OT: Kündigungsfrist

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Beitrag von wattwurm08 20.05.10 - 13:09 Uhr

Hallo,
brauch bitte einmal Hilfe....
Mein Mann kann auf einer neuen ARbeitstelle anfangen. Bei der bisherigen ist er nicht wirklich glücklich.
Nun hat er eine Zusage bekommen und könnte am 1.6. dort anfangen.
In seinem jetzigen Arbeitsvertrag steht jedoch nichts von einer Kündigungsfrist drin.
Muss er trotzdem eine einhalten? Wie länge wäre diese?
Wäre schön, wenn mir hier jemand helfen kann!
Liebe Grüße
Simone

Beitrag von eliah09 20.05.10 - 13:10 Uhr

ich denke wenn in seinem vertrag keine kündigungsfrist steht gilt die gesetzliche und die beträgt glaub ich 3 monate.

glg moni

Beitrag von goldtaube 20.05.10 - 15:05 Uhr

Das ist nicht korrekt.

Zitat:
§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen
(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

Beitrag von katzejoana 20.05.10 - 13:15 Uhr

Huhu,

ja muss er. Wenn nichts drin steht, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Wie lange ist er dort schon beschäftigt?

LG

Beitrag von goldtaube 20.05.10 - 15:08 Uhr

Wie lange er dort beschäftigt ist, ist unerheblich. Das gilt nur, wenn der Arbeitgeber ihn kündigt.

Bei Kündigung durch den Arbeitnehmer selber gilt:

Zitat:
§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen
(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

Beitrag von anja1971 20.05.10 - 13:16 Uhr

Die gesetzliche. Die ist meines Wissens 4 Wochen. Schau mal im Internet, da wirst Du was finden.

Beitrag von katzejoana 20.05.10 - 13:17 Uhr

Hier kannst es nachlesen.

http://www.anderfuhr-buschmann.de/gesetze/buergerliches_gesetzbuch_bgb_kuendigungsfristen.htm

Beitrag von osdream 20.05.10 - 13:21 Uhr

Hallo!

Steht im Vertrag keine Kündigungsfrist, so gilt die gesetzliche Regelung. Hab mal eben gegoogelt, da ich hier kein Gesetz habe und das gefunden:




Die gesetzliche Kündigungsfrist für ein Arbeitsverhältnis beträgt gemäß § 622 BGB:

4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (Grundkündigungsfrist).

Diese Kündigungsfrist erhöht sich bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber, wenn das Arbeitsverhältnis zwei Jahre bestanden hat, auf einen Monat, bei fünf Jahren auf zwei Monate, bei acht Jahren auf drei Monate, bei 10 Jahren auf vier Monate, bei 12 Jahren auf fünf Monate, bei 15 Jahren auf sechs Monate und bei 20 Jahren auf sieben Monate jeweils zum Monatsende. Berücksichtigt wird dabei die Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers vom 25. Lebensjahr an. Während einer vereinbarten Probezeit von längstens sechs Monaten ist eine Kündigung mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen möglich.




Die Zeit reicht also nicht für eine Kündigung. Ich würde daher mit dem Arbeitgeber sprechen und um einen Aufhebungsvertrag bitten. Wenn er Glück hat stimmt der Arbeitgeber dem zu. Ansonsten, wenn die neue Stelle ihn unbedingt haben möchte, dann warten sie sicherlich gern. Sie wollen ja sicherlich auch einen Mitarbeiter der zuverlässig ist und nicht von heute auf morgen seinen Job hinschmeisst...

Alles Gute!

Lg ANKE

Beitrag von goldtaube 20.05.10 - 15:20 Uhr

Wenn nichts im Vertrag geregelt ist und es auch keinen Tarifvertrag gibt, wo die Kündigungsfrist geregelt ist, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.

Zitat:
§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen
(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html


Für eine Kündigung zum 1.06. ist es somit schon zu spät. Er könnte jetzt frühestens zum 30.06. kündigen.

Er kann nun höchstens mit seinem Arbeitgeber sprechen und einen Aufhebungsvertrag machen. Der Arbeitgeber muss aber nicht zustimmen.
Im schlimmsten Fall muss er mit seinem neuen Arbeitgeber sprechen und fragen ob er zum 1.07. dort anfangen kann und dem Arbeitgeber das damit begründen, dass er die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten muss und sein jetziger Arbeitgeber ihn jetzt nicht gehen lässt.
Natürlich darf er nicht vergessen beim alten Arbeitgeber fristgerecht zu kündigen. Die Kündigung muss dem Arbeitgeber schriftlich zugehen.
Den Zugang sollte er sich durch Datum und Unterschrift bestätigen lassen.

Damit die Kündigung zum 30.06. wirksam werden kann, muss sie dem Arbeitgeber spätestens am 02.06. zugehen und zwar so, dass er die Möglichkeit hat sie zur Kenntnis zu nehmen.

Also besser rechzeitig kündigen und dem Arbeitgeber die Kündigung vorher übergeben und natürlich quittieren lassen.