Wie lernt er sich unterzuordnen?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 10:45 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

leider ist die Situation schon zwei Tage her und meine Wut - Gott sei Dank - schon verflogen.

Folgendes: Ich gehe mit meinen Beiden 4 1/2 und 2 wöchentlich zum Mutter-Kind-Turnen. Der Große ist eigentlich schon zu groß dafür, was nicht heißt, dass er motorisch zu weit ist, aber die Art des Turnens ist mehr für unter 4-jährige. So, nun hat er zum einen keine Lust mit zu machen und zum Anderen hat er Hemmungen in Gesellschaft Dinge zu tun, die er nicht perfket kann. Also fängt er entweder an den Clown zu spielen oder zu verweigern.

Vorgestern die erste Variante. Das nervt in erster Linie mich, weil er seinen Bruder ansteckt und natürlich auch die Übungsleiterin. Irgendwann sagte ich, er könne sich jetzt aussuchen, ob er mitmacht oder er setzt sich auf die Bank, aber ich würde nicht aktzeptieren, dass er störe. Das fand ich jetzt ok, aber die Leiterin meinte das ginge nicht, er dürfe nicht am Rand sitzen.

Naja, ab da war ich auf beide wütend. Ich habe zwei Kinder, versuche Beiden gerecht zu werden. Es ist für den Großen jetzt nicht die Erfüllung, aber ich sehe auch nicht ein, dass er einen extra "Babysitter" für die Zeit bekommt. Das würde ihn ja nur in seinem Verhalten bestätigen. Ich denke er muss auch langsam anfangen sich ein wenig unter zu ordnen und auch mal merken, dass das Leben nicht nur aus Dingen besteht, die unendlich viel Spaß machen.

Wie würdet Ihr reagieren? Ab welchem Alter kann man die Kinder auch mal "nötigen" Dinge zu tun, die Ihnen nicht 100% gefallen, sondern einfach nur, weil sie zum Gemeinschaftsleben gehören.

Liebe Grüße

Kaffetante

Beitrag von lisasimpson 21.05.10 - 11:01 Uhr

hallo!

Ich glaube, daß wir unsere kinder permanent nötigen irgend einne quatsch zu machen, den sie gar nicht machen wollen.
Ob das nun shoppen im einkaufszentrum ist, auf nen kaffeklatsch zu freundin gehen oder der stink langweilige Geburstag bei tante erna ist- nur weil wir denken, daß das doch "toll" sein müßte für "die lieben kleinen" heitß das noch lange nicht ,daß es das ist, was unsere kinder wollen....

von daher- lernen müssen sie das nicht ,das erleben sie jedne tag 8in den kiga ghen, auch wenn sie keine lust haben. dort sich einer gruppe von 25 anpassen, zu hause in bett gehen wann die alten das sagen, auftstehen und essen - wieder nur nach erlaubis der eltern, was wann wo gespielt wird: ja richtig, das entscheiden die eltern usw..)

daß das dann manchmal echt zu blöde wird, wenn nach einem kiga-tag, wo man sich den Interessen einer riesen gruppe unterordnen mußte, sowie den vorgaben des Kindergartens, auch noch zum "babyturnen" soll, kann ich nachvollziehen.

ja, wir werden im leben immer mal wieder etwas machen müssen, weil wir rücksicht auf ander nehmen- ABER das muß ja nicht dann auch noch total doof für uns sein.
Was kann er attraktives machen, damit es ihm leichter fällt sich (SCHON WIEDER) anzupassen? kann er ein buch mitnehmen oder ein siel, was malen oder oder oder.
wie könnte man ihn einbinden in die turnstunde? kann er der assistent der trainerin sein (weil er ja der große ist?)

