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Beitrag von knusperfrosch 20.05.10 - 21:14 Uhr

Hallo,

ich habe mir so heute meine Gedanken gemacht.
Ich las viel von "jedes Kind kann schlafen lernen".Schreien lassen damit das Kind nicht verwöhnt wird und ähnliches.
Zum Thema schreien lassen gibt es ja hauptsächlich eine Antwort.....
Das geht gar nicht.
Nun mein Gedankengang.... Was machen Müttern mit Schreibabys?
Woran merkt das Baby das es schreien gelassen wird? Ich lese dann von Resignation des Babys. Woher weiß es aber wie lange es weinen mußte, wenn es doch gar kein Zeitgefühl hat?
Was macht ihr wenn ihr zur Toilette müsst und das Baby dann weint?
Na und dann habe ich mir noch überlegt,
unsere Eltern haben uns auch schreien lassen, damit wir es "lernen". Sie haben uns auch 4 stündlich gestillt, weil das nun mal so war.
Nun müssten wir dann nicht alle geschädigt sein? Mit Bindungsängsten, ohne Selbstvertrauen? Haben wir jetzt alle aufgegeben und können nichts von unseren Mitmenschen erwarten?

Darüber habe ich heute mal nachgedacht und bin zu keinem ergebnis gekommen......

Liebe Grüße KF

Beitrag von woelkchen1 20.05.10 - 21:27 Uhr

*Lach*
Da wird wohl jeder eine andere Meinung haben, und du mußt die deine finden!
Es wird da auch kein Falsch oder Richtig geben!

Falls dich meine Meinung interessiert:

Es ist doch ein Unterschied, ob ein Baby allein gelassen weint, oder ob es trotzdem Nähe und Trost bekommt. Denn das merkt es ganz bestimmt- ob da jemand ist, oder eben nicht. Entwicklungstechnisch ist Alleinsein die größte Angst jedes Babys- denn Alleinsein heißt sterben. Darum sind Mütter so bemüht, ihren Kindern in den ersten Jahren zu zeigen- ich bin immer für dich da!

Ich hab mein Baby einfach mit auf´s Klo genommen, oder was meinst du jetzt?#kratz

Meine Mutter hat uns nie schreien lassen. Sie hat immer auf ihr Bauchgefühl gehört. Mein Vater war so, wie leider viele Väter in der Zeit waren- super streng. Ich hab keinen Schaden, aber ich möchte ein Kind mit weniger Komplexen. Ich möchte einen glücklichen Menschen erziehen, und werde alles in meiner Macht stehende tun, um dieses Ziel zu erreichen.

Aus diesem Grund mache ich nie, was einem geraten wird. Sondern ich mache, was mein Herz und mein Bauch mir sagen. Das ist das Größte, was ich bisher von meinem Kind lernen konnte. Und schreien lassen ect. wäre nun mal total gegen meinem Instinkt.
Dafür gibt es sicher Dinge, in denen ich eher streng bin, im Gegensatz zu anderen Müttern.

Es gibt keinen einen richtigen Weg, sondern viele richtige!

Beitrag von daisy80 20.05.10 - 21:29 Uhr

Mitnehmen? Aufs Klo? Bei aller Liebe, das mache ich nicht...

Beitrag von caitlynn 20.05.10 - 21:32 Uhr

Irgendwann wirst du es machen :-)
Denn irgendwann ist das eine art vorbildfunktion und dein dann schon etwas größeres kind lernt so wozu die porzellanschüssel denn gut ist.

Beitrag von daisy80 20.05.10 - 21:34 Uhr

Das kann sein. Darüber denk ich dann nach, wenn mein Kind krabbeln kann ;-)

Beitrag von inka1981 20.05.10 - 21:40 Uhr

#kratz warum nicht?

Meine Maus findet es super spannend was ich alles so im Badezimmer mache. Unsere beiden Kater sind auch immer mit dabei!
Intimsphäre gibt es bei mir schon lange nicht mehr #schwitz

Inka

Beitrag von perserkater 20.05.10 - 21:40 Uhr

Die Toilette ist der sauberste Ort der Deutschen;-)

Beitrag von woelkchen1 20.05.10 - 21:43 Uhr

Nicht? Scarlett findet das ganz toll-und setzt sich dann auf ihr Töpfchen. Woher soll sie sonst lernen, wenn nicht von mir?

Bin auch schon nach Haus gekommen und hab Mann und Kind auf dem Klo erwischt- er mit einer Zeitung und sie mit einem Buch! Hab mich kringelig gelacht!

