Hat jemand Erfahrung mit Weitsichtigkeit?

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Beitrag von lucy1234 21.05.10 - 09:31 Uhr

Hallo zusammen,

also ich habe einen Sohn, 6 Jahre alt, wurde letztes Jahr eingeschult.
Vor einigen Monaten fing er an öfters mal zu blinzeln, dann kniff er richtig die Augen zusammen und riss sie danach wieder auf.
Auch der Lehrerin ist dieses aufgefallen, somit sind wir zum Augenarzt gegangen. Dieser machte mehrere Tests und meinte es könnte eine Weitsichtigkeit bestehen. Er wolle aber noch etwas warten und dann im Juli die Augen tropfen und so das Auge ruhig stellen, damit er dahinter sehen kann. Nur so kann er eine Weitsichtigkeit feststellen.
Das Problem ist nun, dass das zusammenkneifen immer schlimmer wird. Gestern rief mich auch die Lehrerin an und meinte, dass er gar nicht mehr mit kommt. Seine Konzentration ist gleich null. Er hat kaum Motivation zum lernen. Nun steht die Frage sogar im Raum, dass er die Klasse wiederholen soll.

Was meint ihr, könnte dieses alles auch nur von den Augen kommen?

Ich werde jetzt versuchen einen früheren Termin beim Augenarzt zu bekommen, denn so kann es ja nicht weiter gehen.
Hat jemand noch Tipps für mich?

Lieben Dank und Grüße von Lucy

Beitrag von herbstlos1976 21.05.10 - 10:03 Uhr

Hallo Lucy,
ich würde sofort einen Termin mit Tropfen machen, verstehe auch nicht wirklich, warum der Arzt bis zum Sommer warten wollte...
meine Maus ist Weitsichtig, aber schon seit klein auf. Ich weiß aber auch, dass es manchmal durch Wachstumsschübe bedingt auftreten kann und danach wieder weg geht. Nichts destotrotz würde ich schauen, ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt und dem Kind mit einer Brille ggf. geholfen werden kann. und wenn die Brille nur vorübergehend sein muss, dann wäre es noch schöner.
Versuch daran zu denken, dass es Augentropfen sein sollten, die "nur" 24 anhalten, damit dein Kind am nächsten Morgen nicht mehr beeinträchtigt ist in seiner Sehkraft. Als meine Maus noch kleiner war, wurde das mit Atropin gemacht und das hat Wochen angehalten, das sie große Pupillen hatte. inzwischen wird ein anderes Mittel genommen, das über Nacht an Wirkung verliert und sie kann am nächsten Tag wie gewohnt zur Schule gehen.
Und ich würde fragen, ob dein Kind von hinten oder vorne besser sehen kann und es dementsprechen umsetzen lassen, bis alles geklärt ist.
Viel Erfolg
Tanja

Beitrag von lucy1234 21.05.10 - 11:13 Uhr

Hallo Tanja,

danke für deine Antwort.

Ich habe eben schon angerufen, leider ist der Arzt bis Dienstag noch im Urlaub. So lange werde ich mich wohl noch gedulden müssen.

Er sitzt in der Klasse direkt in der ersten Reihe, allerdings ist bei ihm nicht das größte Problem, dass er von der Tafel nicht lesen kann, sondern unwahrscheinlich Probleme beim Lesen und Schreiben hat. Er braucht sehr lange bis er die Zeilen wieder findet und hält den Stift auch sehr verkrampft. Außerdem ist seine Konzentration fast gar nicht mehr vorhanden.

Der Arzt wollte so lange warten, weil es sich bei Kindern ja doch wohl öfters wieder bessert. Nur jetzt wird es halt schon fast von Tag zu Tag schlechter. Und das er nicht versetzt wird möchte ich natürlich auch nicht.

Beitrag von anja1968bonn 21.05.10 - 12:09 Uhr

Ja, das mit den Augenarztterminen ist wirklich ein Kreuz! Mein Sohn (7) hat manchmal beim Lesen, insbesondere beim Flötespielen, Probleme - er verrutscht auch öfters in der Zeile. Im Dezember 2009(!) haben wir dann einen Termin für Februar 2010 ergattert, nach längerer Wartezeit wurde dann eine leichte Weitsichtigkeit festgestellt, einen Termin zum Tropfen bekamen wir für Mai 2010!

Das Tropfen hat er übrigens gut überstanden, die Augen waren nur an dem Tag selbst eben sehr empfindlich, diagnostiziert wurde eine leichte Weitsichtigkeit, die aber keiner Korrektur durch eine Brille bedarf. Mein Sohn knispelt vor allem, wenn er schon etwas müde ist, in der Schule gibt es aber zum Glück keine Probleme.

An Deiner Stelle würde ich dem Arzt Druck machen - Dein Sohn hat ja offensichtlich wirklich Probleme mit dem Sehen, die schnell behoben werden sollten - nicht nur wegen der Schule, es ist einfach unangenehm und belastend, wenn man sich immer anstrengen muss, weil man nicht richtig sieht (spreche aus Erfahrung).

LG

Anja

Beitrag von mondkalb99 21.05.10 - 13:54 Uhr

Hi Lucy,

hat Dein Augenarzt auch eine Sehschule?
Die von Dir geschilderten Probleme können nämlich unter Umständen auch von einer gestörten beidäugigen Zusammenarbeit kommen. Was sagt er denn selber? Sieht er verschwommen? Oder sogar manchmal doppelt? Oder ist ihm das Blinzeln gar nicht bewusst, und es ist vielleicht einfach ein Tic?

Liebe Grüße
Nicole (die vor laaanger Zeit auch mal in einer Sehschule gearbeitet hat)