er ist entwicklungstechnisch nicht auf der stufe der anderen Teilnehmer- ihn da reinzusetzen und so zu behandeln schreit ja förmlich nach Rebellion.
stell dir vor, du müßtest in ne gruppe von teenies, die sich alle über (keine ahnung- jungs? weggehen? schminken?) unterhalten- und dir wird suggerieret, du habest dich mal gefälligst anzupassen und unterzuordnen?
ich weiß nicht ,wie glücklich du da wärst...
ich wäre der absolute clown, das kannste dir aber vorstellen und nichts und niemand würde mich ZWINGEN können, mich zu diese gruppe zugehörig zu fühlen.
läßt man mich aber meiner entwicklung gemäß "aufsteigen"- ich darf den mädels also was erzählen über (keine ahnung was)- dann wäre ich evtl. bereit meinen widerstand aufzugeben..

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 11:22 Uhr

Hallo Lisasimpson,

Du hast generell recht - ich finde auch, dass die Kinder viel mitmachen, ich bedanke mich auch jedes Mal dafür, dass sie, sei es Einkaufen oder ein Amtsbesuch so würdig ertragen haben.

Aber ich achte sehr darauf, dass ich meine Beiden mit sowas nicht zu sehr "belaste" d.h. nach der Arbeit flitze ich einkaufen, Haushalt mache wenn der Große im KIGA ist und Gartenarbeit am Wochenende. D.h. jeder nachmittag steht quasi zur freien Verfügung. Meine Kinder bestimmen, worauf sie Lust haben und das wird in der Regel auch gemacht. Ob Zoo oder Spielplatz, Garten oder Freunde, ICH versuche es zu ermöglichen.

Dafür erwarte ich halt diese eine Stunde in der Woche, dass der Große dem Kleinen zuliebe sich dort benimmt. Er ist zwar Altersmäßig einer der Ältesten, aber motorisch hätte er er es schon nötig.

Nee - er klettere lieber auf Bäume als auf Böcke und fahre lieber Fahrrad als im Kreis zu Hopsen. "Kannst Du auch Schatz, die restlichen 6 1/2 Nachmittage. Und außerdem muss Dein Bruder auch vor der Musikschule Däumchen drehen, weil Du da hin willst."

Ich möchte nicht, dass er sich integriert, aber ich möchte, dass er sich so benimmt, dass er nicht auffällt. Und malen und lesen darf er ja nicht, wie die Leiterin mir mitteilte.

Ich habe einfach nur Angst, dass er bis zum Schuleintritt verpasst, dass nicht immer alles nach seiner Nase läuft, nur weil wir als Eltern in der Freizeitgestaltung da relativ offen für alles sind, was die Kinder so möchten.

Beitrag von lisasimpson 21.05.10 - 11:47 Uhr

"Ich habe einfach nur Angst, dass er bis zum Schuleintritt verpasst, dass nicht immer alles nach seiner Nase läuft, nur weil wir als Eltern in der Freizeitgestaltung da relativ offen für alles sind, was die Kinder so möchten. "

da würd ich mir absolut keine sorgen machen.
wie läuft es denn im kindergarten?
das ist doch viel eher ein indikator, wie er mit gleichaltrigen-gruppen (OHNE mama) klarkommt.
wenns dort keine GRAVIERENDEN porbleme gibt ,würde ich überhaupt nicht auf die idee kommen, daß euer "baby"-turnen irgend etwas über seine Sozialkompetenz aussagt, die er in der schule braucht.

zu dem problem, daß er nicht in die gruppe paßt (wie oben beschrieben), kommt ein familiäres thema mit rein (er muß sich nicht nur der gruppe... unterordnen sondern vor allem auch dem kleinen bruder- das ist grundsätzlich ein problem).
all dies spiegelt in keinster weise die Situation der schule wieder und ist daher überhaupt nicht geeignet Prognose für diese siutaion zuzulassen...

frag im kiga, ob es einigermaßen klappt und dann haste ne viel verlässlichere aussage bezüglich deiner bedenken

lisasimpson (die ihre freizeit so gestaltet, wie sie das möchte- alles andere käme mir nicht in die tüte:)

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 12:00 Uhr

Naja, er hat da auch im KIGA seine Probleme, auch in der Musikschule. Was er nicht perfekt kann, traut er sich nicht in der Gruppe zu machen. Mit dem eindeutigen Vorteil dort - er stört NICHT, sondern schaut zu.

