noch ein 2. ??

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Benero 20.05.10 - 12:56 Uhr

Ach, wie soll ich es sagen. Ich bin 42, stehe mit beiden Beinen im Beruf, mein Partner auch. Unser "Kind" ist nun 18. wir sind gerade dabei zu bauen.
Seit ca. 1 Jahr habe ich einen starke Sehnsucht - noch ein Kind. Ich hab versucht es zu unterdrücken, aber es kommt immer wieder hoch.
Gibt es jemanden, der in ähnlicher Konstellation nochmal neu angefangen hat und einen superspäten Nachzügler hat??
Bitte helft mir!

Beitrag von sniksnak 20.05.10 - 13:02 Uhr

Ich bin ganz sicher nicht in so einer Situation...

aber, was sagt denn dein Mann dazu? Wenn ihr beide an einem Strang zieht - warum nicht? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;-)

LG

Beitrag von Benero 20.05.10 - 13:07 Uhr

Mein Mann verhält sich "neutral". Nicht dagegen und nicht dafür, aber auch nicht abgeneigt. Einzig er will auf keinen Fall in Elternzeit gehen oder Partnermonate nehmen, jedenfalls zum heutigen Zeitpunkt.

Der Altersabstand wäre halt sehr sehr groß.
Ich weiß auch nicht, ich fühle mich so dermaßen hin und hergerissen.....und wahrscheinlich würde ich es hoffnungslos verwöhnen und verziehen (wobei ich spätenstens nach 1 Jahr wieder voll arbeiten gehen würde)....

Beitrag von sniksnak 20.05.10 - 13:12 Uhr

Hm.

Ja und? Ich verstehe nicht, warum dir der Altersabstand Bedenken bereitet. Ich mein, wäre dein ältestes Kind 10, könnte ich das nachvollziehen, aber mit 18 hat dein Kind doch quasi schon sein eigenes Leben und ist nicht mehr massiv auf die Eltern/Familie angewiesen.

Und dass du dein Kind verwöhnen würdest, ist doch nicht negativ. (Verziehen ist vielleicht was anderes ;-))

Und wenn sich dein Partner neutral äußert, ist es doch okay. Wenn du für dich mit dem Gedanken durch bist und wirklich noch ein Kind möchtest, könnt ihr darüber doch nochmal intensiver reden :-)

Beitrag von sniksnak 20.05.10 - 13:16 Uhr

und... ich hab den Eindruck, dass du dich eh schon fast entschieden hast, wenn du schon weißt, dass du nach einem Jahr wieder arbeiten gehen möchtest ;-) #freu

Beitrag von Benero 20.05.10 - 13:44 Uhr

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie hin und hergerissen ich mich fühle.
Ich komm mir vor wie 16. Da ist man 42 Jahre und nicht in der Lage dazu eine klare Entscheidung zu treffen.;-)

Es wäre halt noch mal eine ganz neue Erfahrung.

Beitrag von simone_2403 20.05.10 - 13:12 Uhr

Hallo

Na warum nicht?Wenn ich meine Älteste und meine Jüngste nehme sind es auch 17 Jahre unterschied #schein und Kathi liebt ihre jüngste Schwester abgöttisch ;-)

Du hast die Befürchtung das dieses Baby zu sehr verwöhnt wird,mal ehrlich,verwöhnen wir nich alle unsere Kinder? ;-)

Wenn du dich mit deinem Mann darüber abgesprochen hast und jeder von euch die Anforderungen an dem "Projekt Baby" akzeptiert,dann ist dasdoch völlig ok.

Ab zum FA Folsäurepräperat verschreiben lassen und los geht wenn dein FA gesundheitlich grünes Licht gibt ;-)

lg

Beitrag von überlegen 20.05.10 - 13:39 Uhr

Nur aus meiner Sicht: wir haben 10 Jahre Altersunterschied. Zum jetzigen Zeitpunkt sind sie 13 und 3. Ich liebe beide Kinder sehr, aber ich gebe ehrlich zu, es gibt Tage, da denke ich darüber nach, vieles wäre einfacher ohne Nr.2, da Kind 1 ja schon sehr selbstständig ist. Ich würde unseren Kleinen um nichts in der Welt hergeben wollen, aber es wird immer wieder Situationen geben, wo man denkt, dieses und jenes Problem hättest du jetzt nicht ohne den Nachzügler.

Es ist eure Entscheidung, aber ich persönlich würde da wohl mittlerweile lieber irgendwann auf Enkel hoffen, statt noch mal selbst von vorn anzufangen.

Wenn du all die Jahre den Wunsch nicht verspürt hast, ist es eventuell Angst, wie es sein wird, ohne Kind daheim? Allein nur mit dem Partner?