Beitrag von cherry19.. 20.05.10 - 21:45 Uhr

lach.. also nicht nur mein mann macht das also.. als ich neulich heim kam, saß nayla im hochstuhl im bad und mein männe auf der toilette.. sie spielte mit ner cremdose und er hat ein super-happy gesicht gemacht, dass ich endlich da bin. ein bild für die götter..

Beitrag von woelkchen1 20.05.10 - 21:47 Uhr

#rofl

Ja, unsere Männer sind schon ziemlich toll,was?#verliebt

Beitrag von co.co21 20.05.10 - 22:04 Uhr

Das mache ich auch, warum denn nicht?
Jetzt krabbelt sie rum, ist ja alles sicher...und vorher wurde sie kurz in die Wippe gesetzt.

Sie würde riesenterz machen, wenn ich alleine auf Klo gehen würde ;-)

Beitrag von steffi1501 20.05.10 - 22:37 Uhr

:-)
Das hast du toll beantwortet und es ist genau meine Ansicht!
Brauche also nichts mehr hinzufügen!

Lg Steffi+Julian*8.6.09

Beitrag von steffi1501 20.05.10 - 22:42 Uhr

Ich meinte natürlich den Beitrag von woelkchen1


denn auch mein Kind kommt mit auf die Toilette.....warum auch nicht.....wir machen fast alles gemeinsam..... Es ist mein Kind und es darf sehen was mama macht und daraus lernen........

Beitrag von tweetyengel 20.05.10 - 21:30 Uhr

Hallo,

also ich kann jetzt nur von mir sprechen: Meine Eltern haben uns schreien lassen, bei Weinkrämpfen ins Zimmer geschlossen, Ärmel ans Bett fixiert damit wir auf dem Rücken liegen bleiben...
Tja, ich habe mit ca 12 Jahren wieder angefangen ins Bett zu nässen, habe bis heute Angst im Dunkeln und hatte jahrelang Angststörungen die soweit führten, daß ich eine Zeit lang nicht aus dem Haus gegangen bin.
Kein Arzt würde unterschreiben das es wirklich zusammenhängt, aber ich weiß das es so ist.

Wie es mit einem Schreibaby ist kann ich dir nicht sagen, meine Tochter ist sehr pflegeleicht.
Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen bin ich sehr empfindlich was das weinen lassen angeht. Meine Tochter habe ich von Anfang an mit auf die Toilette genommen. Jetzt wo sie mobil ist sage ich zu ihr das ich auf die Toilette gehe und wenn sie möchte kann sie hinterher krabbeln.

Ich glaube fest daran das man verdammt viele spätere Schäden in der frühen Kindheit verursacht.

LG

Beitrag von waffelchen 20.05.10 - 21:30 Uhr

meine Mutter hat mich nicht schreien lassen, hat nach Bedarf gestillt und Beikost erst mit 6 Monaten gegeben. Das Bauchgefühl sollte eine Mutter leiten!!
Die Natur gibt uns die Möglichkeit schwanger zu werden, ein Kind auszutragen eine Geburt durchzustehen und dann sind die Babys da und es wird sich nach Ratgebern gerichtet.
Der reine Menschenverstand sollte einem verbieten ein hilfloses Baby schreien zu lassen.

Ansonsten, wenn ich auf der Toilette bin wenn der Kleine schreit, dann rede ich laut vor mich hin, so hört er mich wenigstens bis ich da bin, und ja, ich gehe bei offener Tür auf die Toilette, um genau das tun zu können, ich wohne allerdings auch alleine. Ich lasse für gewöhnlich alles stehen und liegen und gehe Sofort zu meinem Baby wenn es ruft.
Mittlerweile kann ich aber auch unterscheiden wann er wirklich um Hilfe ruft und wann er nur meckert weil der Finger sich unverschämterweise gerade nicht so bewegt wie er will.

Wenn ein Baby mal etwas länger schreit, dann wird es davon sicher nicht das Urvertrauen verlieren, aber ein Baby merkt sich das doch wenn es ständig alleine gelassen wird.

