Nackenfaltenmessung ja oder nein?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von spm2010 21.05.10 - 11:09 Uhr

Hallo,

was sagt ihr zur Nackenfaltenmessung? habt ihr das machen lassen?
ich habe erst Ende der 12. Woche einen Termin bei meiner FÄ und dann könnte ich erst überwiesen werden zu einem Spezialisten. Also frühestens Mitte der 13. SSW - ich bin mir unsicher ob ich das machen soll?

LG
Sylvie + #ei 10+ 4

Beitrag von anyca 21.05.10 - 11:12 Uhr

Würdest Du denn eine FWU machen wollen? Und ggf. eine Abtreibung?

Die NFM allein bringt ja erst mal nichts außer einer Wahrscheinlichkeit, und was fängst Du an mit 1:1500 oder 1:3421 oder 1:150 ... in allen Fällen ist das Kind mit über 99% Sicherheit gesund, aber nie mit 100%.

Ich habe es nicht machen lassen.

Beitrag von spm2010 21.05.10 - 11:13 Uhr

Hallo,

nein das würde ich nicht machen lassen wollen. Ich möchte diese Untersuchung auch nicht machen lassen . aber mein Freund ist sich unsicher. Ich denke auch das diese Werte einen nur verunsichern.

lg
sylvie

Beitrag von anyca 21.05.10 - 11:17 Uhr

Dann laß es. Erklär Deinem Freund noch mal, daß man mit der NFM erstens keine wirklichen Antworten kriegt, daß sie zweitens dem Kind nichts nützt, da man ja nichts ändern kann, und daß drittens alle Pränataldiagnostik einem keine 100% Garantien geben kann.

In meiner Familie sind drei behinderte Kinder, wo Pränataldiagnostik nichts hätte anzeigen können (zwei super seltene unterschiedliche Gendefekte, ein Unfall).

Beitrag von spm2010 21.05.10 - 11:31 Uhr

ja ich werde es versuchen. Danke Dir !!!

Beitrag von laboe 21.05.10 - 11:12 Uhr

Aus welchen Gründen denn?? Sowas würde ich nur machen, wenn genetische Vorbelastung o.Ä. vorliegt und ich mir absolut sicher wäre, dass ich das Kind abtreiben lassen würde, wenn es einen Verdacht gibt.

Da ich beides mit NEIN beantworten kann, habe ich es nicht machen lassen.

Die NFM ist keine "normale" VU oder so, sondern nur indiziert, wenn es angebracht ist.

Laboe (27.SSW)

Beitrag von spm2010 21.05.10 - 11:14 Uhr

Hallo,

meine FÄ hat mir dies angeboten da ich schon 33 Jahre alt bin, weder in meiner noch in der Familie meines Freundes gibt es genetische Belastungen. Ich möchte diese eigentlich nicht machen lassen - mein Freund ist sich unsicher.

Danke für Deine Meinung - der bin ich auch :-)
LG
Sylvie

Beitrag von nese80 21.05.10 - 11:19 Uhr

hat das Downsyndrom denn irgendwas mit einer genetischen Vorbelastung in der Familie zu tun...?#kratz

eigentlich doch nicht... !!

Beitrag von wir3inrom 21.05.10 - 11:16 Uhr

Warum muss denn bitte ein negatives Ergebnis gleiche ine Abtreibung nach sich ziehen???

Beitrag von anyca 21.05.10 - 11:28 Uhr

Muß ja nicht, aber dann kann man die NFM auch lassen.

Beitrag von wir3inrom 21.05.10 - 11:30 Uhr

Wie liv schon schrieb (und ich auch) mag es Frauen geben, die sich mit der kommenden Situation gerne schon im Voraus auseinandersetzen wollen. ;-)

Wenn dir im Kreißsaal ein behindertes Kind in den Arm gelegt wird, bist mit der Situation vermutlich leicht bis stark überfordert. Und dann schnell, schnell sich Informationen und Hilfe holen? Da ist die Depression ja quasi vorprogrammiert..

Beitrag von laboe 21.05.10 - 22:04 Uhr

Das habe ich doch gar nicht so gesagt. Ich meinte damit, dass man sich mit solchen existenziellen Fragen auseinander setzen muss, wenn man sich für eine NFM entscheidet. Diese Fragen oder GEdanken kommen doch ganz automatisch. Ob man es dann letztlich macht - steht unter einem anderen Stern.

Also bitte nicht gleich so aggressiv!#danke

Beitrag von wir3inrom 21.05.10 - 11:15 Uhr

1.) fällst du in die Risikogruppe?
2.) weißt du, wie du mit einem "schlechten" Ergebnis umgehen würdest?

Wenn du sie machst, musst du dir im Klaren darüber sein, dass das Ergebnis auch auf einen Gendefekt hinweisen kann. Über die möglichen Konsequenzen musst du vorher nachdenken, denn mit einem schlechten Ergebnis in der Hand trifft man nicht unbedingt wohlüberlegte Entscheidungen.

Ich hab sie machen lassen, aber ich wusste auch, dass ich ein behindertes Kind behalten würde. Für mich war es ein "ich möchte es vorher wissen, damit ich mich seelisch und informativ darauf vorbereiten kann".

LG
Simone

Beitrag von liv79 21.05.10 - 11:19 Uhr

Naja, hier kommt ja immer das Argument "wenn du nicht abtreiben willst, musst du es auch nicht machen lassen"...

Ich sehe das etwas anders. Ich hätte NICHT abgetrieben, hab aber trotzdem eine NFM machen lassen. So hätte ich mich zumindest auf eine Behinderung einstellen können. Ich bin halt gerne immer auf alles vorbereitet...

