Polypen entfernen - ich brauche Rat

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schneuzel83 20.05.10 - 17:09 Uhr

Hallo,

ich war heute mit meiner Tochter beim HNO, weil sie seitdem sie den Schnuller nicht mehr hat scharcht. Mal wirklich mehr, dann hat sie meist auch einen Schnupfen und manchmal überhaupt nicht. Manchmal hat sie auch den Mund auf wenn sie schläft. Es wurde auch ein Hörtest gemacht und der ist wohl vollkommen in Ordnung.
Meine Tochter ist gerade in den Kiga gekommen und war davor seit September in einer Vorgruppe - seitdem war sie natürlich auch häufiger erkältet. Jedoch nicht so das wir ständig eine MOE hätten.

So dann hat der HNO heute mehr schlecht wie recht meiner Tochter kurz in den Rachen geschaut - sie wollte einfach nicht richtig den Mund auf machen sie hatte Angst. Der Arzt versuchte ihr dann - meines erachtens ziemlich barsch - zu erklären das ihr nichts passiert er würde doch nur nachsehen wollen. Mein Kind hat ein wenig Angst vor Ärzten seit einem Krankenhausaufenthalt als fast einjährige. Nun meinte der Arzt das aufjedenfall die Polypen entfernt werden müßten. Meine Kleine hatte ein wenig Augenringe, da sie drei relativ aktionsreiche Tage hatte mit etwas wenig Schlaf. Der Arzt jedoch meinte Augenringe und etwas blass um die Nase seien ein eindeutiges Zeichen für vergrößerte Polypen. Am liebsten hätte er mir gleich in zwei Wochen einen Termin gegeben.

Um nun zum Punkt zu kommen: Ich habe das Gefühl, dass momentan alles möglich rausgeschnibbelt wird was man rausschneiden kann. Natürlich habe ich Angst - vllt zu unrecht ich weiß es nicht. Aber allein die Vorstellung von meiner Tochter im OP lässt mich schon erschauern.
Ich würde gern wissen was ihr von der Situation haltet? Meiner Meinung nach würde ich jetzt erstmal noch abwarten wie häufig sie zukünftig Infekte hat.
Meine Tochter hat in meinen Augen und auch in denen meines Kinderarztes keine Sprachdefizite.

Ich danke für euren Rat.

Gruß schneuzel

Beitrag von tohabi 20.05.10 - 17:25 Uhr

Hallo,

bitte bitte lass dir eine zweite Meinung geben!!!! Unser Kinderarzt meinte auch schon vor 2 Jahren dass meiner Kleinen (nun 4 Jahre) die Polypen rausgeschnippelt werden müssen.

Ich war auch ziemlich skeptisch und hörte mich ein bißchen um , hier in Offenbach fehlen mindestens 1/5 der Kinder die Polypen.

Daraufhin hab ich und meiner Süßen einen guten HNO Arzt gesucht, wir haben einen Allergietest gemacht und upps meine Süße ist so ziemlich auf alles allergisch was durch die Gegend fliegt.

Fazit: Bei Pollenallergien sollte man auf keinen Fall die Polýpen herrausnehmen (wuchert ständig nach!!!):-


Gruß Ruth

Beitrag von schneuzel83 20.05.10 - 17:33 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort. Nun es kommt mir wirklich so vor als ob jedes zweite Kind bald schon unter dem Messer lag. Mein Problem ist wie finde ich einen guten nicht schnibbelwütigen Arzt?

Was mich einfach auch stutzig macht, mein KiA hat noch nie einen Ton über eine mögliche Polypenentfernung verloren - oder würde er sowas nicht sehen.

Wie wird denn bei Kindern ein Allergietest gemacht? Ist eine blöde Frage ich weiß#hicks

Gruß

Beitrag von tohabi 21.05.10 - 16:53 Uhr

Wie bei Erwachsenen auch!

Sarah bekam 20 Tropfen mit verschiedenen Pollen auf den Arm geträufelt,
diese werden dann leicht in die Haut eingeritzt, ich glaube das "wirkt" ca. 15 min. ein. Bei meinér Maus gabs dann auf dieversen Tropfen einen roten Ausschlag auf der Haut.

Dieser Test ist nicht schlimm!! und hat meiner Maus nicht einmal wehgetan.

Nur zur Info, Polypen wachsen nach und wuchern dann aber aus. Hab mit vielen Leuten gesprochen welche bei Ihren Kindern die Polypen entfernen lassen haben, alle rieten mir ab. Weil es nach Jahren viel schlimmer wurde.

In Ostdeutschland operieren die Ärzte bei Frauen ab 40 die Gebärmutter heraus und in Westdeutschland sind es bei den Kindern die Polypen.

Gruß

Beitrag von lilly7686 20.05.10 - 18:54 Uhr

Hallo!

Auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen!