Bei allem was möglich ist, motivieren die Erzieherinnen ihn und dann geht es meistens und er ist hinterher stolz. Sie sagen immer, dass er ja trotzdem lerne und sie würden merken, dass er es verstehe (hier Lieder und Gedichte), er würde es an anderer Stelle, wenn er sich nicht beobachtet fühlt nachmachen. So ist es auch mit den Turnübungen. Kaum ist er im Garten, werden Purzelbäume geschlagen und im Zimmer zur Musik gehopst.

Aber in der Schule geht das halt nicht mehr und es ist ja an mir, ihn auch mal zu "nötigen". Denn die Konsequenzen aus seiner "Art" trage erst ich und dann er.

Ich denke schon, dass ich da handeln muss und dass das Turnen auch ein "Anlass" zur Übung sein könnte - eben nicht immer zu verweigern und dass vor allem die Mischung aus etwas kleineren Kindern ihm helfen könnte - denn die sind auch nicht perfekt.

Beitrag von lisasimpson 22.05.10 - 08:21 Uhr

"ich denke schon, dass ich da handeln muss und dass das Turnen auch ein "Anlass" zur Übung sein könnte - 2

Du willst das turnen nutzen um ihm dies zu demonstrieren.
ich denke aber nicht ,daß das sinnvoll ist.
es geht hier um ne freizeitbeschäftigung, die spaß machen soll.

und zum thema "trauen"- ganz offenbar mangelt es deinem sohn da an Selbstbewusstsein- wenn du möchtest, daß er sicherer wird und sich eher traut in einer gruppe etwas zu zeigen, dann würde ich euch raten, etwas zu finden, was er GUT kann und wo er sich wohl fühlt und wo er ständig bestärkt wird.
dies solltest du unterstützen und ihn da so fördern, daß er ein positives feedback bekommt und so ein wenig Selbstvertrauen schöpfen kann.
ihn etwas machen zu lassen, wo er seien Ungeschicktheit demonstriert bekommt und das auch noch in ner "babygruppe" hebt sein Selbstwert nicht.

lisasimpson

Beitrag von snowwhite1974 21.05.10 - 12:02 Uhr

"Du hast generell recht - ich finde auch, dass die Kinder viel mitmachen, ich bedanke mich auch jedes Mal dafür, dass sie, sei es Einkaufen oder ein Amtsbesuch so würdig ertragen haben." :

also ich finde nicht, dass es zuviel verlangt ist, wenn Kinder mal zum Einkaufen und zum Amt mitgehen. Ich sehe vielmehr das Gegenteil, dass ich meine Freizeit (die dann eben nicht fürs Einkaufen, Putzen etc.) draufgeht, für die Kinderbespaßung aufwende, in dem ich mich an Orten aufhalte, zu denen ich als Kinderlose natürlich nicht gehen würde.

Und wenn ich stundenlang im Indoorspielplatz sitze, kann mein KInd auch nen halbstündigen Einkauf ertragen.

Ich finde grundsätzlich, das den Kindern heute gar nix mehr zugemutet werden kann: keine längere Autofahrt ohne durchgeklügelte Animation, kein Kasperltheaterbesuch, ohne ein Lunchpaket, kein Restaurantbesuch, ohne Spielkram oder Malbuch, kein Besuch bei Erwachsenen ohne Nintendo, kein Schuhladen ohne DVD-Player (da könnte ich regelmäßig ausrasten: Mütter knien vor den Kindern, um die teuren Kinderschuhe an die zarten Füßchen zu kriegen, während der Nachwuchs motzt, weil er beim Gucken gestört wird. Kein Wunder, dass es in der Schule oder im Jugendlichenalter massiv Probleme gibt, weil das Kind nicht mehr der Kronprinz ist, nach dem sich alle richten.

