Wer hat das abstillen bereut?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mami030705 19.05.10 - 20:35 Uhr

Hallo ihr Lieben, bin jetzt die elfte Woche am stillen. Der Kleine bekommt seit der 3. Woche eine Premilch am Tag da ich gegen Abend kaum noch Milch hatte die aber zur Nacht hin durch die Ruhe wieder bis zum nächsten Abend reicht. Damit sind wir sehr gut gefahren, da es mir wichtig ist auch mal für 2 Stündchen was ohne Baby machen zu können. Unser Großer hat 3 Wochen abgepumpte Milch bekommen da das stillen nicht geklappt hat. Hab mir beim 2.Kind vorgenommen das er mind. 3 Wochen Muttermilch bekommt auch wenn es mit dem stillen wieder nicht klappt. Diesmal klappt es gut und siehe die 11. Woche ist schon erreicht. Vor 2 Wochen hätte ich mir nicht vorstellen können abzustillen, aber mittlerweile denke ich oft darüber nach. Normalerweise sollte ich stolz auf mich sein, aber jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen:-[. Muss dazu sagen das ich garnicht abpumpen kann und will da ich das beim ersten Kind nur gemacht habe und es ein Albtraum war. Möchte gerne meinem Mann mehr einbinden können und wieder etwas mehr Freiheit haben um auch mal raus zu kommen. Die größte Angst hab ich das dem Kleinen die Nähe dann fehlt. Die Flasche trinkt er sehr gerne...Musste ich einfach mal los werden...Und soll ich abstillen???

Beitrag von emmy06 19.05.10 - 21:05 Uhr

Das musst Du selbst entscheiden, ich werde Dir da sicherlich nicht zu etwas raten...

Ich kann nur für mich sprechen, ich war überzeugte Langzeitstillmama und hab während einer Krankheit meinerseits, kurz vor dem 2. Geburtstag unseres Sohnes abgestillt. Vordergründig völlig problemlos für den Junior und für mich... aber innerlich und vom Kopf her war es schwer für mich...



LG

Beitrag von frierschaf 19.05.10 - 21:14 Uhr

Hallo,

erst einmal kannst du wirklich stolz sein, dass du nach den Problemen bei deinem ersten Kind es dieses mal so lange geschafft hast zu stillen. Ob du jetzt abstillst oder nicht, musst du natürlich selbst entscheiden. Da ich nie solche Probleme mit dem Stillen hatte wie du (ich bin die perfekte Milchbildemaschine), kann ich das natürlich nicht unbedingt vollständig nachempfinden. Ich weiß aber noch, dass ich in den ersten 3 Monaten auch manchmal ganz schön fertig war, weil ich ja durch das Stillen ständig an das Baby gefesselt war. Und gerade die Nächte waren anstrengend. Da hätte ich mich schon mal gefreut, wenn ich mal das Füttern hätte abgeben können. Aber das geht beim Stillen ja nicht.
Auf der anderen Seite habe ich mir dann aber gesagt, dass stillen ja so unglaublich praktisch ist. Ich brauche keine teure Säuglingsmilch, muss nicht ständig Fläschchen sterilisieren usw. Das macht auch Arbeit. Stillen geht einfach - anlegen und fertig. Als sich die Sache eingespielt hatte, habe ich auch unterwegs gestillt. War nie ein Problem.
Nach den ersten 3 Monaten konnte ich mir dann nicht mehr vorstellen, abzustillen. Weil es einfach immer schöner und einfacher wurde. Es regulieren sich dann ja auch langsam die Zeiten ein, die Abstände werden größer und das Trinken geht schneller. Dadurch hatte ich auch wieder mehr Zeit auch mal raus zu kommen. Und die Stillzeiten wurden zu Kuschelzeiten mit meinem kleinen Schatz - und wir beide können und wollen auch immer noch nicht damit aufhören.

Natürlich musst du das für dich und dein Baby entscheiden und du hast es ja auch schon 11 Wochen durchgehalten. - aber wenn du ein schlechtes Gewissen hast, dann solltest du das Abstillen sein lassen - denn wie gesagt: Es wird mit der Zeit eigentlich immer schöner.