Wir hatten die Situation, dass meine Tochter schon vor 3 Jahren angefangen hat, zu schnarchen, also als sie 3 war. Der HNO damals hat ihr Nasentropfen gegeben und wollte uns zwei Wochen danach nochmal sehen. Keine Besserung, weiter Tropfen für zwei Wochen. Kontrolle, keine Besserung, wieder zwei Wochen Tropfen, danach Kontrolle. Das ging dann gut 4 Monate so. Im Winter hatte sie dann immer wieder Schnupfen usw. Also konnte man da nicht wirklich was sehen. Vor zwei Jahren sind wir dann umgezogen. Dann war eine Weile Ruhe. Vor 1,5 Jahren fing das wieder an. Keine Luft bekommen, immer schnarchen... Es war schlimm!
Wir sind dann letztes Jahr im März zu einem sehr guten HNO in der neuen Stadt gefahren, bei dessen Vorgänger ich als Kind schon war. Der meinte, okay, Paukenerguss, riesige Polypen, riesen Mandeln. Zwei Wochen Nasentropfen und Spray. Nach zwei Wochen Kontrolle. Absolut keine Besserung, mittlerweile litt auf ihr Hörvermögen drunter. Hörtest wurde bei beiden Terminen gemacht. Auch da keine Besserung zwischen den zwei Terminen.
Haben Überweisung ins KH bekommen, dort haben wir einen Termin bekommen zum Polypen entfernen und Mandeln verkleinern sowie Trommelfellschnitt (damit das Sekret ablaufen konnte). Bis zu dem Termin sollten wir weiter Nasenspray und Tropfen nehmen. Bei dem Termin im KH war immernoch keine Besserung, also wurde operiert.
Seitdem gibts keine Probleme mehr.

Wären wir nicht umgezogen und dadurch zu einem anderen Arzt, meine Tochter wäre heut noch nicht operiert.

Also in unserem Fall war es eher umgekehrt.
Dennoch würd ich euch raten, auf jeden Fall einen anderen Arzt zu kontaktieren! Und sprich mit deiner Tochter vor dem Arztbesuch. Sie soll den Mund aufmachen, sodass der Arzt richtig reinschauen kann. Versuch, ihr die Angst schon vorher zu nehmen, dann hat der Arzt weniger Probleme. Jaja, manche Ärzte können einfach nicht mit Kindern umgehen bzw. sind zu ungeduldig.

Alles Liebe!

Beitrag von evaundpaul 21.05.10 - 10:45 Uhr

Infekte hin oder her, das hat meiner Meinung nach mir den Polypen überhaupt nichts zu tun!
Bei meinem Sohn war der Hörtest der Einschulungsuntersuchung ausschlaggebend. Der HNO hat dann festgestellt, dass die "übergrossen" Polypen auf einen Paukenerguss drücken und er deswegen schlecht hört. Der Erguss im Ohr wurde behandelt und die Polypen entfernt (ambulant, halb so wild, auch wenn ich ein traumatisiertes Arztkind habe, er weiss heute nicht mehr, dass er schon mal eine OP hatte).
Fazit: Er hört lt. Hörtest wieder alles, im Alltag aber keine Änderung zu bemerken. Er hatte seither (OP war im Sept.) schon 2 x MOE und ein mal Angina, einmal behandlungswürdigen Reizhusten und eine Gastritis.
Also bis auf den theoretischen Hörtest hat sich nix gebessert!
Geh nochmal zu einem 2. HNO. Sowieso wenn der so doof war. BEstehe im KKH darauf, bis zum endgültigen Narkoseschlaf bei Deinem Kind zu bleiben. Das gibt es! Nicht überall. Aber heute würde ich auch so eine KKH suchen!
LG, Eva
P.S. Bei der letzten MOE ist das Trommelfell geplatzt und wir müssen Ende Juli zum Hörtest. Bin gespannt!

Beitrag von fischi0204 21.05.10 - 11:15 Uhr

Damals, als Vivi noch nicht ganz zwei Jahre war, sollten die polypen auch entfernt werden bei ihr. mein freund und ich hielten das nicht für notwendig, sie hat eh immer irhendwas mit schnupfen, meistens aus der kita. letztes jahr, kurz nach ihrem dritten geburstatg, sind wir zu einer anderen hno-ärztin gegangen... und auch sie meinte, das wäre sinnvoll, zu operieren. Da haben wir auch zugestimmt, schließlich war ein jahr vergangen und wir konnten schauen, ob es sich von alleine regelt. OP lief super, ambulant, keine komplikationen, nachfolgende monate keine erkältung o.ä.

also, ich rate dir auch noch zu warten, und falls es nicht besser wird, dann auf jedenfall einen anderen hno-arzt aufsuchen... wie alt ist denn deine tochter???

LG Tine

Beitrag von schneuzel83 21.05.10 - 13:43 Uhr

Hallo Tine,

erstmal danke für deine Antwort. Mein Mann und ich haben nun auch erstmal entschieden zu warten. Wir sind der Meinung ihr geht es wirklich nicht schlecht und so werden wir jetzt erstmal abwarten. Bei meinem nächsten Termin beim KiA werde ich auch mal mit ihm sprechen und sollte er dann vllt auch Bedenken haben werde ich sofort einen anderen HNO aufsuchen.
Wenn nicht werde ich sie noch eine Weile beobachten und dann eine zweite Meinung von einem HNO einholen.

Mein Mäuschen ist drei und ich will es ihr momentan einfach nicht "unnötig" antun sie ins Krankenhaus zu stecken und ihre Ärztephobie noch zu vergrößern. Aber wie gesagt momentan habe ich auch nicht den Eindruck das sie schlecht Luft bekommen würde oder ähnliches. Auch das Schnarchen ist deutlich zurück gegangen in den meisten Nächten gar nicht mehr vorhanden.

Gruß