HILFE!!! Grenzen setzen aber wie???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sterntaler76 20.05.10 - 08:33 Uhr

Hallo!

Ich stehe kurz vor dem Nervenzusammenbruch bzw bin soeit, dass ich mir eine 4wöchige Auszeit auf einer einsamen Insel wünsche..:-[

Unser Sohn (3Jahre und 7Monate alt) treibt meinen mann und mich momentan in den Wahnsinn!

Diese Phase dauert nun schon einige Wochen an, war zwischndurch für eine Woche mal wieder gut und momentan ist es wieder ganz schlimm:

d.h. Grenzen testen von früh bis spät

Allerdings ist er auch seit 4 Tagen von heute auf morgen "trocken" geworden, was ja auch ein grosser Entwicklungsschritt ist. Er war dann auch 3 Nächte komplett trocken. Nur im Kiga will er nicht auf die Toilette gehen und die Kindergärtnerinnen meinten, ich solle ihm Zeit lassen und ihm für den Kiga noch ne Windel anziehen..hmmm, weiß nicht ob das so richtig ist. Ist ja auch ein Hin und her...

Aber das grösste Problem haben wir momentan abends. Seit einer Woche will unser Sohn absolut nicht schlafen. Mittagsschlaf macht er schon lange nicht mehr. Schlafenszeit ist ab ca. 19.30h. Er steht zwischen 7.00 und 7.30h auf.
In der letzten Woche sind bei ihm meist erst um 22h oder sogar noch später die Augen zugefallen.
Er will nur im großen Bett schlafen.
Nachdem wir ihn in sein Bett gebracht haben (nach dem Abendritual: Geschichte vorlesen, Kuscheln) schien zunächst alles ok, 5 Minuten brabbeln, aber dann steht er auf und macht sich Licht an, spielt, kommt aus seinem Zimmer und will etwas trinken und das geht dann immer so weiter. Natürlich haben wir das nicht einfach so zugelassen sondern haben ihn wieder zurück in sein Zimmer gebracht. Aber er hat immer wieder von vorn angefangen. Ca. 1h lang. Ich kann ihn doch nicht in seinem Zimmer einschliessen???
Gestern Abend war es wieder so. Ich dachte, bevor die Situation eskaliert, nehme ich ihn mit in unser Bett, da er wahrscheinlich gerade Nähe bracuht.
Doch dort war das gleiche Spiel:Aufstehen, "ich muss nochmal ins Wohnzimmer und Papa was fragen", ich will etwas trinken. "ich muss mal auf die Toilette..."...Als wenn er Ameisen im Hintern hat.
Ich war gestern Abend soooo wütend darüber, dass ich noch nichtmal abends meine Ruhe habe!! Ich möchte die Abende auch mal mit meinem Mann verbringen und nicht stundenlang damit zubringen das Kind ins Bett zu bekommen!
Das kann doch nicht nur eine Phase sein?
Dazu muss ich noch sagen, dass mein Sohn momentan fast jeden Tag bei seinem Opa auf dem Traktor mitfahren darf. Opa hat einen Bauernhof und wohnt nebenan und am liebsten würde unser Sohn den Tag von früh bis spät mit opa verbringen. Es kommt schon mal vor, dass er fast eine h auf dem Traktor sitzt. ca. 3x die Woche. Vielleicht ist auch körperlich nicht ausgelastet? Wobei es die restliche Zeit am Tag so ist, dass ich fast den ganzen Tag mit ihm draussen bin, er bewegt sich viel, fährt Laufrad oder Trettrecker, wir gehen 1x die Woche zum Kinderturnen, besuchen Freunde etc.
Bin verzweifelt über unsere Situation und habe so einfach nur unglaubliche Wut über mein Kind und letztendlich auch über mich im Bauch, weil ich nicht weiss, was ich machen soll, damit unser Kind uns nicht auf der Nase herumtanzt.
Momentan wünsche ich mir sehnlichst ein "Patentrezept" wie ich meinen Sohn vor 23h ins Bett bekomme.
Weiß jemand von euch da draussen Rat??

Sorry, für diesen langen Beitrag und danke für`s "Zuhören".

Viele Grüße
sterntaler76

Beitrag von sandra77 20.05.10 - 09:14 Uhr

Lieber "Sterntaler76",

du sprichst mir aus der Seele!!!
Sind wir vielleicht verwandt und wissen nichts davon??

-Meine Eltern haben auch einen Bauernhof und wenn Till da den ganzen Tag im Stall und auf´m Traktor rumspringen kann ist alles gut.

Das Schlafproblem haben wir auch.
(Till ist übrigens am 28.11.2006 geboren, die Jungs sind also fast gleich alt)
Mittags zanken wir weils ins Bett gehen soll und Abends geht es erst richtig los.
Papa noch ein Küsschen geben, Mama noch ein Küsschen geben, noch was trinken, will noch was bei euch bleiben, möchte im grossen Bett schlafen.
All das kenne ich bestens. Und von Phase kann man hier auch nicht mehr reden, das hält schon fast Monate an.
Morgens fängt die Zankerei mit dem Aufstehen an. Anziehen geht ja gar nicht, der Herr möchte gerne den Schlafanzug anlassen und so in den Kiga gehen:-[
Nein ist das Lieblingswort und Wiedersetzen an der Tagesordnung , man könnte auch sagen an der "Stundenordnung".
Wir streiten quasi nur noch. Die einzige Zeit die einigermassen friedlich ist, ist die Zeit draussen. -Wenn das Wetter mitspielt.
Habe jetzt heute morgen mal alle Bücher weggeräumt(die mag er sehr gerne) werde sie erst wieder rausholen, wenn er einigermassen spurt.
:-(

Also du siehst, es ist nicht nur bei euch so. Aber ein "Mittelchen" dagegen habe ich leider auch noch nicht#schmoll

Sagen wir mal, es ist eine Phase die ganz bald vorbei geht.
Vielleicht muss man sich das immer nur einreden und irgendwann ist´s tatsächlich vorbei.....

Liebe Grüsse und mach tapfer weiter;-)
Sandra

Beitrag von tekelek 20.05.10 - 09:38 Uhr

Hallo !
Unsere Kinder haben beide ab und zu solchen Phasen. Dann kuscheln wir eben so lange mit ihnen, bis sie fest eingeschlafen sind. Nach ein paar Wochen geht der Spuk meist von selber vorbei ...
Mangelnde Bewegung kann ebenfalls eine Ursache sein. Wenn ich mit den Kindern nicht täglich mindestens zwei Stunden draußen herumrenne sind sie abends auch nicht müde ...

Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (5,5 Jahre), Nevio (3,8 Jahre) und #ei (7.SSW)

P.s.: Es ist nur eine Phase, ist nur eine Phase, ist nur eine Phase ...
Und ärgern bringt gar nichts, das macht das Ganze nur schlimmer ...

Beitrag von kathrincat 20.05.10 - 13:00 Uhr

nicht mitspielen, du nimmst ihn nicht im ernst mit ins bett oder? schick ihn zurück ins zimmer und gut, geht nicht mehr mit und lass dich auf keine diskusion ein.