Kiga Eingewöhnung super schlimm

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von ruffles 20.05.10 - 08:37 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich muss mir mal meinen Kummer von der Seele schreiben :-(. Ich bin selbstständig #pc und arbeite von zu Hause, habe 2 Jungs 2,5 und 9 Monate. Und mit den Kleinen hier und arbeiten hier--das geht einfach nicht. Probiere es nun seit 6 Wochen, und ich gehe auf dem Zahnfleisch. Aber Geld muss man ja verdienen, ne?

Habe beide jetzt in einem schönen Kiga angemeldet (wohne in England). Und was soll ich sagen? Die Eingewöhnung geht gar nicht :-(. Es ist nur 2mal die Woche, und die meinten, ich solle sie eine Stunde da lassen und dann wieder holen. Ok, so haben wir es probiert

Das "Problem" ist mein "Großer": Das allererste Mal ging es, war wohl noch alles so neu und spannend. Aber gestern war das 3. Mal und er hat schon geschrien, getobt und gestrampelt, als ich ihn durch das Tor führen wollte #schock. Ja, und als ich nach einer Stunde kam, sah er ganz verheult aus und hat wohl die ganze Zeit immer wieder mal geweint :-(. Als ich ihn dann hochnahm, hat er so jämmerlich geschluchzt und ließ sich gar nicht mehr beruhigen #heul.

Da fing der Kleine auch an, und ich habe mir echt Gedanken gemacht, ob das alles so richtig ist #kratz?

Die Erzieherinnen meinten, manche Kinder brauchen eben länger... Klar müssen sich die Zwerge daran gewöhnen. Aber es ist doch nicht schlimm, es sind nur kleine Gruppen, sie waren draußen spielen...

Was soll ich denn machen?

Morgen haben wir wieder 1 Std. vereinbart. Soll ich ihm seinen Kuschelhasen mitgeben? Mit Schoki ködern? Was mache ich, wenn er wieder so verzweifelt weint beim Abgeben? Würde es helfen, wenn der Papa mitkommt (hat morgen frei)?

Mann mir ist schon ganz schlecht vor Sorge #schmoll.

Aber ich brauche die Zeit zu Hause zum Arbeiten, nur 1 oder 2 Tage wenigstens...

Hat jemand einen Tipp oder so was Ähnliches schon durch und kann mir was positives berichten?

Danke #blume!!!!

LG
Anke (ganz durch den Wind) mit 2 Jungs (wahrscheinlich auch durch den Wind...)

Beitrag von cassandracadim 20.05.10 - 08:42 Uhr

hallo anke
da mein kleiner sausewind hier rumfegt nur eine kurze antwort. ich wollte im september wieder mit der arbeit beginnen..im august startete die eingewöhnung. es lief nicht gut. daher habe ich dann meinen zeitkredit um drei monate verlängert. diese drei monate hat er auch weiter zur eingewöhnung gebraucht und seitdem geht er super gerne zur tagesmutter. jan war 13 monate, als die eingewöhnung anfing.
ich würde ihn nicht mit schoi oder ähnlichem ködern, aber ihm schon vorher ganz deutlich erklären, dass mama immer wieder kommt. und ihn solange nur eine stunde dorthin gehen lassen, bis er sich dort eingewöhnt hat. aber mir auf keinen fall ein schlechtes gewissen machen denn auf zeit gesehen, wird ihm der kiga gut tun.
lg diana

Beitrag von howgh 20.05.10 - 08:50 Uhr

Hi anke,.

das Verhalten beim abgeben ist aber vollkommen normal...Sobald die Kids feststellen, dass es zur Regel und Normalität wird...wehren sie sich dagegen..und da musst du echt dran bleiben..

Eins überrascht mich trotzdm..

hir ist es so, dass bei den ersten Versuchen die Mama immer dabei ist.. die Eingewöhnung findet jeden Tag statt..d.h. es entsteht eine Regelmäßigkeit..und wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt, wird die Mama auch sofort geholt..

Was du beschreibst...fühlt sich bei mir bisl herzlos.

Ich finde es übrigens falsdh das Kind mit Schiki oder ähnlichem zu locken.. ein Kuscheltier sollte aber selbstverständlich sein.

LG Howgh

Beitrag von fbl772 20.05.10 - 09:56 Uhr

Bei uns ist die Bezugsperson am Anfang der Eingewöhnung immer dabei ... einfach abgeben ist für die Kleinen ja echt auch ein Schock ...

Vielleicht kannst du das dort noch regeln. In etwas schwierigeren Phasen (die kommen hin und wieder mal) hat es immer geholfen, wenn Papa den Kleinen dann morgens gebracht hat und wir pünktlich zum Frühstück erschienen sind, so dass er sich direkt zum Essen hinsetzen konnte.

Aber wichtig wäre echt, dass du bei der Eingewöhnung anfangs dabei bist.

Bei uns ist es so, dass die ersten Tage die Mamas mit Kind einfach ein oder zwei Stunden in der Gruppe verbringen und die Erzieherinnen nach und nach auf die Kleinen eingehen. Wenn das gut klappt kommt die nächste Phase - Mama geht mal für 10 min raus, dann für 30 min - bleibt aber im Gebäude um sofort reagieren zu können. Diese Phase ist individuell und kann von 2 - 6 Wochen dauern.

LG
B

Beitrag von ruffles 20.05.10 - 10:13 Uhr

Danke Ihr Lieben!

Sieht so aus, als hätten wir es falsch angepackt, mit einfach mal 1 Stunde dort lassen. Ich werde mal sehen, ob ich einfach mit ihm eine Stunde dort spielen kann, und hoffe, dass er sich dann nicht mehr so "abgegeben" vorkommt. Und dann eben mal etwas steigern.#herzlich

Aber danke für Eure Antworten :-)

LG
Anke

Beitrag von murmel72 20.05.10 - 11:04 Uhr

Hallo,

hast du deine Kinder gleich von anfang an eine Stunde alleine da gelassen?
Das finde ich schon eigenartig.
Normalerweise sollte es so sein, dass eine Bezugsperson erstmal mit dem Kind dort bleibt, bis das Kind etwas Vertrauen gefasst hat zu einer der Erzieherinnen.

Erst dann soll die Mutter sich schrittweise entfernen.

Was mich auch sehr ueberrascht, ist, dass dich keiner anruft wenn dein Kind eine Stunde hindurch weint.

Ich bin grundsaetzlich der Meinung, dass man ganz klar unterscheiden muss zwischen einem kurzen Abschiedsweinen und einem Weinen ueber eine Stunde hinweg.
Das hat nichts mit "Gewoehnen" zu tun, da ist was falsch gelaufen beim "Eingewoehnungsprozess".

Also nochmal auf Anfang und LANGSAM beginnen. Das kann auch Wochen dauern.

Gruss
Murmel

Beitrag von anyca 20.05.10 - 11:43 Uhr

Einfach abgeben und gehen finde ich kraß am Anfang. Bei der Tagesmutter habe ich anfangs immer dabeigesessen, im Kindergarten haben ich bzw. mein Mann zwei Wochen lang in einem anderen Raum ("Elterncafé") gesessen, dort am Laptop gearbeitet o.ä. und unsere Tochter wußte, daß wir jederzeit da sind, wenn sie uns braucht.