Zusammenhang Fontanelle und Vitamin D?

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von kess79 20.05.10 - 21:58 Uhr

Hallo,

Wir hatten am Montag mit Jakob die U5. Unserer KiÄ hat festgestellt, dass die Fontanelle noch recht groß ist Sie sagte, dass ich auch über den Sommer weiterhin Vitamin D geben soll.

Ist da überhaupt ein Zusammenhang zwischen Vit. D und dem Zuwachsen der Fontanelle?

An sonnigen Tage habe ich ihm die auch gar nicht gegeben, weil ich eigentlich dachte das würde ausreichen...

Bei meiner Tochter war sie auch recht lange groß, aber jetzt mit 2 Jahren ist sie geschlossen.

Danke für eure Antworten.

Liebe Grüße
Kerstin mit #stern, Marie-Theres (2) + Jakob (6 Mon.)

Beitrag von musterblume 21.05.10 - 07:30 Uhr

Nein es gibt keinen zusammenhang mit der fontanelle..das vitamin d dient dem körper daraus calcium zu machen bzw..das daß calzium überhaupt von den knochen aufgenommen werden kann. das calcium ist wichtig für die knochen..aber das beeinflußt nicht die fontanelle schneller oder später sich zu schließen

hier ein auszug aus einen medzinichen text...

Besonders die Größe der vorderen, "großen Fontanelle" kann sehr unterschiedlich sein. In manchen Fällen ist sie kaum größer als ein Pfennig, in anderen Fällen kann der Durchmesser 2,5 - 4,5 cm ausmachen. Obwohl sie sich beim Tasten eher kreisrund anfühlt, hat sie die Form eines Rhombus - die hintere Fontanelle ist dreieckig.
So in etwa sehen Sie aus, die beiden größeren Fontanellen. Natürlich, wie gesagt, in Form und Größe von Baby zu Baby unterschiedlich. Dem Arzt kann die große Fontanelle Anhaltspunkte zum gesunden Verlauf der Entwicklung geben. Während dort sichtbarer Pulsschlag ganz normal ist, wäre es beunruhigender, wenn sich die Membran nach oben wölbt oder nach innen "einfällt". Fontanellen

So unterschiedlich wie die Größen von Baby zu Baby sein können, so unterschiedlich lang ist auch die Zeit, die die Fontanellen benötigen, um ganz zuzuwachsen. Manchmal ist das alles schon mit 12 Monaten vergessen, meist dauert es 24 Monate, in seltenen Fällen auch drei bis vier Jahre. Für gewöhnlich braucht die große Fontanelle auf dem Vorderkopf am längsten von allen sechs - im Schnitt etwa 18 - 24 Monate. Die hintere und die kleineren Seitenfontanellen sind in den meisten Fällen schon mit dem Erreichen des ersten Geburtstages geschlossen. Innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt vergrößern sich die Fontanellen noch ein wenig, weil der Schädel zu wachsen beginnt. Das ist aber auch die Zeit, in der das Gewebe zwischen den Knochenplatten schon zu verhärten und zu verknöchern beginnt. Wie lange die Fontanellen brauchen, hat medizinisch keine besondere Bedeutung, doch wird der Kinderarzt ihre Entwicklung während der Früherkennungsuntersuchungen überwachen.


also mache dir keinen kopf wegen der fontanell..

und hier noch was zum vitamin d....

Vitamin D besitzt eine Eigenschaft, die es eigentlich zu einem Hormon macht. Deswegen ist die Bezeichnung Vitamin nicht wirklich korrekt. Es ist durch seine besonderen Wirkungsweisen das Hormon Calcitriol.
Produziert wird es hauptsächlich über die UVB- Strahlen im Sonnen- bzw. Tageslicht.
Eine zusätzliche Vitamin D-Aufnahme ist nicht notwendig , wenn man sich regelmäßig dem Sonnenlicht bzw. UVB- Strahlen aussetzt. Auch wenn die Vitamin D-Menge zunimmt, je länger die Haut der Sonne ausgesetzt ist, können durch Sonnenlicht alleine niemals zuviel Vitaminmengen produziert werden. Allerdings sollten Sie Ihr Kind trotzdem natürlich nicht in die direkte Sonne setzen.
Der Hauptlieferant über die Ernährung ist Fisch.

