Beckenendlage !?

Archiv des urbia-Forums Geburtsberichte.

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von miriam72 20.05.10 - 17:12 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
falls jemand von Euch normal entbunden hat in der Beckenendlage würde ich mich sehr über Eure erfahrungen freuen.

Beitrag von patre 20.05.10 - 22:16 Uhr

Ich hab spontan in Beckenendlage entbunden. Es war die Geburt meines 3. Kindes nach zwei spontanen Geburten ohne Komplikationen. Emotional war dies die aufregendste geburt. Aber ansonsten nicht wirklich ein unterschied. Ich Suche mal den Bericht. Ansonsten kannst du mich ja über meine vk anschreiben.
Gruß
Patricia

Beitrag von ale-pasy 22.05.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

also, mein Kind hat in meinem Bauch die ganze Zeit über nur Turnübungen gemacht, was auch nicht wirklich angenehm war. Dann in der 32. SSW lag er richtig rum und ich war beruhigt. Meine Ärztin sagte, dass die Babys sich in der Regel nicht mehr drehen. Aber nach 2 Wochen lag er dann in der Beckenendlage wir haben alle gehofft, dass da noch was passiert. Trotzdem haben wir sicherheitshalber schon mal einen Termin im Krankenhaus für die Geburtsplanung in der 39. SSW gemacht (Kaiserschnitt). Die Zeit verging und er drehte sich nicht mehr. In der 37. SSW ist abends meine Fruchtblase geplatzt und wir mussten ins Krankenhaus. 2 Stunden später war mein kleiner Mann (natürlich per Kaiserschnitt geholt) da.

Beitrag von patre 20.05.10 - 22:29 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2309931&pid=14688337&bid=43

mein geburtstbericht aus BEL

Beitrag von novecento 18.06.10 - 00:07 Uhr

Hallo liebe Beckenendlägerinnen ;o),

ich habe im März als Erstgebärende meinen Sohn spontan in BEL im Krankenhaus Singen entbunden.

Er wollte sich trotz Indischer Brücke, Moxen, Fussreflexzonenmassage und Äusserer Wendung nicht drehen.
Zum Glück hat mir der Chefarzt eine spontane Geburt angeboten, so dass ich keinen geplanten Kaiserschnitt machen musste. Die Entscheidung für eine spontane Geburt fiel mir aber gar nicht so leicht, weil man hört ja so dies und jenes und bekommt von der lieben Verwandtschaft Schauergeschichten erzählt...

Bei mir ging die Geburt jedenfalls sehr schnell und problemlos. Da die Wehen der Eröffnungsphase nur wenig schmerzhaft waren (ich dachte den ganzen Tag, das wären nur Senkwehen...), bin ich erst sehr spät ins Krankenhaus gefahren (nach Blasenriss zuhause ca. 19 Uhr). Der Muttermund war im Krankenhaus gleich nach der Ankunft schon komplett offen (21 Uhr) und der Arzt sagte mir, dass es für eine PDA nun schon zu spät sei. Ich solle nun fleissig pressen.
Es stand die ganze Zeit eine Anästhesistin bereit, die im Notfall einen Kaiserschnitt eingeleitet hätte.
Anfangs war ich im Vierfüsslerstand und durfte das Becken hin und her bewegen, dann verschlechterten sich die CTG-Werte (wahrscheinlich ungünstiger Druck auf die Nabelschnur) und ich musste in Rückenlage gehen, die Beine auf solchen Frauenarzt-Stützen. War aber okay! Hauptsache dem Baby ging es dadurch besser.

Es waren einige Hebammen und Assistensärzte/-innen im Kreissaal, die das seltene Ereignis einer BEL-Geburt miterleben wollten.
Es war eine sehr entspannte ruhige Atmosphäre im Kreissaal, der Arzt und die Hebamme haben mich super angeleitet und unterstützt.
Ich hatte gute regelmässige Presswehen und dazwischen immer schöne schmerzfreie Verschnaufpausen, in denen ich nur über dieses einzigartige Ereignis staunen konnte und hörte, wie sich die Herztöne des Babies immer wieder erholten. Puh!

Nach 2 Stunden wurde mein Sohn geboren (23 Uhr) mit einem Fuss und dem Popo voran, den anderen Fuss hatte er ganz akrobatisch nach oben gestreckt.
Wie ich es mitgekriegt habe, musste der Arzt auch keinen dieser speziellen Griffe anwenden, um das Baby "rauszuhebeln".
Kein Dammschnitt, kein Dammriss! Nur ein kleiner Scheidenriss innen, der genäht werden musste.
Mein Baby wurde mir sogleich auf den Bauch gelegt und ich konnte staunend das winzige verschrumpelte Wesen betrachten und in mein Herz schliessen.

Ich muss dazu sagen, dass mein Sohn nur 2,5 kg wog und nur 46 cm lang war, das hat den Weg durch den Geburtskanal sicher erleichtert und auch für die Ärzte die Entscheidung leichter gemacht, eine natürliche Geburt zu versuchen.

Mein Sohn ist zwar noch immer zierlich, aber gesund und munter und verzaubert alle mit seinem schelmischen Lächeln (heute ist er gerade 3 Monate alt).

Ich war vor meiner Entscheidung zur BEL-Geburt stark verunsichert und hab meine Frauenärztin und 3 Hebammen befragt und mich in Foren wie diesem informiert über Erfahrungen von Erstgebärenden. Alle haben mir Mut gemacht und mir Vertrauen gegeben!
Darum möcht ich allen Frauen mit BEL raten, der Natur ihren Lauf zu lassen, den Ärzten und Hebammen zu vertrauen und sich auf ihr Können und Wissen zu verlassen.
Eine spontane BEL-Geburt ist einem geplanten Kaiserschnitt auf jeden Fall vorzuziehen. Ein Notfallkaiserschnitt kann unter der Geburt immer noch gemacht werden - wenn schon eine PDA liegt, sogar in Teilnarkose.

Ein Arzt trifft eine Entscheidung zur spontanen BEL-Geburt nicht leichtfertig. Zumal er an einem Kaiserschnitt sogar mehr verdienen könnte.
Wenn Ihr also einen Arzt habt, der Euer BEL-Baby spontan entbinden will, dann vertraut ihm! Er hat dann damit Erfahrung und weiss, dass er es kann!

Nun wünsche ich allen Frauen ein schönes Geburtserlebnis, egal wie rum das Baby auch liegt!