das Leben macht müde

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von tiredofthinking 19.05.10 - 21:10 Uhr

Ich bin derzeit etwas wirr, nicht nur im Bezug auf Partnerschaften, sondern im Bezug auf einige andere Bereiche in meinem Leben.

Ich bin schon gefühlte Ewigkeiten Single, die letzte war die mit dem Vater meiner Tochter und ist wohl eher mit Farce, als Beziehung, zu umschreiben.
Nach langem Bearbeiten und Reflektieren sind mir die kranken Muster unseres Zusammenseins aufgegangen, Manipulation und zerstörtes Vertrauen beeinflussen mich heute noch, da bis jetzt keine Elternbeziehung entstanden ist und das alleinerziehend sein mich sehr viel Kraft kostet, nichts desto trotz, habe ich viel erreicht in den letzten drei Jahren, nie genug. Wenn nun alles klappt, werden wir eine Art Therapie machen, weil Kommunikation zwischen uns kaum möglich ist und wenn dann nur anfänglich funktioniert und dann wieder alte Muster dazwischen funken oder wie er es sagen würde, unsere unterschiedlichen Lebensentwürfe.

Im Februar lernte ich einen sehr lieben Mann kennen, doch musste ich feststellen , dass unser beider Uhren anders ticken, er ist 10 Jahre älter, wir sahen uns ein paar mal, er lernte auch mein Kind kennen, am Anfang wollte ich es wirklich versuchen, auch wenn das richtige Kribbeln fehlte. Ich musste aber feststellen, dass es irgendwie nicht passt unsere Welten zu verschieden sind. Nicht zuletzt der Umstand, dass ich gern und viel und über alles reden möchte und er scheinbar nicht in der Lage ist das zu verstehen.
Ich kann nur schwer beschreiben , was uns trennt, es ist eben nicht alles greifbar. Wir haben nach wie vor immer wieder Kontakt übers Telefon/SMS. Ich muss zugeben ich habe ihn sehr lieb gewonnen und denke noch oft an ihn, ihm geht es genauso, nur kann ich mir schwer eine Beziehung vorstellen und bin verängstigt. ICh weiß nicht ob es generell so ist , oder nur auf ihn bezogen. Auch wenn er mir fehlt, überfordert mich gerade der Gedanke ihn zu treffen, weil es irgendwie immer schwierig wurde, wenn wir uns sahen und irgendwie erliege ich dem Glauben, dass frisch verliebt sich am Anfang alles von selbst ergibt, das tut es aber nicht und kostet Kraft die ich scheinbar nicht habe.

Ich sehne mich nach etwas Nähe und Gefühl, Beistand und Vertrauen. Vielleicht ist das auch der Grund , dass er mir fehlt, weil er eben aufrichtig ist. Es frustriert mich , dass es wieder einmal nicht sein soll, dass ich weiterhin allein bleibe, denn ich weiß nun, dass ich allein leben kann.

Ich weiß nicht warum ich das alles schreibe vielleicht muss es auch einfach raus. Ja, ich weiß auch , dass ich noch einige Dinge bearbeiten muss, da befinde ich mich im Zwiespalt. Diese Wünsche der Zweisamkeit vorerst auf Eis legen, bis ich alles im Griff habe, aber irgendwas ist doch immer.

ich bin müde und ratlos , ihr könnt gerne Eure Meinungen schreiben, eine konkrete Frage habe ich nicht.....

Beitrag von asimbonanga 19.05.10 - 21:22 Uhr

Hallo,
ich würde abwarten bis ich mich richtig verliebe--------dann wirst du auch mutiger.Natürlich gibt es nichts Perfektes-aber eine gewisse Leichtigkeit und #verliebt muss sein-und keinesfalls das Gefühl der Überforderung, wenn du an ein Treffen mit ihm denkst.
Entweder ist er nicht der Richtige und/ oder du bist noch nicht so weit-------------------

L.G.#klee

Beitrag von tiredofthinking 19.05.10 - 21:31 Uhr

letztes Jahr im Oktober hatte ich mich richtig verliebt, sehr sogar, habe Dinge riskiert und am Ende , waren die Gefühle einseitig bzw. konnte er nicht über seinen Schatten springen, ich bin sehr vor den Kopf gestoßen worden..... vielleicht hat mich einfach der Mut verlassen....

Beitrag von sha la lala 19.05.10 - 21:24 Uhr

tired of thinking,

welch sinniger Nickname.
Scheinbar bist du noch nicht genug des Denkens müde, sonst würdest du es einfach lassen, statt zwanghaft in Gedanken zu versuchen, dein Herz zu überzeugen...

Beitrag von tiredofthinking 19.05.10 - 21:28 Uhr

ich kann nichts gegen Gedanken die sich verselbstständigen..... ich kann keine klaren Aussagen über mein Herz treffen..... das ist alles... ein bisschen Freundlichkeit im Subtext wäre was...

