ALG 1 und Mietzuschuss (v. ARGE o.Wohngeldstelle???)

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Beitrag von summer1412 21.05.10 - 15:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich hab da mal eine Frage.
Ich bin derzeit (bis Nov.´11) in Elternzeit, bekomme also nur Elterngeld und Kindergeld. Mein Mann sein Arbeitsvertrag läuft zum 31.5.´10 aus und er bekommt dann ALG 1, da er noch keinen neuen Arbeitsplatz hat.
Unsere Miete ist ziemlich hoch, so daß wir nun evtl. einen Mietzuschuss bräuchten.
Meine Frage: Welche Anlaufstelle haben wir? Als erstes die Wohngeldstelle? Oder ARGE? Und gibt es für ALG 1- Empfänger auch ein Formular zum Mietzuschuss wie bei ALG 2? Hab nur keines gefunden.

Wie habt Ihr es gemacht oder wie kennt Ihr es?
Vielen Dank für Antwort und einen lieben Gruß, Summer1412 #sonne

Beitrag von cashmere0815 21.05.10 - 16:18 Uhr

Beides geht, Ihr könnt ergänzend Alg 2 oder aber Wohngeld beantragen. Was und ob nun bewilligt wird bzw. wieviel und was für Euer Empfinden/Nutzen besser ist, hängt zum einem auch von der Höhe des Alg 1 ab. Es kann ja auch sein, daß Dein Mann soooo viel Alg 1 erhält, daß Ihr trotzdem über dem Regelsatz von Alg2 liegt und evtl. auch kein Wohngeld erhalten würdet. Oder Ihr würdet z.B. 20 Euro (fiktiv) mehr mit Alg 2 bekommen, aber dafür habt Ihr die Arge am Hals, bei 20 Euro (fiktiv) weniger ist die Wohngeldstelle schon angenehmer, denn die läßt Euch in Ruhe.
Hatte auch mal auf 30 Euro oder so verzichtet, weil der ganze Streß mit den monatlichen Gehaltsabrechnungen einreichen und dann kamen immer verkehrte Änderungesbescheide, also Widersprüche geschrieben und das zog sich über Monate hin. Bei der Wohngeldstelle bin ich monatlich hingegangen und legte meine Abrechnung vor und alles lief problemlos. Da habe ich gerne auf 30 Euro verzichtet, weil ich mir nicht die Nerven weiter aufreiben mußte und ich hatte auch wieder mehr Zeit für mich und die Kinder nach der Arbeit.
Einen Antrag auf Wohngeld beim Wohnungsamt abholen und in dem Antragsmonat noch abgeben. Bei Alg 2 jedoch am besten sofort hingehen, denn da zählt jeder Tag.
Eventuell mal im Internet ausrechnen, was bei rauskommt.
Schon mal über Kinderzuschlag nachgedacht?

Beitrag von windsbraut69 22.05.10 - 07:02 Uhr

Für den Wohngeldbezug mußt Du ein Mindesteinkommen haben, man hat nicht grundsätzlich eine Wahl.

Gruß,

W

Beitrag von goldtaube 21.05.10 - 16:19 Uhr

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Wohngeld und Kinderzuschlag oder aber ergänzend ALG II zum ALG I.

Je nachdem für was ihr die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt.

Beitrag von seikon 21.05.10 - 17:03 Uhr

Zunächst müsst ihr glaube ich Alg 2 ergänzend beantragen. Wird das abgelehnt, dann könnt ihr Wohngeld und Kindergeldzuschuss beantragen.
Ihr solltet aber beachten, dass hier nach angemessener Miete gegangen wird. Wenn eure Miete so hoch ist, weil einfach die Wohnung für Alg2/Wohngeldverhältnisse zu groß/teuer ist, dann werdet ihr schlechte Karten haben.

Beitrag von cashmere0815 21.05.10 - 17:20 Uhr

Der 1. Absatz ist nicht korrekt: Dauert die Antragsbearbeitung von Alg 2 zu lange und wird letzendlich abgelehnt, hat man Pech gehabt. Du kannst nicht rückwirkend Wohngeld und/oder Kinderzuschlag beantragen (gehe immer vom Monat aus).
Umgekehrt aber schon, wird Kinderzuschlag abgelehnt, weil zu wenig Einkommen vorhanden ist, kann man notfalls noch zur Arge gehen mit der Ablehnung.

Also, am besten zeitgleich alle Anträge stellen, zurückziehen kann man die immer noch. Hartnäckig bleiben, gerade Arge und Familienkasse schieben sich gerne den schwarzen Peter zu und erzählen Dinge, die rechtlich so gar nicht stimmen, vor allem die Arge.

Beitrag von summer1412 22.05.10 - 10:24 Uhr

Danke für Eure Antworten!

Ich denke, ich werde den Mietzuchuss/ das Wohngeld gleichzeitig beantragen und dann gucken was für uns am Besten ist.

Die Wohnung ist auch nicht zu groß (70 qm für 3 Personen) und die Miete ist auch günstiger als unsere jetzige.

Lieben Gruß, Summer1412 #sonne