Beitrag von sako2000 20.05.10 - 21:31 Uhr

hallo kf,

interessanter gedankengang.
fuer mich gilt, ich lasse mein baby so lange (oder so wenig) schreien wie es mein mutterherz aushalten kann - d.h. am besten GAR NICHT. dennoch gibt es natuerlich situationen, z.b. toilettegang oder duschen u.ä. wo es einfach mal passiert, dass meine tochter weint und ich kann nicht sofort zu ihr.
ich kann das mit meinem gewissen vereinbaren und habe nicht den eindruck, dass sie davon schaden nimmt.
was anderen waere es, wenn ich sie minutenlang schreien lasse und aus eine rlaune heraus einfach nicht reagiere...
warum schreibabys so viel schreien wie sie es leider tun, ist auch nicht genau belegt. ich denke sie schreien sich so in rage und koennen weder sich selbst, noch durch die eltern beruhigt werden. ich glaube nicht, dass diese babys dann noch signale von aussen wahrnehmen...

wie auch immer. ich handle so, wie ich es vertreten kann und dazu gehoert auch, dass ich meine tochter in ausnahmesituationen (siehe oben) MAL KURZ schreien lasse, weil es einfach nicht anders geht.
aber das muss jeder fuer ich selbst und fuer sein kind wissen und gegebenenfalls mit den konsequenzen leben.

lg, claudia

Beitrag von caitlynn 20.05.10 - 21:36 Uhr

Ich habe ein Schreikind und die einzige Antwort darauf ist:
Egal wie lange er brüllt ich nehme ihn überall hin mit denn es macht einen Unterschied ob er nun alleingelassen herumschreit und hunger hat oder ob er einfach bei mir ist und schreit weil er schwierigkeiten hat seine reize zu verarbeiten.
Klar habe ich manchmal so Momente, nach enorm schwierigen Tagen wo ich mich einfach mal eine Minute in die Küche stelle ein Stück schoki in mich reinstopfe und tief durchatme dann geht das auch ´wieder mit dem kleinen schreihals neben mir.

Mein Vater hat mit mir und meiner Schwester genau das praktiziert was vorgegeben wurde....alle 4 stunden gefüttert und 2 nächte lang brüllen gelassen danach hatten wir es ''gelernt''.
wir haben bindungsängste ich habe komplexe und bin durchaus nicht mit einem großen selbstbewusstsein bestückt.
natürlich könnte das diverse gründe haben aber es wäre auch möglich da einen zusammenhang zu sehen.


lg cait

Beitrag von mama0102 20.05.10 - 21:36 Uhr

Huhu!!

Hm, also erstmal muss ich Dir recht geben, dass ist ein Thema, über das man sich wirklich unendlich viele Gedanken machen kann, auch wenn man ja eigentlich schon Antworten hat...... nur dumm, dass die schon wieder die Fragen sind.... #kratz
Heute gibt es eben viele neue Erkenntnisse, die besser (??) sind, als früher, aber wie Du eben richtig sagst, wir sind ja auch nicht alle irgendwie geschädigt...
Zum Thema Schreikind kann ich Dir nur sagen, da hat man einfach keine andere Chance, als das Baby schreien zu lassen. Meine 2. Tochter war ein Schreikind, sie hat beinahe das ganze erste Lebensjahr nichts anderes gemacht, als ständig geschrieen. Aber es gibt große Unterschiede zwischen schreien lassen und schreien lassen.... Wenn Du ein Kind einfach in sein Bett packst und alleine lässt, wird es die Welt nichtmehr verstehen, wenn Du aber bei ihm bist, es einfach nur festhälst oder neben Dir hast, dann wird es zwar trotzdem schreien, aber es fühlt sich nicht allein gelassen. Es wird merken, dass Mama oder Papa da ist und ihm helfen, auch wenn es davon nicht besser wird.
Eben daran denke ich auch, dass Babys das festmachen können, ob sie eben irgendwo liegen und schreien gelassen werden, oder ob es den Eltern eben nicht egal ist und sie immer wieder kommen zum Trösten. Wie das mit dem Zeitverständnis ist....keine Ahnung #kratz
Wenn man eben mal zum Müll muss oder auf Toilette sitzt ist natürlich ungünstig, da muss das Kleine dann eben mal kurz warten, aber auch das wird es dann lernen und erkennen, dass die Mama ja doch auch wieder kommt und alles gut ist.
Das alles ist schon ein ganz komplexes Thema und ich schätze mal, auch immer wieder neue Erkenntnisse unsere Erziehung ändern werden....

