Selbstverteidigung für fast 8j Mädchen?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von gothw1 21.05.10 - 11:55 Uhr

Hallo und Guten Tag,

meine große ist nun fast 8 Jahre alt und wird in der Schule zzt oft verprügelt und geärgert. Sie hat kein richtigen Mut und wehrt sich auch nicht...

Ich hab überlegt ob nicht eine Selbstverteidigung oder eine "Kampfsportart" zb Judo was für sie wäre?
Ich kenn mich nicht so aus und daher wäre ich froh wenn ihr mit Tips geben könntet.

Danke und liebe Grüße

Kerstin mit Melissa *17.07.2002 und Lara *17.03.2008

Beitrag von manavgat 21.05.10 - 12:07 Uhr

Das ist eine sehr gute Idee.

Damit es nachhaltig ist, würde ich aber eine Kampfsportschule oder einen Kampfsportverein bevorzugen. Mal ein Kurs bringt imho nix.

Gruß

Manavgat

Beitrag von caffi 21.05.10 - 12:09 Uhr

Hallo

JAAAA- unbedingt empfehlenswert.... meine Tochter ist im selben Alter und macht seid über einem Jahr karate bei einem Karatelehrer, der aber gleichzeitig in die Trainingseinheiten noch Anti-Gewalttraining mit einfliessen lässt- das hat sooooo viel gegeben für unsere Tochter, dass sie mehr Mut hat sich durchzusetzen, sicherer auftritt und so....
wie gesagt, ich kanns nur empfehlen..such Dir/ihr etwas, wo es eben viel um Selbstbehauptung geht- selber auch Grenzen stzen/signalisieren zu können...es geht ja sicherlich auch bei Euch nicht darum, dass sie lernt entsprechend stark zurückzuhauen oder sich eben auch körperlich durch Gewalttechniken zu wehren..

LG caffi

Beitrag von ayshe 21.05.10 - 12:11 Uhr

wingtsun, aber nicht als begrenzten kurs, sondern immer als verein, als dauerhaft, denn nur so lernt man es wirklich.

Beitrag von nienicht 21.05.10 - 13:03 Uhr

Hallo,

unter deinem Beitrag ist eine Werbung von der Selbstsicherheitsschule, die ist Super, da gehen meine Kids hin und es macht ihnen total viel Spaß.
Und es hat sich seit dem einiges gebessert #freu

Lieben Gruß
nienicht

Beitrag von zeitblom 21.05.10 - 13:38 Uhr

Judo ist nicht nur eine Sportart, die den ganzen Körper beansprucht und trainiert. Sein Prinzip, mit geringstem Aufwand die grösste Wirkung zu erzielen, hilft gerade scheinbar "Schwächere" sich gegen Stärkere durchzusetzen. Berührungsängste werden spielend überwunden.
Kurz: ideal für Mädchen dieser Altersklasse!

Beitrag von arthurmama 21.05.10 - 13:38 Uhr

Hallo!

Mein Sohn (jetzt 8) besucht seit einem halben Jahr Hapkido. Das ist eine reine Selbstverteidigungssportart, gute Basis für alle fernöstlichen Kampfsportarten. (Ist auch die älteste Kampfsportart und sehr praxisnahe, weil der Einsatz von Hand-, Fuß-, Grifftechniken nicht durch Regeln eingeschränkt ist. - Halt wie im richtigen Leben.))
Gelernt werden Bewegungsaufbläufe "bis sie in Fleisch und Blut übergehen" und reflexartig durchgeführt werden sollen aus bestimmten (relativ viele) Angriffspositionen heraus. Ab dem Blau-Gurt wird auch Selsbtvertidigung gegen bewaffnete Gegner trainiert (Messer, Stock, diverse Wurfgegenstände).

Er hat nun den halbgelben Gurt. Alle halbe Jahr gibt es eine Gurt-Prüfung. Trainiert wird 2x die Woche je 1,5 Stden.

Ich würde sagen, dass er sich in Bedrägnis nicht gegen irgendwelche Kids selbstverteidigen könnte, sondern - wie auch im Kurs von Lehrer betont - eher seine Kräfte einschätzen könnte und davon laufen würde.

Was er aber da lernt, das ist ein besseres Körpergefühl, für sich und den Gegner, entwickelt ein Bewußtsein, dass er nicht ganz blank da steht, aber weiß auch wenn Flucht angesagt ist!

Mein Mann selber hat ziemlich professionell, 18 Jahre lang Kampfsport (aktiv und als Trainer in einem "bürgerlichen" Verein) betrieben und sagt, dass es ganz große Augenwischeri ist, den Eltern / Kindern einzureden, dass sie sich selbstverteidigen könnten - in Einzelfällen ja, aber nicht gegen irgendeine Waffe, nicht gegen einen Gegner der ein Kopf größer ist und schon gar nicht gegen eine Gruppe von Kindern (auch wenn die Hälfte nur zuguckt)!