Ist jetzt vielleicht am Thema vorbei, aber ich würde Dich in Deiner Überlegung bestärken, dass Kinder auch mal spaßfreie Dinge aushalten lernen!

snowwhite, die ihren Kindern bspw. auch nicht den Ranzen oder die Sporttasche trägt (sehe ich vor der Schule immer wieder!)

Beitrag von ayshe 21.05.10 - 12:20 Uhr

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also ich finde nicht, dass es zuviel verlangt ist, wenn Kinder mal zum Einkaufen und zum Amt mitgehen. Ich sehe vielmehr das Gegenteil, dass ich meine Freizeit (die dann eben nicht fürs Einkaufen, Putzen etc.) draufgeht, für die Kinderbespaßung aufwende, in dem ich mich an Orten aufhalte, zu denen ich als Kinderlose natürlich nicht gehen würde.

Und wenn ich stundenlang im Indoorspielplatz sitze, kann mein KInd auch nen halbstündigen Einkauf ertragen.
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da gebe ich dir schon recht.
meine tochter mußte auch immer mal mit, kann ja nicht allein zuhause bleiben.

aber hier ist der unterschied, daß ein 4-jähriger sich vllt zum baby degradiert fühlt, das ist etwas anderes, in meinen augen jedenfalls.

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 12:30 Uhr

Danke, genau die Gefahr sehe ich auch.

Wie meine Oma sagte: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Ich bin geteilter Meinung. Ich will ihn nicht "quälen", aber ich finde diese Stunde ist zumutbar - zumal es vorhe und nachher freie Spielzeit gibt. Es ist nichtmal ne Stunde. Soviel "Anpassung" oder "Benehmen" muss doch drin sein.

Beitrag von ayshe 21.05.10 - 12:38 Uhr

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Wie meine Oma sagte: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
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ich halte nicht viel von dem spruch, zumindest ist er in mancherlei hinsicht quatsch.

denn ein kind lernt nur das und nur dann, wenn es auch überhaupt in der lage dazu ist,
ob nun körperliches oder geistiges.

meine tochter ist jetzt 6 und das, was sie jetzt versteht, "gelernt" hat und auch auch einsieht usw. konnte sie teils mit 4 noch gar nicht.
das ist doch normal.

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 12:45 Uhr

Der Spruch ist vielleicht krass - aber ich rede ja auch nicht von solchen Entwicklungssprüngen. Aber was ich an Jugendlichen sehe, bestätigt mir das schon, und ich weiß auch, wie schwer es ist einem vierjährigen Dinge bei zu bringen, die man besser schon mit zwei gemacht hätte. Das ist harte Arbeit.

Je mehr ich über die Diskussion hier nachdenke, desto absurder wird es mir. Ich weiß - alle meinen es gut und haben auf ihre Weise recht. Aber ich versuche mir gerade vor zu stellen den Grundgedanken konsequent zu verfolgen und mir darüber bewusst zu werden, was das für den Kleinen heißt, der einmal in der Woche mit in den Zoo muss, auf den Spielplatz und in den Garten, weil der Große das so will und er muss da halt mit.

Ich hätte mir da besser nur ein Kind zugelegt. Verstehst Du was ich meine? Ich denke ich verlange da von meinen Kindern nichts Unmögliches. Ungünstig, Suboptimal klar - aber das muss doch drin sein. Er kann sich bewegen, er kann auch laut sein, nur die Gemeinschaftsregeln befolgen, dass ist noch die angenehmste Art und Weise keinen Spaß zu haben, oder?

