Hüfte nicht in Ordnung

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Beitrag von pchen1006 19.05.10 - 22:46 Uhr

Hi,

ich weiß, die Frage taucht immer wieder auf, aber muss das jetzt mal loswerden:

Meine Kleine kam am 16.04. zur Welt und bei uns wird jetzt die Hüftsonographie nicht mehr im KH gemacht sondern erst zur U3 beim Kia. Jetzt haben wir die am letzten Freitag gehabt und der Befund war nicht so toll. Mein Kia sprach gleich von Hüftdysplasie und ließ mich damit ins Wochenende ziehen - ganz toll wenn man nix darüber weiß, hab mich dann erstmal im Internet informiert. War heute beim Orthopäden - die eine Seite hat 60 und die andere 58°. Jetzt hat er mir so eine Tübinger Hüftschiene mitgegeben. Die soll jetzt ca. 6 Wochen getragen werden. Beim meiner großen Tochter - wird jetzt 6 - hat man mir damals nur eine Spreizwindel empfohlen, sie hatte 60 und 61° und ich hatte sie häufig im Tragetuch und beim nächsten Termin war alles bestens.

Jetzt meine Bedenken: haben sie bei meiner Großen damals nicht genug gemacht oder machen sie bei der Kleinen jetzt zu viel Tamtam???? Was meint ihr?

Möcht ihr das Ding nicht unbedingt den ganzen Tag antun, sie macht kein Theater, aber schön ist es halt nicht und bin mir nicht sicher ob es wirklich notwendig ist, da ich sie auch viel im Tragetuch habe.

Würd mich über eine Meinung (oder mehrere :-)))) sehr freuen.

Danke.

Lg

Beitrag von 19681melly 19.05.10 - 22:50 Uhr

Hallo,

meine kleine hat die Schiene auch an aber nur 6 wochen danach musste ich sie ihr nur noch nachts anziehen

wäre schon besser wenn du sie ihr anziehst sieht zwar nicht so gemütlich aus aber es tut ihnen nicht weh
#winke

lg

Beitrag von sunflower.1976 19.05.10 - 22:53 Uhr

Hallo!

Ich würde mich an die Anweisungen des Arztes halten.
Als Ergotherapeutin in einer orthopädischen Rehaklinik habe ich viele Patienten (auch junge Erwachsene) gehabt, die wegen einer nicht oder nicht ausreichend behandelten Hüftdysplasie echte Probleme hatten. Wenn Du zweifelst, befrage noch einen anderen Arzt, aber auf eigene Verantwortung würde ich nichts an der Therapieempfehlung ändern. Als Laie kann man nicht einschätzen, was zu viel ist oder was nicht. Und würdest Du Deiner Tochter auf eigene Verantwortung die Schiene weniger anziehen als es empfohlen wurde, würdest Du Dir später große Vorwürfe machen, wenn es doch zu Hüftproblemen käme.
LG Silvia

Beitrag von goldener_schnatz 19.05.10 - 23:47 Uhr

Hallo,

bei unserer Tochter wurde direkt am 3. Lebenstag die Sonographie durchgeführt. Dabei haben sie einen massiven Erkerdefekt beidseitig festgestellt. Wir haben die Tübinger Hüftbeugeschine verschrieben bekommen. Diese musste Lena 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche tragen. Ich durfte sie weder zum Wickeln noch zum Umziehen abnehmen. Das war ganz schön schwierig anfangs, aber wir haben uns alle schnell daran gewöhnt. Am ersten Tag war ich total schockiert und habe nur geheult. Aber dann ging es immer besser.

Alle 3 Wochen hatten wir einen Kontrolltermin beim Professor in der Orthopädischen Klinik. Ihre Werte verbesserten sich stetig. Ich denke, vor allem auch, weil wir sie konsequent getragen haben.

Lena hatte überhaupt gar keine Schwierigkeiten mit der Schiene, da sie es ja eigentlich auch nicht anders kannte. Sie war stets gut gelaunt, hat gut getrunken und geschlafen.

Nach 5 Monaten durften wir die Schiene zumindestens zum Baden abnehmen. Ich habe sie auch wirklich nur zum Baden (ca. 2 bis 3 mal pro Woche) abgenommen und wenn ich Lena komplett umziehen musste (also den Body). Ansonsten habe ich weiterhin "drumherum" gewickelt.

Natürlich gingen so nur Wickelbodys. Und damit sie an den Beinchen nicht wund wurde, habe ich ihr immer eine Strumpfhose angezogen. Da Lena Ende August geboren wurde und dann ja Herbst und Winter kamen, war dies überhaupt kein Problem. Meine Hebamme hat mir anfangs sehr geholfen, da sie mit dieser Schiene schon einige Erfahrungen gesammelt hatte.

Nach insgesamt 6 Monaten haben wir die Schiene dann wieder ganz abgegeben. Es hatte sich gelohnt, sie so konsequent zu tragen. Ich hatte sogar eigentlich das Gefühl, dass es besser ist, die Schiene permanent zu tragen, weil Lena so gar nicht erst merkte, wie es ohne war. Und wie gesagt, es hat sie absolut null gestört.

Die Schiene sorgt halt dafür, dass ein gewisser Winkel dauerhaft eingehalten wird, wodurch die Nachreifung besser gefördert wird. Ich würde an deiner Stelle deinem Kind die Schiene so viel wie möglich anziehen. Umso schneller bist du sie wieder los.

LG
Natalie

Beitrag von aeni 19.05.10 - 23:54 Uhr

Huhu

wir hatten diese tolle Schiene ganze 7 Monate...und zwar, weil es hier nur inkompetente Orthopäden gibt, die nicht in der Lage sind das Ding einzustellen...als wir dann natürlich viel zu spät in Stuttgart in der olgaklinik waren, haben wir sie noch 2-3 Monate tragen müssen...dann war 3 Monate Ruhe und dann hatten wir noch 3 Monate ne lauflernschiene...

Also lass sie unbedingt dran...ich hab sogar an die beinhalterunhen mit doppelseitigem klebeband weichen Stoff geklebt, dass ich Nora nur nen Body und Stulpen anziehen musste...so konnt ich untendurch wickeln...;-)

Wir hatten aber auch noch krankengymnastik...frag doch mal nach...
Schade, dass der Us nur beider U3 gemacht wird und nicht bei der U2... Schon die Behandlung in den aller ersten Tagen kann die Behandlung um einiges verkürzen...

Alles was erst nach dem 3.Monat behandelt wird, dauert um einiges länger...

LG