Fazit: Sebstverteidigung ist ein sinnvoller Ansatz, aber erwarte nicht dass Deine Tochter wie Superman da steht. Das kann frühestens nach 8 Jahre Training der Fall sein, dann hätte man bei konsequentem Training den schwarzen Gurt!

Akut könnt ihr das Problem nur anders lösen!

VG, I.

Beitrag von marion2 21.05.10 - 14:59 Uhr

Hallo,

in akuten Fällen hilft:

Üben!

Faust ballen, Arm in Position bringen, NICHT ausholen und mit Kraft unters Kinn

Zeig ihr, wie es richtig geht und sag ihr ausdrücklich, dass es in Ordnung ist, sich zu wehren.

LG Marion

Beitrag von zeitblom 21.05.10 - 15:03 Uhr

Nicht nur, dass sie sich dabei selber die Finger brechen kann, aber wenn sie so einem anderen Kind die Zähne ausschlägt, möchte ich weder in ihre noch in der ihrer Eltern stecken....

Beitrag von marion2 21.05.10 - 15:09 Uhr

Das ist eine bei meinem Sohn erprobte und für gut befundene Methode.

Ein Mal reicht, danach hat das Kind Ruhe.

Weder die Finger noch irgendwelche Zähne sind kaputt gegangen.

Beitrag von zeitblom 21.05.10 - 15:39 Uhr

Glück gehabt.....aber ob das eine empfehlenswerte Methode ist???

Beitrag von marion2 21.05.10 - 15:43 Uhr

Ist es denn empfehlenswert dauerhaft die Opferrolle einzunehmen?

Beitrag von zeitblom 21.05.10 - 16:31 Uhr

Nein, aber bei der Wahl der Mittel sollte man achtsam sein....

Beitrag von katjafloh 21.05.10 - 18:36 Uhr

Schau mal im Internet, ob es bei Euch in der Nähe eine Kampfsportschule gibt, die KIDS WingTsun anbietet. Das wäre das richtige für Deine Tochter. Denke ich. Mein Sohn macht das seit einem Jahr und ist sehr viel selbstbewußter geworden und wenn er müsste, wüsste er, wie er sich sprachlich und körperlich wehren muss.

LG Katja

Beitrag von gothw1 21.05.10 - 18:51 Uhr

Danke für eure zahlreichen Antworten und Tips.

Ich habe eine wing tsun - schule für Kids gefunden. Direkt hier im Ort und haben 2 Wochen Probetraining. Mittwoch gehts los.
Die Große freut sich drauf und ich bin sowas von gespannt.

Das mit dem Faust ballen und drauf hauen finde ich nicht gut. Aber das sie die jenigen schubsen soll hab ich ihr schon gesagt. Die Kids sind in der Schule gestern beim namen genannt worden. Ich hoffe das hilft etwas. Ich hol sie auch nun immer ab. Aber auf dauer ist es etwas "kindisch" für sie. Weil sie ist ja nun mal schon "groß" und will nicht mehr von mama abgeholt werden.

Ich bin so froh das wir nun Mittwoch den Termin haben. Mal sehen ob das das richtige für sie ist. Ob es ihr spass macht und so weiter...

Danke euch noch mal

Beitrag von liki 21.05.10 - 21:09 Uhr

Hallo Kerstin!

Unbedingt! Meine Tochter hatte in der ersten Klasse das gleiche Problem. Dann habe ich sie in einen Kampfsportverein gegeben (bei uns heißt das Vie tu Ve) - das hat ihr Selbstbewusstsein gegeben und die Situation relativ bald entschärft.
heute (sie ist in Klasse 11) hat sie den dunkelblauen Gürtel, trainiert selber Kinder und wenn ich abends unterwegs bin, fühle ich mich sicherer, wenn sie dabei ist :-) sie kann sich wirklich inzwischen extrem gut wehren.
aber auch, wenn sie das nicht 10 Jahre durchgezogen hätte, sondern einfach 1-3 jahre, wäre das sicher ein Gewinn gewesen.

Alles Gute für deine Melissa!

Liki

Beitrag von moesha1409 23.05.10 - 11:07 Uhr

Hallo Kerstin,

meine Tochter geht zu Wing Tsun Kids. Das ist eine Selbstverteidigungsart für Kinder. Vielleicht findest du darüber etwas im Internet.
Meine Tochter hat zwar keine Probleme in der Schule, aber ich fand es trotzdem wichtig das ihr Selbstvertrauen gestärkt wird und sie zumindest das Gefühl hat sich wehren zu KÖNNEN wenn etwas ist.

Liebe Grüße
Nina