Funktionen
Vitamin D sorgt für eine optimale Calcium und Phosphor-Aufnahme aus dem Verdauungstrakt, so dass die Knochen besser aufgebaut werden.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich für Säuglinge im ersten Lebensjahr sowie für Senioren ab dem 65. Lj. 10 µg und für die anderen Kinder und Erwachsenen 5 µg Vitamin D.
Allerdings sind die Dosierungen höchst umstritten.
Die in der Muttermilch vorhandene Menge hängt zum Beispiel erheblich von der Versorgung der Mütter ab. Dazu kommen die persönlichen Lebensumstände und diverse andere Faktoren.

Mangelerscheinungen
Ein Vitamin D-Mangel verursacht Rachitis. Die Knochen sind nicht in der Lage auf normale Weise zu verkalken. Sie können so schwach werden, dass sie alleine durch das Körpergewicht verbiegen.

Überdosierung
Ein Überschuss an Vitamin D, das nicht aus dem Licht gebildet wird, führt zu hohen Kalziumkonzentrationen im Blut. Kalzium wiederum kann Nierensteine verursachen und begünstigt Aterienverkalkungen.

Sie sehen, es ist ein sehr schwieriges und komplizierte Thema. Ich habe versucht es so verständlich wie möglich zu formulieren.
Gerade weil immer wieder neue Erkenntnisse einfließen, würde ich nicht einfach aus Gewohnheit weitermachen wollen wie bisher. Selbst Fachleute die sich wissenschaftlich damit beschäftigen, sind sich nicht einig. Es spielen zu viele Faktoren eine Rolle, und so wird es auch keine einheitliche Vorgehensweise geben.
Der helle europäische Hauttyp reagiert anders auf die UVB Strahlen als zum Beispiel dunkelhäutige Menschen. Ihr Eigenschutz ist in unseren Breitengraden so hoch, dass sie zusätzlich Vitamin D brauchen.

Der Aufenthalt im Freien bei normalem Tageslicht sorgt schon für die Anregung der Produktion. Die Zeitangaben reichen von 20 bis 60 Minuten. Das Gesicht Ihres Kindes sollte natürlich dabei nicht völlig eingepackt sein.



so jetzt kannste beruhigt sein....#winke

Beitrag von kess79 21.05.10 - 13:16 Uhr

DANKE!!!

Das ist ja lieb von Dir so eine umfangreiche Antwort. Tausend Dank!#blume

Genau nach solchen Erklärungen habe ich gesucht. :-) Jetzt bin ich wirklich beruhigter. Ich dachte schon, dass ich womöglich Schuld bin, dass die Fontanelle noch soweit auf ist...

Liebe Grüße
Kerstin

Beitrag von miau2 21.05.10 - 08:27 Uhr

Hi,
vielleicht war es blöd ausgedrückt.

Wir hatten - ich meine, es war bei der U5 - folgendes: es wurden (am Schädel war das ertastbar, zumindest die örtliche Nähe besteht ja) für das Alter zu weiche Knochen festgestellt.

Noch kein Drama, aber wohl die Folge von (den Sommer über, das Kind war im Mai geboren) fast immer vergessener Vit. D Gabe (voll gestillt übrigens, täglich draußen, aber natürlich immer im Schatten).

Wir mussten dann sogar 4 Wochen lang die doppelte Dosis geben (niemals auf eigene Faust machen natürlich), und danach gabs konsequent die 500 i.E. weiter - und bei der nächsten Untersuchung war alles ok.

Ich weiß nur nicht mehr, ob es von U4 auf U5 oder von U5 auf U6 festgestellt wurde, ist schon eine Weile her (betraf unseren Großen).

Vielleicht hängt es ja damit zusammen...ein Zusammenhang mit der Fontanelle wäre mir auch neu.

Da bei Babys ja seit noch gar nicht allzu langer Zeit empfohlen wird, sie immer im Schatten zu halten ist die Empfehlung, das im ersten Lebensjahr auch im Sommer zu geben vollkommen üblich.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von musterblume 21.05.10 - 09:20 Uhr

Ich würde mir da keine sorgen machen..weil der schädelknochen von babys an den fontanellenstellen noch knorbelig ist bevor es richtig zu wächst..auch alle anderen knochen sind sehr lange weich..deshalb haben kinder relativ viel glück wenn se stürtzen..


Also ich gebe das vitamin d nicht, bewußt nicht..denn es hat nebenwirkungen...
ich habe jetzt mein 4 . kind und habe es bei allen so gemacht..und es gibt keinerlei probleme..alle knochen sind so wie se sind in ordnung...

ich habe lediglich auf eine ausgewogene gesunde ernährung geachtet und das die kinder später nicht so viel kakaomilch getrunken haben..den kakao hebt das calzium in der milch auf....

in der mumi und der babymilch ist relativ genügend calzium drin..in der mumi ist auch reichlich vit. d drinn....

wenn man mit dem baby am vormittag und späten nachmittag in die sonne geht und ca 20-30 minuten beim spazieren die sonne auf das gesicht läßt reicht es völlig aus....

was wir auch aller zwei jahre versuchen ist ein drei wochen urlaub am mittelmeer..da können die kinder sonne ohne end tanken...

