Autounfall und dessen Folgen

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Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 11:53 Uhr

huhu,

vorgestern war ich mit meinem baby auf dem weg zur kinderärztin. auf dem parkplatz fährt mir ein 78 jähriger mann rückwärts ins auto.

seine ehefrau stand noch draußen und beschimpfte mich doch glatt, warum ich aus der parklücke fahren würde, wenn ihr mann doch rückwärts fährt.

klasse! ich hatte natürlich keine zeugen. ich fuhr aus der parklücke, um korrekt einzuparken, da ich zu nah am nachbarn stand, als ich gerade rückwärts einparken wollte, bretterte der alte herr rückwärts auf mich zu und kracht mir ins auto.

er ist sich keiner schuld bewusst und hat sogar schadenersatzansprüche bei der versicherung geltend gemacht.

ich bin sowas von stinkesauer. mein sohn saß mit 40 ° fieber im auto, ich hätte dringend zur kinderärztin gemusst und dieser alte mann hält es nicht mal für nötig, nach hinten zu schauen, bevor er losfährt.

wenn ich mir vorstelle, ich hätte dort mit dem baby auf dem arm gestanden...er hätte mich umgefahren :-[

nun ja, ich steh jetzt dumm da, denn auf parkplätzen gibts ja meist ne mitschuld. ich hab keine zeugen, kann also nicht beweisen, dass ich stand und er angefahren kam er hat seine tolle ehefrau, die bezeugt alles, was er sagt. zudem ist er ein prof. dr., hat also sicher genug kohle oder ne RSV, um gegen mich vorzugehen.

ich hab keine lust, in der versicherung hochgestuft zu werden, nur weil dieser alte mann sich hinters steuer setzt.

sorry, musste meinem ärger mal luft machen.

claudia

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:03 Uhr

Hallo,

nur um mir ein Bild machen zu können... Wohin hast DU denn beim Rückwärtsfahren geschaut?

Und jetzt sei mal ehrlich und stell es dir mal umgedreht vor: Du willst aus deiner Parklücke. siehst, dass jemand anders gegenüber einparkt, waretst das noch ab und parkst dann selber aus. Gehst du IMMER davon aus, dass der andere nochmal zurück setzt?

So wie ich das sehe, seid ihr beide Schuld. Ihr habt euch beide nicht ausreichend vergewissert, dass frei ist.

Achso: Eine RSV kostet mit SB ca 45 € p.a. Sollte man IMMER haben.

m.

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 12:09 Uhr

hey,

ich stand vorwärts in der parklücke. er ist aus seiner rausgefahren, er stand neben mir und nicht mir gegenüber.

er ist einige autolängen von mir weggefahren, daher bin ich rausgefahren. als ich gerade den rückwärtsgang eingelegt hatte, fuhr er auf mich los.

eine RSV trägt nur die verfolgung eigener ansprüche und nicht die abwehr gegnerischen ansprüche.

ich habe vor dem rausfahren aus der lücke geschaut, dass keiner gefahren kommt. wie gesagt, als ich stand, den rückwärtsgang einlegte, fuhr er rückwärts los.

claudia

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:14 Uhr

Okay... jetzt wirds deutlicher. Und sieht auch ganz anders aus. ;-)
Wo haben sich denn die Autos getroffen? D.h. kann man anhand des Schadens bei dir und den Örtlichkeiten entnehmen, dass DU den Schaden nicht verursacht haben kannst? Außerdem hat er beim Rückwärtsfahren erhöhte Sorgfaltspflicht.

Und zur Abwehr der gegnerischen Ansprüche kommt die Kfz-Haftpflicht auf, d.h. die würden zur Not auch vor Gericht für dich ziehen. Hast du den Schaden schon bei der gegnerischen Versicherung gemeldet?

vg, m.