Beitrag von sha la lala 19.05.10 - 21:30 Uhr

Dein Herz sollte sich verselbstständigen, nicht deine Gedanken ;-)

Und dein Herz spricht dagegen. Also höre darauf und lass das Denken sein!

Beitrag von tiredofthinking 19.05.10 - 21:33 Uhr

dann sollte ich einen Kurs darin belegen, ich bin sehr emotional und versuche das durch klare Verhältnisse in meinem Kopf auszugleichen, sonst werde ich verrückt..... wer weiß, aber da ist was wahres dran

Beitrag von sha la lala 19.05.10 - 21:35 Uhr

Wenn ich eine gute Fee wäre, würde ich dir jetzt den Wunsch erfüllen, dass du jemanden findest, der genau diese Seite an dir zu schätzen weiß, dich liebt, bestärkt und mit deiner Emotionalität so annimmst, wie du bist.

Wer weiß... Vielleicht bin ich keine gute Fee, aber mein Wunsch geht trotzdem in Erfüllung?

Alles Gute von einem anderen lonely soul

Beitrag von tiredofthinking 19.05.10 - 21:43 Uhr

Danke dir! Jeder ist irgendwie ein bisschen Fee, Licht am Ende des Tunnels, schaff ich jetzt erst einmal für mich, und dann sehe ich weiter.....

Beitrag von iki_1963 19.05.10 - 22:51 Uhr

Liebe tiredofthinking,
mir geht es ähnlich wie dir. Bin seit 10 Jahren mit ganz kurzen Unterbrechungen alleine, inzwischen bin ich 46.
So wie heute bin ich traurig, weil ich nicht immer die Sehnsucht nach Nähe unterdrücken kann (meistens fange ich dann an zu putzen, putzen, putzen...).
Ich wünsche uns beiden das uns das neue Glück noch über den Weg läuft, ich drücke uns die Daumen.
Sei ganz lieb lieb gedrückt.

LG Iki

Beitrag von tiredofthinking 19.05.10 - 23:19 Uhr

Ich danke dir, ja irgendwo da draußen wird es den wohl geben. und solange sollte wir gut für uns selbst sorgen und selber lieben lernen, damit wir überhaupt platz haben können für die liebe... und geputzt habe ich auch, oder ich schlafe oder ich arbeite, manchmal trinke ich auch eine flasche wein..... oder ich schreibe lieder darüber...

Beitrag von holy_cow 19.05.10 - 23:47 Uhr

Hola,

" Ich sehne mich nach etwas Nähe und Gefühl, Beistand und Vertrauen."

Tun wir das nicht alle, selbst Menschen die in Beziehungen leben und sich alleine darin fuehlen?
Nur wenn man dann auch noch alleine lebt, kommt es einem wahrscheinlich noch klarer zu Bewusstsein und das Sehnen wird oft genug ersetzt und / oder verdraengt.
Ich habe eigentlich, bis auf kleine " Aussetzer " nicht nach Liebe gesucht, dennoch aber genau auf diese gehofft. Das sie eines Tages wieder Teil meines Lebens, meines Alltages sein wird.
Dann aber wird mir sehr oft bewusst, wie gut es mir nur mit mir selber ( Kinder ) geht und wie unkompliziert mein Leben eigentlich ist. So furchtbar schoen selbstbestimmend.
Waeren da nicht schon mal im Hinterkopf diese Gedanken an einen Menschen mit dem ich mich auf Augenhoehe austauschen koennte und vieles mehr natuerlich.
Auf der einen Seite steht aber dann auch der Vertrauensverlust den ich erlitten habe, der wie ein Geschwuer in mir sitzt und aufheult, wenn man daran kratzt.
Ich bin zu alt um zu glauben, dass man frisch verliebt die Unstimmigkeiten in einer neuen Partnerschaft uebersehen bezw. ueberlieben kann.
Das ist Taeuschung, die der Alltag irgendwann aufdeckt. Daher hoere ich auf meine innere Stimmen, die mich warnen. Ich bin zu muede um zu kaempfen, ich kaempfe schon viel zu lange auf so vielen Plaetzen, dass ich mich nach Frieden mehr als nur sehne.

Man sagt immer so schoen, sich angekommen fuehlen. In mir selber fuehle ich mich angekommen und mittlerweile weiss ich, dass ich der Herr meiner Gedanken bin. Ich entscheide ob ich positive oder negative Gedanken zu lasse. Man kann es trainieren.

Ich habe beschlossen, ich lasse mich von der Liebe finden.

Keine Ahnung ob ich dir mit meinen Gedanken die Loesung deines Problemes etwas naeher bringen konnte.

Saludes!