LG
frierschaf + Lämmchen Max (12 1/2 Monate)

Dir a

Beitrag von kadiya 19.05.10 - 21:30 Uhr

Hallo :-)

Ich habe es ähnlich gemacht wie du. Meine Kleine bekam auch ziemlich bald nach der Geburt abends eine Flasche Pre. Das habe ich ungefähr vier Monate so gemacht. Danach hat sich die Menge erhöht, so dass ich schnell dabei war und nur noch morgens gestillt habe. Da hat sie dann ziemlich bald nicht mehr aus der Brust getrunken, so dass ich dann abgestillt habe, als sie etwa fünf Monate alt geworden ist (vielleicht auch ein bisschen eher, auf den Tag kann ich es jetzt nicht sagen). Ich habe mir im Krankenhaus ein Stillhütchen "andrehen" lassen, was eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Mina wollte dann aber überhaupt nicht mehr ohne trinken. Ich weiß nicht, ob das die Stillbeziehung beeinträchtigt hat (viele Frauen schreiben ja, dass es auch mit super ging und das dachte ich ja erst auch).

Wie dem auch sei. Ich hätte gerne noch länger gestillt und weiß, dass ich das ganze anders angehen werde, sollte ich nochmal ein Baby bekommen.

Aber: Jeder ist da anders. Ich bin der Meinung, dass stillen nur dann sinnvoll ist, wenn man sich dabei wohlfühlt. Natürlich ist es das beste fürs Kind, aber das Baby hat auch nichts von einer abgespannten Mutter, die eigentlich nicht mehr stillen möchte.

Zur Nähe kann ich sagen, dass ich nichts das Gefühl habe, dass dort etwas verloren gegangen ist. Vielleicht sogar eher im Gegenteil. Minas Körper war mir während des Stillens nie sehr nah, da sie sonst nicht gesaugt hat. Sie lag immer auf dem Stillkissen, etwas von mir entfernt. Wenn ich ihr heute die Flasche gebe ist sie sehr kuschelig, streichelt mein Gesicht etc.!

Mach, was sich für dich am besten anfühlt :-)

LG
Kadiya

Beitrag von gussymaus 19.05.10 - 21:36 Uhr

ich hab mal gedacht abstillen zu müssen, um medikamente zu nehmen ohne dem kind zu schaden. schon der gedanke hat mich sowas von kirre gemacht, dass ich dann lieber mich gequält habe, ohne medikamente, als abzustillen, das bereue ich kein stück...

in der stillzeit hab ich oft heftige neurodermitisschübe, und schlcuekn darfste dann so gut wie nichts (was hilft), in der SS gehts aber ja auch nicht, letztlich wäre mir das nicht stillen auf die dauer schwerer gefallen - wenn mausi mich nicht mehr gewollt hätte weil sie die flasche kennengelernt hat - das hätte ich schwerer verkraften können als den verzicht auf wirksame medikamente....

aber das muss jeder selber wissen, was ihm das kleinere übel ist, und wie so oft ist man erst hinterher wirklich sicher... versuch auf dein bauchgefühl zu hören, was für euch beide das kleinere problem wäre, praktisch und emotional...

Beitrag von muddi08 19.05.10 - 21:44 Uhr

Mir kam niemals der Gedanke, abzustillen und Industriepampe zu füttern. Muttermilch bzw. Stillen hat für mich und mein Kind nur Vorteile gehabt. Immer sofort parat, perfekt abgestimmt auf den Bedarf meines Kindes, perfekte Tempi, nahezu keimfrei, Abwehrstoffe, kostenlos, Kieferfehlstellungen werden durchs Stillen vorgebeugt. Ich könnte die Liste noch weiter führen.
Überleg es dir gut, eine Relaktation ist machbar, aber sehr schwer.

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 21:45 Uhr

"Und soll ich abstillen???"

Warum denn?

Wenn ich es richtig verstanden habe, möchtest Du nur mal raus und etwas mehr Freiheit haben. Das kann ich sehr gut verstehen und es sei dir auch gegönnt, aber das ist doch kein Grund abzustillen.

Dein Kleiner nimmt die Flasche und trinkt sie gerne. Das ist doch eine wunderbare Voraussetzung, sich Freiraum zu gönnen und trotzdem noch zu stillen.

Ich selbst habe mit 5 Wochen schon die Flasche zugefüttert, weil ich so ein Dauernuckelbaby hatte. Bei mir ging es also eher um existentielle Dinge wie mal was essen oder duschen. Ist auch egal. Ich habe jedenfalls immer abends eine Flasche gegeben. Darüber hinaus dann noch nach Bedarf am Tage maximal eine. Und trotzdem habe ich 19 Monate lang gestillt. Problemlos.

