Wenn Männer mauern oder mein passiv-aggressiver Ehemann

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von die Retterin 19.05.10 - 20:59 Uhr

Hallo,

hat einer von Euch das Buch "Wenn Männer mauern" gelesen und den eigenen Ehemann darin erkannt? Mein Mann ist wohl so etwas wie der Prototyp des passiv-aggressiven Mannes. Er hat wirklich alle Merkmale, die in dem Buch beschrieben sind. Ich selbst bin wohl am ehesten der Frauentyp der Retterin, wenngleich am Anfang auch eher ungewollt. Leider war ich nicht in der Lage meine eigenen Grenzen zu schützen und dachte, dass ich das richtige tue. Es hat fast 10 Jahre gedauert, bis ich auch nur annähernd geblickt habe, was da falsch läuft. Nach langem Ringen hat mein Mann auch erkannt, dass wir tatsächlich diese Probleme haben und hat selbst eine tiefenpsychologische Therapie begonnen. Zusammen sind wir seit einem halben Jahr bei einem Paarberater. Ich habe zwar auch das Gefühl, dass sich die Dinge endlich bewegen, aber ich fühle mich auch unglaublich zermürbt und habe das Gefühl, dass wir sowieso keine Chance haben, weil alles so unglaublich verworren und in einander verwickelt ist.

Ich bräuchte daher ganz ganz dringend jemanden, der mir von der Geschichte seiner Ehe erzählt. Hat eine von Euch einen passiv-aggressiven Mann geheiratet und sich gemeinsam eine echte gleichwertige Beziehung erarbeitet? Ich brauche einfach ein bisschen Hoffnung...

Danke fürs Lesen...

Beitrag von holy_cow 19.05.10 - 22:17 Uhr

Hola,

ich kann dir nur von einer sehr guten Freundin berichten.
Sie ist seit mehr als 25 Jahren verheiratet und hat sehr lange ( ca. 20 ) ihren Mann ertragen. Ich kenne das Buch nicht, aber ihr Mann war grundsaetzlich immer gegen alles und negativ allem eingestellt. Man konnte ihm nichts recht machen und er war ein Meister die beste Stimmung auf den Tiefpunkt zu bekommen, wenn es ihm so passte.
Er hat in all den Jahren ihr Selbstwertgefuehl untermauert, war immer derjenige der z. B. unter seiner Mutter oder seiner Arbeit gelitten hat. Die hat immer auf ihn Ruecksicht genommen, meinte, er braucht sie, was auch stimmte.
Es gab dann einen Ausloeser ( durch eine Therapie die sie vor 4 Jahren anfing ) wo sie nicht mehr konnte und wollte.
Er sah das es ihr sehr ernst war und bekam wohl Angst.
Sie machen Beide seit 2 Jahren eine Therapie zusammen und es scheint ein Neuanfang fuer Beide zu sein.
Sie spricht nicht mehr von Trennnung und er arbeitet an sich sehr stark, wohl auch weil er sieht, es geht ihm dabei auch besser.

Die Kinder sind aus dem Haus und sie machen jetzt sehr viel gemeinsam.

Ich selber haette nie gedacht, dass er die Kurve bekommt.
Es scheint dennoch Wunder zu geben, wenn man feste daran glaubt.

Alles Gute!

Saludes

Beitrag von die Retterin 20.05.10 - 12:52 Uhr

Danke.

Das ist doch schon mal was.

Mein Mann ist inzwischen in seiner zweiten Therapie. Die erste hat er abgebrochen, weil er sich von dem Therapeuthen nicht verstanden fühlte. Das ist jetzt zwei Jahre her. Seit einem dreiviertel Jahr hat er einen neuen Therapeuten, dem er auch sehr vertraut und bei dem er sich auf öffnen kann. Die Paartherapie hilft mir auch sehr, allerdings ist jedes Stück Klarheit auch immer von einem Stück Verzweiflung begleitet, weil mir dann immer ein neues Stück vom Boden entzogen wird.