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 12:20 Uhr

hey,

ja der schaden ist gemeldet. ich bin nur einerseits geschockt, dass er so schnell rückwärts fährt. hätte ich da gestanden, wäre ich samt baby unter die räder gekommen.

zum anderen ärgert mich die frechheit dieses rentnerpaares. wenn du gesehen hättest, wie langsam er ausgestiegen und gelaufen ist. ich weiß nicht, warum er noch auto fährt. nichts gegen alte leute am steuer, aber das geht zu weit.

ich möchte eigentlich nicht, dass die versicherung meinen mann (es war sein auto) höherstuft.

mein mann sagt zwar, die kratzer am gegnerischen fahrzeug zeigen, dass ich stand und er gefahren kam, aber er hat ja die frau als zeugin.

dumm gelaufen.

claudia

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:25 Uhr

Wirf nicht gleich die Flinte ins Korn. Schildere es genauso, wie es passiert ist. Bloß weil jemand etwas anderes sagt oder es Zeugen gibt, sprechen die Schäden am Fzg manchmal eine ganz andere Sprache.
Wo war nochmal der Schaden an eurem Auto???;-)

Und was die Fahrtüchtigkeit mancher Leute angeht... Ich arbeite bei einer Versicherung. Und wir erleben hier Sachen... da hoffe ich echt, dass ich diesen Leuten NIEMALS auf der straße begegnen muss. Schade, dass es für Autofahrer keine Pflicht gibt, sich in regelm. Abnständen ärztlich durchchecken zu lassen.

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 12:27 Uhr

hey,

ich hab vorne links kratzer an stoßfänger und scheinwerfer. mehr ist von außen nicht zu sehen.

ich hab meiner versicherung den unfall gemeldet und die haben das nötige eingeleitet.

drück mir die daumen!

claudia

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:28 Uhr

Muss nochmal fragen: Wo hat er die Kratzer am Auto? Seitlich oder direkt hinten?

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 12:31 Uhr

hey,

er hat sie an der hinteren seite und wohl am hinterrad.

wie soll ich das beschreiben?

er ist mit seiner hinteren rechten seite oder ecke an meine stoßstange vorne links geknallt.

claudia

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:37 Uhr

Schade... hört sich nicht so eindeutig an. :-(
Aber dennoch könntest du gute Chancen haben, dass er den Großteil der Schuld bekommt. Er ist rückwärts gefahren...

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:35 Uhr

Achso: Hast du deiner Versicherung auch gesagt, dass du nicht Schuld bist? Bekommst du etwas zugeschickt, um noch mal den Sachverhalt schriftlich und durch eine Skizze darzustellen?

Für die Zukunft: Wenn du der Meinung bist, nicht Schuld zu sein, dann melde deinen Schaden nur bei der Versicherung des Unfallgegners, nicht den Schaden des anderen bei dir melden. Das kann gern der andere selbst machen, aber nicht du, denn du bist ja - deiner meinung nach - nicht Schuld. So stellst du sicher, dass du einen Unfallbogen zugeschickt bekommst, auf dem du schriftlich festhälst, WARUM du nicht Schuld bist.

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 12:39 Uhr

hey,

also wir sind beide bei der gleichen versicherung. ich hab dort angerufen und gesagt, dass ich nicht schuld sei. dann hab ich per email nen bogen bekommen zum ausfüllen, fpür ne skizze usw. konnte auch ankreuzen, wer schuld ist.

heute hat mein mann erfahren, dass der gegner ansprüche geltend macht.

hab ich nun schon alles verbockt?

hab meiner versicherung den gegner mitgeteilt und gesagt, dass er schuld sei.

claudia

Beitrag von mamavonyannick 21.05.10 - 12:48 Uhr

Ne, ne;-), du hast nichts verbockt. Nur haben wir manchmal Kunden hier, die unbedingt den Schaden des Gegners melden wollen, obwohl sie sagen, der andere hat Schuld. Ist gar nicht so einfach, die Leute davon zu überzeugen, dass sie ihren Schaden nur bei der Versicherung des anderen melden und einfach abwarten sollen, dass der Gegner auf uns zukommt.
Jetzt seid ihr natürlich bei der selben Versicherung. Im Grunde ist es der Versicherung schnuppe, wer Schuld hat... sie müssen bezahlen. Und das ist eben so ein Fall, bei dem eine RSV Gold wert wäre. Wenn nämlich die Versicherung jetzt so entscheidet, dass die Versicherung am günstigten rauskommt und das zu eurem Nachteil wäre, dann hättet ihr immer noch die Möglichkeit einen Anwalt zu nehmen und gerichtlich feststellen zu lassen, wer Schuld hat. Die Versicherung wird sich nämlich nicht selbst verklagen.:-(