Du hast sicher eine konkrete Vorstellung, WANN Du dir diese Freiheit gönnen möchtest, beispielsweise möchtest Du nachmittags zum Sport. Na ja, dann bekommt dein Sohn zu dieser Zeit eben die Flasche und morgens und nachts (zu einer Zeit, wo Du IMMER da bist), bekommt er die Brust. Deine Milchbildung wird sich darauf einstellen, das tut sie ja auch, wenn Mamas bei der Beikosteinführung Mahlzeiten ersetzen. Du kannst das Stillen weiter genießen, dein Sohn bekommt noch ganz viel Nähe und trotzdem hast Du deine Freiheit.

Wäre das eine Idee für dich?

Beitrag von 20girli 20.05.10 - 08:13 Uhr

Ich hab mal so ähnlich gedacht als meiner schon 8 Monate war. Er bekam ab und an die Flasche - wollte eh nicht mehr so oft an die Brust- wegen der Flasche - und ich dachte hey, dein erstes Stillkind haste lange geschafft und nun ist er groß genug. Tja so ca. 3-4 Tage ging es gut dann fing ich an zu heulen. Der kleine kuschelte sich immer in mein Dekolltee und ich bereute es. Fast 2 wochen hatte ich gar nicht mehr gestillt als ich wieder zum Stillen anfing. Als das wieder klappte gab es nie wieder Flasche und ich stille ihn bis er fast 16 Monate jung war. Dann hörte ich wieder auf weil ich unter Panikattacken litt und mein Arzt meinte ich müsste unbedingt die Tabletten dagegen nehmen.
NAch 2 Tagen setzte ich die Medis ab...aber der kleine ging nicht mehr an die Brust. Ich habe ihm angemerkt...eben auch wegen dem Kuscheln am Dekoltee- das er das STillen noch hätte länger gebrauchen können. Ich habe ca. 9 monate gebraucht bis ich es gut überstanden habe..denn ich hab nicht freiwillig abgestillt. Und so leicht wie mit dem Stillen hab ich meinen Jungen lange lange zeit nicht mehr zur Ruhe bekommen. Und schnuller oder nen Glas wasser ist auch nicht einfacher. Und die Nähe fehlte schon ein wenig. Zum glück aber ist er ein kuschelkind geblieben :-)

Lg Kerstin

Beitrag von diddl306 20.05.10 - 09:35 Uhr

ich habe es bereut. Beim ersten Kind habe ich nach 4 Wochen Horror abgestillt, da ich eine Brustentzündung nach der anderen hatte. Damals war meine Hebamme auch nciht sehr hilfreich. Doch da war das abstillen für mich dann ok. Hatte auch keine gewissensbiss. Jetzt beim 2. wollte ich unbedingt stillen, doch schon im KH hatte ich wieder die gleichen Probleme und keine Schwester hat mir geholfen, somit war ich schnell dabei gleich abzustillen bevor es so wird wie beim ersten. Ich habe nur geheult. Da ich keine Milch hatte und war sehr traurig, dass ich abstillen musste, da meine Kleine schon sehr viel hunger hatte. Milcheinschuss kam trotz Abstilltabletten und ich war aber so fertig dass ich es nicht mehr versucht habe. Jetzt wo ich mich gefangen habe bereue ich es sehr. Ich habe sogar schon eine Relaktation versucht, die jedoch gescheitert ist, da die Milch einfach nicht mehr kam. Ich hatte eine sehr liebe Stillberaterin von der La leche liga, die mich super unterstüzt hat.

Mit dem abpumpen würde ich mit meinem Frauenarzt reden. Ich habe mir eine elektrische Pumpe geliehen und das war super. Die Handpumpen kannst du vergessen. Und wenn du noch Milch hast ist die wirklich super.

Aber jeder muss es selbst für sich entscheiden. Meine erste ist mit Flasche groß geworden und kaum krank und die zweite wird es auch.

Also rede mit jemanden dem du vertraust und suche dir vielleicht eine gute Stillberaterin die dich unterstütz. Denn Muttermilch schmeckt ja auch aus der Flasche. Und wie gesagt mit einer elektrischen ist abpumpen ein kinderspiel.

Grüße Tanja

Beitrag von guldamar 20.05.10 - 12:50 Uhr

Hallo,

ich habe nihct gestillt.
Und mein Kind ist sehr verschmust, nicht gestört, kerngesund...
Du musst ganz alleine entscheiden, ob du stillst oder nicht.

Ich habs keinen Tag bereut und wüßt auch nicht warum und noch besser wär mein Schatz sicher auch nicht geworden #verliebt

Alles Liebe
Gul Damar