LG, Sandra

Beitrag von perserkater 20.05.10 - 21:37 Uhr

Hallo

Das wichtige ist, dass ein schreiendes Baby nicht alleine ist. Wenn das Baby weint - aus welchem Grund auch immer - erfährt es körperliche Veränderungen. Sein Blutdruck erhöht sich, seine Muskeln erhalten eine erhöhte Spannung, Stresshormone überfluten seinen kleinen Körper. Bei Zuwendung singt der Stresspegel wieder, auch wenn es weiter weinen sollte, es ist zumindest nicht mehr schädigend.
Hier kannst es noch mal genau nachlesen was beim schreien lassen im Körper passiert: http://www.ferbern.de/rund-ums-ferbern/no-go-ferbern/babys-schreien-lassen-stress.html

Da stehen weiter unten auch die Folgeschäden die auftreten können. Ich bin davon überzeugt, ein so junger Mensch der nach Nähe/Zuwendung/Geborgenheit ungehört schreien musste, ist ein Leben lang auf der Suche nach der Erfüllung dieser Leere. Und das kann sich unterschiedlich zeigen, Bindungsängste, Drogenmissbrauch usw.

Wir sind nicht alle geschädigt. Manche Eltern weigern sich strikt ihr Baby alleine weinen zu lassen. Damals wie Heute.

Das fand ich auch noch sehr interessant zum Thema:
http://www.eltern.de/kindergarten/erziehung/tyrannen.html

Und ein Buchtipp: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (Wenn ein Buch die Welt verändert dann dieses!)

LG

Beitrag von cherry19.. 20.05.10 - 21:38 Uhr

ja, das hab ich mich auch schon oft gefragt. meine antwort hierauf is eigentlich, dass sich die generation der eltern heutzutage GOTT SEI DANK weiterentwickelt hat und eben "einsieht", dass ein baby nicht weint, um die eltern zu ärgern.

es gibt dann diese schlafgewohnheiten, die eltern ihren kindern gerne abgewöhnen möchten und dabei resigniert ein baby nunmal. aber nicht, weil es die eltern ärgern möchte, sondern einfach, weil sich was verändert. ein baby KANN eben NUR schreien :-)

ich sehe einen unterschied in Schreien lassen und Schreien lassen. unser Beispiel: nayla wurde letztendlich stündlich nachts gestillt. über monate. ich konnt nimmer.. dann kam meine rettende mittelohrentzündung. ich musste antibiotikum nehmen und nayla bekam meine milch nicht mehr. klar hat sie geweint. jede stunde.. sie woltl mich ja nuckeln.. aber da gabs nix mehr. ichhab sie gestreichelt, geschmust, getragen. nach vier tagen war der "spuk" vorbei und mein kind hat DURCHGESCHLAFEN. weißte, da hab ich mir echt gedacht: jetzt hab ich monatelang "gelitten" und nach vier tagen "hartbleiben" war es schon rum??!! Aber ich glaub auch nicht, dass der spuk vorbei war, weil sie sich gedacht hat: meine mama is eh nich für mich da... - außerdem war ich ja bei ihr ;-) -. ich denke einfach, weil das, was sie gewohnt war, konsequent weg war. sie hat gemerkt, mama is ja doch da.. da brauch ich gar nich weinen. sie hat GELERNT in dem moment. das is nur ein beispiel.

mein sohn gehörte zu der kategorie schreibaby.. tja, was machste da.. du schleppst ihn. du schleppst ihn, du schleppst ihn,du schleppst iihn.. nächte bin ich gelatscht durch die bude.. genaus, wie ich heut auch durch die bude latsche, wenn nayla weint und sie is kein schreibaby :-)

und wie gesagt, ein baby merkt sicher nicht, dass es schreien gelassen wird. es wird bemerken, dass sich was verändert und es wird "lernen". denn keine mutter, die normal ist, lässt ihr baby einfach schreien. und solang mama was bewegen will damit und trotzdem da ist, find ich das nicht schlimm. wie bei uns das beispiel. es ging nicht anders und mama war ja trotzdem da

Beitrag von cherry19.. 20.05.10 - 21:40 Uhr

ahso noch was. zum thema auf die toilette gehen ohne baby: wenn ich nur schnell pippi muss, bleibt sie die zwei sekunden schon mal allein. motzt sie, weil ich kurz weg bin, motzt sie halt. ich ibn ja in windeseile wieder bei ihr. dauerts bei mir länger, nehm ich sie natürlich mit :-)

Beitrag von italyelfchen 20.05.10 - 21:54 Uhr

Huhu,

also unter dem negativen "Schreien lassen", welches ich nie gemacht habe, als Sophia klein war (jetzt weint sie natürlich mal, weil es zum Beispiel vor dem Essen keine Schokolade mehr gibt oder ähnliches), und nicht machen will bei unserem zweiten Kind, verstehe ich,

Schreien als Erziehungsmaßnahme

unter dem Motto "das mußt Du jetzt lernen"! Wenn man ein Baby gezielt schreien läßt, bis es aufhört, damit es sich zum Beispiel damit abfindet, allein zu sein usw.
Wenn man es nicht vermeiden kann, das Baby aufwacht, während man mit Schaum unter den Haaren unter der Dusche steht, dann ist das für mich eben nicht "Schreien lassen"!

