Private Krankenversicherung - Rezept erst nach Bezahlung??

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Beitrag von mimimausi28 21.05.10 - 13:09 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage bzgl. der PKV. Mein Mann lässt sich seit ca. 2 Jahren gegen seine Pollenallergie spritzen. Bisher war es immer so, dass der Arzt das Rezept an die Apotheke weitergeleitet hat. Die hats bestellt und uns die Rechnung geschickt. Wenn die Rechnung unter 300 Euro war haben wir das Geld erst bezahlt und später eingereicht. Über 300 Euro haben wir die Rechnung direkt bei der KK eingereicht und das Geld kam dann ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als die Rechnung auch fällig war.

Nun hat der Arzt die Apotheke gewechselt. Hier das gleiche Procedere: Medikament bestellt, Rechnung kam gestern an, allerdings OHNE Rezept. Also habe ich keine Möglichkeit die Rechnung, die immerhin 522 Euro beträgt direkt einzureichen. Dann habe ich in der Apotheke angerufen und um das Rezept gebeten. Die lehnen das aber ab mit der Begründung, dass das Rezept sozusagen deren "Versicherung" ist, dass der Kunde auch bezahlt. Sprich: Rezept gibts nur gegen Geld #schock

Da ich diese Vorgehensweise gar nicht kenne (auch bei allen Impfungen der Kinder kommen immer Rezept gemeinsam mit der Rechnung), bin ich mir nicht sicher, ob das überhaupt okay so ist. Was habt Ihr für Erfahrungen???

Danke und ein schönes #sonne Wochenende

Tanja #winke

Beitrag von myimmortal1977 21.05.10 - 13:22 Uhr

Ich würde mir das Rezept von der Apotheke geben lassen. Denn es ist Euer Rezept, nicht das der Apotheke!

Dann würde ich zu einer anderen Apotheke gehen und mit denen deren Vorgehen besprechen und dort meine Medikamente beziehen.

Ich denke mal, dass die Apotheke schon Ausfallzahlungen hatte. Denn wenn die Vericherung nicht bezahlt und der Empfänger nicht bezahlen kann, ist das Medikament i. d. R. schon verbraucht und die Apotheke bleibt auf Ihren Kosten sitzen.

Viele Grüße, Janette

Beitrag von mimimausi28 21.05.10 - 13:27 Uhr

Hallo Janette,

ja, das denke ich auch, dass die schon Ausfallzahlungen hatten und es ist ja auch verständlich, wenn die vorsichtig sind. Aber dass die bei einer Rechnung über 500 Euro einfach so das Rezept behalten dürfen find ich unglaublich.

Das Problem ist, dass wir bisher mit dem Rezept gar nix zu tun hatten. Der Arzt hat es immer direkt an die Apotheke (die letzten Male war es immer eine andere Apo) gegeben. Das Medikament ging direkt an den Arzt, die Rechnung zu uns. DIESE Apotheke macht es nun anders, aber wie gesagt, das Medikament ist schon beim Arzt und die erste Injektion daraus gibt es auch schon heute Abend.

Also meinst Du, dass wir in den sauren Apfel beißen müssen und das Geld vorstrecken, bis die KK zahlt?

Danke Dir trotzdem....

Liebe Grüße

Tanja

Beitrag von myimmortal1977 21.05.10 - 13:37 Uhr

Bekommt ihr es denn trotzdem beim Arzt gespritzt, auch wenn das Medikament noch nicht bezahlt ist?

Ich meine, ich finde es etwas schwachsinnig von der Apotheke, das Medikament rauszurücken, wenn es denen und davon gehe ich mal lapidar aus, um die Bezahlung geht...

Ich würde es auf alle Fälle nochmal mit dem Arzt besprechen, das ihr z. B. mit der Handhabe etwas unglücklich seid.

#liebdrueck

Beitrag von windsbraut69 21.05.10 - 13:45 Uhr

Ja natürlich müßt Ihr das!

Ihr seid doch Kunde der Apotheke, nicht die Krankenversicherung und die Apotheke hat bereits geliefert!

Ich kenne gar keine Lieferung gegen Rechnung mit Zahlungsziel!

LG

Beitrag von blahblah 22.05.10 - 08:16 Uhr

Ich würde auch auf das Rezept bestehen...

Und: Selbst wenn die Apo das Rezept als "Sicherheit" behält, ist das Medikament weg falls es zu Zahlungsproblemen kommen sollte.

LG

die#bla

PS: Wenn die Apo sich quer stellt würde ich denen sagen das ich niemals zahlen kann wenn ich das Rezept nicht einreichen kann :-p

Beitrag von windsbraut69 22.05.10 - 08:41 Uhr

Menschenskinder, die Apotheke ist doch eh schon verdammt kulant!