Beitrag von ayshe 21.05.10 - 13:03 Uhr

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Aber was ich an Jugendlichen sehe, bestätigt mir das schon, und ich weiß auch, wie schwer es ist einem vierjährigen Dinge bei zu bringen, die man besser schon mit zwei gemacht hätte. Das ist harte Arbeit.
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naja, was manche jugendlicen angeht, verstehe ich das auch.
und einige eltern haben sicher auch etwas versäumt, ganz klar.

aber echt, was du mit 2 versäumt hast?
meine ist ja 6. ich habe eigentlich bisher immer alles so nach alter gehandhabt und auch erlaubt, manieren zb.
bisher lief das aber wirklich gut so.
sie schmeißt kein essen mehr auf den boden, popelt nicht am tisch herum.
solche sachen eben.
also sie "will" auch groß sein und hintergragt es dann und ich sage ich auch mal die altersunterschiede.
witzig zb auch als das baby meiner freundin letztens einen riesenpups losließ als wir kuchen aßen ;-)


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Aber ich versuche mir gerade vor zu stellen den Grundgedanken konsequent zu verfolgen und mir darüber bewusst zu werden, was das für den Kleinen heißt, der einmal in der Woche mit in den Zoo muss, auf den Spielplatz und in den Garten, weil der Große das so will und er muss da halt mit.
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verstehe.
meine freundin hat 3 kinder, 6, 4 und ein baby.
ich kenne das zumindest von ihr.
aber ich habe den eindruck, daß die kleineren das leichter mitmachen als die großen.
sie hat ihre große auch schon ab und zu zu mir gebracht, wenn sie mit dem kleinen irgendwohin wollte.
aber es geht ja auch schon los, wenn die großen mädchen mit dem jungen nciht spielen wollen.
das problem haben wir nämlich oft.
manchmal klappt es, manchmal gibt es unheimlichen zoff.


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Ich hätte mir da besser nur ein Kind zugelegt. Verstehst Du was ich meine? Ich denke ich verlange da von meinen Kindern nichts Unmögliches. Ungünstig, Suboptimal klar - aber das muss doch drin sein. Er kann sich bewegen, er kann auch laut sein, nur die Gemeinschaftsregeln befolgen, dass ist noch die angenehmste Art und Weise keinen Spaß zu haben, oder?
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ja, das verstehe ich schon.
ich finde es auch blöde, daß er da nichtmal an der seite malen darf oder so.
vllt fühlt er sich einfach zu groß dafür.
vllt kannst du es auch entschärfen, wenn er nicht jedesmal mit muß.

Beitrag von agostea 21.05.10 - 11:23 Uhr

Jawoll!

Gruss
agostea

Beitrag von petra1982 21.05.10 - 11:15 Uhr

Hm das turnen scheint ihn zu langweilen, und du siehst es nicth ein einen extra Babysitter zu holen? Gut dann musst du damit leben das er sich dort eben so beschäftigt, was soll er denn tun? Schau doch mal obs ein Turnen für grössere gibt wo du ihn anmeldest wo er auch alleine mitmachen kann eventuell

Beitrag von kruemlschen 21.05.10 - 11:25 Uhr

Hallo,

wenn die Übungsleiterin es nicht akzeptiert, dass Dein Sohn sich wärend des turnens ruhig alleine am Rand beschäftigt, würde ich entweder das Kinderturnen ganz streichen, oder Deinen großen Sohn wo anders unterbringen.

Du zwingst Deinen älteren Sohn bei den "Babys" mitturnen zu müssen, ich kann wirklich verstehen dass er da keine Lust darauf hat, zumal Du Deinen jüngeren Sohn in dieser Situation ja ganz klar vorziehst und das zeigt er Dir eben mit seinem Verhalten.

Gruß Krüml

Beitrag von juniorette 21.05.10 - 11:25 Uhr

Hallo,

mich hätte man weder mit 2 Jahren noch mit 4 Jahren dazu bewegen können, an Kinderturnen teilzunehmen.

Deswegen ist meine Mutter seinerzeit mit mir aus der Krankengymnastik geflogen, weil ich immer das Gegenteil von dem gemacht habe, was ich sollte #rofl (ich war ca. 2 Jahre alt).

