsale 20.05.10 - 15:29 Uhr

Bin bei der AOK, er meinte solang ich psychisch noch nicht fit bin, ist es kein Problem mit der Arbeitsunfähigkeit, aber sobald es mir etwas besser geht muss ich das Mobbingproblem lösen. Nur wie?! Ich bewerbe mich schon für andere Stellen,aber bisher hat noch nichts geklappt. Hab ne Kündigungsfrist, ich glaube von 6Wochen vor Quartalsende. Da bin ich schon drüber, aber auch finanziell wäre es kaum möglich, wir wissen nicht wie lang mein Mann seinen Arbeitsplatz noch haben wird. Er arbeitet in einem Pflegedienst und sein Chef ist in U-Haft, die Pflegekasse könnte die Firma jeden Tag schließen... Zumindest laut der Stellvertretung vom Chef. Weiß einfach nicht mehr weiter... Es ist die Hölle abends mit Herzklopfen und Angst im Bett zu liegen und nicht einschlafen zu können. Diese Angst ist den ganzen Tag da und begleitet mich bei allem... Ich bin so froh wenn mein Vertrag ausgelaufen ist und ich nie wieder was von dieser Arbeitsstelle hören muss!!!
Meine Ärztin steht hinter mir, aber ob die viel machen kann wenn die KK sagt, Mobbing ist kein Grund für Krankheit?! Frag mich ob diese Sacharbeiter wissen wie einen das psychisch und auch körperlich fertig macht?
Im Brief der KK stand:
Einladung zum persönlichen Beratungsgespräch
Und irgendwas von Krankheit beeinflusst die Lebensqualität, es gibt rechtliche u soziale Hilfen die er mit mir besprechen will.

Und als ich dann dort bin nichts mehr von hilfe... Sondern ich soll das Mobbingproblem klären, echt eine große Hilfe!!!
Ich dreh noch durch... #heul

Vielen Dank für eure lieben Worte!

LG Emsale