Ich wünsche Deinen Freunden alles Gute und viel Durchhaltevermögen.

Beitrag von seelenspiegel 20.05.10 - 11:18 Uhr

Erwarte nicht, dass Du allzu viele Antworten bekommst, wenn Du mit Fachausdrücken wie "passiv-aggressiv" ankommst, die Du selbst erst aus deinem Buch heraus kennengelernt hast.

Mal aus einer anderen Sicht:

Du schreibst selbst, dass Du 10 Jahre gebraucht hast zu erkennen, dass Dir Deine Gesamtsituation stinkt, erwartest aber jetzt von Deinem Mann, dass er alles schnell-schnell über den Haufen schmeissen soll, was wahrscheinlich für ihn diese 10 Jahre ok war, auch weil er wahrscheinlich dachte, dass Du so denkst wie er.

Das ist wie Teppich unter den Füßen wegziehen, und dann fragen wieso derjenige der darauf gestanden hat plötzlich auf dem Arsch sitzt und dass Du nicht glaubst dass derjenige wieder aufstehen kann, obwohl er gerade mal 5 Sekunden am Boden hockt und gerde dabei ist, die eigenen Gräten zu sortieren.

Aufrappeln geht schneller, wenn man Hand in Hand arbeitet, und wenn ihr BEIDE das wollt, dann klappt das auch ... aber nicht von heute auf morgen.

Alles Gute.

Beitrag von die Retterin 20.05.10 - 11:59 Uhr

Wow, Empathie ist für Dich ein Fremdwort, oder?

Ich hab nicht erwartet besonders viele Antworten zu bekommen, sondern ich möchte ganz spezielle, deshalb habe ich den Kreis der angesprochenen bewusst eingegrenzt auf Menschen, die dieses Buch gelesen haben und sich darin wiederfinden.

Und ich brauche gerade etwas für MEINE Seele, deshalb wende ich mich ja gerade an dieses Forum und nicht an meinen Mann. Deine anmassenden Äusserungen über das, was ich angeblich von meinem Mann erwarte mögen ja Deine eigenen Erfahrungen wiederspiegeln, ankern aber in keiner Form in meiner Frage.

Wenn Du das Gefühl hast von Deiner Partnerin und deren Erwartungen überfordert zu werden, dann kotzt Dich doch bei der aus und trampel nicht auf den Gefühlen eines Menschen rum, der um Unterstützung für sich und seine Hoffnung gebeten hat.

Mit dankendem Verzicht ...

Beitrag von seelenspiegel 20.05.10 - 12:20 Uhr

Oh Mann....ich sollte es eigentlich besser wissen dass ich solch *** die in Selbstmitleid versinken nicht auch noch einen Ratschlag geben sollte.

Du willst keine Hilfe....Du willst gebauchpinselt werden.

Du willst keine Beziehung....Du willst Dein Ding durchziehen ohne Rücksicht, und alle sollen springen, wie es Madame wünscht.

Wach auf oder heul weiter rum.....ist mir ehrlich gesagt herzlich egal.

Beitrag von die Retterin 20.05.10 - 12:43 Uhr

Nein, in der Tat ich wollte keine Hilfe, da hatte ich nicht drum gebeten, Hilfe haben wir uns bei ausgebildeten Therapeuten geholt. Menschen, die auch helfen können. Ich wollte, wie ich ja geschrieben habe, ein bisschen Hoffnung von jemandem bekommen, der diesen schwierigen Weg erfolgreich gegangen ist.

Es ist ärgerlich, dass Dein Blick so eingeschränkt und Dein Selbstwertgefühl offensichtlich derart armselig ist, dass Du nichtmal mehr nachlesen kannst, worum es nmir ging, sondern gleich mit Beleidigungen um Dich wirfst. Aber die Erfahrung zeigt, dass Menschen wie Du sich selbst am meisten strafen, von daher lohnt es sich nicht, da einen weiteren Gedanken dran zu verschwenden.

Beitrag von seelenspiegel 20.05.10 - 12:46 Uhr

Dann tu es auch nicht !