Dieses Mutter-Kind-Turnen dazu nutzen zu wollen, dass er lernt sich uterzuordnen, nur weil du keinen Babysitter organisieren willst, halte ich für egoistisch, weil andere darunter leiden mussen (Turnleiterin, andere Mütter und Kinder).

Geht er in den Kindergarten? Da wird er sich schon oft genug unterordnen müssen.
Und auch ansonsten im normalen Alltag wird er sich 100x am Tag deinen Anweisungen unterordnen müssen bzw. hat er die Gelegenheit, dieses zu lernen.

Zwing ihn nicht weiter zu diesem Mutter-Kind-Turnen und gut ist.

LG,
J.

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 11:36 Uhr

Hallo,

lieben Dank für Deine Antwort. Nicht, dass ich nicht mit Kritik gerechnet hätte, aber die Antwort schockiert mich. Ich bin nicht zu egoistisch einen Babysitter zu suchen, denn erstens würde ich am allerliebsten auch zu Hause bleiben, ich tue es ja nicht für mich. Und zweitens kostet der Babysitter Geld.

Klar, es ist ihm langweilig, aber die Kinder sind 2-4. Und er ist gerade mal 4,5 und motorisch jetzt auch nicht der Weltmeister. Also meiner Meinung nach kein Grund, den Clown zu spielen. Leiden tue in erster Linie ich, denn ich möchte, dass er sich benimmt, die anderen Mütter, deren Kinder nicht mitmachen, haben da die nötige Ignoranz gegenüber allen, die habe ich nicht.

Und meine Frage war auch grundsätzlich - er kommt bald zur Schule, ich glaube nicht, dass da jemand ein "ich hab da keine Lust drauf" aktzeptiert.

Beitrag von ayshe 21.05.10 - 12:16 Uhr

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Und meine Frage war auch grundsätzlich - er kommt bald zur Schule, ich glaube nicht, dass da jemand ein "ich hab da keine Lust drauf" aktzeptiert.
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ich sehe das wie lisasimpson.

das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

diese turngruppe ist eben auch "unter seinem niveau", das ist "babykram" für ihn.
es ist doch ganz normal, daß er es ablehnt.

in der schule sind sie wieder gleichaltrig und er wird dort gefordert, nicht gelangweilt ;-)

Beitrag von frauke131 21.05.10 - 11:30 Uhr

Warum durfte er nicht am Rand sitzen? Ich finde es doof, dass die Übungsleiterin sich eingemischt hat.

Generell müssen Kinder oft tun, was keinen Spaß macht. Manches lässt sich vermeiden, manches nicht. Ich würde nicht mit den Kindern stundenlang shoppen gehen und vermeide auch Großeinkäufe mit Ihnen (mittlerweile geht es aber auch mit ihnen). Daher werde ich nie verstehen, warukm Eltern bei schönstem Sonnenschein mit ihren nörgelnden Kindern in irgendwelchen Centern rumhängen.
Besuche empfangen oder abstatten müssen sie über sich ergehen lassen, auch wenn sie es doof finden. Schließlich mache ich ja auch Dinge für sie, obwohl ich sie öde finde.

Nörgeln und Maulen gehört auch dazu und ich finde, Du machst das schon richtig. Du musst Dir keinen abbrechen, bloß damit Du Deinem Kind nichts zumutest.

Ich würde ihn weiter mitnehmen und er muss sich arrangieren. Mehr kannst Du nicht tun...

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 11:51 Uhr

Lieben Dank.

Ich denke er darf nciht zuschauen, weil er dem Alter der anderen noch nicht deutlich entwachsen ist. Trotzdem fand ich es nicht in Ordnung von der Leiterin. Denn Fakt ist, ich tue etwas für meine Beiden, was bisher auc allen Spaß machte. Ich könnte auch meinen Kindern nichts bieten, aber wem würde das auf Dauer schaden. Ich will keine Beweihräucherung, es ist mein Job als Mutter, aber ich hasse dieses: Dann musst Du eben Oma und Opa kommen lassen, wenn es dem Großen keinen Spaß mehr macht. Hallo? In welcher Welt lebe ich denn? Dass ich alle springen lasse, nur weil mein Kind mal mault? Ich möchte das nciht von anderen verlangen und ich kann meinen Kind keinen von Sparsamkeit erzählen und wöchtenlich 10 Euro für einen Babysitter rausschmeissen, der Turnverein kostet vergleichsweise 50 Euro im Jahr.