Aber du kannst jetzt eh nichts machen. Schildere den Fall, mach eine möglichst genaue Skizze und warte ab. Wie gesagt, er ist rückwärts gefahren, das könnte was ausmachen.

Beitrag von parzifal 21.05.10 - 15:10 Uhr

Weshalb soll man einen Unfall nicht der eigenen Versicherung melden und dort mitteilen, dass man nach eigener Ansicht nicht schuld habe?

Auf welchen Unfallbogen soll man warten? Den der gegnerischen Versicherung?

Was ist mit der Obliegenheit Unfälle der eigenen Versicherung zu melden?

Beitrag von faxe112 21.05.10 - 12:16 Uhr

Hi du,

warum hast du nicht die Polizei gerufen?

Meiner Freundin ging es auch so, eigentlich wollte sie das ohne Polizei regeln, der Unfallverursacher ist aber dann gleich pampig geworden und hat sie beschimpft. Daruf hin hat sie dann die Polizei gerufen und siehe da, der Mann war auf einmal ganz kleinlaut. Zumal hat die Polizei dann auch noch festgestellt, dass er Schuld am Unfall war!

Würde mir aber für die Zukunft, vor allem mit Kind, einen Rechtschutz zulegen!

War der Schaden denn sehr groß?

Gruß

Steffi

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 12:23 Uhr

hey,

ich hab die polizei gerufen. aber was dann folgte:

ich hatte nen termin bei der kinderärztin, hab versucht, sie telefonisch zu erreichen, ging aber keiner ans telefon. die polizistinnen, die eintrafen, waren einverstanden, dass ich kurz hochrenne und bescheid gebe, dass sie auf mich warten.

als ich wieder unten war, wurde der schaden protokolliert nach der aussage des unfallgegners. ich war fassungslos. die beamtinnen haben sich meine version zwar notgedrungen angehört, aber nichts notiert. ich hab kein protokoll zu gesicht bekommen, auch nichts unterschrieben.

aber letztlich hab ich die polizei gerufen, damit ER seine sichtweise zu protokoll geben konnte.

wie doof ist das denn?

naja, unsere pechsträne setzt sich fort, mal sehen, was als nächstes kommt.

zum glück gehts meinem baby wieder besser, das ist eh wichtiger als blechschaden.

bei mir sind trotz des riesenkraches "nur" kratzer an stoßfänger und scheinwerfer entstanden nach erstem augenschein in der werkstatt. wird sich also so auf ca. 2000 euro belaufen nach erster schätzung.

das würde ich nicht unbedingt machen lassen, wenn ich ne (teil-)schuld aufgebrummt bekäme.

claudia

Beitrag von rmwib 21.05.10 - 13:05 Uhr

Du hättest die Polizei rufen müssen wenn ihr euch am Unfallort nicht über die Schuld einig werdet.

Beitrag von kawatina 21.05.10 - 13:09 Uhr

Hallo,

Polizei hat den Unfall aufgenommen.
Sicher hast du eine Kopie bekommen. Auf welcher Position 1 oder 2 stehst du denn?

Bei mir ist es schon länger her und der Unfallbericht ist nicht greifbar.
Soweit ich es noch in der Erinnerung habe steht auf Position 1 immer (?)der Verursacher.
Hast du ein Verwarngeld/Zahlschein bekommen - oder aber der ältere Herr?