Beitrag von Benero 20.05.10 - 13:51 Uhr

Angst vor dem Alleinsein ohne Kind ist es definitiv nicht. Dafür gibt es zu viele andere Möglichkeiten. Es ist eher so, als unser Großer klein war, da haben wir erst angefangen zu arbeiten, haben uns die Wohnung eingerichtet etc. Wir hatten für ihn wenig Zeit und auch wenig Geld. All die Jahre zwischendurch habe ich mich nicht getraut, weil ich beruflich noch nicht das gefunden hatte wo ich sagen konnte: hier will/kann ich bis zur Rente arbeiten. Deswegen habe ich bewußt verzichtet.
Dies habe ich aber jetzt erreicht. Deswegen eröffnet sich jetzt die Möglichkeit. Nur, der Große ist bereits 18 Jahre.
Die Einschränkungen mit einem Neubeginn, darüber bin ich mir im Klaren, vielleicht suche ich gerade das - oder aber ich habe vergessen wie anstrengend es war, weil es doch s´chon eine Weile her ist.
Ich glaube ein bißchen ist es auch der Wunsch noch mal ein Kind - aber ich möchte es genießen.

Beitrag von frieda05 20.05.10 - 16:19 Uhr

Waru machst Du Deine Entscheidung vom Alter des ersten Kindes abhängig. Gesetzt den Fall, es gäbe kein erstes Kind, würdest Du jetzt eines haben wollen? Wenn ja. Dann: Ja! Der Altersunterschied juckt doch nicht mehr. Bei Differenzen von 5-8 Jahren hast Du 2 Kinder zu Hause. Bei Deiner Konstellation, habt Ihr ein Baby und einen jungen Erwachsenen.

ich würde diese Entscheidung einzig von meinem persönlichen Empfinden und Bedürfnissen abhängig machen (und denen des Partners natürlich) nicht von dem Altersunterschied der Kinder.

Beitrag von marlene2009 21.05.10 - 10:01 Uhr

Hi,
ich bin zwar selbst noch keine Mutter, kann aber von den Erfahrungen meiner Eltern berichten.
Wir Kinder sind keine 18, aber 12 Jahre auseinander, was damals schon sehr ungewöhnlich war.

Meine Eltern haben es wahnsinnig genossen. Sie waren bei meiner Geburt finanziell unabhängiger, meine Mutter konnte entspannt etwas länger Zuhause bleiben etc. Auch was die Erziehung betraf waren sie lockerer, weil ja eben die äußeren Umstände weniger Stress verursacht haben.
Sie waren reifer, hatten weniger Angst und Bedenken in jeglicher Hinsicht.
Meine Schwester fand es toll - wurde natürlich manchmal als Babysitterin eingespannt, hat mich aber freiwillig überall hin mitgenommen.
Erst als sie 18 und ich 6 war fingen die Zickereien Zuhause an. ;-)
Heute bin ich 27 und sie 39 Jahre alt - und wir profitieren unheimlich voneinander. Sie hat die größere Lebenserfahrung, ist reifer - und andersherum kann ich sie manchmal von festgefahrenen Gedanken wegbringen, weil ich Dinge völlig anders erlebe. Schwer zu beschreiben. ;-)
Für mich und meine Schwester hatte der Altersunterschied demnach keine Nachteile - im Gegenteil, wir sind ein tolles Team! Das liegt aber sicher auch daran, in welche Richtung uns die Eltern gelenkt haben.

Bei meiner Mutter war es übrigens auch so, dass sie plötzlich den Wunsch hatte, noch mal "so etwas Kleines" Zuhause zu haben.:-)

So, lane Rede , kurzer Sinn.... das muss jeder für sich selbst wissen, aber ich hoffe ich konnte mit meinen Erfahrungen ein bisschen helfen.

LG
Marlene

Beitrag von bea-christa 21.05.10 - 11:18 Uhr

Hallo,

..unser Ü-Ei kam als ich 42 und der Papa 44 Jahre alt war. Wir hatten es nicht geplant und auch nicht - wie die meisten in dieser Altersgruppe annehmen - jahrelang darauf hingearbeitet....Nachdem wir ja generell "überrascht" wurden, haben wir auch bis zur Geburt abgewartet, ob wir ein Mädchen oder einen Jungen bekommen würden :-)
Jetzt ist Nina 2 Jahre alt und ich war schon immer der Meinung, daß der Abstand zwischen 2 Kindern größer sein sollte. Kann es nicht ganz nachvollziehen, warum man sich so einen Zeitdruck macht. Wenn beide Kinder noch nicht selbständig sind, ist das extrem stressig.
Also zurück auf Eure Situation: klar - warum nicht???

Lieben Gruß - Bea