Ich achte darauf, dass die Beiden überwiegend selbst über Freizeit bestimmen können und mal eine Stunde in der Woche finde ich nicht zuviel verlangt. Meine Frage war eher, wann es zumutbar ist und wie ich das eventuell durchsetzen kann. Ich hatte nicht erwartet, dass alle mein Kind vom Turnen befreien.

Aber ich bin ja auch kritikfähig und werde darüber nachdenken #schmoll, wie ich ihm das "ersparen" kann.

Beitrag von babybaer4 21.05.10 - 11:38 Uhr

Hallo,

es wäre für mich ein Greul ,wenn ich wöchentlich etwas in meiner Freizeit tun müsste was ich nicht will.Beispiele:in die Kirche gehen,Familiengeburtstage....
Ab und an ja das kann man aushalten aber immer!!!Puh.
Ich denke so geht es jedem Erwachsenen.Mein Sohn fänd es ganz schrecklich mit Kleineren zu turnen.In dem Alter messen sie sich mit Gleichaltrigen und wenn er dann noch sieht das er den "Zwergen" unterlegen ist was das können angeht dann würde er auch den Clown raushängen lassen.
Vielleicht kannst du ja schauen das er sich an dem Tag ab und an verabredet,zur Oma geht oder etwas findest woran er Spaß hat.

Lg Sabine

Beitrag von manavgat 21.05.10 - 12:10 Uhr

Warum lässt du ihn für die Zeit nicht bei einem Kigafreund?

Du kannst spontan demonstrieren oder Du sparst Deinem Sohn diese langweilige Zeit.

Wer ist denn die Erwachsene. Lösen statt ärgern.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kaffetante 21.05.10 - 12:15 Uhr

Ganz einfach:

Wenn er dann keinen Freund findet, oder wenn ihm das nach zwei Wochen wieder zu blöd ist, rate mal, was dann passiert...

Und wo komme ich denn hin, wenn ich jedem alles erspare? Dann brauche ich bald ein Au-Pair, weil einer keine Lust hat im Auto zu sitzen, wenn ich den anderer abgebe.

Ich bin echt bereit, was zu ändern, aber nicht so, dass er es merkt und auf alle anderen unliebsamen Situationen überträgt. Das passiert. Da spreche ich aus Erfahrung.

Beitrag von marion2 21.05.10 - 12:20 Uhr

Hallo,

wenn der Große den selben Quatsch machen soll wie der Kleine, wäre es zumindest günstig, wenn er Spaß hätte.

Wie wärs, wenn er in der Zeit, in der du den Kleinen bespaßen lässt, eine alternative Beschäftigung für ihn fändest?

Mit 4 kann man auch allein am Fußballtraining oder Ähnlichem teilnehmen.

Gruß Marion

Beitrag von ug2712 21.05.10 - 13:27 Uhr

Hallo Kaffeetante,

dein Großer soll etwas deinem Kleinen zu Liebe "erdulden".
Genauso gibt es doch sicher einen Ausgleich in die andere Richtung?
In dem Alter kann man doch solche Dinge schon mal besprechen.
Notfalls wird eine andere Freizeitbeschäftigung, die dem Großen Spaß macht und dem Kleinen weniger auch für beide gestrichen.
Das muss ja so nicht gleich durchgezogen werden, aber ansprechen und in Aussicht stellen würde ich das.
Ja, in dem Alter kann man daran arbeiten, dass er lernt sich unterzuordnen.

Liebe Grüße

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