Letzten Endes war es jedenfalls eine sehr schöne Untersuchung (mit tollen 3D-Aufnahmen und sogar dem einzelnen Abhören aller Herzkammern des Kindes - zu diesem frühen Zeitpunkt!) und dem für mich natürlich sehr beruhigenden Ergebnis, dass alles in Ordnung ist.

Ich muss dazu sagen dass ich vorher 2 Fehlgeburten hatte und deshalb sehr ängstlich war; die Untersuchung mit dem guten Ergebnis hat dazu geführt, dass ich seitdem viel entspannter bin.
Und bei einem Ergebnis, das auf eine Behinderung hingedeutet hätte, hätte ich zwar vermutlich keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen sondern abgewartet, aber zumindest mich emotional und organisatorisch auf mein potentiell behindertes Kind einstellen können.

Beitrag von anyca 21.05.10 - 11:30 Uhr

Halte ich für unrealistisch. Nehmen wir an, der Arzt hätte gesagt, oh, 1:50, also im Vergleich deutlich erhöhtes Risiko, ich rate zur FWU.

Hättest Du Dich wirklich "organisiatorisch auf ein behindertes Kind eingestellt", obwohl es immer noch mit 98% Sicherheit gesund gewesen wäre?#kratz

Beitrag von wir3inrom 21.05.10 - 11:33 Uhr

Ich hätte!!
Ehrlich, lieber ein bisschen zu viel Information, als am Ende zu wenig.

Beitrag von anyca 21.05.10 - 11:49 Uhr

Dann mußt Du das IMMER tun, NFM hin oder her. Auch bei 1:3000 kannst Du diejenige welche sein. (Mein Neffe hat einen Gendefekt, für den die Wahrscheinlichkeit bei 1:2 Millionen liegt, irgendwen erwischt es eben).

Beitrag von wir3inrom 21.05.10 - 11:51 Uhr

Na, wenn ich zumindest die Möglichkeit habe, wenigstens die Trisomie auszuschließen, dann, finde ich, lohnt die NFM allemal.

Beitrag von anyca 21.05.10 - 12:02 Uhr

Du KANNST sie aber nicht ausschließen, Du kannst bloß feststellen, ob sie mehr oder weniger wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist! Wie gesagt, auch bei einem super Ergebnis kannst Du die eine sein, wo das Kind dann eben die Trisomie hat!

Beitrag von wir3inrom 21.05.10 - 12:04 Uhr

Wir kommen hier einfach auf keinen Nenner. ;-)

Beitrag von anyca 21.05.10 - 12:10 Uhr

Merke ich auch ... ich finde es halt albern, daß (je nach Alter) der Arzt bei 1:295 sagt, alles o.k. und bei 1:267 Alarm schlägt ... und die Schwangere postet dann hier "alles in Ordnung" bzw. "ist mein Kind krank".

Aber wen dieses Kaffesatzlesen beruhigt, der soll es halt machen.

Alles Gute!#klee

Beitrag von liv79 21.05.10 - 11:51 Uhr

Du kennst mich doch gar nicht. Also urteile bitte nicht, was in meinem Fall ein realistisches oder unrealistisches Verhalten ist... #augen
Ich hätte mich definitiv informiert, Bücher gelesen, mir Kontakte gesucht, etc. So bin ich eben.

Vor einer FWU hätte ich jedenfalls definitiv zu viel Angst gehabt.

Da aber die Wahrscheinlichkeit viel höher war, dass sowieso alles in Ordnung ist, und ich nach meinen 2 FGs das Bedürfnis nach genauer Kontrolle meines Zwergs hatte, hab ich mich halt so entschieden.
Punkt.

Kann ja jeder machen wie er möchte.
Aber hier wurde nach Meinungen gefragt, und das ist meine.

Beitrag von kolbo-sauri 21.05.10 - 11:30 Uhr

Genauso sehe ich das auch!

Ich hätte auch nie abgetrieben, hätte mich aber schon während der SS über eventuelle Behinderungen informiert und emotional darauf vorbereiten können.

Desweiteren hätten wir zu dem Zeitpunkt noch Änderungen (Barrierefreiheit, größere Bäder, etc.) an unserem Haus vornehmen können.

LG

Beitrag von lene76 21.05.10 - 11:23 Uhr

ich habs machen lassen, auch wenn es nur eine wahrscheinlichkeit ist und keine absolute gewissheit.

ich denke, du musst das fuer dich selbst entscheiden. wenn du dir (relativ) sicher bist, kein kind mit einer behinderung austragen zu wollen, dann macht es natuerlich sinn. wenn dies fuer dich keine rolle spielt, dann eher weniger.


Beitrag von froeschle1 21.05.10 - 11:38 Uhr

Mit dieser Frage habe ich mich auch ausgiebig beschäftigt. Ein Nachteil an der NFM finde ich auch wie schon meine Vorrednerin gesagt hat, dass man kein konkretes Ergebnis erhält und dann immer noch viel Unklarheit bleibt.

Wenn die NFM und der damit verbundene Bluttest schlecht ausfallen dann wird sowieso eine FWU gemacht.
Ich habe das mit meiner Hebamme besprochen und ich werde in der 16. SSW eine FWU machen lassen, lasse die NFM ganz aus.
Ich bin allerdings schon 36 Jahre alt und mein Partner 50. Wir möchten Klarheit haben und wissen was los ist, nicht dass es einfach auf einmal still wird im Kreissaal.
So kann man sich und das Umfeld wenigstens darauf vorbereiten wenn man sich für ein behindertes Kind entscheidet.

LG Karin mit Krümel 8+2

  • 1
  • 2