Wie funktioniert ein Hörtest?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von melmystical 20.05.10 - 19:28 Uhr

Hallo! #winke

Ich würde mit meinem Sohn gerne zu einem HNO-Arzt gehen und einen Hörtest machen lassen.

Wie funktioniert denn sowas? Bekommt er da Kopfhörer auf?

Er ist nämlich nicht gerade ein einfaches Kind, dass alles so einfach mitmacht. #hicks

#danke

Gruß

Melanie + Simon (2 Jahre + 4 Monate)

Beitrag von gghm 20.05.10 - 19:52 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 3 Jahre alt,ein sehr aktives Kind und bei ihm
wurde der Hörtest wie bei den Erwachsenen gemacht.
Sprich mit Kopfhörern und beim Piepen musste er immer die
Hand heben,hat sehr gut geklappt.

LG Jana

Beitrag von melmystical 20.05.10 - 20:05 Uhr

Hm, wie ich meinen Sohn kenne, wird er den Kopfhörer entweder nicht aufhaben wollen und wenn doch, wird er faszienierend zuhören, aber bestimmt nicht die Hand heben. ;-)

Beitrag von gghm 20.05.10 - 21:39 Uhr

Das habe ich zuerst auch gedacht,dass mein Sohn die Kopfhörer nicht aufhaben mag,oder die Hand nicht hebt.
Aber alles kein Thema,er hat das echt gut gemacht:-)

Beitrag von maschm2579 20.05.10 - 20:27 Uhr

Hallo,

bei uns werden Sensoren in die Ohren gehalten (ca 30 Sek) und der PC rechnet aus ob die Schwingungen richtig zurück kommen.

Ich selber mußte erst den Test mit den Kopfhöhren und Knöpfen machen und dann kam der Stöpsel ins Ohr.

Gute Ärzte nehmen nur noch den Stöpsel, den kann man nicht veräppeln. Mein Ohrenarzt meinte das seit der Erfindung viel weniger Renter schwerhörhig sind #rofl die haben wohl früher entweder aus verwirtheit den Knopf falsch gedrückt oder wollten Aufmerksamkeit sprich schwerhörig sein.

Geht easy und ist schnell vorbei...

lg Maren

Beitrag von cori0815 20.05.10 - 20:53 Uhr

hi Melanie!

Es gibt zwei unterschiedliche Methoden.

Mit einem nichtmal 3-Jährigen wird man wohl erstmal den "interaktiven" Hörtest machen, den man auch bei Säuglingen durchführt. Dabei werden kleine Stöpsel in die Ohren gesteckt ähnlich wie beim Fiebermessen. Dann wird gemessen, wie sehr das Trommelfell bei den versch. Stärken schwingt, also inwiefern Schall weiter geleitet wird. Daraus leitet sich dann die Hörfähigkeit ab. Das Kind kann es vielleicht als unangenehm empfinden, dass die Stöpsel darin stecken, es tut aber nicht weh. Die Töne, die zum Trommelfell geleitet werden, sind absolut akzeptabel.

Dann wird (ich glaube mit Druck) die Tubenfunktionsfähigkeit getestet, das ist tonlos, dafür wird Druck im Ohr aufgebaut. Beides haben meine Kinder immer sehr gut toleriert.

Ab 3 Jahren sind die meisten Kinder in der Lage, den herkömmlichen Hörtest zu absolvieren: sie signalisieren, ab wann sie den Ton hören, z.B. durch Handheben, Stopp-Sagen oder Knopfdrücken. Wenn sie das jedoch noch nicht mitmachen mögen (z.B. weil sie die Kopfhörer nicht aufbehalten), kann immer noch der interaktive Hörtest gemacht werden.

Neben Schallleitungsschwerhörigkeiten (Schwerhörigkeit, die aufgrund falscher oder unzureichender Schallleitung entsteht) gibt es auch noch Schallempfindungsstörungen, deren Ursache im Innenohr zu suchen sind und z.B. nicht unbedingt mit einem Paukenerguss zu tun haben. Bei Kindern liegt der Grund aber oft im Außen- und Mittelohr, also Paukenergüsse.

Ich wünsche dir viel Erfolg.
Lg
cori

Beitrag von genuine 20.05.10 - 22:04 Uhr

Hörgeräteakustikerin???

Beitrag von cori0815 21.05.10 - 14:25 Uhr

Nein, leider nicht, dann hätte ich das vermutlich genauer und nicht so laienhaft beschreiben können.

Aber meine Kinder sind leider sehr "ohrenträchtig" und ich habe das Gefühl, ich verbringe mehr Zeit beim Ohrenarzt als auf dem Spielplatz ;-)

LG
cori