Beitrag von raena 21.05.10 - 13:33 Uhr

Also ich kenne diese Vorgehensweise überhaupt nicht. Bei uns ist es so, dass wir das Rezept bekommen, es in die Apotheke bringen und bezahlen und die Apotheke das Medikament zum Arzt bringt ( ist mir lieber wegen Kühlkette einhalten etc.) Zumindestens war es bei den Impfungen für unsere Tochter so.

Ich hab es noch nicht erlebt, dass eine Apotheke Medikamente auf "Rechnung" ausgibt.

LG
Tanja

Beitrag von kleinehexe1606 21.05.10 - 14:41 Uhr

Na sorry aber wer gibt der Apotheke die Sicherheit das ihr noch bezahlt ? Ich finde es ehrlich unverschämt so zu denken, die Apotheke kann doch auch nichts dafür das ihr pp seit.
Ich geh doch auch nicht in Lidl einkaufen wenn ich das Geld nicht hab und komme zur Bezahlung wieder wenn ich mein Geld überwiesen bekomme.

Beitrag von fraukef 22.05.10 - 07:49 Uhr

Nein - der Vergleich hinkt ganz gewaltig!

Ich kann die Apo zwar auch verstehen - hab mal bei nem Arzt gearbeitet und war unter anderem für die Privatrechnungen zuständig. Es ist schon ätzend, den Leuten hinterherzurennen, bis sie endlich mal zahlen (nicht allen - aber erfahrungsgemäß immer wieder den gleichen... das macht die Sache noch nerviger) - und wenn die Apotheke dann viele dieser nicht-zahlenden Kunden hat, senkt das Vorgehen auch die Kosten der Apo - Mahnkosten dürften ziemlich weg fallen...

Allerdings geht es hier NICHT um einen LIDL-Einkauf (den mir erfahrungsgemäß eh keiner zurückerstattet), sondern um eine Versicherungsleistung. Und da ist es durchaus so (und das wissen auch die APotheker und Ärzte), dass viele Patienten erst auf die Erstattung angewiesen sind, ehe sie die Rechnung bezahlen können. Und genau das verwährt die Apotheke dem Patienten mit ihrem Vorgehen.

Und dann kommt die rechtliche Frage ins Spiel - hier ist das die Frage, WEM das Rezept gehört. Und da ist es schon richtig, was weiter oben geschrieben wurde - das Rezept gehört zweifelsohne dem PATIENTEN - und deshalb DARF die Apotheke es auch nicht einbehalten - mit welchem Recht denn auch? So nervig wie es auch sein mag - die Apotheke MUSS das Rezept aushändigen und ihre Rechnung stellen - und warten bis gezahlt wird...

LG
Frauke

Beitrag von windsbraut69 22.05.10 - 08:07 Uhr

Die Apotheke muß das Medikament vor Bezahlung gar nicht aushändigen!

Beitrag von bleathel 21.05.10 - 14:44 Uhr

Hi,

ich kenne es nur so, dass man Rezepte immer sofort bezahlt. (und dann natürlich das Rezept mitnimmt und einreicht)

gruss
Julia

Beitrag von sechisi 21.05.10 - 14:46 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird auch desensibilisert, das Serum wird vom Hautarzt direkt bei der Apotheke bestellt, die Apotheke liefert direkt an den Hautarzt, der gibt mir dann das Rezept mit Rechnungskopie der Apotheke im Anhang, ich gehe dann zur Apotheke und bezahle den fälligen Betrag, knappe 400 Euro.
Bei den Impfungen der Kinder läuft es ähnlich ab, bekomme Rezept vom Kinderarzt, bezahle Impfstoff in der Apotheke und lasse den dann in die Praxis liefern, damit beim nächsten Termin der Impfstoff gekühlt vor Ort ist und geimpft werden kann!

Einreichen und zurückerstatten bekommen kann ich die Beträge auch erst nach Zahlung , muß also auch in Vorkasse treten.
Nicht schön, aber hier das übliche Vorgehen, bei 3 Kindern manchmal ganz schön heftig!! #schwitz

LG, sechisi

Beitrag von kathi.net 21.05.10 - 14:51 Uhr

Es ist eigentlich immer wieder das gleiche Problem. Egal ob Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.
Das Prinzip der PKV besteht eben daraus, Kosten für Behandlungen, Medikamente etc. erstattet zu bekommen - das ist eben ein Vertrag zwischen Patient und PKV.
Wenn sich ein Privatpatient behandeln läßt oder aber Medikamente kauft, geht er aber einen Vertrag mit dem Behandler/Apotheker ein. Und diese Leistungen hat der Patient zu bezahlen.
Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob, wieviel oder wann er das Geld von seiner Versicherung bekommt.

Wenn das der bisherige Arzt/Apotheker so gemacht hat, war das Kulanz.