Beitrag von miau2 21.05.10 - 11:00 Uhr

Wie gesagt, bei meinem - damals voll gestillten - Baby hat es nicht gereicht.

Und ich gehe schon mal davon aus, dass mein erfahrener Kinderarzt den Unterschied zwischen "normal weichen Babyknochen" und "zu weich für das Alter" kennt.

Mag ja bei den meisten gutgehen, bei uns wäre es - unerkannt - evtl. schiefgegangen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von musterblume 21.05.10 - 12:29 Uhr

Mhhh muß aber sagen das ich sowas noch nicht gehört habe..was wäre denn passiert..wäre es nicht entdeckt wurden...

Beitrag von miau2 21.05.10 - 14:19 Uhr

Rachitis. Das zu vermeiden ist die Begründung, warum Vit. D heute standardmäßig Säuglingen gegeben wird.

Beitrag von kess79 21.05.10 - 13:25 Uhr

Was für Nebenwirkungen hat das Vit. D denn?

Danke!

Beitrag von musterblume 21.05.10 - 16:51 Uhr

1. Das Vitamin-D-Problem

Dieses Vitamin ist nicht harmlos (wie etwa Vitamin C oder B), weil wir Mangel - wie auch Überschußkrankheiten - kennen: Zuwenig führt zu Knochenerweichungen, Wachstumsstörungen und Infektanfälligkeit (Rachitis), zuviel löst Gefäßverkalkung, Steinbildung, Organschäden und hohen Blutdruck aus. Es ist insbesondere das 1. Lebensjahr, das gut überwacht sein sollte, da in diesem Jahr der Mensch wächst wie sonst nie mehr (verdreifacht sein Körpergewicht). Stillen ist der beste Schutz für das Kind. Dabei ist großer Wert auf die ausgeglichene Ernährung der Stillenden wie auch anschließend des zugefütterten Kindes (Verzicht auf Zucker, Weißmehl und extrem konservierte Nahrungsmittel) zu legen. Mutter und Kind benötigen täglich Belichtung im Freien, da das Vitamin D durch UV-Licht im Freien in der Haut aktiviert wird. Besonders problematisch kann in Nordeuropa der erste Winter des Säuglings werden. Hier genügt erfahrungsgemäß, das Kind täglich einmal im Freien im Kinderwagen (in Schaffelle eingehüllt) schlafen zu lassen. Allein das freie Gesicht dem Licht exponiert genügt vielfach.

Das Kind benötigt nicht nur physische sondern auch psychische Bestrahlung. Intakte Familienverhältnisse begünstigen natürlich die Kindesentwicklung in jeder Beziehung, dennoch ist die emotionale Zuwendung in der modernen Industriegesellschaft nicht mehr von zwangloser Selbstverständlichkeit. Überreizung durch Lärm, Strahlungen vielfältiger Art (Schall, Strom, Elektromagnetische Wellen) und andere allgemeine moderne Streßfaktoren verschlechtern die kindliche Situation. Besonders ungünstig wirken sich häufige Infekte aus, so daß deren Vermeidung von großer Bedeutung ist (Hygiene, Kleidung, Ansteckungsgefahren, Impfbelastung im 1. Lebensjahr).

Durch regelmässige Arztbesuche im 1. Lebensjahr (z.B. alle 6 Wochen) lassen sich Mangelzeichen frühzeitig erkennen. Ein Homöopath wird Frühsymptome erkennen und durch passende homöopathische Arzneiverordnung Gefahren früh abwehren können. Nur wenige voll gestillte Kinder (½ Jahr lang) werden dann vorübergehend Vitamin D-Gaben benötigen. Nicht gestillte Kinder müssen besonders gut beobachtet werden und benötigen häufiger Vitamin D-Ergänzungen im 1. Lebensjahr. Danach ist die weitere Bedürftigkeit individuell zu beurteilen.

Beitrag von kess79 21.05.10 - 23:28 Uhr

Ganz lieben Dank!!!

Beitrag von musterblume 23.05.10 - 09:14 Uhr

kein ding..bitte bitte#stern

Beitrag von kess79 21.05.10 - 13:25 Uhr

Lieben Dank für Deine Antwort. Dann muss ich mir ja keine Sorgen machen.

Liebe Grüße
Kerstin