Die Therapie bei Schreibbabys mit diagnostizierter Regulationsstörung (ich kenne eine solche Maus) läuft meist auch nicht ohne Schreien ab und in diesem Falle finde ich es auch nicht verwerflich, denn ich habe erlebt habe, wie es Mutter UND Kind gut getan hat und deren Beziehung gerettet!

Meine Mutter hat meine Schwester auch Schreien lassen, als sie ca. 1 Jahr alt ist! Sie ist ein glücklicher Mensch ABER sie schläft heute noch meist mit eingeschaltetem Nachttischlicht, wenn sie allein ist, hat Angst im Dunkeln usw. Ich selbst kann mich noch daran erinnern, monatelang Angst gehabt zu haben, dass meine Mutter nachts einfach geht, nur weil sie mal sowas gesagt hat wie "Ich kann bald nicht mehr! Ihr macht mich so fertig!" Ich habe ihr diese "Drohung" wirklich geglaubt (klar Kinder glauben alles, was die Eltern sagen), nur mit der Möglichkeit, auf den Flur raus zu schauen geschlafen und habe unzählige Mal in ihr Zimmer geschaut! Ich habe keinen psychischen Knackst, mir geht es super und auch das Verhältnis zu meiner Mutter ist toll! Ich kann heute auch nachfühlen, was sie zu dieser Aussage verleitet hat ABER ich werde jeden Tag versuchen, mir bewußt zu sein, welch tiefgreifende Verunsicherung Eltern bei Kindern mit scheinbar harmlosen Aussagen oder Handlungen verursachen können!
Bevor ich kaputt gehe, psychisch und/oder körperlich, würde ich mein Kind auch mal 5 Minuten schreien lassen, aber ganz sicher nicht nur, weil "man das halt so macht" oder ich schicht ein bissel mehr Ruhe will! Solange ich es aushalte, hat mein Baby mit seinen Bedürfnissen Vorrang!

Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von italyelfchen 20.05.10 - 22:00 Uhr

Ach ja, bevor man das falsch versteht, meine Mutter war ein tolle Mutter, wirklich! Ich hoffe in vielen vielen Punkte, dass ich es so gut machen kann, wie sie es gemacht hat! Wir hatten eine superglückliche Kindheit und sie hatte immer Verständnis für uns!
Als sie meine Schwester schreien ließ, war sie körperlich fertig (2 Kinder, Hausbau, Mann arbeitet viel...) und sie kannte schlicht keine Alternativen. Damals wäre ein Schlaftraining alle "Jedes Kind kann Schlafen lernen" sicher die bessere Lösung gewesen, aber das kannte man nicht.
Dabei und bei der Aussage, die mich als Kind so verunsichert hat, war sie sich außerdem schlicht nicht der Konsequenzen bewußt!
Wollte ich nur nochmal hinzugefügt haben! ;-)

Beitrag von schullek 20.05.10 - 22:07 Uhr

weisst du, wie es den meisten menschen anders gehen würde, hätten sie als baby nicht alleine schreien müssen udn wären sie nach bedarf gestillt worden und nicht nach plan?

mal davon ab, dass dieser dumme plan dafür verantwortlich ist, dass sehr viele frauen frühe rund auch heute noch leider, abstillen,weil sie glauben nicht genug milch zu haben. natürlich ist etwas anderes.

und nur weil unsere eltern das und das gemacht haben ist das nun das maß alle dinge?

natürlich ist das, was tausende von jahren normal war. nämlich babys nach bedarf zu stillen,... aber ich schweife ab.

lg

Beitrag von perserkater 20.05.10 - 22:15 Uhr

Jaja das Stillen...Morgen soll mein Buch kommen, "Wir stillen noch" Ich freu mich drauf.#huepf

Darf ich mir eigentlich wünschen für immer stillen zu dürfen?#schein

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