Eventuell hat den Unfall doch jemand beobachtet. Zettel in der Unfallnähe aushängen . Ein Versuch schadet nichts.;-)

Viele Grüße
Tina,
der eine alte Frau, welche Gas und Bremse verwechselte zwei parkende Motorräder geschrottet #heulund quer vom Fahrbahnrand über den Gehweg in die Haushecke geschoben hatte. Zwei Passanten wurden nur knapp verfehlt#schock
..und ich bekam später auch noch Blumen von ihr, weil ich mich so nett um sie gekümmert hatte....#schein

Beitrag von manavgat 21.05.10 - 13:27 Uhr

Ich würde das keinesfalls ohne Anwältin abwickeln!

Gruß

Manavgat

Beitrag von laterne74 21.05.10 - 13:46 Uhr

Ich bin auch kein großer Fan von alten Leuten am Steuer. Ich weiß, man kann nicht alle in einen Topf werfen, aber ich habe schon einige krasse Beispiele selbst erlebt. Einmal mit meinem eigenem Opa. Der war zu dem Zeitpunkt knapp 70. Ich hatte noch keinen Führerschein und lies mich irgendwohin mitnhemen. Wir stehen an einer Vorfahrtsstraße. Er wartete auch bis er dran war. Dann legt er den ersten Gang ein, geht aufs Gas und fährt volles Rohr los. Geschätze null auf 100. Aber nicht auf die Straße, sondern direkt auf den Fußweg rechts ans Vorfahrtsschild. Rums..... Passiert ist uns nichts und auch keinem anderen. Das Auto hatte nen fetten Schaden. Ich war echt geschockt, wie sowas passieren konnte. Er konnte einfach nicht dosieren wie doll er aufs Gas tritt. Nachdem das Auto futsch war fuhr er erstmal auch nciht mehr. Irgendwann kaufte er sich wieder eins. Natürlich gegen unseren Rat. Aber auch damit kam er nicht weit. Am Tag 4 hat er das Auto in der eigenen Tiefgarage zu Schrott gefahren. So danach gabs kein Auto mehr. Er hats auch eingesehen. Wenn nciht, hätte ichs wohl irgendwo gemeldet.

Und vor zwei Wochen hat mien Nachbar (ein sehr netter Herr auch um die 70) seinen Wagen an eine Mauer gesetzt. Er hat Brems mit Gaspedal verwechselt. Auch hier keine "Opfer" außer einem Totalschaden.
Ich mag mir nicht vorstellen was passiert wäre, hätten da Menschen gestanden.

Mir fällt zu dem Thema auch wieder der schlimme Fall aus Hamburg (Hbf) jetzt erst ein.

Ich denke auch das Leute ab 65 nen Fahrtest machen sollten.

Und ja ich weiß, es gibt auch genug Jugendliche die schlecht fahren....

Blos gut, dass ihr im Auto wart und nicht da gestanden habt.
Ich hoffe ihr bekommt die Sache geklärt.

Beitrag von lucccy 21.05.10 - 15:49 Uhr

Hallo,

ein Tip: als Geschädigter eines Unfalls hast Du das Recht auf einen Anwalt, den die Gegenseite bezahlen muss. Frag doch einfach mal einen Anwalt für Verkehrsrecht nach den Kosten für eine Erstberatung. Wenn Du in seinen objektiven Augen Geschädigte bist, kann er sich ja Kostenzusage von der Versicherung holen.

Und: wenn ein Gutachter der Versicherung den Schaden ansehen will: sei da und sprich nett und freundlich mit ihm. Oft erfährt man dann, wie er den Unfallhergang einschätzt und wie hoch er den Schaden ca. beziffern wird. Gutachter sind nett, wenn man ihnen freundlich entgegentritt.

Gruß Lucccy

Beitrag von nuckelspucker 21.05.10 - 20:37 Uhr

hey,

das weiß ich, aber das gilt nur für den fall, dass die schuldfrage geklärt ist.

der alte mann ist aber der meinung, nicht schuld am unfall zu sein.

lg claudia

Beitrag von lucccy 23.05.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

deshalb ja auch eine Erstberatung zahlen. Dann gibt es eine neutrale Einschätzung der Schulfrage (da weder Dein Unfallgegner noch Du die Schuld auf Euch nehmen wollt), durch die Du Deine weiteren Schritte planen kannst.

Gruß Lucccy