LG Kathi

Beitrag von windsbraut69 21.05.10 - 15:12 Uhr

"Wenn das der bisherige Arzt/Apotheker so gemacht hat, war das Kulanz. "

Ganz genau!

LG

Beitrag von vwpassat 21.05.10 - 17:31 Uhr

Nun hat der Arzt die Apotheke gewechselt.



Da Ihr (!) es bezahlt, habt Ihr doch auch freie Wahl der Apotheke.

Beitrag von nick71 21.05.10 - 22:48 Uhr

"Sprich: Rezept gibts nur gegen Geld"

Also ich kenne es nur so, dass ein Medikament auf Privatrezept bei Bestellung/Abholung in der Apotheke -entweder bar oder mit Ec-Karte- zu bezahlen ist. Die von dir geschilderte bisherige Vorgehensweise (Arzt leitet Rezept weiter und Apotheke schickt euch die Rechnung inkl. Rezept zu) ist mir gänzlich neu. Oder ich müsste dich jetzt komplett missverstanden haben.

Beitrag von nick71 21.05.10 - 22:59 Uhr

Ich finds übrigens absolut nachvollziehbar, dass die Apotheke ihr Geld haben möchte (oder zumindest das Rezept bis zur Bezahlung einbehält), wenn das Medikament an euch rausgegeben bzw. an den behandelnden Arzt verschickt wurde. Dass ihr auf Rechnung zahlen könnt (habt ja dann round about 30 Tage oder sogar etwas mehr Zeit), ist schon sehr entgegenkommend...ich kenne das von unseren Apotheken nicht. Mal ein anderes Beispiel: Du musst ja auch in jedem Einzelhandelsgeschäft sofort bezahlen, wenn du was kaufst.

Beitrag von mimimausi28 22.05.10 - 22:32 Uhr

Hallo Nick,

also wir haben das "Problem" jetzt wie folgt gelöst:

Ich bin zur Apotheke, habe das Geld bezahlt, das Rezept bekommen und auch bereits eingereicht. Danach bin ich zum Arzt gegangen, habe ihm die Situation geschildert und wir haben den "Deal" gemacht, dass ich das Rezept demnächst selber abhole, zu "meiner" Apotheke bringe, und die Medikamente dann beim Arzt wieder abliefere. In "meiner" Apotheke habe ich die Situation angesprochen und mir wurde gesagt, dass die das immer so machen (Rechnung + Rezept verschicken) und noch NIE Probleme damit hatten. Also sind mit der Situation alle glücklich.

Allerdings kann ich Deine Argumentation auch nicht ganz verstehen. Es gibt doch noch mehr Beispiele, wo im medizinischen Bereich die Hilfsmittel auf Rechnung ausgegeben werden. Unsere Tochter trägt z.B. Einlagen. Sie braucht 2 Mal im Jahr Neue. Die werden natürlich speziell angefertigt, dann hole ich sie ab und die Rechnung kommt später. Oder wenn wir zur Heilpraktikerin gehen, bekommen wir auch eine Quartalsrechnung. Dort werden dann alle Behandlungen, Tropfen und Globuli, die in der Zeit angefallen sind, abgerechnet.

So kenne ich das!

Beitrag von vwpassat 24.05.10 - 11:32 Uhr

Es geht doch nicht darum, wie Du das kennst oder meinst, wie es sein müsste......


Es muss niemand "Kauf auf Rechnung" anbieten, das ist Kulanz des Anbieters und funktioniert nur solange, bis ein Glied in der Kette z.B. zahlungsunwillig oder zahlungsunfähig ist.

Aber das willst Du gar nicht verstehen......

Beitrag von mimimausi28 24.05.10 - 21:22 Uhr

Natürlich! Es geht genau darum.

Ich habe bisher immer auf Rechnung gekauft und hätte es gerne weiter so. Wenn es nun aufgrund eines Apothekenwechsels nicht mehr möglich ist, dann ist für mich die logische Konsequenz, dass ich wieder zu meiner "alten" Apotheke wechsel. Zumal mir der Apotheker versichert hat, dass er es immer so macht und noch nie Probleme damit hatte.

Natürlich ist niemand verpflichtet, Kauf auf Rechnung anzubieten. Aber ich als Kunde bin genauso wenig verpflichtet, dann bei eben dieser Apotheke einzukaufen.

Und der letzte Satz ist echt unsachlich und unpassend!

Beitrag von windsbraut69 25.05.10 - 14:59 Uhr

Nein, es hat doch niemand gesagt, dass Du in dieser Apotheke Deine Medikamente holen mußt!

Dass Dein Arzt das so regelt, ist eine Abmachung zwischen ihm, seinen Patienten und der Apotheke...Du kannst eben nicht erwarten, dass jede Apotheke diesen Service bietet.

Gruß,

W